The China Mail - Zuversicht vor Berliner CSD trotz ernster Lage - Bundesrat hisst Regenbogenfahne

USD -
AED 3.672501
AFN 65.496617
ALL 81.00005
AMD 376.846763
ANG 1.79008
AOA 916.999746
ARS 1404.011905
AUD 1.413308
AWG 1.8025
AZN 1.698896
BAM 1.64226
BBD 2.013225
BDT 122.275216
BGN 1.67937
BHD 0.376971
BIF 2962.558673
BMD 1
BND 1.265482
BOB 6.907178
BRL 5.197301
BSD 0.999559
BTN 90.496883
BWP 13.113061
BYN 2.871549
BYR 19600
BZD 2.010286
CAD 1.355285
CDF 2209.999945
CHF 0.768705
CLF 0.02167
CLP 855.660136
CNY 6.91085
CNH 6.91352
COP 3665.47
CRC 494.655437
CUC 1
CUP 26.5
CVE 92.586917
CZK 20.395302
DJF 177.720247
DKK 6.28431
DOP 62.648518
DZD 129.421413
EGP 46.789601
ERN 15
ETB 155.350112
EUR 0.841135
FJD 2.1921
FKP 0.731721
GBP 0.73355
GEL 2.689858
GGP 0.731721
GHS 10.999761
GIP 0.731721
GMD 73.501055
GNF 8774.581423
GTQ 7.665406
GYD 209.121405
HKD 7.818025
HNL 26.502368
HRK 6.336902
HTG 131.114918
HUF 318.123017
IDR 16785
ILS 3.08274
IMP 0.731721
INR 90.58835
IQD 1310.5
IRR 42125.000158
ISK 121.979992
JEP 0.731721
JMD 156.391041
JOD 0.709029
JPY 154.430977
KES 128.840173
KGS 87.449783
KHR 4029.999526
KMF 414.398376
KPW 900.003053
KRW 1457.110076
KWD 0.30701
KYD 0.832959
KZT 491.773271
LAK 21474.999728
LBP 89702.217085
LKR 309.286401
LRD 186.625004
LSL 15.960319
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.301488
MAD 9.116985
MDL 16.91696
MGA 4435.999563
MKD 51.845871
MMK 2100.147418
MNT 3570.525201
MOP 8.048802
MRU 39.903383
MUR 45.679957
MVR 15.449743
MWK 1736.000021
MXN 17.19797
MYR 3.925015
MZN 63.899639
NAD 15.96025
NGN 1353.250247
NIO 36.720174
NOK 9.52164
NPR 144.79562
NZD 1.655235
OMR 0.384499
PAB 0.999551
PEN 3.357498
PGK 4.284982
PHP 58.506008
PKR 279.749909
PLN 3.54924
PYG 6578.947368
QAR 3.64125
RON 4.283496
RSD 98.691984
RUB 77.426347
RWF 1454
SAR 3.750835
SBD 8.058149
SCR 13.754362
SDG 601.499699
SEK 8.894501
SGD 1.265285
SHP 0.750259
SLE 24.350055
SLL 20969.499267
SOS 571.490866
SRD 37.890229
STD 20697.981008
STN 20.9
SVC 8.746069
SYP 11059.574895
SZL 15.960193
THB 31.239955
TJS 9.380697
TMT 3.51
TND 2.846026
TOP 2.40776
TRY 43.635195
TTD 6.779547
TWD 31.513796
TZS 2575.000281
UAH 43.048987
UGX 3553.510477
UYU 38.331227
UZS 12305.00008
VES 384.79041
VND 25885
VUV 119.800563
WST 2.713692
XAF 550.798542
XAG 0.012307
XAU 0.000198
XCD 2.70255
XCG 1.801442
XDR 0.685017
XOF 550.500489
XPF 100.674983
YER 238.324995
ZAR 15.942335
ZMK 9001.186468
ZMW 19.016311
ZWL 321.999592
  • EUR/USD

    0.0003

    1.1899

    +0.03%

  • DAX

    -27.0200

    24987.85

    -0.11%

  • MDAX

    -3.6600

    31962.21

    -0.01%

  • Goldpreis

    36.4000

    5067.4

    +0.72%

  • TecDAX

    15.8000

    3651.2

    +0.43%

  • SDAX

    185.4400

    18318.46

    +1.01%

  • Euro STOXX 50

    -11.9500

    6047.06

    -0.2%

Zuversicht vor Berliner CSD trotz ernster Lage - Bundesrat hisst Regenbogenfahne
Zuversicht vor Berliner CSD trotz ernster Lage - Bundesrat hisst Regenbogenfahne / Foto: © AFP

Zuversicht vor Berliner CSD trotz ernster Lage - Bundesrat hisst Regenbogenfahne

Vor dem diesjährigen Christopher Street Day (CSD) in Berlin blicken die Organisatoren und der Verband Queere Vielfalt zuversichtlich auf die Parade - zugleich beklagen sie eine ernste und angespannte Lage. Vertreter des CSD Berlin und des LSVD+-Verbands sagten AFP am Freitag, sie seien gut vorbereitet und erwarteten ein "kraftvolles Zeichen" für Toleranz und Freiheit. Anders als der Bundestag kündigte der Bundesrat an, zum CSD am Samstag die Regenbogenflagge zu hissen.

