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Snowboardcrosser Leon Ulbricht hat sich in einem Herzschlagfinale die große Kristallkugel gesichert. Der 21-Jährige raste beim letzten Rennen der Saison im kanadischen Mount St. Anne auf Platz zwei und verwies damit die Konkurrenten Aidan Chollet (Frankreich) und Adam Lambert (Australien) im Rennen um den Gesamtweltcup auf die Plätze. Ulbricht ist nach Martin Nörl der zweite Deutsche, der den Gesamtweltcup (2021/22 und 2022/23) gewinnen konnte.
Ulbricht war mit einem einzigen Punkt Vorsprung auf den Franzosen Chollet in den Showdown gegangen. 42 Punkte hinter Ulbricht lauerte zudem der Australier Lambert. "Das gelbe Trikot bringt mir aktuell gar nichts", hatte Ulbricht im Vorfeld gesagt: "Abgerechnet wird am Samstag - und da versuche ich wie in jedem anderen Rennen auch, mein Ding zu machen und nicht auf die Gegner zu schauen".
Sein ärgster Konkurrent Chollet schied überraschend bereits im Viertelfinale aus. Im Halbfinale drohte Ulbricht dann selbst das Aus, doch der Lörracher rettete sich mit einem beherzten Rutscher per Fotofinish ins Finale. In diesem reichte Ulbricht der zweite Platz hinter Tagessieger Lambert.
In der Gesamtwertung kommt Ulbricht auf 435 Punkte, Lambert (413) und Chollet (383) belegen die Plätze zwei und drei. Nörl schloss die Saison als Neunter (185) ab.
Für den Sportsoldaten Ulbricht, der für den SC Rötteln startet, ist der Gesamtsieg nach dem unglücklichen Ausscheiden bei Olympia in Italien, wo er mit Nörl kollidiert und ausgeschieden war, ein versöhnlicher Abschluss der Saison. Nach Olympia überzeugte er mit vier Weltcuppodien.
E.Choi--ThChM