The China Mail - NGO: Greenpeace soll US-Pipelinebetreiber 660 Millionen Dollar Schadenersatz zahlen

USD -
AED 3.672504
AFN 63.999611
ALL 81.301522
AMD 370.000133
ANG 1.789884
AOA 917.999937
ARS 1387.714602
AUD 1.382304
AWG 1.80125
AZN 1.701441
BAM 1.65949
BBD 2.014662
BDT 122.963617
BGN 1.668102
BHD 0.37735
BIF 2975
BMD 1
BND 1.266376
BOB 6.911825
BRL 4.939598
BSD 1.000288
BTN 94.642615
BWP 13.384978
BYN 2.824803
BYR 19600
BZD 2.011777
CAD 1.363895
CDF 2315.999733
CHF 0.778905
CLF 0.022782
CLP 896.619525
CNY 6.81125
CNH 6.81323
COP 3726.81
CRC 456.404426
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.949934
CZK 20.711503
DJF 177.720282
DKK 6.360298
DOP 59.550121
DZD 132.260501
EGP 52.692005
ERN 15
ETB 157.100639
EUR 0.850996
FJD 2.18445
FKP 0.736622
GBP 0.735665
GEL 2.680286
GGP 0.736622
GHS 11.250389
GIP 0.736622
GMD 73.500677
GNF 8779.999601
GTQ 7.635589
GYD 209.238393
HKD 7.83435
HNL 26.629735
HRK 6.412895
HTG 130.892895
HUF 305.056501
IDR 17317.7
ILS 2.903605
IMP 0.736622
INR 94.615499
IQD 1310
IRR 1313000.000312
ISK 122.390182
JEP 0.736622
JMD 157.609595
JOD 0.708989
JPY 156.397497
KES 129.179771
KGS 87.420504
KHR 4013.491746
KMF 419.000198
KPW 900.003495
KRW 1448.429787
KWD 0.30795
KYD 0.83356
KZT 463.200855
LAK 21969.999933
LBP 89381.099728
LKR 320.221287
LRD 183.575013
LSL 16.535024
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.340093
MAD 9.198496
MDL 17.194712
MGA 4159.999825
MKD 52.460035
MMK 2099.549246
MNT 3579.649525
MOP 8.073157
MRU 39.912517
MUR 46.779879
MVR 15.455039
MWK 1741.999962
MXN 17.25655
MYR 3.924972
MZN 63.909737
NAD 16.53495
NGN 1361.990151
NIO 36.719669
NOK 9.29575
NPR 151.428014
NZD 1.679701
OMR 0.384511
PAB 1.000288
PEN 3.462503
PGK 4.33825
PHP 60.819855
PKR 278.774993
PLN 3.60225
PYG 6121.903517
QAR 3.644014
RON 4.481099
RSD 99.923021
RUB 74.749385
RWF 1460
SAR 3.745223
SBD 8.019432
SCR 13.934011
SDG 600.501804
SEK 9.243097
SGD 1.268095
SHP 0.746601
SLE 24.649613
SLL 20969.496166
SOS 571.504798
SRD 37.41101
STD 20697.981008
STN 21.2
SVC 8.752206
SYP 111.203697
SZL 16.540082
THB 32.239824
TJS 9.347679
TMT 3.505
TND 2.872502
TOP 2.40776
TRY 45.234005
TTD 6.778611
TWD 31.413496
TZS 2592.183035
UAH 43.857246
UGX 3761.369807
UYU 40.193288
UZS 12075.000375
VES 493.496435
VND 26325
VUV 118.250426
WST 2.722585
XAF 556.574973
XAG 0.012925
XAU 0.000213
XCD 2.70255
XCG 1.802793
XDR 0.696429
XOF 557.497355
XPF 101.874996
YER 238.625034
ZAR 16.40755
ZMK 9001.199275
ZMW 18.930729
ZWL 321.999592
  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1752

    -0.02%

  • DAX

    516.9900

    24918.69

    +2.07%

  • Euro STOXX 50

    157.5000

    6027.13

    +2.61%

  • TecDAX

    5.5000

    3810.45

    +0.14%

  • MDAX

    646.6900

    31779.41

    +2.03%

  • Goldpreis

    6.5000

    4700.8

    +0.14%

  • SDAX

    165.2200

    18348.1

    +0.9%

NGO: Greenpeace soll US-Pipelinebetreiber 660 Millionen Dollar Schadenersatz zahlen
NGO: Greenpeace soll US-Pipelinebetreiber 660 Millionen Dollar Schadenersatz zahlen / Foto: © AFP/Archiv

NGO: Greenpeace soll US-Pipelinebetreiber 660 Millionen Dollar Schadenersatz zahlen

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace ist am Mittwoch von einem Gericht im US-Bundesstaat North Dakota zur Zahlung von mehreren hundert Millionen Dollar Schadenersatz an den Betreiber einer Ölpipeline verurteilt worden. Dem von der Nachrichtenagentur AFP eingesehenen Urteil zufolge belaufen sich die Zahlungen an Energy Transfer (ET) auf mehr als 660 Millionen Dollar (605 Millionen Euro). Greenpeace kündigte Berufung an. Der Pipeline-Betreiber hingegen begrüßte das Urteil und wies Vorwürfe zurück, er wolle mit dem Prozess die Meinungsfreiheit unterdrücken.

