The China Mail - SNB-Aktien und die Inflation

USD -
AED 3.672499
AFN 65.490979
ALL 82.012423
AMD 377.773158
ANG 1.79008
AOA 917.000329
ARS 1442.213897
AUD 1.435884
AWG 1.8
AZN 1.692558
BAM 1.659595
BBD 2.015639
BDT 122.394949
BGN 1.67937
BHD 0.37701
BIF 2965.596535
BMD 1
BND 1.27457
BOB 6.91481
BRL 5.276499
BSD 1.000776
BTN 90.44239
BWP 13.24927
BYN 2.866659
BYR 19600
BZD 2.012669
CAD 1.368225
CDF 2229.999794
CHF 0.778325
CLF 0.021932
CLP 865.999845
CNY 6.93805
CNH 6.93844
COP 3698
CRC 496.14758
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.565043
CZK 20.554984
DJF 178.211857
DKK 6.330925
DOP 63.157627
DZD 129.884887
EGP 46.851204
ERN 15
ETB 155.932472
EUR 0.84786
FJD 2.209499
FKP 0.732184
GBP 0.736898
GEL 2.694989
GGP 0.732184
GHS 10.987836
GIP 0.732184
GMD 73.000178
GNF 8783.310776
GTQ 7.675957
GYD 209.370505
HKD 7.813455
HNL 26.434899
HRK 6.389298
HTG 131.283861
HUF 321.370498
IDR 16891.2
ILS 3.12817
IMP 0.732184
INR 90.731986
IQD 1311.010794
IRR 42125.000158
ISK 122.77009
JEP 0.732184
JMD 156.523658
JOD 0.708973
JPY 157.065499
KES 129.000177
KGS 87.449784
KHR 4038.98126
KMF 419.000399
KPW 900.030004
KRW 1467.765017
KWD 0.30738
KYD 0.833956
KZT 493.576471
LAK 21509.911072
LBP 89638.030929
LKR 309.69554
LRD 186.137286
LSL 16.167606
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.339495
MAD 9.185352
MDL 17.007501
MGA 4427.737424
MKD 52.265163
MMK 2099.783213
MNT 3569.156954
MOP 8.05317
MRU 39.920067
MUR 46.060025
MVR 15.449954
MWK 1735.286131
MXN 17.37897
MYR 3.949497
MZN 63.749856
NAD 16.167606
NGN 1368.289941
NIO 36.826006
NOK 9.751415
NPR 144.708438
NZD 1.67184
OMR 0.38449
PAB 1.000776
PEN 3.36398
PGK 4.350519
PHP 58.483981
PKR 280.209677
PLN 3.574565
PYG 6608.484622
QAR 3.647395
RON 4.318595
RSD 99.537972
RUB 76.871084
RWF 1460.610278
SAR 3.750053
SBD 8.058149
SCR 13.88989
SDG 601.496786
SEK 9.07764
SGD 1.273885
SHP 0.750259
SLE 24.450177
SLL 20969.499267
SOS 570.904894
SRD 37.869768
STD 20697.981008
STN 20.789492
SVC 8.756194
SYP 11059.574895
SZL 16.159799
THB 31.694017
TJS 9.366941
TMT 3.505
TND 2.899825
TOP 2.40776
TRY 43.61475
TTD 6.776526
TWD 31.688005
TZS 2585.000435
UAH 43.184356
UGX 3572.383187
UYU 38.617377
UZS 12275.134071
VES 377.985125
VND 25965.5
VUV 119.687673
WST 2.726344
XAF 556.612755
XAG 0.013612
XAU 0.000206
XCD 2.70255
XCG 1.803594
XDR 0.692248
XOF 556.610394
XPF 101.198154
YER 238.40389
ZAR 16.17445
ZMK 9001.203421
ZMW 18.589121
ZWL 321.999592
  • SDAX

    -136.6300

    17741.84

    -0.77%

  • DAX

    60.6600

    24551.72

    +0.25%

  • TecDAX

    -27.3100

    3600.74

    -0.76%

  • Goldpreis

    -0.3000

    4889.2

    -0.01%

  • Euro STOXX 50

    18.1200

    5943.82

    +0.3%

  • EUR/USD

    0.0009

    1.1795

    +0.08%

  • MDAX

    -16.7700

    31417.74

    -0.05%


SNB-Aktien und die Inflation




Wie die Schweiz ihre Inflation niedrig hält – und welche Rolle SNB‑Aktien dabei wirklich spielen - nun die These klingt zumindest in Teilen spektakulär: Die Schweiz habe die Inflation „durch den Kauf von Aktien beseitigt“. Ein Blick auf Zahlen, Instrumente und Abläufe zeigt jedoch ein anderes Bild. Ja, die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält einen beachtlichen Aktienbestand. Aber: Diese Aktien dienen der Anlage der Devisenreserven – nicht der direkten Inflationsbekämpfung. Die erfolgreiche Eindämmung der Teuerung beruht primär auf Zinspolitik und Wechselkurskanal.

