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Die Türkei ist nach 24 Jahren erlöst. Trainer Vincenzo Montella führte den früheren WM-Dritten am Dienstagabend im Finale der Europa-Playoffs zu einem hart erkämpften 1:0 (0:0) im Kosovo und zum leidenschaftlich ersehnten Ticket nach Amerika. Die Türken sind erstmals seit 2002 für eine WM-Endrunde qualifiziert, sie treffen in der Gruppe D auf Gastgeber USA, Paraguay und Australien.
Die Gäste feierten auf das Ende ihrer quälenden Leidenszeit stürmisch, denn eine ganze Generation von Fans kennt bei der WM bislang nur die Zuschauerrolle. Kerem Aktürkoglu (57.) von Fenerbahce Istanbul stieg mit dem Siegtor zum Volkshelden auf. Für Kosovo war bereits das 4:3 in der Slowakei im Halbfinale eine Sensation gewesen.
Fisnik Asllani hatte sich allerdings vorgenommen, seine Mannschaft in Pristina nun auch erstmals zu einer WM zu führen. Der Hoffenheimer Stürmer spielte stark auf und hatte die beste Chance der ersten Halbzeit: Er traf mit seinem Fernschuss die Querlatte (29.).
Die Türken, WM-Teilnehmer 1954 und 2002, waren mindestens gleichwertig und hofften auf einen erneuten Geniestreich von Arda Güler. Der Star von Real Madrid hatte das Halbfinale gegen Rumänien (1:0) mit einem Traumpass entschieden. Letztlich war es dann aber Aktürkoglu, der den Ball als Abstauber mit etwas Glück über die Linie schob.
E.Choi--ThChM