The China Mail - Scholz trifft Lula in Brasilien zu Gesprächen über Energie, Klima und Demokratie

USD -
AED 3.672502
AFN 64.000041
ALL 81.500312
AMD 360.2992
ANG 1.789785
AOA 918.000231
ARS 1538.519772
AUD 1.422951
AWG 1.8025
AZN 1.701509
BAM 1.755348
BBD 2.014118
BDT 124.150744
BGN 1.747831
BHD 0.37735
BIF 3000
BMD 1
BND 1.281553
BOB 11.995315
BRL 5.393101
BSD 1.000013
BTN 95.207367
BWP 13.822349
BYN 2.947868
BYR 19600
BZD 2.01121
CAD 1.395805
CDF 2315.000024
CHF 0.82107
CLF 0.025084
CLP 990.470581
CNY 6.661098
CNH 6.650785
COP 3178.96
CRC 454.76167
CUC 1
CUP 24.000287
CVE 99.195038
CZK 21.7499
DJF 177.720076
DKK 6.678065
DOP 60.650082
DZD 135.675976
EGP 56.0038
ERN 15
ETB 161.150317
EUR 0.89355
FJD 2.24025
FKP 0.747647
GBP 0.744895
GEL 2.599286
GGP 0.747647
GHS 11.649983
GIP 0.747647
GMD 73.999906
GNF 8799.999654
GTQ 7.645879
GYD 209.614159
HKD 7.845325
HNL 26.999829
HRK 6.76901
HTG 131.054259
HUF 326.981499
IDR 18139.15
ILS 3.12505
IMP 0.747647
INR 94.97085
IQD 1514
IRR 1868415.000297
ISK 121.499098
JEP 0.747647
JMD 158.760361
JOD 0.708993
JPY 157.105501
KES 129.950238
KGS 87.448698
KHR 4073.000466
KMF 440.999836
KPW 899.999961
KRW 1334.219869
KWD 0.31098
KYD 0.833326
KZT 453.3167
LAK 22535.000558
LBP 89549.999892
LKR 332.450795
LRD 170.450274
LSL 16.630086
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.425006
MAD 9.833501
MDL 18.045072
MGA 4595.000132
MKD 55.021155
MMK 2099.909661
MNT 3597.883233
MOP 8.082337
MRU 40.239982
MUR 47.289969
MVR 15.450396
MWK 1736.000168
MXN 18.875204
MYR 4.056963
MZN 63.909948
NAD 16.630024
NGN 1346.380243
NIO 36.810259
NOK 9.217305
NPR 152.332146
NZD 1.772245
OMR 0.384501
PAB 1.000013
PEN 3.460017
PGK 4.49025
PHP 63.67504
PKR 276.600474
PLN 3.93192
PYG 5858.938516
QAR 3.645499
RON 4.772026
RSD 105.012003
RUB 80.649626
RWF 1475
SAR 3.7541
SBD 8.058206
SCR 13.742183
SDG 601.500517
SEK 9.809045
SGD 1.27776
SHP 0.748335
SLE 22.900107
SLL 20969.504398
SOS 571.501218
SRD 37.644503
STD 20697.981008
STN 22.3
SVC 8.749697
SYP 13001.999685
SZL 16.630353
THB 33.716499
TJS 9.190174
TMT 3.5
TND 3.020699
TOP 2.40776
TRY 49.947455
TTD 6.779691
TWD 32.599499
TZS 2648.258019
UAH 45.55389
UGX 4360.137679
UYU 40.22581
UZS 11994.999742
VES 887.479804
VND 25803.5
VUV 119.217464
WST 2.773901
XAF 586.130493
XAG 0.01996
XAU 0.000252138131
XCD 2.70255
XCG 1.802288
XDR 0.707052
XOF 586.130493
XPF 107.303848
YER 236.196986
ZAR 16.66562
ZMK 9001.197294
ZMW 20.200416
ZWL 321.999592
SSP 5745.199062
MXV 2.127338
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Scholz trifft Lula in Brasilien zu Gesprächen über Energie, Klima und Demokratie
Scholz trifft Lula in Brasilien zu Gesprächen über Energie, Klima und Demokratie / Foto: © AFP

Scholz trifft Lula in Brasilien zu Gesprächen über Energie, Klima und Demokratie

Als erster westlicher Staats- oder Regierungschef seit den Krawallen in Brasília wird Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Montag zu einem offiziellen Besuch in Brasilien erwartet. Der neue Präsident Luiz Inácio Lula da Silva empfängt den Kanzler am Nachmittag (Ortszeit) in der Hauptstadt. Nach Gesprächen zu den Themen Klima, Energie und Demokratie im Präsidentenpalast ist für den Abend eine gemeinsame Pressekonferenz geplant.

