The China Mail - Schweizer Gletscher in nur zwei Jahren um zehn Prozent geschrumpft

USD -
AED 3.672501
AFN 62.99985
ALL 83.045552
AMD 377.608336
ANG 1.790083
AOA 917.000197
ARS 1391.482008
AUD 1.43098
AWG 1.8025
AZN 1.70083
BAM 1.692703
BBD 2.017085
BDT 122.889314
BGN 1.709309
BHD 0.377777
BIF 2964.437482
BMD 1
BND 1.280822
BOB 6.920277
BRL 5.307019
BSD 1.001532
BTN 93.628346
BWP 13.656801
BYN 3.038457
BYR 19600
BZD 2.014228
CAD 1.373185
CDF 2274.99968
CHF 0.789765
CLF 0.02352
CLP 928.549806
CNY 6.886399
CNH 6.89802
COP 3710.78
CRC 467.791212
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.432004
CZK 21.174903
DJF 178.340531
DKK 6.462825
DOP 59.449729
DZD 132.443333
EGP 52.221598
ERN 15
ETB 157.836062
EUR 0.86497
FJD 2.22425
FKP 0.749521
GBP 0.748235
GEL 2.71498
GGP 0.749521
GHS 10.917148
GIP 0.749521
GMD 73.492219
GNF 8778.549977
GTQ 7.671603
GYD 209.529662
HKD 7.831425
HNL 26.509205
HRK 6.5177
HTG 131.388314
HUF 338.933503
IDR 16950
ILS 3.129499
IMP 0.749521
INR 93.445504
IQD 1311.97909
IRR 1315624.999839
ISK 124.0396
JEP 0.749521
JMD 157.346743
JOD 0.708972
JPY 158.899501
KES 129.596651
KGS 87.450016
KHR 4001.973291
KMF 426.999852
KPW 900.003974
KRW 1494.349756
KWD 0.30663
KYD 0.834581
KZT 481.491739
LAK 21506.092917
LBP 89692.06536
LKR 312.41778
LRD 183.27376
LSL 16.894603
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.411466
MAD 9.358386
MDL 17.440975
MGA 4176.061001
MKD 53.240561
MMK 2099.452431
MNT 3566.950214
MOP 8.084003
MRU 40.089837
MUR 46.569521
MVR 15.460237
MWK 1736.722073
MXN 17.85425
MYR 3.939503
MZN 63.89682
NAD 16.894749
NGN 1362.859719
NIO 36.852081
NOK 9.74475
NPR 149.804404
NZD 1.71979
OMR 0.384525
PAB 1.001519
PEN 3.46252
PGK 4.323066
PHP 60.00395
PKR 279.628351
PLN 3.69518
PYG 6541.287659
QAR 3.662273
RON 4.4104
RSD 101.574994
RUB 82.27686
RWF 1457.231632
SAR 3.754649
SBD 8.05166
SCR 13.926897
SDG 601.000176
SEK 9.399115
SGD 1.279065
SHP 0.750259
SLE 24.574987
SLL 20969.510825
SOS 572.35094
SRD 37.4875
STD 20697.981008
STN 21.204227
SVC 8.762971
SYP 110.564047
SZL 16.900787
THB 32.576976
TJS 9.619362
TMT 3.51
TND 2.95786
TOP 2.40776
TRY 44.316702
TTD 6.794814
TWD 31.984498
TZS 2572.49847
UAH 43.875212
UGX 3785.603628
UYU 40.356396
UZS 12210.172836
VES 454.69063
VND 26341
VUV 119.226095
WST 2.727792
XAF 567.726608
XAG 0.014835
XAU 0.000229
XCD 2.70255
XCG 1.80494
XDR 0.706079
XOF 567.716781
XPF 103.216984
YER 238.598524
ZAR 16.94005
ZMK 9001.197058
ZMW 19.554625
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    123.4700

    5624.75

    +2.2%

  • SDAX

    394.3700

    16592.35

    +2.38%

  • MDAX

    754.6300

    28550.91

    +2.64%

  • TecDAX

    62.9200

    3483.1

    +1.81%

  • Goldpreis

    -111.3000

    4463.6

    -2.49%

  • EUR/USD

    0.0039

    1.1614

    +0.34%

  • DAX

    485.3300

    22865.52

    +2.12%

Schweizer Gletscher in nur zwei Jahren um zehn Prozent geschrumpft
Schweizer Gletscher in nur zwei Jahren um zehn Prozent geschrumpft / Foto: © AFP/Archiv

Schweizer Gletscher in nur zwei Jahren um zehn Prozent geschrumpft

Infolge von Extremwetter und Klimawandel sind die Schweizer Gletscher laut einer Studie in nur zwei Jahren um zehn Prozent geschrumpft. "Die Beschleunigung ist dramatisch: In nur zwei Jahren ging so viel Eis verloren wie zwischen 1960 und 1990", erklärte die Schweizerische Kommission für Kryosphärenbeobachtung (SKK) am Donnerstag. Mehrere kleinere Gletscher in dem Alpenland verschwanden demnach vollständig.

