The China Mail - Lieferkettengesetz: Rechte Mehrheit im EU-Parlament stimmt für Lockerungen

USD -
AED 3.672499
AFN 66.000147
ALL 82.404709
AMD 366.173161
AOA 918.000227
ARS 1497.009098
AUD 1.430002
AWG 1.8025
AZN 1.700338
BAM 1.719475
BBD 2.017786
BDT 123.672457
BHD 0.377519
BIF 2992.636877
BMD 1
BND 1.292393
BOB 11.27532
BRL 5.131836
BSD 1.001815
BTN 96.033197
BWP 13.754693
BYN 2.873897
BYR 19600
BZD 2.01492
CAD 1.411765
CDF 2259.999694
CHF 0.818695
CLF 0.023897
CLP 940.510185
CNY 6.766102
CNH 6.768625
COP 3205.96
CRC 455.936137
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.941377
CZK 21.241041
DJF 178.401403
DKK 6.57083
DOP 58.288789
DZD 133.392971
EGP 50.723804
ERN 15
ETB 160.203502
EUR 0.87904
FJD 2.22975
FKP 0.750638
GBP 0.752045
GEL 2.620207
GGP 0.750638
GHS 11.661274
GIP 0.750638
GMD 74.000206
GNF 8790.184675
GTQ 7.644359
GYD 209.514348
HKD 7.84195
HNL 26.879996
HRK 6.6228
HTG 130.962481
HUF 316.290165
IDR 18073.45
ILS 3.055798
IMP 0.750638
INR 95.80215
IQD 1310
IRR 1375124.999987
ISK 125.350321
JEP 0.750638
JMD 158.496272
JOD 0.709017
JPY 163.715503
KES 129.539935
KGS 87.450099
KHR 4046.860233
KMF 432.999662
KRW 1464.760159
KWD 0.3104
KYD 0.83485
KZT 476.05609
LAK 22707.811332
LBP 89713.788359
LKR 336.876346
LRD 181.328246
LSL 16.789972
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.405005
MAD 9.367978
MDL 17.606928
MGA 4310.000316
MKD 54.090765
MMK 2099.5391
MNT 3591.521692
MOP 8.092048
MRU 39.993846
MUR 47.340265
MVR 15.460084
MWK 1736.000051
MXN 17.46105
MYR 4.084501
MZN 63.910111
NAD 16.790393
NGN 1366.849653
NIO 36.744975
NOK 9.66892
NPR 153.65294
NZD 1.732605
OMR 0.384508
PAB 1.001811
PEN 3.404026
PGK 4.395047
PHP 61.658505
PKR 277.86043
PLN 3.80035
PYG 6058.36817
QAR 3.644498
RON 4.5974
RSD 103.198018
RUB 77.99964
RWF 1465
SAR 3.747988
SBD 8.064647
SCR 13.975984
SDG 600.498493
SEK 9.721691
SGD 1.29196
SLE 24.249964
SOS 572.513715
SRD 37.730994
STD 20697.981008
STN 21.9
SVC 8.7661
SZL 16.785066
THB 33.628496
TJS 9.246905
TMT 3.51
TND 2.965011
TRY 47.375198
TTD 6.803816
TWD 32.428503
TZS 2636.503002
UAH 44.99389
UGX 3761.956675
UYU 40.230693
UZS 12008.000252
VES 741.882025
VND 26335
VUV 119.08833
WST 2.756321
XAF 576.695914
XAG 0.017448
XAU 0.000247
XCD 2.70255
XCG 1.80553
XDR 0.717231
XOF 573.5023
XPF 105.32503
YER 238.15011
ZAR 16.78745
ZMK 9001.202571
ZMW 18.719641
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    -38.4000

    4038.6

    -0.95%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1368

    -0.06%

  • SDAX

    47.1000

    18276.38

    +0.26%

  • MDAX

    140.9700

    32106.5

    +0.44%

  • DAX

    262.0300

    25361.03

    +1.03%

  • Euro STOXX 50

    1.2700

    6282.21

    +0.02%

  • TecDAX

    38.7900

    3808.76

    +1.02%

Lieferkettengesetz: Rechte Mehrheit im EU-Parlament stimmt für Lockerungen
Lieferkettengesetz: Rechte Mehrheit im EU-Parlament stimmt für Lockerungen / Foto: © AFP/Archiv