Was die SNB tatsächlich kauft – und warum
Die SNB verwaltet enorme Devisenreserven, die aus Jahren der Devisenmarktinterventionen stammen. Einen festen, nennenswerten Anteil dieser Reserven legt sie in globalen Aktien an. Ende 2024 lag der Aktienanteil an den Devisenreserven bei rund einem Viertel. Investiert wird passiv und marktnah: Die Aktienportfolios orientieren sich an breit gestreuten, kapitalgewichteten Indizes, Einzelaktien‑„Stockpicking“ gehört explizit nicht zum Auftrag. Die SNB verhält sich damit wie ein sehr großer, aber neutraler Indexanleger. In öffentlich einsehbaren Offenlegungen zu US‑Börsenbeteiligungen ist ersichtlich, dass die Positionen auf tausende Titel verteilt sind; Schwergewichte sind – der Indexlogik folgend – die größten Technologiekonzerne.

Wozu das gut ist – und wozu nicht
Die Aktienquote soll die Erträge der Reserven langfristig stabilisieren und diversifizieren. Sie ist kein geldpolitischer Hebel gegen Inflation. Erträge (Dividenden/Kursgewinne) oder Verluste aus diesen Anlagen wirken nicht auf den monatlichen Preisindex; sie schlagen vielmehr in der SNB‑Ergebnisrechnung und – je nach Jahresergebnis – indirekt in der Ausschüttung an Bund und Kantone zu Buche. Preisstabilität erreicht die SNB nicht über ihr Wertpapierdepot, sondern über Zinsen und – bei Bedarf – den Devisenmarkt.

Warum die Inflation in der Schweiz so schnell zurückkam
Nachdem die Teuerung 2022 auch in der Schweiz anzog, hat die SNB die Zinsen deutlich erhöht und damit die geldpolitischen Bedingungen gestrafft. Parallel wirkte der starke Franken als „Importpreisbremse“: Eine aufwertende Währung verbilligt importierte Güter und Energie, dämpft damit die inländische Preisentwicklung und verankert Erwartungen. Als der Preisdruck 2024 spürbar nachließ, senkte die SNB die Zinsen wieder schrittweise – die Jahresteuerung fiel 2024 im Schnitt auf gut ein Prozent und pendelte Anfang 2025 zeitweise um die Nulllinie. Diese Entwicklung ist mit klassischen Transmissionskanälen der Geldpolitik konsistent: Zins, Kredit, Erwartungen – und der Wechselkurs.

Der Wechselkurskanal im Fokus: Verkaufen, kaufen – gezielt und dosiert
Die SNB nutzt – ergänzend zu Zinsen – punktuelle Devisenmarktgeschäfte, um die monetären Bedingungen zu beeinflussen. 2023 verkaufte sie in großem Umfang Fremdwährungen und stärkte so den Franken gezielt gegen importierten Preisdruck. 2024 waren die Eingriffe dagegen minimal; die SNB musste nur noch sehr begrenzt tätig werden. Wichtig ist: Aus solchen Interventionen entstehen (oder verschwinden) Devisenreserven. Wie diese Reserven anschließend angelegt werden – unter anderem in Aktien – ist ein Anlageentscheid, nicht die Intervention selbst. Der inflationsdämpfende Effekt entsteht beim Wechselkurs, nicht beim späteren Aktienkauf.

Ertrag ist schwankungsanfällig – und kein Freifahrtschein
Die Größe und Marktnähe der SNB‑Portfolios bringen zwangsläufig hohe Ergebnisvolatilität mit sich: starke Gewinne in guten Marktjahren, spürbare Verluste bei Gegenwind – etwa bei einer Aufwertung des Frankens gegenüber dem US‑Dollar. 2024 konnte die SNB wieder einen hohen Jahresgewinn ausweisen; im Verlauf von 2025 zeigten Zwischenzahlen zugleich, wie rasch sich Markt‑ und Währungseffekte ins Ergebnis fressen können. Für die Preisentwicklung in den Läden ist das sekundär; für die Ausschüttungsfähigkeit und Debatten über die Rolle der SNB aber zentral.

Lehren für die Überschrift‑These
„Mit Aktien die Inflation beseitigen“ – das ist zugespitzt und in dieser Form falsch. Richtig ist: Die Schweiz hat die Teuerung schneller und nachhaltiger als viele andere Länder in den Zielkorridor zurückgeführt. Entscheidende Faktoren waren die rechtzeitige Zinswende, die Bereitschaft zu Devisenverkäufen in der Hochinflationsphase – und damit einhergehend ein starker Franken, der Importpreise drückt. Der Aktienbesitz der SNB erklärt diesen Erfolg nicht; er erklärt, wie die SNB ihre großen Reserven kosteneffizient, breit gestreut und politisch neutral anlegt.

Fazit und Aussicht in die Zukunft
Die Schweiz bekämpft Inflation nach Lehrbuch: mit Zins‑ und Wechselkurspolitik. Die SNB hält zwar beträchtliche Aktienbestände – aber als Teil einer passiven, indexnahen Reserveanlage. Wer verstehen will, warum die Teuerung hierzulande niedrig blieb, muss auf Franken, Zinsen und Erwartungen schauen, nicht auf das Aktiendepot der Nationalbank.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...