Textgröße:

"Die Gletscher der Schweiz schmelzen immer schneller", warnen die Studienautoren. 2022 war demnach mit einem Rekord-Rückgang ihres Volumens um sechs Prozent das schlimmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Dieses Jahr sei es mit einem Wert von vier Prozent kaum besser. Für 2023 werde damit "der zweitstärkste Rückgang seit Messbeginn" verzeichnet. "Ein Extremjahr folgt auf das andere", bilanziert die Expertenkommission.

Innerhalb von nur zwei Jahren sei so viel Gletschereis verloren gegangen wie in den drei Jahrzehnten bis 1990 zusammengenommen, legte die zur Schweizer Akademie der Naturwissenschaften gehörende SKK dar. Als Folge der massiven Eisschmelze seien einige Gletscherzungen kollabiert und mehrere kleinere Gletscher vollständig verschwunden.

Als Ursache für die Gletscherschmelze nannte der Leiter des Schweizerischen Gletschermessnetz Glamos, Matthias Huss, eine "Kombination aus dem Klimawandel, der solche Wetterextreme wahrscheinlicher macht, und der sehr ungünstigen Kombination aus Wetterextremen" wie Hitzewellen und Trockenheit. Wenn sich der Gletscherrückgang wie in den vergangenen Jahren immer weiter beschleunige, werde "jedes Jahr ein schlechtes Jahr" sein.

Huss sagte der Nachrichtenagentur AFP, in den vergangenen Jahren habe der globale Klimawandel derart an Fahrt gewonnen, dass die Schweiz mittlerweile als "Land ohne Gletscher" vorstellbar sei. Wenn zur Stabilisierung des Klimas aber entschiedene Maßnahmen ergriffen und die CO2-Emissionen schnellstmöglich auf null zurückgefahren würden, könne zumindest "ein Drittel des in der Schweiz gebildeten Eises" erhalten werden.

Dies würde laut Huss bedeuten, dass es in der Schweiz künftig keine kleinen Gletscher mehr gebe und die übrigen deutlich kleiner seien. Aber immerhin gäbe es dann in den höchsten Alpenregionen noch "ein paar Gletscher, die wir unseren Enkeln zeigen können".

Die rund 1400 Gletscher in der Schweiz sind unter anderem als Wasserspeicher von großer Bedeutung, die zahlreiche Seen, Bäche und Flüsse speisen. Sie sind auch für die Wasserkraftwerke wichtig, aus denen knapp 60 Prozent des in dem Alpenland erzeugten Stroms stammt.

Vom Schrumpfen der Gletscher ist laut der SKK-Studie die gesamte Schweiz betroffen, dieses Jahr allerdings insbesondere der Süden und Osten. Der jüngste Eisverlust sei "auf den sehr schneearmen Winter und hohe Temperaturen im Sommer zurückzuführen". Der besonders warme Sommer hat laut der Untersuchung die Höhe der Bereiche, in denen noch beständig 0 Grad oder weniger herrschen, auf 5298 Meter ansteigen lassen. Das ist deutlich höher als die Dufourspitze, der mit 4636 Metern höchste Berg der Schweiz.

Der Weltklimarat IPCC hatte 2019 in einem Sonderbericht über die Ozeane und die weltweiten Eis- und Schneevorkommen prognostiziert, dass niedrig gelegene Gletscher wie in den Alpen und in Skandinavien bis zum Ende dieses Jahrhunderts rund 80 Prozent ihrer Masse einbüßen. In seinem im Februar 2022 veröffentlichten Sachstandsbericht nannte der IPCC das weltweite Abschmelzen von Eis und Schnee als eine der zehn größten Bedrohungen durch den Klimawandel.

In einer Studie im Fachblatt "Science" wurde im Januar errechnet, dass selbst bei der Einhaltung der Vorgabe des Pariser Klimaabkommens, die Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, bis zur Mitte des Jahrhunderts die Hälfte aller Gletscher weltweit verschwunden sein wird.

Welche unmittelbare Gefahr die Gletscherschmelze darstellt, machte im Juli 2022 ein Gletscherbruch in den italienischen Alpen deutlich. Am Marmolata-Gletscher kamen damals elf Menschen ums Leben.

C.Fong--ThChM