The China Mail - Neue Berechnung: Deutschland droht 2026 Klimaziel zu verfehlen

USD -
AED 3.672501
AFN 65.000064
ALL 81.845006
AMD 366.463719
ANG 1.790365
AOA 918.000053
ARS 1524.859901
AUD 1.441743
AWG 1.8
AZN 1.702503
BAM 1.740887
BBD 2.024718
BDT 123.601406
BGN 1.683441
BHD 0.379014
BIF 3017.846811
BMD 1
BND 1.287196
BOB 12.108238
BRL 5.226601
BSD 1.005283
BTN 96.885459
BWP 14.221182
BYN 3.028221
BYR 19600
BZD 2.021781
CAD 1.421235
CDF 2309.999842
CHF 0.827225
CLF 0.024861
CLP 981.63996
CNY 6.704597
CNH 6.704675
COP 3319.26
CRC 459.303568
CUC 1
CUP 24.126252
CVE 98.374972
CZK 21.72865
DJF 179.008692
DKK 6.641785
DOP 60.065513
DZD 133.646986
EGP 52.307399
ERN 15
ETB 160.999933
EUR 0.88851
FJD 2.251302
FKP 0.757935
GBP 0.75675
GEL 2.594995
GGP 0.757935
GHS 11.777115
GIP 0.757935
GMD 73.49376
GNF 8843.452641
GTQ 7.679983
GYD 210.280831
HKD 7.846555
HNL 26.829955
HRK 6.696398
HTG 131.567938
HUF 327.69499
IDR 17889
ILS 3.07053
IMP 0.757935
INR 96.186967
IQD 1316.907959
IRR 1746539.000196
ISK 121.719916
JEP 0.757935
JMD 158.335114
JOD 0.708968
JPY 157.636495
KES 129.710071
KGS 87.446999
KHR 4055.000342
KMF 438.000282
KPW 900.000318
KRW 1350.830047
KWD 0.30886
KYD 0.837765
KZT 445.443338
LAK 22455.00029
LBP 89550.000036
LKR 332.213287
LRD 171.350167
LSL 16.694961
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.41498
MAD 9.803908
MDL 17.899089
MGA 4429.000244
MKD 54.808848
MMK 2099.878546
MNT 3598.367683
MOP 8.125398
MRU 40.075024
MUR 48.150235
MVR 15.449807
MWK 1737.000047
MXN 18.258799
MYR 4.084097
MZN 63.910072
NAD 16.650007
NGN 1328.780167
NIO 36.665034
NOK 9.617881
NPR 155.016734
NZD 1.7802
OMR 0.384502
PAB 1.005296
PEN 3.465503
PGK 4.449497
PHP 62.59902
PKR 277.049851
PLN 3.886295
PYG 5857.77038
QAR 3.64499
RON 4.746499
RSD 104.444011
RUB 83.373151
RWF 1483.390301
SAR 3.764198
SBD 8.064852
SCR 13.957083
SDG 601.515223
SEK 10.025065
SGD 1.278945
SHP 0.757461
SLE 24.597928
SLL 20969.491881
SOS 574.485509
SRD 37.672502
STD 20697.981008
STN 22.15
SVC 8.796002
SYP 13002.000254
SZL 16.643153
THB 33.573505
TJS 9.258616
TMT 3.51
TND 2.988767
TOP 2.40776
TRY 49.142005
TTD 6.819972
TWD 31.895101
TZS 2635.002986
UAH 45.139279
UGX 3991.27687
UYU 40.465
UZS 11820.000158
VES 865.477996
VND 25995
VUV 120.084308
WST 2.780871
XAF 582.824141
XAG 0.016277
XAU 0.000238435292
XCD 2.70255
XCG 1.811716
XDR 0.707052
XOF 582.824141
XPF 106.500433
YER 236.375025
ZAR 16.66661
ZMK 9001.19364
ZMW 19.768306
ZWL 321.999592
SSP 5712.591902
MXV 2.065951
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Neue Berechnung: Deutschland droht 2026 Klimaziel zu verfehlen
Neue Berechnung: Deutschland droht 2026 Klimaziel zu verfehlen / Foto: © AFP/Archiv

Neue Berechnung: Deutschland droht 2026 Klimaziel zu verfehlen

Deutschland droht 2026 anders als in den Vorjahren sein gesetzliches Klimaziel zu verfehlen. Das geht aus am Freitag veröffentlichten Berechnungen des Thinktanks Agora Energiewende auf Basis vorläufiger Daten hervor. Demnach nahmen die Treibhausgasemissionen im ersten Halbjahr zwar weiter ab, jedoch nur geringfügig um sieben Millionen CO2-Äquivalente. Zudem sei der Rückgang in erster Linie auf die schwierige Wirtschaftslage und auf Preiseffekte zurückzuführen.

