The China Mail - Amnesty mit desaströser Bilanz von zwei Jahren Taliban-Herrschaft in Afghanistan

USD -
AED 3.672504
AFN 65.000368
ALL 81.431326
AMD 361.239406
ANG 1.789785
AOA 918.000367
ARS 1544.046724
AUD 1.452222
AWG 1.8
AZN 1.70397
BAM 1.754002
BBD 2.018116
BDT 124.801578
BGN 1.747831
BHD 0.378548
BIF 2997.982153
BMD 1
BND 1.283978
BOB 12.019192
BRL 5.504904
BSD 1.002018
BTN 94.051388
BWP 13.802968
BYN 3.000673
BYR 19600
BZD 2.015246
CAD 1.41125
CDF 2320.000362
CHF 0.819824
CLF 0.024951
CLP 981.982871
CNY 6.676504
CNH 6.670804
COP 3236.357114
CRC 454.419084
CUC 1
CUP 24.048249
CVE 98.887942
CZK 21.83445
DJF 178.43146
DKK 6.708504
DOP 60.885162
DZD 136.261154
EGP 53.769786
ERN 15
ETB 164.454778
EUR 0.896804
FJD 2.265604
FKP 0.748808
GBP 0.748083
GEL 2.59504
GGP 0.748808
GHS 11.707995
GIP 0.748808
GMD 74.503851
GNF 8874.938344
GTQ 7.657056
GYD 210.062329
HKD 7.84204
HNL 26.930631
HRK 6.76901
HTG 131.321465
HUF 326.000354
IDR 18108.5
ILS 3.18593
IMP 0.748808
INR 93.910504
IQD 1519.035021
IRR 1891353.000352
ISK 122.790386
JEP 0.748808
JMD 159.024259
JOD 0.70904
JPY 158.47504
KES 130.209408
KGS 87.447804
KHR 4082.328147
KMF 442.00035
KPW 899.999961
KRW 1363.803789
KWD 0.31098
KYD 0.83512
KZT 449.127842
LAK 22542.486884
LBP 89728.711717
LKR 333.213757
LRD 170.342137
LSL 16.570826
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.412269
MAD 9.794718
MDL 17.910408
MGA 4553.159051
MKD 55.203803
MMK 2099.945107
MNT 3601.130253
MOP 8.088606
MRU 40.453791
MUR 47.030378
MVR 15.403739
MWK 1737.500561
MXN 18.62354
MYR 4.061504
MZN 63.903729
NAD 16.570826
NGN 1347.210377
NIO 36.87727
NOK 9.459904
NPR 150.482041
NZD 1.807175
OMR 0.384144
PAB 1.002108
PEN 3.451773
PGK 4.566611
PHP 63.108038
PKR 277.126855
PLN 3.94555
PYG 6263.39626
QAR 3.662795
RON 4.792204
RSD 105.484059
RUB 81.925564
RWF 1478.947132
SAR 3.756342
SBD 8.048583
SCR 13.773553
SDG 601.503676
SEK 9.894504
SGD 1.282704
SHP 0.748923
SLE 22.950371
SLL 20969.504398
SOS 572.620062
SRD 37.583504
STD 20697.981008
STN 21.972109
SVC 8.76732
SYP 13001.999685
SZL 16.565176
THB 33.550369
TJS 9.243442
TMT 3.5
TND 2.998341
TOP 2.40776
TRY 50.141304
TTD 6.795211
TWD 32.775304
TZS 2647.773642
UAH 45.39348
UGX 4098.470921
UYU 40.312094
UZS 11956.414511
VES 896.316404
VND 25582.5
VUV 118.73125
WST 2.787825
XAF 588.264929
XAG 0.019249
XAU 0.00024594347
XCD 2.70255
XCG 1.805838
XDR 0.707052
XOF 588.264929
XPF 106.954845
YER 236.625037
ZAR 16.51943
ZMK 9001.203584
ZMW 20.360522
ZWL 321.999592
SSP 5745.232324
MXV 2.095222
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Amnesty mit desaströser Bilanz von zwei Jahren Taliban-Herrschaft in Afghanistan
Amnesty mit desaströser Bilanz von zwei Jahren Taliban-Herrschaft in Afghanistan / Foto: © AFP