Textgröße:

"Wir stehen im regelmäßigen und vertrauensvollen Austausch mit der Berliner Polizei und Regen soll es sehr wahrscheinlich auch keinen geben", sagte Thomas Hoffmann, Vorstandsmitglied des CSD Berlin. Daher herrsche "Vorfreude und Zuversicht", dass am Samstag ein "kraftvolles Zeichen für mehr Freiheit, Toleranz und Gleichberechtigung" gesetzt werden könne, fuhr Hoffmann fort.

Auch Andre Lehmann, Bundesvorstand des LSVD+-Verbands, zeigte sich "zuversichtlich und guter Dinge, dass wir morgen einen friedlichen und lauten CSD erleben werden". Der Verband erwarte "ein starkes Zeichen für Sichtbarkeit und Vielfalt", sagte er AFP. Das brauche es in diesen Zeiten.

Der Berliner CSD findet am Samstag unter dem Motto "Nie wieder still" statt. Der Protestzug zieht von Mitte über Schöneberg zur Siegessäule im Stadtteil Tiergarten und passiert zahlreiche Gebäude des Regierungsviertels. Eröffnungsstatements halten unter anderem Bundestagsvizepräsidentin Josephine Ortleb (SPD) und Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne). Demonstriert wird für die Rechte unter anderem von Schwulen, Lesben, Transsexuellen und Transgender sowie Inter- und Bisexuellen.

Zwar gebe es "viel Solidarität und Kampfgeist", sagte Hoffmann vom CSD Berlin über die queere Community und Unterstützerinnen und Unterstützer, aber zugleich sei die Lage ernst: "Die Stimmen derjenigen, die sich gegen uns erheben, werden wieder lauter und selbstbewusster", sagte er. Viele queere Menschen hätten Angst und seien verunsichert.

Lehmann vom LSVD+ beklagte, in den vergangenen Jahren werde bundesweit ein "nahezu dramatischer Anstieg politisch motivierter Hasskriminalität gegenüber queeren Menschen" beobachtet. Das passiere nicht nur verbal und online, sondern auch auf offener Straße. "Das ist besorgniserregend und zunehmend auch ein sicherheitspolitisches Staatsversagen." Denn es gehe dabei um die Sicherheit und Freiheit von Millionen Menschen. "Wir sind nicht nur ein paar Dutzend Leute."

Nach Angaben der Behörden steigen queerfeindliche Straftaten seit Jahren an. Nach einem Ende vergangenen Jahres veröffentlichten Lagebericht des Bundeskriminalamts und des Bundesinnenministeriums hat sich die Zahl der Straftaten im Bereich "Sexuelle Orientierung" und "Geschlechtsbezogene Diversität" seit 2010 nahezu verzehnfacht. Das liege auch an der zunehmenden Sichtbarkeit und Anzeigebereitschaft - zugleich werde von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen.

Für den CSD empfiehlt der LSVD+-Verband, in Gruppen an- und abzureisen und "in dunklen Ecken abseits der Demo besonders gut aufeinander aufzupassen". Diese Vorsicht habe in den vergangenen Jahren zugenommen. Auch in diesem Jahr ist unter anderem wieder eine rechtsextreme Gegendemonstration zum CSD angemeldet.

Vor diesem Hintergrund beklagten der Verband und die Organisatoren auch fehlende Unterstützung aus der Politik - und kritisierten etwa die Entscheidung von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU), dort keine Regenbogenfahne zu hissen. Das sei eine "klare und bewusste Distanzierung von queeren Menschen, während diese zunehmend angegriffen werden", sagte Lehmann AFP. Das habe auch nichts mit Neutralität zu tun. Hoffmann sprach von einem "falschen Zeichen zur falschen Zeit". Vielmehr sei ein Signal nötig, dass Niemand im Land allein gelassen werde.

Bundesratspräsidentin Anke Rehlinger (SPD) teilte hingegen mit, die Regenbogenflagge werde am Samstag vor dem Gebäude "als Zeichen für Vielfalt, Respekt und Toleranz" wehen. "Jeder Mensch hat das Recht, ohne Diskriminierung in Würde zu leben und zu lieben."

N.Lo--ThChM