Textgröße:

ET hatte Greenpeace wegen Protesten gegen die Pipeline, die durch Gebiete von Sioux-Stämmen führt, auf Schadenersatz verklagt. Das Unternehmen warf Greenpeace eine gewalttätige und verleumderische Kampagne vor. Einem lokalen Medienbericht zufolge beschuldigte der ET-Anwalt Trey Cox die NGO in seinem Schlussplädoyer, den Stamm der Standing Rock Sioux "auszunutzen", um ihre Agenda gegen fossile Brennstoffe voranzutreiben.

In seinem anschließenden Urteil befand das Gericht in der Stadt Mandan Greenpeace unter anderem wegen Hausfriedensbruchs, Belästigung, Verschwörung und Zugangsentzugs zu den Grundstücken des Pipeline-Betreibers für schuldig.

Nach der Urteilsverkündung dankte das Unternehmen dem Richter und den Geschworenen "für den unglaublichen Zeitaufwand und die Mühe, die sie in diesen Prozess investiert haben". "Wir freuen uns zwar, dass Greenpeace für seine Handlungen zur Rechenschaft gezogen wird", erklärte ET. Doch dieser Sieg gehöre den Menschen "in Mandan und ganz North Dakota, die die täglichen Schikanen und Störungen durch die von Greenpeace finanzierten und ausgebildeten Demonstranten ertragen mussten".

Greenpeace kündigte derweil an, gegen das Urteil Berufung einzulegen. "Wir werden nicht zurückweichen und uns nicht zum Schweigen bringen lassen", sagte Kristin Casper von Greenpeace International am Mittwoch der AFP.

Die Aktivisten werfen Energy Transfer überdies vor, mit Hilfe von Schadenersatzklagen abweichende Meinungen zu unterdrücken. Derzeit läuft deswegen in den Niederlanden, dem Sitz von Greenpeace International, eine Klage gegen Energy Transfer. Bei der im Februar eingereichten Klage beruft sich die NGO auf ein EU-Gesetz zur Bekämpfung missbräuchlicher Verfahren. Eine Anhörung ist für den 2. Juli angesetzt.

Während des jahrelangen Rechtsstreits hatte der ET-Geschäftsführer, der Milliardär und Trump-Unterstützer Kelcy Warren, aus seinen Beweggründen keinen Hehl gemacht. In Interviews äußerte er unter anderem, "Hauptziel" bei der Klage gegen Greenpeace sei nicht nur die finanzielle Entschädigung. Er wolle damit auch "ein Signal senden".

Die knapp 1900 Kilometer lange Dakota Access Pipeline war 2017 in Betrieb genommen worden. Sie verbindet Erdölfelder im Bundesstaat North Dakota mit einem Verteilzentrum im Bundesstaat Illinois. US-Präsident Donald Trump hatte in seiner ersten Amtszeit grünes Licht für die Inbetriebnahme der Pipeline gegeben. Unter seinem Vorgänger Barack Obama hatte das Projekt auf Eis gelegen.

Der Stamm der Standing Rock Sioux und der Nachbarstamm der Cheyenne River Sioux, die in dem Gebiet heilige Stätten haben, waren juristisch gegen die Pipeline vorgegangen. Sie prangerten nicht nur eine Entweihung des Landes an, sondern befürchteten zudem, dass Trinkwasser durch Lecks an der Leitung verseucht werden könnte. Die Pipeline führt unter anderem durch einen See.

ET ging indes weiter gegen die NGO vor, die nach eigenen Angaben bei den Protesten nur eine untergeordnete Rolle spielte. Ursprünglich verklagte ET Greenpeace auf 300 Millionen Dollar Schadenersatz, scheiterte damit aber vor einem Bundesgericht. Dann verlagerte das Unternehmen sein juristisches Vorgehen auf die Gerichte des Bundesstaates North Dakota - einem der wenigen US-Bundesstaaten, in denen es keinen Schutz gegen so genannte "strategische Klagen gegen die Öffentlichkeit" (Slapp) gibt.

Nach Einschätzung des Rechtsexperten Michael Burger von der Columbia University können Klagen dieser Art den "Effekt haben, rechtmäßige Proteste zu unterdrücken und von freier Meinungsäußerung abzuhalten". Sie sollten daher einer strengeren Prüfung unterzogen werden, sagte er der AFP.

Der ebenfalls an der Columbia University lehrende Umweltrechtsexperte Michael Gerrard hält Auswirkungen des Urteils gegen die NGO auf ähnlich geführte Klimaproteste für möglich. "Dieses Urteil wird Proteste herunterfahren, die fossile Brennstoff-Projekte gewaltsam blockieren", sagte er der AFP. "Friedliche" Proteste hingegen sollten aus seiner Sicht von dem Urteil unbeeinträchtigt bleiben.

L.Kwan--ThChM