Textgröße:

Scholz kommt aus Chile, wo er der Regierung deutsche Unterstützung beim Aufbau einer Gedenkstätte für die Opfer der früheren Sektensiedlung Colonia Dignidad zusagte.

Der am 1. Januar vereidigte, linksgerichtete Lula hat den Klimaschutz zu einer Priorität seiner Regierung erklärt und versprochen, die Abholzung im Amazonasgebiet bis 2030 komplett zu stoppen. Außerdem will er die Nutzung grüner Energien ausweiten. Bei den Gesprächen mit Scholz soll es deshalb besonders um Klimafragen, um eine Zusammenarbeit in der Energiepolitik und bei grünem Wasserstoff sowie um die Verteidigung der Demokratie gehen.

Wenige Tage nach Lulas Amtsantritt hatten Anhänger von dessen rechtsradikalem Vorgänger Jair Bolsonaro das Regierungsviertel in Brasília gestürmt. Nach zunächst mehr als 2000 Festnahmen steht die brasilianische Justiz aktuell vor der Mammutaufgabe, hunderte Verantwortliche und Beteiligte vor Gericht zu bringen.

Scholz will bis Dienstag in Brasilien bleiben, der letzten Station seiner viertägigen Südamerika-Reise, die ihn bereits nach Argentinien und Chile führte. Ziel der Kanzlerreise sind vor allem neue Partnerschaften im Bereich der Lieferung von Rohstoffen und Energieträgern. Damit soll Deutschlands Versorgung etwa bei Seltenen Erden oder Lithium unabhängiger von Ländern wie China gemacht werden.

In Chile habe er über den Ausbau von Windenergie und Solarkraft, die Herstellung von Wasserstoff und den Lithium-Handel gesprochen, schrieb Scholz im Onlinedienst Twitter. Begleitet wird er von rund einem Dutzend deutschen Unternehmensvertretern.

In Argentinien hatte Scholz am Samstag bereits auf eine schnelle Einigung auf ein Freihandelsabkommen mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur gedrungen, das über zwei Jahrzehnte verhandelt wurde, aber noch nicht ratifiziert ist.

Das Abkommen mit den aktuellen Mercosur-Mitgliedern Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay mit ihren insgesamt 300 Millionen Einwohnern würde die größte Freihandelszone der Welt schaffen. Allerdings gibt es für das Abkommen in der jetzigen Form Gegenwind von Umweltverbänden wie der Deutschen Umwelthilfe oder dem WWF, die auf mehr Schutz für den Regenwald und Indigene pochen. Greenpeace verlangt eine Neuverhandlung des Abkommens.

Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hielt sich bereits seit Samstag in Brasilien auf und traf sich am Wochenende mit Gewerkschaftsvertretern und der Industrie. "Wir werden die neue brasilianische Regierung mit deutlich mehr Mitteln unterstützen als die Vorgängerregierung unter Präsident Bolsonaro", sagte sie.

Neben ihrer Teilnahme am Gespräch mit Scholz und Lula wolltet sich Schulze auch mit weiteren Kabinettsmitgliedern der Lula-Regierung treffen, darunter der Leiterin des neu gegründeten Ministeriums für indigene Angelegenheiten, Sonia Guajajara.

Auch der Ukraine-Krieg ist ein wichtiges Thema bei Scholz' Südamerika-Reise. In Chile lobte er die dortige Regierung für ihre "sehr klare Haltung bei der Verurteilung der russischen Aggression". Der Kanzler unterstrich in Santiago, dass der russische Angriffskrieg "keine rein europäische Angelegenheit, sondern eine Herausforderung für die internationale Ordnung insgesamt" sei. Der Krieg habe weitreichende Folgen, etwa hinsichtlich der Rohstoffpreise und der Ernährungssicherheit.

In Chile sagte Scholz der Regierung von Präsident Gabriel Boric auch Unterstützung beim Aufbau einer Gedenkstätte für die Opfer der früheren deutschen Sektensiedlung Colonia Dignidad zu. In der 1961 gegründeten Siedlung waren zur Zeit der Militärdiktatur von Augusto Pinochet (1973-1990) Menschen vergewaltigt, gefoltert und getötet worden. Die Siedlung war von dem aus Deutschland geflohenen ehemaligen Wehrmachtsgefreiten und Laienprediger Paul Schäfer gegründet worden.

F.Jackson--ThChM