The China Mail - Kanadas Energiedruck auf USA

USD -
AED 3.672498
AFN 66.000395
ALL 81.749642
AMD 377.657389
ANG 1.79008
AOA 916.502829
ARS 1447.664102
AUD 1.43462
AWG 1.80125
AZN 1.695061
BAM 1.656847
BBD 2.015105
BDT 122.260014
BGN 1.67937
BHD 0.377023
BIF 2953.091775
BMD 1
BND 1.272884
BOB 6.913553
BRL 5.2405
BSD 1.000479
BTN 90.561067
BWP 13.175651
BYN 2.857082
BYR 19600
BZD 2.012224
CAD 1.369335
CDF 2225.00007
CHF 0.77709
CLF 0.021805
CLP 860.999899
CNY 6.94215
CNH 6.939765
COP 3642
CRC 496.003592
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.41048
CZK 20.60965
DJF 178.163135
DKK 6.328285
DOP 63.050147
DZD 129.819031
EGP 46.970583
ERN 15
ETB 154.976835
EUR 0.84748
FJD 2.207103
FKP 0.729917
GBP 0.735599
GEL 2.689981
GGP 0.729917
GHS 10.985781
GIP 0.729917
GMD 73.501203
GNF 8780.996111
GTQ 7.67429
GYD 209.32114
HKD 7.81245
HNL 26.428662
HRK 6.3855
HTG 131.143652
HUF 321.409862
IDR 16841.1
ILS 3.110665
IMP 0.729917
INR 90.258036
IQD 1310.5
IRR 42125.000158
ISK 122.72041
JEP 0.729917
JMD 156.862745
JOD 0.708986
JPY 157.041504
KES 129.000378
KGS 87.45031
KHR 4030.000003
KMF 417.000365
KPW 899.945137
KRW 1463.380227
KWD 0.30734
KYD 0.83376
KZT 497.113352
LAK 21520.880015
LBP 86149.999856
LKR 309.665505
LRD 185.999839
LSL 16.060027
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.323093
MAD 9.174501
MDL 16.928505
MGA 4431.457248
MKD 52.226633
MMK 2099.936125
MNT 3569.846682
MOP 8.051354
MRU 39.72959
MUR 46.070226
MVR 15.460034
MWK 1737.999723
MXN 17.361502
MYR 3.945503
MZN 63.759861
NAD 16.059865
NGN 1369.660119
NIO 36.81834
NOK 9.698055
NPR 144.897432
NZD 1.671025
OMR 0.38449
PAB 1.000479
PEN 3.362498
PGK 4.286719
PHP 58.77501
PKR 279.84277
PLN 3.57638
PYG 6622.13506
QAR 3.641251
RON 4.317199
RSD 99.474028
RUB 76.121173
RWF 1459.958497
SAR 3.750164
SBD 8.064647
SCR 13.681856
SDG 601.504788
SEK 9.001995
SGD 1.273475
SHP 0.750259
SLE 24.549954
SLL 20969.499267
SOS 571.490624
SRD 37.893977
STD 20697.981008
STN 20.755852
SVC 8.7544
SYP 11059.574895
SZL 16.05946
THB 31.785008
TJS 9.349774
TMT 3.505
TND 2.845496
TOP 2.40776
TRY 43.538603
TTD 6.777163
TWD 31.7015
TZS 2585.000123
UAH 43.151654
UGX 3562.246121
UYU 38.562056
UZS 12264.970117
VES 377.98435
VND 25963.5
VUV 119.556789
WST 2.72617
XAF 555.589718
XAG 0.012655
XAU 0.000205
XCD 2.70255
XCG 1.803149
XDR 0.691101
XOF 555.690911
XPF 101.550109
YER 238.324989
ZAR 16.132599
ZMK 9001.197378
ZMW 19.585153
ZWL 321.999592
  • DAX

    -52.0200

    24551.02

    -0.21%

  • Euro STOXX 50

    -7.9800

    5962.49

    -0.13%

  • Goldpreis

    -42.5000

    4908.3

    -0.87%

  • TecDAX

    -5.8400

    3607.21

    -0.16%

  • MDAX

    -77.2500

    31447.38

    -0.25%

  • SDAX

    -104.8400

    17820.93

    -0.59%

  • EUR/USD

    -0.0017

    1.1794

    -0.14%


Kanadas Energiedruck auf USA




Kanada und die Vereinigten Staaten erleben seit Anfang 2025 einen der schärfsten Handelskonflikte ihrer gemeinsamen Geschichte. Nachdem Washington umfassende Zölle auf kanadische Waren verhängt hat, reagierte Ottawa mit Gegenzöllen, einer „Buy Canadian“-Beschaffungslinie und einem industriepolitischen Stabilisierungsprogramm. In diesem Klima rückt Energie – Öl, Gas, Strom und kritische Rohstoffe – als geopolitischer Hebel in den Mittelpunkt. Von einem „Energiekrieg“ im Sinne eines bevorstehenden Lieferstopps kann zwar keine Rede sein. Doch die politischen Signale, die rechtlichen Stellschrauben und die Marktstruktur zeigen: Kanada prüft ernsthaft energiepolitische Druckmittel – und die USA sind verwundbar.

Handelskrieg als Auslöser
Die im Februar 2025 gestarteten US-Zölle auf einen Großteil der kanadischen Einfuhren haben Lieferketten aus dem Gleichgewicht gebracht und wichtige Branchen wie Stahl, Aluminium und Auto belastet. Ottawa konterte zunächst mit breit angelegten Gegenzöllen und justierte den Kurs zuletzt: Zahlreiche Retorsionsabgaben wurden wieder zurückgenommen, strategische Sektoren bleiben jedoch geschützt. Parallel legte die Regierung in Ottawa ein Maßnahmenpaket zum Schutz von Unternehmen und Arbeitsplätzen auf und verpflichtete öffentliche Auftraggeber, vorrangig im Inland einzukaufen. Diese Kombination aus Abwehr, Entlastung und Re-Industrialisierung bildet den politischen Rahmen, in dem Energie als Hebel neu bewertet wird. 

