The China Mail - Höhere Trump-Zölle in Kraft: Deutsche Wirtschaft in Alarmstimmung

USD -
AED 3.672504
AFN 65.000368
ALL 81.431326
AMD 361.239406
ANG 1.789785
AOA 918.000367
ARS 1544.046724
AUD 1.452222
AWG 1.8
AZN 1.70397
BAM 1.754002
BBD 2.018116
BDT 124.801578
BGN 1.747831
BHD 0.378548
BIF 2997.982153
BMD 1
BND 1.283978
BOB 12.019192
BRL 5.504904
BSD 1.002018
BTN 94.051388
BWP 13.802968
BYN 3.000673
BYR 19600
BZD 2.015246
CAD 1.41125
CDF 2320.000362
CHF 0.819824
CLF 0.024951
CLP 981.982871
CNY 6.676504
CNH 6.670804
COP 3236.357114
CRC 454.419084
CUC 1
CUP 24.048249
CVE 98.887942
CZK 21.83445
DJF 178.43146
DKK 6.708504
DOP 60.885162
DZD 136.261154
EGP 53.769786
ERN 15
ETB 164.454778
EUR 0.896804
FJD 2.265604
FKP 0.748808
GBP 0.748083
GEL 2.59504
GGP 0.748808
GHS 11.707995
GIP 0.748808
GMD 74.503851
GNF 8874.938344
GTQ 7.657056
GYD 210.062329
HKD 7.84204
HNL 26.930631
HRK 6.76901
HTG 131.321465
HUF 326.000354
IDR 18108.5
ILS 3.18593
IMP 0.748808
INR 93.910504
IQD 1519.035021
IRR 1891353.000352
ISK 122.790386
JEP 0.748808
JMD 159.024259
JOD 0.70904
JPY 158.47504
KES 130.209408
KGS 87.447804
KHR 4082.328147
KMF 442.00035
KPW 899.999961
KRW 1363.803789
KWD 0.31098
KYD 0.83512
KZT 449.127842
LAK 22542.486884
LBP 89728.711717
LKR 333.213757
LRD 170.342137
LSL 16.570826
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.412269
MAD 9.794718
MDL 17.910408
MGA 4553.159051
MKD 55.203803
MMK 2099.945107
MNT 3601.130253
MOP 8.088606
MRU 40.453791
MUR 47.030378
MVR 15.403739
MWK 1737.500561
MXN 18.62354
MYR 4.061504
MZN 63.903729
NAD 16.570826
NGN 1347.210377
NIO 36.87727
NOK 9.459904
NPR 150.482041
NZD 1.807175
OMR 0.384144
PAB 1.002108
PEN 3.451773
PGK 4.566611
PHP 63.108038
PKR 277.126855
PLN 3.94555
PYG 6263.39626
QAR 3.662795
RON 4.792204
RSD 105.484059
RUB 81.925564
RWF 1478.947132
SAR 3.756342
SBD 8.048583
SCR 13.773553
SDG 601.503676
SEK 9.894504
SGD 1.282704
SHP 0.748923
SLE 22.950371
SLL 20969.504398
SOS 572.620062
SRD 37.583504
STD 20697.981008
STN 21.972109
SVC 8.76732
SYP 13001.999685
SZL 16.565176
THB 33.550369
TJS 9.243442
TMT 3.5
TND 2.998341
TOP 2.40776
TRY 50.141304
TTD 6.795211
TWD 32.775304
TZS 2647.773642
UAH 45.39348
UGX 4098.470921
UYU 40.312094
UZS 11956.414511
VES 896.316404
VND 25582.5
VUV 118.73125
WST 2.787825
XAF 588.264929
XAG 0.019249
XAU 0.00024594347
XCD 2.70255
XCG 1.805838
XDR 0.707052
XOF 588.264929
XPF 106.954845
YER 236.625037
ZAR 16.51943
ZMK 9001.203584
ZMW 20.360522
ZWL 321.999592
SSP 5745.232324
MXV 2.095222
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Höhere Trump-Zölle in Kraft: Deutsche Wirtschaft in Alarmstimmung
Höhere Trump-Zölle in Kraft: Deutsche Wirtschaft in Alarmstimmung / Foto: © AFP/Archiv

Höhere Trump-Zölle in Kraft: Deutsche Wirtschaft in Alarmstimmung

Nach Inkrafttreten der höheren US-Zölle herrscht Alarmstimmung in der deutschen Wirtschaft. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) erklärte am Donnerstag, die Zölle von mindestens 15 Prozent verschärften die Lage für exportorientierte deutsche Unternehmen deutlich. Besonders betroffen sind Autohersteller, sie müssen bei Ausfuhren in die USA weiter einen Aufschlag von 27,5 Prozent zahlen. US-Präsident Donald Trump jubelte in seinem Onlinedienst Truth Social, nun flössen "Milliarden Dollar" in die USA.

