The China Mail - Sachverständige: Deutsches Gesundheitssystem schlecht auf Krisen vorbereitet

USD -
AED 3.672503
AFN 64.49594
ALL 80.849758
AMD 363.721147
ANG 1.790365
AOA 916.999869
ARS 1525.002498
AUD 1.430892
AWG 1.80125
AZN 1.698106
BAM 1.720769
BBD 2.015344
BDT 123.2024
BGN 1.683441
BHD 0.377179
BIF 2998.218331
BMD 1
BND 1.279018
BOB 12.252493
BRL 5.224401
BSD 1.000633
BTN 95.990639
BWP 13.681395
BYN 3.028898
BYR 19600
BZD 2.012441
CAD 1.419495
CDF 2325.000254
CHF 0.834565
CLF 0.024509
CLP 967.750302
CNY 6.71045
CNH 6.705495
COP 3370.42
CRC 454.433476
CUC 1
CUP 24.015028
CVE 97.014302
CZK 21.52825
DJF 178.183674
DKK 6.58959
DOP 59.573457
DZD 133.789802
EGP 52.111203
ERN 15
ETB 163.062433
EUR 0.88151
FJD 2.24175
FKP 0.754339
GBP 0.755755
GEL 2.59501
GGP 0.754339
GHS 11.641892
GIP 0.754339
GMD 73.999864
GNF 8799.890903
GTQ 7.642158
GYD 209.372814
HKD 7.845115
HNL 26.866847
HRK 6.640304
HTG 130.949658
HUF 324.293984
IDR 17976
ILS 3.069599
IMP 0.754339
INR 95.94815
IQD 1310.5
IRR 1374850.000182
ISK 120.759552
JEP 0.754339
JMD 158.398768
JOD 0.709018
JPY 157.379499
KES 129.659862
KGS 87.448497
KHR 4061.324594
KMF 433.000243
KPW 900.000318
KRW 1356.500113
KWD 0.30867
KYD 0.833905
KZT 440.039416
LAK 22451.466454
LBP 89605.352877
LKR 331.202682
LRD 172.102517
LSL 16.443205
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.400781
MAD 9.635971
MDL 17.690714
MGA 4389.484242
MKD 54.175447
MMK 2099.371601
MNT 3597.221926
MOP 8.085273
MRU 40.085344
MUR 47.61021
MVR 15.460197
MWK 1735.117634
MXN 17.95626
MYR 4.079799
MZN 63.900523
NAD 16.443277
NGN 1324.619861
NIO 36.649827
NOK 9.592995
NPR 153.586197
NZD 1.770525
OMR 0.384501
PAB 1.000629
PEN 3.399978
PGK 4.44425
PHP 62.540264
PKR 277.049706
PLN 3.854225
PYG 5877.280966
QAR 3.644955
RON 4.652897
RSD 103.593102
RUB 84.62721
RWF 1477.356208
SAR 3.755913
SBD 8.026199
SCR 13.833895
SDG 601.501759
SEK 10.005105
SGD 1.278895
SHP 0.754404
SLE 24.59797
SLL 20969.491881
SOS 571.503444
SRD 37.686023
STD 20697.981008
STN 21.7
SVC 8.755174
SYP 13002.000254
SZL 16.43879
THB 33.57696
TJS 9.230681
TMT 3.5
TND 2.963175
TOP 2.40776
TRY 48.997606
TTD 6.791427
TWD 31.871198
TZS 2650.002993
UAH 44.902339
UGX 3916.996969
UYU 40.11121
UZS 11822.505864
VES 856.71525
VND 25972.5
VUV 118.916544
WST 2.76931
XAF 578.232546
XAG 0.016481
XAU 0.000241434799
XCD 2.70255
XCG 1.803385
XDR 0.707052
XOF 578.232546
XPF 104.924667
YER 236.625028
ZAR 16.41285
ZMK 9001.205142
ZMW 19.48741
ZWL 321.999592
SSP 5712.591906
MXV 2.033055
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Sachverständige: Deutsches Gesundheitssystem schlecht auf Krisen vorbereitet
Sachverständige: Deutsches Gesundheitssystem schlecht auf Krisen vorbereitet / Foto: © AFP/Archiv

Sachverständige: Deutsches Gesundheitssystem schlecht auf Krisen vorbereitet

Der Sachverständigenrat Gesundheit malt ein düsteres Bild des deutschen Gesundheitssystems. Dieses sei "sehr komplex und fragil, pointiert gesagt: ein nicht sehr reaktionsschnelles, wenig anpassungsfähiges 'Schönwettersystem'", heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Gutachten des Gremiums. "Weder auf Folgen des Klimawandels noch auf Pandemien ist unser Gesundheitssystem ausreichend vorbereitet. Dies gilt auch für andere bekannte und - wahrscheinlich erst recht - für noch unbekannte krisenhafte Herausforderungen."

