The China Mail - EU-Parlament für umstrittenes Renaturierungsgesetz - Vorhaben aber abgeschwächt

USD -
AED 3.672505
AFN 64.483762
ALL 81.166471
AMD 363.179972
ANG 1.790365
AOA 917.000227
ARS 1525.012599
AUD 1.43287
AWG 1.80125
AZN 1.685566
BAM 1.723635
BBD 2.01455
BDT 122.977945
BGN 1.683441
BHD 0.377018
BIF 2997.193078
BMD 1
BND 1.277876
BOB 12.05776
BRL 5.229402
BSD 1.000181
BTN 95.952657
BWP 13.657294
BYN 3.019137
BYR 19600
BZD 2.011642
CAD 1.41934
CDF 2324.999955
CHF 0.834725
CLF 0.024611
CLP 971.710284
CNY 6.71045
CNH 6.709379
COP 3353
CRC 455.717175
CUC 1
CUP 24.004688
CVE 97.175893
CZK 21.556974
DJF 178.109536
DKK 6.594935
DOP 59.478538
DZD 133.75167
EGP 52.072002
ERN 15
ETB 163.374269
EUR 0.882204
FJD 2.243203
FKP 0.754339
GBP 0.757105
GEL 2.595017
GGP 0.754339
GHS 11.657656
GIP 0.754339
GMD 73.999791
GNF 8797.077629
GTQ 7.636548
GYD 209.280908
HKD 7.84685
HNL 26.851268
HRK 6.645399
HTG 130.898612
HUF 324.1905
IDR 17963
ILS 3.06706
IMP 0.754339
INR 95.96685
IQD 1310.308056
IRR 1374850.000093
ISK 120.679619
JEP 0.754339
JMD 158.34211
JOD 0.709003
JPY 157.636497
KES 129.704905
KGS 87.448303
KHR 4059.204815
KMF 433.000239
KPW 900.000318
KRW 1357.264968
KWD 0.30876
KYD 0.833521
KZT 439.095969
LAK 22442.154059
LBP 89567.332478
LKR 331.075752
LRD 171.53357
LSL 16.386165
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.398082
MAD 9.687185
MDL 17.748225
MGA 4404.707873
MKD 54.27009
MMK 2099.371601
MNT 3597.221926
MOP 8.083477
MRU 40.048647
MUR 47.610371
MVR 15.459817
MWK 1734.386774
MXN 18.026455
MYR 4.082797
MZN 63.881732
NAD 16.385877
NGN 1324.850241
NIO 36.812303
NOK 9.60008
NPR 153.522722
NZD 1.77533
OMR 0.384494
PAB 1.000181
PEN 3.440545
PGK 4.525445
PHP 62.697982
PKR 277.081154
PLN 3.85895
PYG 5875.587713
QAR 3.645826
RON 4.657097
RSD 103.663513
RUB 83.751869
RWF 1476.771496
SAR 3.756513
SBD 8.026199
SCR 13.834899
SDG 601.498266
SEK 10.010175
SGD 1.278775
SHP 0.754404
SLE 24.602594
SLL 20969.491881
SOS 571.602311
SRD 37.752979
STD 20697.981008
STN 21.591705
SVC 8.752132
SYP 13002.000254
SZL 16.382376
THB 33.592498
TJS 9.206879
TMT 3.5
TND 2.96908
TOP 2.40776
TRY 48.999696
TTD 6.785083
TWD 31.852097
TZS 2635.002988
UAH 44.863071
UGX 3920.877416
UYU 40.098881
UZS 11822.560247
VES 856.71525
VND 25972.5
VUV 118.916544
WST 2.76931
XAF 578.687715
XAG 0.016366
XAU 0.000240180808
XCD 2.70255
XCG 1.802599
XDR 0.707052
XOF 578.687715
XPF 105.104986
YER 236.624995
ZAR 16.447845
ZMK 9001.203679
ZMW 19.578657
ZWL 321.999592
SSP 5712.591898
MXV 2.041002
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

EU-Parlament für umstrittenes Renaturierungsgesetz - Vorhaben aber abgeschwächt
EU-Parlament für umstrittenes Renaturierungsgesetz - Vorhaben aber abgeschwächt / Foto: © AFP

EU-Parlament für umstrittenes Renaturierungsgesetz - Vorhaben aber abgeschwächt

Das EU-Parlament hat gegen den massiven Widerstand konservativer und rechter Abgeordneter für das Renaturierungsgesetz gestimmt. Eine knappe Mehrheit der Abgeordneten votierte am Mittwoch in Straßburg allerdings für einen deutlich abgeschwächten Entwurf des Naturschutzgesetzes. Umweltschützer begrüßten die Entscheidung dennoch als wegweisend. Der Bauernverband befürchtet hingegen Belastungen für Landwirte.