Amnesty mit desaströser Bilanz von zwei Jahren Taliban-Herrschaft in Afghanistan

Amnesty International hat nach zwei Jahren Taliban-Herrschaft in Afghanistan eine desaströse Bilanz für die Frauenrechte gezogen. Die "systematische Entrechtung" von Frauen und Mädchen seit der erneuten Machtübernahme der Radikalislamisten komme "möglicherweise einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleich", erklärte die Menschenrechtsorganisation am Freitag. "Die Taliban haben die Rechte von Mädchen und Frauen in nahezu allen Lebensbereichen sukzessive und systematisch abgeschafft."

Textgröße:

Seit März 2022 dürfen Mädchen ab der siebten Klasse die Schule nicht mehr besuchen – "das gilt in keinem anderen Land der Welt", sagte Theresa Bergmann, Asien-Expertin bei Amnesty International in Deutschland. "Berichten zufolge soll in manchen Provinzen Mädchen nun sogar der Besuch der Schule schon ab dem zehnten Lebensjahr verboten werden."

Seit ihrer Machtübernahme im August 2021 schließen die Taliban in Afghanistan Mädchen und Frauen immer mehr vom öffentlichen Leben aus. Ihnen wird der Zugang zu Bildungsangeboten verwehrt, ihre Arbeitsmöglichkeiten wurden massiv eingeschränkt, sie dürfen keine Parks, Jahrmärkte und Fitnessstudios besuchen und nicht ohne einen männlichen Vormund reisen.

Zudem sind Frauen gezwungen, sich in der Öffentlichkeit zu verhüllen. Ende Juli mussten außerdem tausende Schönheitssalons wegen eines Verbots schließen - eine der letzten Beschäftigungsmöglichkeiten und Rückzugsorte für Frauen.

Wie Amnesty nach eigenen Angaben in mehreren Untersuchungen feststellte, nehmen die radikalislamischen Taliban auch Menschenrechtsanwälte, ehemalige Ortskräfte ausländischer Regierungen und Organisationen sowie Aktivisten ins Visier: "Willkürliche Verhaftungen, Verschwindenlassen, Folter und außergerichtliche Hinrichtungen sind seit zwei Jahren vielerorts an der Tagesordnung."

Amnesty forderte die Bundesregierung auf, ihre Zusagen zur Aufnahme von schutzsuchenden Afghanen umzusetzen - mit dem im Oktober 2021 gestarteten Bundesaufnahmeprogramm "ist noch keine einzige gefährdete Person aus Afghanistan tatsächlich nach Deutschland gekommen", erklärte die Organisation. Dies liege auch an der Unterbesetzung der deutschen Botschaft im pakistanischen Islamabad. Rund 12.000 Menschen warten laut Amnesty aber auch noch in Afghanistan auf ihre Ausreise nach Deutschland.

Der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (Venro) forderte, trotz der schwierigen Arbeitsbedingungen vor Ort die Versorgung mit Hilfsgütern für die afghanische Zivilbevölkerung nicht abreißen zu lassen. "Sonst stehen wir wieder vor einer massiven Hungersnot, die im vergangenen Jahr gerade noch vermieden werden konnte", sagte Martina Schaub, die Vorstandsvorsitzende von Venro, einem Zusammenschluss aus 140 deutschen Nichtregierungsorganisationen, von denen etwa 20 in Afghanistan tätig sind.

Auch die noch bestehenden Gesundheits- und Bildungsangebote für Frauen und Mädchen hingen oft von internationaler Unterstützung ab, erklärte Schaub: "Die Kürzung humanitärer Mittel für Afghanistan kann kein Mittel sein, um Druck für Frauenrechte auszuüben".

Infolge der Preissteigerungen nach dem Auslaufen des ukrainisch-russischen Getreideabkommens zur Ausfuhr von Getreide über das Schwarze Meer gehört Afghanistan nach Angaben der Welternährungsprogramms (WFP) zu den am stärksten hungergefährdeten Ländern weltweit.

O.Yip--ThChM