The China Mail - Japan beginnt am Donnerstag mit Einleitung von Fukushima-Kühlwasser ins Meer

USD -
AED 3.672504
AFN 65.503991
ALL 81.893517
AMD 377.703986
ANG 1.79008
AOA 917.000367
ARS 1431.463704
AUD 1.424075
AWG 1.8
AZN 1.70397
BAM 1.658906
BBD 2.014216
BDT 122.30167
BGN 1.67937
BHD 0.377004
BIF 2963.603824
BMD 1
BND 1.273484
BOB 6.910269
BRL 5.23885
BSD 1.000025
BTN 90.583306
BWP 13.239523
BYN 2.873016
BYR 19600
BZD 2.011247
CAD 1.36432
CDF 2230.000362
CHF 0.775404
CLF 0.021785
CLP 860.180396
CNY 6.93805
CNH 6.93014
COP 3691.11
CRC 495.76963
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.526553
CZK 20.49104
DJF 177.720393
DKK 6.318604
DOP 63.114413
DZD 129.915817
EGP 46.860804
ERN 15
ETB 155.46494
EUR 0.84612
FJD 2.209504
FKP 0.738005
GBP 0.734505
GEL 2.69504
GGP 0.738005
GHS 10.990102
GIP 0.738005
GMD 73.000355
GNF 8778.001137
GTQ 7.670255
GYD 209.225001
HKD 7.81355
HNL 26.416279
HRK 6.375104
HTG 131.004182
HUF 319.673504
IDR 16847.65
ILS 3.110675
IMP 0.738005
INR 90.60355
IQD 1310.041816
IRR 42125.000158
ISK 122.690386
JEP 0.738005
JMD 156.517978
JOD 0.70904
JPY 157.06304
KES 129.004623
KGS 87.450384
KHR 4035.7261
KMF 419.00035
KPW 900.002243
KRW 1462.730383
KWD 0.30717
KYD 0.833355
KZT 494.785725
LAK 21489.944613
LBP 89557.410282
LKR 309.387392
LRD 188.003087
LSL 16.133574
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.332646
MAD 9.180641
MDL 17.050476
MGA 4439.468349
MKD 52.169828
MMK 2100.00747
MNT 3580.70414
MOP 8.047618
MRU 39.542143
MUR 46.060378
MVR 15.450378
MWK 1734.055998
MXN 17.260975
MYR 3.947504
MZN 63.750377
NAD 16.133574
NGN 1367.390377
NIO 36.803155
NOK 9.658735
NPR 144.932675
NZD 1.659792
OMR 0.384466
PAB 1.000025
PEN 3.364787
PGK 4.288489
PHP 58.458038
PKR 279.633919
PLN 3.568365
PYG 6607.462446
QAR 3.645108
RON 4.308404
RSD 99.305038
RUB 77.002259
RWF 1459.579124
SAR 3.750159
SBD 8.058149
SCR 13.731545
SDG 601.503676
SEK 9.004245
SGD 1.271104
SHP 0.750259
SLE 24.450371
SLL 20969.499267
SOS 570.497977
SRD 37.818038
STD 20697.981008
STN 20.780851
SVC 8.750011
SYP 11059.574895
SZL 16.130113
THB 31.539504
TJS 9.370298
TMT 3.505
TND 2.900328
TOP 2.40776
TRY 43.592904
TTD 6.771984
TWD 31.613038
TZS 2575.000335
UAH 42.955257
UGX 3558.190624
UYU 38.652875
UZS 12280.366935
VES 377.985125
VND 25950
VUV 119.988021
WST 2.726314
XAF 556.381418
XAG 0.012857
XAU 0.000201
XCD 2.70255
XCG 1.802328
XDR 0.692248
XOF 556.381418
XPF 101.156094
YER 238.403589
ZAR 16.024104
ZMK 9001.203584
ZMW 18.62558
ZWL 321.999592
  • DAX

    230.4000

    24721.46

    +0.93%

  • MDAX

    228.3200

    31662.83

    +0.72%

  • TecDAX

    -8.4500

    3619.6

    -0.23%

  • SDAX

    15.2500

    17893.72

    +0.09%

  • Goldpreis

    82.8000

    4972.3

    +1.67%

  • Euro STOXX 50

    72.7000

    5998.4

    +1.21%

  • EUR/USD

    0.0040

    1.1826

    +0.34%

Japan beginnt am Donnerstag mit Einleitung von Fukushima-Kühlwasser ins Meer
Japan beginnt am Donnerstag mit Einleitung von Fukushima-Kühlwasser ins Meer / Foto: © JIJI Press/AFP

Japan beginnt am Donnerstag mit Einleitung von Fukushima-Kühlwasser ins Meer

Ungeachtet scharfer Kritik aus China und von Umweltschützern will Japan am Donnerstag mit der Einleitung von Kühlwasser aus dem zerstörten Atomkraftwerk Fukushima in den Pazifik beginnen. Sofern die Wetter- und Meeresbedingungen dies zuließen, werde die Einleitung am 24. August starten, sagte Ministerpräsident Fumio Kishida am Dienstag in Tokio. China und Hongkong reagierten empört und verhängten Importverbote. Greenpeace kritisierte, Japan habe "eine falsche Lösung" gewählt.