Lieferkettengesetz: Rechte Mehrheit im EU-Parlament stimmt für Lockerungen

Die Europäische Volkspartei (EVP) um CDU und CSU sowie die Rechtsaußenfraktionen haben im Europaparlament gemeinsam für weitreichende Lockerungen des Lieferkettengesetzes gestimmt. Die Abgeordneten nahmen am Donnerstag in Brüssel mehrheitlich einen Entwurf an, nach dem zahlreiche Unternehmen von den Berichtspflichten ausgenommen würden. Auch die AfD stimmte für die Änderungen. Ein Kompromiss der EVP mit Sozialdemokraten und Liberalen war zuvor gescheitert.

Textgröße:

"Die Christdemokrat:innen haben mit ihrem Rechtspakt die Brandmauer eingerissen", kritisierte der SPD-Europaabgeordnete René Repasi. Die Stimmen der deutschen AfD waren für das Ergebnis zwar nicht entscheidend, die EVP habe aber aktiv mit Rechtsaußen-Parteien aus mehreren EU-Ländern zusammengearbeitet. Repasi forderte, nun müsse sich auch der Koalitionsausschuss in Berlin mit der Abstimmung beschäftigen.

Unionspolitiker wie EVP-Chef Manfred Weber feierten hingegen einen "guten Tag für Europas Wettbewerbsfähigkeit". Seine Fraktion habe ihr Versprechen, "unnötige Belastungen für europäische Unternehmen zu beseitigen", am Donnerstag eingelöst. Für die Verhandlungen war in der EVP der schwedische Politiker Jörgen Warborn zuständig, der den Rechtsaußenfraktionen für ihre Unterstützung dankte.

Insgesamt stimmten 382 Abgeordnete in Brüssel für die Änderungen, bei 249 Gegenstimmen und 13 Enthaltungen. Fast alle EVP-Abgeordnete stimmten für die Änderungen, ebenso wie alle anwesenden Politiker der Rechtsaußenfraktionen EKR, PfE und ESN sowie mehrere liberale und sozialdemokratische Politiker. Die EKR wird neben der Partei der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni vor allem von der polnischen PiS dominiert, die PfE vom französischen Rassemblement National und der Fidesz von Ungarns Regierungschef Viktor Orban. Der ESN gehören die AfD-Abgeordneten an.

Mit dem Lieferkettengesetz wollte die EU ursprünglich Unternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten und 450 Millionen Euro Jahresumsatz für Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung in ihrer Produktion in die Pflicht nehmen. Die Mehrheit im Europaparlament will diese Schwelle nun auf mindestens 5000 Beschäftigte und einen Jahresumsatz von mindestens 1,5 Milliarden Euro anheben. Das entspricht der Position einer Mehrheit der 27 EU-Staaten.

Die Parlamentsmehrheit setzt sich für weitere Lockerungen ein. Anders als bislang vorgesehen sollen die Konzerne nicht mehr grundsätzlich ihre gesamte Lieferkette kontrollieren müssen und sich stattdessen auf ihre direkten Zulieferer konzentrieren. Außerdem sollen sie dort nachforschen, wo sie selbst ein hohes Risiko für Verstöße vermuten. Sie müssten damit deutlich weniger Informationen liefern.

Eine EU-weite Haftung für Verstöße gegen das Gesetz soll gestrichen werden. Damit hingen etwa Entschädigungen für Opfer von Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung von den Gerichten in den unterschiedlichen EU-Staaten ab.

Die Abgeordneten wollen zudem eine Vorgabe für Bußgelder bei Verstößen gegen das Gesetz streichen, die von den Behörden in den 27 EU-Ländern festgelegt werden. Damit könnten die Strafen in Zukunft deutlich geringer ausfallen.

Neben dem Lieferkettengesetz stimmten die Abgeordneten am Donnerstag auch über die Vorgaben zur Nachhaltigkeitsberichterstattung für Unternehmen ab. Die EVP sowie EKR-Fraktion setzten durch, dass diese Regeln künftig nur noch für Unternehmen mit mehr als 1750 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 450 Millionen Euro gelten soll.

Die Abgeordneten müssen nun mit dem Rat der 27 EU-Staaten über die Änderungen verhandeln. Eine Reihe von Regierungen hatten in den vergangenen Wochen auf eine rasche Einigung gedrängt, so auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

P.Ho--ThChM