Energie als Druckmittel: Was tatsächlich auf dem Tisch liegt
In Interviews und Hintergrundgesprächen haben Regierungsvertreter deutlich gemacht, dass Ottawa neben Zöllen auch nicht-tarifäre Maßnahmen prüft – darunter Exportabgaben oder mengenmäßige Beschränkungen auf Energie und kritische Mineralien. Diese Ankündigungen sind keine bloße Rhetorik: Sie sollen Washington signalisieren, dass Kanada über Instrumente verfügt, die den US-Markt empfindlich treffen könnten – vom Rohöl für Raffinerien im Mittleren Westen über Erdgas bis zu Batteriematerialien für die E-Mobilität. Zugleich betont Ottawa, dass solche Schritte Eskalationsinstrumente blieben und nur im Ernstfall gezogen würden. 

Rechtliche Grenzen: Das Pipeline-Abkommen von 1977
Kanadas Spielraum ist nicht grenzenlos. Das Transit-Pipeline-Abkommen von 1977 zwischen beiden Ländern verpflichtet zu einem ununterbrochenen Transit von Kohlenwasserstoffen durch das jeweilige Territorium. Es wurde in den vergangenen Jahren mehrfach von Ottawa ins Feld geführt – insbesondere im Streit um die Pipeline Line 5, die kanadisches Öl und Flüssigkraftstoffe via Michigan nach Ontario und Québec bringt. Solange Pipelines sicher betrieben werden und regulatorische Auflagen erfüllen, erschwert das Abkommen politisch motivierte Eingriffe in grenzüberschreitende Flüsse. Das begrenzt die Eskalationsoptionen und verlagert Auseinandersetzungen in Gerichte und Schiedsmechanismen. 

Der Fall Line 5: Politik trifft Infrastruktur
Line 5 ist zur Stellvertreter-Auseinandersetzung geworden: Umwelt- und Eigentumsfragen in den USA treffen auf Kanadas Versorgungssicherheit. Während US-Gerichte und Behörden über Auflagen, Umleitungen und Genehmigungen ringen, verweist Ottawa auf das Pipeline-Abkommen und die überregionale Energieversorgung. Eine abrupte Stilllegung würde Raffinerien und Verbraucher beiderseits der Grenze treffen – und den politischen Druck in Ottawa erhöhen, exportseitig gegenzuhalten. Die juristische Hängepartie unterstreicht, wie eng Energiepolitik, Recht und Handel verflochten sind. 

Verflechtung statt Entkopplung: Die nackten Zahlen
Trotz Zöllen und Drohkulissen blieb der Energiehandel zwischen Kanada und den USA 2024 mit rund 151 Mrd. US-Dollar nahezu stabil; der Großteil entfällt auf US-Importe aus Kanada. Auch bei Strom ist die Bindung eng: Kanada exportiert verlässlich Wasserkraft in US-Märkte, während neue Leitungen – etwa die Verbindung von Québec nach New York City – weiter voranschreiten. Diese Interdependenz wirkt dämpfend auf Eskalationen, weil beide Seiten von stabilen Flüssen profitieren. 
U.S. Energy Information Administration

Kritische Mineralien als zweiter Hebel
Neben Öl, Gas und Strom gelten Seltene Erden, Nickel, Grafit oder Permanentmagnete als Hebel mit hoher politischer Wirkung. Ottawa baut eine „Freundesketten“-Strategie mit Europa und Asien aus – mit dem Signal an Washington, dass Marktzugang künftig stärker an Partnerschaftsverhalten gekoppelt sein könnte. Beschränkungen oder Gebühren auf Mineralienexporte würden besonders US-Industrien in den Bereichen E-Mobilität, Windkraft und Halbleiter treffen. 

Was ein „Energiekrieg“ real bedeuten würde
Ein tatsächlicher Lieferstopp wäre kurzfristig ebenso teuer für Kanada wie für die USA: Einnahmeausfälle, Vertragsrisiken, Druck auf eigene Provinzbudgets und Glaubwürdigkeitsverluste gegenüber Drittstaaten. Realistischer sind gezielte, zeitlich begrenzte Maßnahmen – etwa Exportabgaben, Kontingente oder verzögerte Genehmigungen – kombiniert mit einer Investitionsoffensive im Inland. Parallel würden bestehende Strom- und Pipelineprojekte weiterlaufen, um Versorgungssicherheit und Investorenvertrauen nicht zu zerstören. Die aktuelle Linie ist daher: Druck aufbauen, Eskalationsfähigkeit zeigen, aber systemkritische Flüsse schützen. 

Ausblick in die Zukunft
Kanada setzt auf eine Dualstrategie: innenpolitisch Stützung und Re-Industrialisierung, außenpolitisch kalibrierter Energie- und Rohstoffdruck. Solange Zölle und Drohungen aus Washington anhalten, wird Ottawa seine energiepolitischen Hebel nicht aus der Hand geben – aber sie so dosieren, dass die eigene Glaubwürdigkeit als verlässlicher Lieferant nicht verspielt wird. Für die USA bedeutet das: Je härter die Handelspolitik, desto größer das Risiko, dass Energie künftig als strategische Gegenmacht genutzt wird. Die Wahrscheinlichkeit eines chaotischen „Energiekriegs“ bleibt gering – die eines harten, regelbasierten Energie-Pokers hingegen hoch.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...