Textgröße:

Die Obergrenze für die deutschen Treibhausgasemissionen ist für das laufende Jahr auf 625 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente festgelegt. 2025 betrugen die Emissionen 648,9 Millionen Tonnen. Für das erste Halbjahr 2026 wurden laut den Berechnungen von Agora Energiewende Emissionen von 327 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten registriert, zwei Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Für das Gesamtjahr 2026 seien Emissionen von rund 635 Millionen Tonnen zu erwarten, hieß es nun weiter. Dies wären zwar etwas weniger als im Vorjahr, der zulässige Jahreswert würde jedoch überschritten. Um das Klimaziel für 2030 zu erreichen, wäre zudem ein jährlicher Emissionsrückgang um durchschnittlich 40 Millionen Tonnen erforderlich.

Dass die Emissionen bisher im laufenden Jahr überhaupt um sieben Millionen Tonnen zurückgingen, liegt den Angaben zufolge vor allem an der fossilen Energiepreiskrise, ausgelöst durch die Sperrung der Straße von Hormus. In deren Folge es dann zu deutlich höheren Öl- und Gaspreisen kam. Positiv auf die Emissionsbilanz hätten sich zudem neue Absatzrekorde bei Wärmepumpen und E-Autos ausgewirkt.

"Das erste Halbjahr 2026 steht deutlich im Zeichen der fossilen Energiepreiskrise: Erneut wird die deutsche Wirtschaft schmerzhaft von fossilen Preisschocks getroffen", erklärte die Direktorin von Agora Energiewende Deutschland, Julia Bläsius. "Gleichzeitig setzt sich mit den Verkaufsrekorden bei Wärmepumpen und E-Autos der Elektrifizierungstrend bei Verbraucherinnen und Verbrauchern fort."

Bläsius rief die Bundesregierung auf, diese Dynamik zu nutzen und zu verstärken, indem sie ihre Energie- und Industriepolitik konsequent auf erneuerbare Energien und Elektrifizierung ausrichte. "Nur so wird Deutschland unabhängiger von fossilen Energien und die Wirtschaft krisenfester", mahnte die Agora-Energiewende-Chefin.

Die zusätzlichen Kosten für den Import von Rohöl und Erdgas seit Beginn des Iran-Konflikts Ende Februar bezifferte Agora Energiewende auf rund 7,4 Milliarden Euro - obwohl die Ölimporte im Vergleich zum Vorjahr in dem Zeitraum nur um zwei Prozent gestiegen und die Erdgasimporte sogar um elf Prozent zurückgegangen seien. Bei Öl hätten sich die höheren Preise für die Verbraucherinnen und Verbraucher direkt an den Tankstellen ausgewirkt, bei Gas werde dies wegen laufender Lieferverträge erst mit zeitlicher Verzögerung erfolgen.

Das Bundesumweltministerium teilte zu den Berechnungen von Agora Energiewende mit, es handele sich bisher lediglich um "unterjährige Schätzungen" und keine Jahresbilanz. "Die ausschlaggebenden Emissionsdaten für 2026 legt das Umweltbundesamt bis zum 15. März 2027 vor", hieß es weiter. Derzeit sei es für eine belastbare, solide Bewertung der Treibhausgasemissionen des Jahres 2026 "noch viel zu früh". Verwiesen wurde auf Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung sowie auf von der Regierung beschlossene zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen, etwa zur Förderung der E-Mobilität.

Deutschland ist verpflichtet, seine Treibhausgasemissionen bis 2030 um 65 Prozent verglichen mit dem Stand von 1990 zu verringern. Dies entspricht dann zulässigen Emissionen von noch 439 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten. Auch der Expertenrat für Klimafragen warnt hier vor einer drohenden Zielverfehlung, was sich in den Folgejahren noch weiter verschärfen dürfte.

Y.Parker--ThChM