The China Mail - Habeck will zwei Akw bis April 2023 als Notreserve bereithalten

USD -
AED 3.673007
AFN 64.99933
ALL 81.338497
AMD 361.490065
ANG 1.789785
AOA 916.99986
ARS 1512.990698
AUD 1.445264
AWG 1.80125
AZN 1.703157
BAM 1.743363
BBD 2.013184
BDT 122.946509
BGN 1.747831
BHD 0.377586
BIF 2996
BMD 1
BND 1.281883
BOB 11.71977
BRL 5.073398
BSD 0.999594
BTN 94.961938
BWP 13.742418
BYN 3.017057
BYR 19600
BZD 2.010313
CAD 1.41832
CDF 2312.521651
CHF 0.82692
CLF 0.024962
CLP 982.450274
CNY 6.69275
CNH 6.690097
COP 3178.8
CRC 454.960757
CUC 1
CUP 23.989731
CVE 98.287665
CZK 21.705298
DJF 177.719735
DKK 6.66324
DOP 61.28243
DZD 134.428612
EGP 53.427702
ERN 15
ETB 163.269377
EUR 0.891199
FJD 2.262981
FKP 0.76043
GBP 0.753175
GEL 2.589926
GGP 0.76043
GHS 11.629742
GIP 0.76043
GMD 73.999951
GNF 8793.432336
GTQ 7.636425
GYD 209.06352
HKD 7.84765
HNL 26.837693
HRK 6.716803
HTG 130.889189
HUF 324.139865
IDR 17933
ILS 3.103975
IMP 0.76043
INR 94.743151
IQD 1514.36683
IRR 1790499.999677
ISK 121.410038
JEP 0.76043
JMD 158.941401
JOD 0.709025
JPY 158.071499
KES 129.980171
KGS 87.450077
KHR 4059.311949
KMF 441.999947
KPW 899.999961
KRW 1341.750075
KWD 0.31096
KYD 0.832995
KZT 453.004595
LAK 22483.097342
LBP 89509.87864
LKR 330.880551
LRD 170.423094
LSL 16.517836
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.421479
MAD 9.795696
MDL 17.962214
MGA 4502.324255
MKD 54.950394
MMK 2099.444361
MNT 3596.720368
MOP 8.079529
MRU 40.052235
MUR 47.297406
MVR 15.450063
MWK 1732.925677
MXN 18.38219
MYR 4.0843
MZN 63.909799
NAD 16.51791
NGN 1329.720224
NIO 36.787121
NOK 9.46899
NPR 151.938745
NZD 1.78077
OMR 0.384501
PAB 0.999586
PEN 3.438455
PGK 4.537108
PHP 63.056502
PKR 276.703496
PLN 3.89185
PYG 5692.357747
QAR 3.643608
RON 4.754896
RSD 104.672029
RUB 83.871623
RWF 1474.878661
SAR 3.783194
SBD 8.064647
SCR 14.00197
SDG 601.494334
SEK 9.94988
SGD 1.281985
SHP 0.754745
SLE 24.680145
SLL 20969.504398
SOS 571.283404
SRD 37.641501
STD 20697.981008
STN 21.838829
SVC 8.746189
SYP 13001.999685
SZL 16.511864
THB 33.512002
TJS 9.210912
TMT 3.51
TND 3.001547
TOP 2.40776
TRY 49.417596
TTD 6.784239
TWD 32.348702
TZS 2640.003002
UAH 44.837859
UGX 4022.801521
UYU 40.200736
UZS 11955.039354
VES 878.023598
VND 25873
VUV 119.689611
WST 2.781623
XAF 584.588125
XAG 0.017527
XAU 0.000240744285
XCD 2.70255
XCG 1.801465
XDR 0.707052
XOF 584.588125
XPF 106.304652
YER 236.150558
ZAR 16.50637
ZMK 9001.193742
ZMW 19.915944
ZWL 321.999592
SSP 5773.824733
MXV 2.075654
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Habeck will zwei Akw bis April 2023 als Notreserve bereithalten
Habeck will zwei Akw bis April 2023 als Notreserve bereithalten / Foto: © AFP/Archiv

Habeck will zwei Akw bis April 2023 als Notreserve bereithalten

Zwei der drei verbliebenen deutschen Atomkraftwerke sollen bis zum nächsten Frühjahr weiter für die Stromversorgung bereitstehen, aber nur als eine Notreserve. Damit werde am Atomausstieg Ende 2022 im Grundsatz festgehalten, die beiden Anlagen könnten bis Mitte April 2023 aber "wieder oder weiter genutzt werden, wenn die Situation es gebietet", sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Montagabend in Berlin. FDP und Union hatten zuvor weitergehende Schritte gefordert.