Textgröße:

Für die meisten EU-Produkte gilt ab sofort ein 15-prozentiger Zoll. Das ist weniger als von Trump angedroht, aber ein Mehrfaches des jahrelang geltenden Zollsatzes. Für Autos vereinbarten die EU und die USA zwar ebenfalls eine grundsätzliche Zoll-Senkung von 27,5 auf 15 Prozent, einen Termin für das Inkrafttreten nennt das US-Handelsministerium bisher jedoch nicht.

Die mangelnde Klarheit belaste "die deutschen Automobilhersteller und Automobilzulieferer sowie den transatlantischen Handel erheblich", kritisierte die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller. Sie rief die EU-Kommission und die Bundesregierung auf, sich mit Nachdruck bei den USA für die Zollsenkung einzusetzen.

DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov verwies auf die zahlreichen ungeklärten Details in der Zollvereinbarung mit Trump. "Diese Unklarheit ist Gift für Planungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit", erklärte sie. Viele Betriebe in Deutschland stünden "unter wachsendem Druck", da ihnen "höhere Kosten, zunehmende Unsicherheit und fehlende Entlastung" massiv zusetzten.

Trumps Handelsbeauftragter Jamieson Greer sprach in einem Gastbeitrag für die "New York Times" (Donnerstagausgabe) von einer neuen Weltwirtschaftsordnung, die der US-Präsident geschaffen habe. Ein neues "Trump-System" habe die "unhaltbaren" Regeln abgelöst, die der Welthandelsorganisation (WTO) Dominanz verschafft hätten. Für Trump selbst sind die Zölle zentraler Pfeiler seiner protektionistischen "America-First"-Strategie (Amerika zuerst).

Trump hatte Anfang April einen beispiellosen Zollkonflikt mit Handelspartnern in aller Welt entfacht. Er kündigte hohe Importaufschläge für zahlreiche Länder an, senkte diese dann aber zunächst auf zehn Prozent ab, um "Deals" zu ermöglichen. Obwohl Trump die Verhandlungen mit den meisten Ländern für beendet erklärt hat, hoffen zahlreiche Staaten auf Nachbesserungen.

Auf Waren aus der Schweiz etwa setzte Trump einen massiven Aufschlag von 39 Prozent ein. Die Regierung in Bern hofft nun auf weitere Verhandlungen, nachdem es Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter diese Woche in Washington nicht gelungen war, die US-Regierung umzustimmen. Unternehmen sprechen von einem "Horrorszenario", das unter anderem die Exporte von Schweizer Uhren, Schokolade und Käse in die USA einbrechen lassen dürfte.

Andere Länder trifft es noch härter: So verdoppelte Trump die Zölle für Indien auf 50 Prozent, der höhere Satz tritt in drei Wochen in Kraft. Den Aufschlag von 25 Prozent rechtfertigt Trump mit den anhaltenden Käufen russischen Rohöls durch Indien. Mit dem Strafzoll wollen die USA die russischen Öleinnahmen verringern, die zur Finanzierung des Angriffskriegs auf die Ukraine beitragen. Die Regierung in Neu Delhi verurteilte den Schritt als "unfair, ungerechtfertigt und unangemessen".

Auch China, Brasilien und EU-Länder wie Ungarn oder Österreich treiben weiterhin Handel mit Russland. Solchen Ländern hatte Trump ursprünglich mit Zöllen von "rund 100 Prozent" gedroht, wenn Russland seine Angriffe auf die Ukraine nicht bis diesen Freitag beende.

Für Brasilien waren bereits am Mittwoch 50-prozentige US-Importzölle in Kraft getreten. Eine Reihe von Waren sind von den Aufschlägen aber ausgenommen, darunter Orangensaft, Paranüsse und Passagierflugzeuge. Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva spricht von "Erpressung", denn Trump will erreichen, dass der Oberste Gerichtshof Brasiliens ein Verfahren gegen den früheren brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro fallen lässt. Das südamerikanische Land schaltete die Welthandelsorganisation ein.

Klar ist: Trump ist noch lange nicht fertig mit seiner Zollpolitik. Am Mittwoch brachte er Aufschläge von 100 Prozent für Importe von Computerchips und Halbleitern in die USA ins Spiel. Pharmakonzernen droht er mittelfristig sogar mit bis zu 250 Prozent Zoll.

Z.Huang--ThChM