Textgröße:

"Die bisherige Selbstwahrnehmung, dass in Deutschland alles gut organisiert ist und wir angesichts eines ausdifferenzierten Rettungs- und Gesundheitssystems bestens auch auf unvorhergesehene Entwicklungen vorbereitet sind, war und ist trügerisch", erklärte der Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen und in der Pflege (SVR Gesundheit), Ferdinand Gerlach. Das System müsse "dringend" krisenfester gemacht werden.

Konkret beklagte Gerlach, das Gesundheitssystem leide unter "unzulänglicher Digitalisierung und einem formaljuristisch leerlaufenden Datenschutzverständnis". Außerdem mangele es an Koordination zwischen Bund, Ländern, Landkreisen und Kommunen.

Für viele Bereiche und Herausforderungen gebe es zwar bereits "gute Analysen und konkrete Konzepte zur Resilienzstärkung", erklärte der Sachverständigenrat. Dies gelte etwa für "Pandemie- oder Hitzepläne". Die Konzepte aber "verstauben oft in Schubladen, anstatt konsequent umgesetzt und eingeübt zu werden".

Das Gremium schlug eine ganze Reihe von Veränderungen vor, um das System krisenfester zu machen. Unter anderem sei "die eindeutige Zuweisung von Kompetenzen und Aufgaben an die verschiedenen Stakeholder" nötig. "Auch muss in der Bevölkerung das Bewusstsein für potenzielle Krisen geschärft und das Grundverständnis für Abläufe in Krisensituationen gestärkt werden", beispielsweise durch Katastrophenschutzübungen.

Der Öffentliche Gesundheitsdienst, zu dem insbesondere die Gesundheitsämter zählen, brauche "eine quantitativ und qualitativ verbesserte Ressourcenausstattung", hieß es weiter. "Zur umfassenden Aufgabenerfüllung ist nicht nur mehr Personal notwendig, sondern auch eine noch bedarfsgerechtere multiprofessionelle Zusammensetzung der Qualifikationen."

Gefordert wird in dem Gutachten unter anderem auch, bisherige Krankenhäuser der Grundversorgung durch "integrierte regionale Gesundheitszentren" zu ersetzen. In der Langzeitpflege wiederum sei eine "größere Fokussierung auf die Regulierung von Qualität" nötig. Pflegende Angehörige müssten besser unterstützt werden. Bei der Arzneimittelversorgung fordert das Gremium "Strategien zur Stabilisierung oder zum Ersatz der globalen Lieferketten" sowie die "Bevorratung mit besonders relevanten Produkten".

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bezeichnete das Gutachten als "Rückenwind für die geplanten schwierigen, aber dringend notwendigen Reformen: wir ordnen die Krankenhausstruktur neu, machen Arzneimittelversorgung sicherer, sorgen mit niederschwelligen Angeboten für gute Medizin für alle". Lauterbach zeigte sich überzeugt, dass aus der Corona-Pandemie bereits die richtigen Schlüsse gezogen würden: "Wenn das nächste Virus zur Gefahr wird, werden wir international wie national besser aufgestellt sein."

Die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann, erklärte, der Verband teile die Einschätzung, "dass das deutsche Gesundheitswesen in vielen Bereichen nicht nachhaltig und krisenfest aufgestellt ist". Das Gutachten enthalte "gute Ansätze, wie das System besser auf die Bewältigung von Krisensituationen vorbereitet werden kann". Viele der angesprochenen "Reformnotwendigkeiten" seien seit Jahren bekannt. "Wenn wir diese Baustellen endlich angehen, ist das ein wichtiger Beitrag zur Krisenresilienz des deutschen Gesundheitssystems", erklärte Reimann.

Der siebenköpfige SVR Gesundheit berät die Bundesregierung und legt in der Regel jedes Jahr ein Gutachten vor. Die aktuelle, mehr als 600 Seiten lange Ausarbeitung trägt den Titel "Resilienz im Gesundheitswesen - Wege zur Bewältigung künftiger Krisen".

X.So--ThChM