Textgröße:

Habeck äußerte sich bei der Vorstellung des Ergebnisses des zweiten sogenannten Stresstests zur Sicherheit der Energieversorgung in Deutschland und Europa. Er kündigte an, die Akw Isar 2 in Bayern und Neckarwestheim in Baden-Württemberg sollten "bis Mitte April 2023 noch zur Verfügung stehen". Dies sei aus seiner Sicht eine "vertretbare und notwendige Entscheidung", um falls nötig, "über den Winter einen zusätzlichen Beitrag im Stromnetz in Süddeutschland 2022/23 leisten zu können", sagte der Grünen-Politiker.

Anders als bei dem ebenfalls diskutierten Streckbetrieb der Akw über das Jahresende hinaus sollte ein Weiterbetrieb aber "nicht automatisch" erfolgen, betonte Habeck. Auch schloss er einen Weiterbetrieb der Kraftwerke nach dem April kommenden Jahres definitiv aus: "Mitte April 2023 ist auch für die Reserve Schluss." Es werde auch "keine Beladung der Akw mit neuen Brennelementen geben" und "keine Entscheidung für den Neubau von Atomkraftwerken", stellte Habeck klar.

Der nun vorliegende zweite Stresstest wurde von den Netzbetreibern in Deutschland vorgenommen. Er kommt zu dem Ergebnis, dass es unter ungünstigen Voraussetzungen wie einem kalten Winter, Niedrigwasser auf den Wasserstraßen oder geringer Verfügbarkeit französischer Akw stundenweise zu Versorgungsengpässen besonders in Süddeutschland kommen könne. Die Atomkraftwerke könnten dann "einen Beitrag zur Reduzierung der Last-Unterdeckung leisten", hieß es.

Habeck betont, es sei eine Kombination unterschiedlicher Maßnahmen erforderlich, um Engpasssituationen zu vermeiden. Neben dem Bereithalten der Akw nannte der Minister den Weiterbetrieb von Kohlekraftwerken, eine höhere Auslastung von Biokraftwerken, Verträge über ein Lastenmanagement mit der Industrie sowie den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien.

Deutschland habe eine "sehr hohe Versorgungssicherheit im Stromsystem", betonte Habeck. Es gebe aber eine "Reihe von Unsicherheitsfaktoren". Neben der Einschränkungen der russischen Gaslieferungen infolge des Ukraine-Kriegs verwies er auf den Ausfall von rund der Hälfte der Atomkraftwerke in Frankreich und die Dürre im Sommer, die eine Produktion in Wasserkraftwerken in Nachbarländern schwäche.

Ein Bereithalten auch des dritten noch verfügbaren Atomkraftwerks im niedersächsischen Lingen sei jedoch aufgrund der günstigere Lage im Norden Deutschlands nicht erforderlich. "Die Atomkraft ist und bleibt eine Hochrisikotechnologie und die hochradioaktiven Abfälle belasten zig nachfolgende Generationen", begründete Habeck seine Zurückhaltung.

Von einer "verantwortlichen Lösung" sprach in einer Erklärung Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne). Habecks Koalitionspartner, FDP-Chef Christian Lindner, forderte dagegen in der "Süddeutschen Zeitung" einen Weiterbetrieb der drei verbliebenen deutschen Atomkraftwerke "bis mindestens in das Jahr 2024 hinein". Er begründete dies auch mit einem möglichen Beitrag zu einer Senkung der Strompreise.

Ebenfalls auf eine Laufzeitverlängerung drängte am Nachmittag in Berlin CDU-Chef Friedrich Merz. Auch sollten neue Brennstäbe bestellt werden. "Nach unserer Auffassung dürfen wir jetzt auf keine Option der Energieversorgung verzichten", forderte er.

Umweltverbände kritisierten das weitere Bereithalten der beiden Akw scharf. "Robert Habeck kündigt den gesellschaftlichen Konsens zum Atomausstieg auf, trotz aller Sicherheitsrisiken", erklärte der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt. Der Vorschlag Habecks sei "inakzeptabel und verhindert die notwendige Energiewende", kritisierte Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser. Vor "unvorhersehbaren Risiken" durch einen Weiterbetrieb der Akw warnte der Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Kai Niebert.

N.Wan--ThChM