The China Mail - Neue Hitzewelle macht Südeuropa zu schaffen - Evakuierungen wegen Feuer in den Pyrenäen

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Neue Hitzewelle macht Südeuropa zu schaffen - Evakuierungen wegen Feuer in den Pyrenäen

Neue Hitzewelle macht Südeuropa zu schaffen - Evakuierungen wegen Feuer in den Pyrenäen

Die erneute Hitzewelle macht Südeuropa zu schaffen: In den Pyrenäen und weiteren Gegenden Südfrankreichs kämpfte die Feuerwehr am Dienstag weiter gegen schwere Waldbrände. 12.000 Menschen mussten nach Behördenangaben die Region bislang verlassen. Sechs mutmaßlich für die Brände Verantwortliche wurden festgenommen. In Spanien rief der Wetterdienst Aemet für Teile der drei östlichen Regionen Aragonien, Katalonien und Valencia die höchste Hitze-Alarmstufe Rot aus.

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Von den Evakuierungen wegen des Waldbrands in den Pyrenäen seien rund 12.000 Bewohner aus etwa 20 Gemeinden betroffen, teilte der Präfekt des südfranzösischen Départements Pyrénées-Orientales, Pierre Regnault de la Mothe, mit. Der Feuerwehr gelang es demnach, in der Nacht eine weitere Ausbreitung des Feuers in der Nähe von Perpignan zu verhindern, insbesondere durch gezielte Gegenfeuer.

Seit dem Ausbruch des Feuers am Samstagabend in Trévillach wurden etwa 850 Feuerwehrleute mobilisiert. 4900 Hektar brannten bislang nieder. Außerdem wurden elf Menschen leicht verletzt, darunter sieben Feuerwehrleute, wie Innenminister Laurent Nuñez am Montagabend mitteilte. Zuvor hatten die Behörden von 16 Verletzten gesprochen.

Nuñez verkündete am Dienstag überdies die Festnahme von sechs Verdächtigen, die für den Ausbruch von Waldbränden in Südfrankreich mitverantwortlich sein sollen. "Die Antwort des Staates wird erbarmungslos sein gegenüber all denjenigen, die - ob absichtlich oder durch mangelnde Vorsicht - unsere Gebiete, unsere Mitbürger und diejenigen, die diese schützen, in Gefahr bringen", schrieb der Innenminister im Onlinedienst X.

Außer gegen das Feuer in den Pyrenäen muss die Feuerwehr derzeit auch in den südlichen Départements Drôme, Gard und Hérault gegen Waldbrände kämpfen. Zum Waldbrand in den Pyrenäen erklärte Präfekt de la Mothe, die Feuerwehr verfolge eine Strategie der "taktischen Feuer", also "Gegenfeuer zu legen, um die Ausbreitung des Brandes zu verhindern". Die Feuerwehr habe diese Strategie wegen ungünstigen Wetters aber nicht an der Feuerfront vor dem Aspres-Massiv verfolgen können. Für Dienstag war der Einsatz zusätzlicher Löschflugzeuge geplant.

Der 27-jährige Lucas Pla musste wegen des Feuers seinen Heimatort Ille-sur-Têt verlassen und die zweite Nacht auf einem Feldbett in einer Notunterkunft in Thuir schlafen. "Mir ging es schon mal besser, aber wir werden hier sehr gut versorgt", sagte er. "Es gibt viel Solidarität der Freiwilligen und der Bewohner in der Ecke hier, die Essen, Tierfutter und sogar Kleidung vorbeibringen."

Die Brandbekämpfung wird durch die aktuelle Hitzewelle in Südeuropa erschwert. Außerdem weht in der Region derzeit eine trockene Brise, wie die regionale Brand-Expertin des französischen Wetterdienstes Météo-France, Charlotte Couture, der Nachrichtenagentur AFP sagte. In dem betroffenen Département habe es "seit mehr als einem Monat überhaupt nicht geregnet und seit mehr als zwei Monaten nicht nennenswert geregnet", legte sie dar.

Wissenschaftlern zufolge verstärkt der menschengemachte Klimawandel Extremwetter-Ereignisse wie Dürre und Waldbrände. Bereits vergangenen Monat waren weite Teile Europas von einer Hitzewelle erfasst worden, darunter auch Deutschland. Unter der aktuellen Hitzeperiode leiden auch Spanien und Portugal. So hat auch Portugal derzeit mit Waldbränden zu kämpfen.

Der spanische Wetterdienst Aemet rief am Dienstag wegen befürchteter Temperaturen von bis zu 42 Grad Celsius für Teile von drei östlichen Regionen des Landes die höchste Hitze-Alarmstufe Rot aus. Teile der Regionen Aragonien, Katalonien und Valencia mit bei Touristen beliebten Stränden und Städten wie Barcelona gehörten zu den am schwersten betroffenen Gebieten der erneuten Hitzewelle in Südeuropa, hieß es zur Begründung.

Die Hitze soll bis mindestens Donnerstag andauern. Die Alarmstufe Rot bedeutet, dass die hohen Temperaturen potenziell "sehr ernste Auswirkungen" auf die Gesundheit und den Besitz der betroffenen Menschen haben können. In Frankreich galt für Dienstag für mehr als 60 Départements die zweithöchste Alarmstufe Orange. Der Wetterdienst Météo-France sagte 35 bis 41 Grad Celsius voraus, die höchsten Temperaturen davon im Südwesten.

L.Kwan--ThChM