Textgröße:

"Wir werden (die Betreiberfirma) Tepco auffordern, den Beginn der Einleitung ins Meer auf der Grundlage des von der Atomaufsichtsbehörde genehmigten Plans unverzüglich vorzubereiten", sagte Kishida nach einem Kabinettstreffen. Die Einleitung solle am 24. August beginnen.

Geplant ist die Einleitung einer Wassermenge, die rund 500 olympischen Schwimmbecken entspricht. Nach Angaben der japanischen Seite ist der Vorgang unbedenklich. Auch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) teilt diese Einschätzung: In einem Bericht vom Juli hieß es, die Einleitung des Wassers werde einen "zu vernachlässigenden Effekt für Menschen und Umwelt" haben.

China äußerte am Dienstag hingegen scharfe Kritik an dem Vorhaben. "Der Ozean ist das gemeinsame Eigentum der gesamten Menschheit und kein Ort, an dem Japan willkürlich nuklear verseuchtes Wasser entsorgen kann", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Wang Wenbin. Peking werde "notwendige Maßnahmen" zum Schutz der maritimen Umwelt, für die Lebensmittelsicherheit und die allgemeine Gesundheit ergreifen.

Bereits im Juli hatte China ein Verbot für die Einfuhr von Lebensmitteln aus zehn japanischen Regionen angekündigt, darunter Fukushima. Produkte aus anderen japanischen Gebieten sollen streng auf radioaktive Strahlung hin kontrolliert werden.

Hongkong verhängte am Dienstag ebenfalls ein sofortiges Importverbot für Meeresprodukte aus zehn japanischen Regionen. Hongkongs Regierungschef John Lee nannte den Schritt Japans in Onlinediensten "unverantwortlich". Eigene Probleme würden so auf andere abgewälzt, und Risiken für die Lebensmittelsicherheit und die Schädigung des Ökosystems des Meeres würden außer Acht gelassen.

Hongkong ist nach Angaben des japanischen Landwirtschaftsministeriums nach China der zweitgrößte Importeur japanischer Lebensmittel. Das Importverbot für Meeresprodukte aus Japan wurde in Hongkong nun für die zehn japanischen Regionen Tokio, Fukushima, Chiba, Tochigi, Ibaraki, Gunma, Miyagi, Niigata, Nagano und Saitama erlassen.

Die chinesische Sonderverwaltungszone Macau erließ ebenfalls einen Importstopp für Lebensmittel aus zehn japanischen Präfekturen und weitete das Verbot noch auf Gemüse und Milchprodukte aus. Auch in Südkorea gab es Kritik. Dutzende Demonstranten versammelten sich aus Protest vor der japanischen Botschaft in der Hauptstadt Seoul. Aus Angst vor Kontaminierung kauften viele Südkoreaner Meersalz auf Vorrat.

Das Akw Fukushima Daiichi war 2011 von einem schweren Erdbeben und einem Tsunami getroffen worden. Das Kühlsystem fiel aus, in drei der sechs Reaktoren kam es zur Kernschmelze. 18.000 Menschen kamen ums Leben.

Seitdem hat der Betreiber Tepco 1,34 Millionen Tonnen Wasser gespeichert, das teils zur Kühlung der Überreste der immer noch hochradioaktiven Reaktoren verwendet wurde. Weil die Speicherkapazitäten für das Gemisch aus Kühlwasser, Grund- und Regenwasser vor Ort nicht mehr ausreichen, soll dieses nun ins Meer geleitet werden. Nach Angaben von Tepco wurden vorher fast alle radioaktiven Bestandteile herausgefiltert - bis auf Tritium, das am Ende verdünnt werden soll.

"Tritium wird seit Jahrzehnten (von Kernkraftwerken) freigesetzt, ohne nachweislich schädliche Auswirkungen auf die Umwelt oder die Gesundheit", sagte der Nuklearexperte Tony Hooker von der australischen Universität Adelaide AFP. Die zu erwartende Tritium-Konzentration sei weit unter den Grenzwerten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Trinkwasser.

Die Umweltorganisation Greenpeace kritisierte das Filter-Verfahren hingegen als "fehlerhaft" und erklärte, in den kommenden Jahren würden in Fukushima "immense" Mengen radioaktives Material ins Meer gelangen. Auch japanische Fischer, die lange mit den Auswirkungen der Atom-Katastrophe zu kämpfen hatten, zeigten sich besorgt.

N.Lo--ThChM