Textgröße:

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass in den kommenden Jahrzehnten gefährdete Ökosysteme in der EU wieder hergestellt werden. Bis 2030 sollen für mindestens 20 Prozent der Flächen und Meeresgebiete in der EU Renaturierungsmaßnahmen eingeführt werden. Vorgesehen sind auch etwa Beschränkungen beim Pestizideinsatz. Eine Reihe von Vorgaben, etwa zur Wiederbewässerung trockengelegter Moore, wurden vom Parlament jedoch entschärft.

Auch sprachen sich die Abgeordneten weder für die Schaffung neuer Schutzgebiete aus, noch wollen sie, dass zum Wohle des Naturschutzes der Ausbau der erneuerbaren Energien behindert wird. Das künftige Gesetz soll außerdem eine Klausel enthalten, wonach Zielsetzungen beim Naturschutz verschoben werden können, wenn sich dadurch "außergewöhnliche sozioökonomische Folgen" ergeben.

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) sprach dennoch von einem "historischen" Erfolg. Im EU-Parlament habe sich "das Verantwortungsbewusstsein für künftige Generationen durchgesetzt". "Die heutige Abstimmung ist ein wichtiger Sieg für den Natur- und Klimaschutz und den demokratischen Gesetzgebungsprozess", erklärte die Deutsche Umwelthilfe. Denn das bisherige Verfahren sei von einer "beispiellosen Desinformationskampagne konservativer und rechter Kräfte" begleitet worden.

Die konservative EVP-Fraktion und ihr Vorsitzender, Manfred Weber (CSU), sehen das Gesetz wegen potenzieller Nachteile für Landwirte sehr kritisch. Ein Antrag auf Ablehnung des Vorhabens fand bei der Abstimmung trotz Unterstützung weiterer Rechtsfraktionen jedoch knapp keine Mehrheit. Für Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die selbst der EVP angehört, ist die Sache heikel, denn die Naturschutzpläne sind zentraler Teil ihres Klimaschutzpakets "Green Deal", mit dem die EU bis 2050 klimaneutral werden soll.

Der Vorsitzende des Agrarausschusses im EU-Parlament, Norbert Lins (CDU), machte vor allem von der Leyens Stellvertreter, den Niederländer Frans Timmermans, verantwortlich: Der Sozialdemokrat treibe mit seiner ideologischen Politik "einen Keil zwischen die städtischen und ländlichen Gebiete Europas". "Diese Verordnung gefährdet durch einen gewollten massiven Rückgang der Agrarflächen unsere Ernährungssicherheit", erklärte die AfD-Europaabgeordnete Sylvia Limmer.

"Ich bin froh, dass dieses zentrale Vorhaben von Ursula von der Leyen eine Mehrheit gefunden hat", erklärte hingegen Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne). "In den Beratungen wurden Bedenken ernstgenommen und aufgegriffen." Der Deutsche Bauernverband (DBV), der die konventionelle Landwirtschaft vertritt, befürchtet aber trotz der Entschärfung einiger Naturschutzvorgaben "eine Belastung für die deutsche und europäische Landwirtschaft".

Der Deutscher Forstwirtschaftsrat erwartet sogar "enorme Einschränkungen". "Offensichtlich will die Mehrheit des EU-Parlaments weiterhin eine ideologische Forst- und Klimapolitik machen", erklärte Verbandspräsident Georg Schirmbeck. Gerade wegen des Klimawandels brauche es aktives Waldmanagement, weil natürliche Anpassungsprozesse nicht Schritt halten könnten.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) sprach hingegen von einem "Riesenerfolg für die Natur": "Das Gesetz schützt die Natur, damit sie uns schützen kann gegen die Klimakrise und gegen das Artenaussterben."

Das Parlament machte mit seinem Beschluss den Weg für finale Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten frei.

C.Mak--ThChM