The China Mail - Koalition schmiedet Plan für Ende des Rentenstreits und will Verbrenner-Aus lockern

USD -
AED 3.6725
AFN 65.999796
ALL 82.219586
AMD 366.279121
AOA 918.000087
ARS 1488.973866
AUD 1.434792
AWG 1.80125
AZN 1.698309
BAM 1.718735
BBD 2.018365
BDT 123.619203
BHD 0.378191
BIF 2987.214973
BMD 1
BND 1.293441
BOB 11.04901
BRL 5.097899
BSD 1.002065
BTN 96.721585
BWP 13.626818
BYN 2.891789
BYR 19600
BZD 2.015377
CAD 1.407665
CDF 2260.000222
CHF 0.81682
CLF 0.023945
CLP 942.390226
CNY 6.772968
CNH 6.777075
COP 3214.4
CRC 454.637318
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.899634
CZK 21.25695
DJF 178.445587
DKK 6.56915
DOP 58.239972
DZD 133.298004
EGP 51.294038
ERN 15
ETB 161.74386
EUR 0.87877
FJD 2.2513
FKP 0.747613
GBP 0.750975
GEL 2.629488
GGP 0.747613
GHS 11.640435
GIP 0.747613
GMD 73.496692
GNF 8792.232327
GTQ 7.645461
GYD 209.643827
HKD 7.841295
HNL 26.841527
HRK 6.621303
HTG 131.022363
HUF 319.915054
IDR 17975
ILS 3.07325
IMP 0.747613
INR 96.87725
IQD 1312.910284
IRR 1375249.999726
ISK 125.840102
JEP 0.747613
JMD 158.745222
JOD 0.708991
JPY 163.854973
KES 129.509794
KGS 87.449935
KHR 4043.759062
KMF 431.999836
KRW 1471.739897
KWD 0.30997
KYD 0.835201
KZT 468.570123
LAK 22690.567198
LBP 89736.918413
LKR 336.804183
LRD 181.380431
LSL 16.449629
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.426783
MAD 9.393636
MDL 17.646852
MGA 4302.09569
MKD 54.111413
MMK 2099.232333
MNT 3591.167689
MOP 8.094786
MRU 40.043935
MUR 47.190015
MVR 15.459979
MWK 1737.62137
MXN 17.51454
MYR 4.096969
MZN 63.910179
NAD 16.451363
NGN 1371.609882
NIO 36.878872
NOK 9.610915
NPR 154.754185
NZD 1.731195
OMR 0.384499
PAB 1.002171
PEN 3.402582
PGK 4.486622
PHP 61.845008
PKR 278.407803
PLN 3.80615
PYG 6066.517288
QAR 3.653476
RON 4.598903
RSD 103.168994
RUB 78.296889
RWF 1474.627653
SAR 3.749287
SBD 8.077882
SCR 13.351382
SDG 600.507249
SEK 9.754515
SGD 1.292615
SLE 24.249738
SOS 572.734063
SRD 37.722042
STD 20697.981008
STN 21.528052
SVC 8.769432
SZL 16.448311
THB 33.829608
TJS 9.260324
TMT 3.51
TND 2.966615
TRY 47.326801
TTD 6.801107
TWD 32.314101
TZS 2630.003046
UAH 44.914371
UGX 3762.973118
UYU 40.248521
UZS 12129.041329
VES 736.95925
VND 26316.5
VUV 119.024075
WST 2.742768
XAF 576.386802
XAG 0.017391
XAU 0.000247
XCD 2.70255
XCG 1.806262
XDR 0.71684
XOF 576.386802
XPF 104.804338
YER 238.601516
ZAR 16.81875
ZMK 9001.200338
ZMW 18.564211
ZWL 321.999592
  • EUR/USD

    0.0004

    1.1386

    +0.04%

  • Euro STOXX 50

    -106.8200

    6210.17

    -1.72%

  • MDAX

    -308.3100

    31673.72

    -0.97%

  • DAX

    -392.2900

    24763.12

    -1.58%

  • SDAX

    -305.0100

    18098.62

    -1.69%

  • TecDAX

    -88.2200

    3701.45

    -2.38%

  • Goldpreis

    -16.6000

    4033.6

    -0.41%

Koalition schmiedet Plan für Ende des Rentenstreits und will Verbrenner-Aus lockern

Koalition schmiedet Plan für Ende des Rentenstreits und will Verbrenner-Aus lockern

Ein Vorschlag für das Ende des Rentenstreits, gemeinsame Position bei der Lockerung des Verbrenner-Aus' und milliardenschwere Förderung von Elektro- und Hybridautos: Der Koalitionsausschuss hat nach sechsstündigen Beratungen in der Nacht zum Freitag Lösungen für wichtige Streitthemen vorgelegt. Ob dies bei der Rente tatsächlich gelingt, wird sich aber erst kommende Woche zeigen.

Textgröße:

Den Gesetzentwurf zum Rentenpaket will die Bundesregierung trotz massiver Kritik junger Unionsabgeordneter nun nicht mehr anpassen. Er solle kommende Woche dem Bundestag ohne Änderungen vorgelegt werden, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei einer Pressekonferenz mit SPD-Chef Lars Klingbeil und dem CSU-Vorsitzendem Markus Söder. Dies sei "der Wunsch der Sozialdemokraten" gewesen.

Die Kritikpunkte der jungen Unionsabgeordneten sollen demnach in einem begleitenden Entschließungsantrag berücksichtigt werden, in dem eine grundlegende Reform des Rentensystems anvisiert wird. Vorschläge dafür soll eine Rentenkommission machen, die noch dieses Jahr eingesetzt wird. Sie soll bis Mitte 2026 ihre Empfehlungen vorlegen. Die Reform solle dann im "zweiten Halbjahr 2026 auf den politischen Weg gebracht werden", sagte Merz.

Einem Beschlusspapier der Koalition zufolge soll der Entschließungsantrag mehrere Reformaufträge für die Kommission enthalten. Genannt werden die Prüfung einer Verlängerung von Lebensarbeitszeit; die Anpassung der Altersgrenze für den Bezug einer Rente für langjährig Versicherte; die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsfaktors nach 2031 und flexibler Übergänge in die Rente; sowie die Prüfung der Frage, ob sich die Rentenentwicklung weiter an der Lohnentwicklung orientieren soll oder beispielsweise an die Inflation.

"Das wird eine große Anstrengung für uns, aber wir wollen sie leisten, weil wir wissen, dass wir hier einen Reformstau auflösen müssen", sagte der Kanzler. "Wir sind entschlossen, das auch zu lösen."

Beschlossen wurde auch die Stärkung der privaten Altersvorsorge. Hierfür will die Regierung zehn Milliarden Euro bereitstellen. Der Betrag soll mit Dividenden eines Aktienpakets aus Beteiligungen des Bundes etwa an der Telekom oder der Commerzbank finanziert werden. Laut Finanzminister Klingbeil rechnet die Koalition dabei bisher mit einem Betrag von "grob" 400 Millionen Euro. Details soll der nächste Koalitionsausschuss am 10. Dezember beschließen.

Die Stärkung der privaten Altersvorsorge wurde als Zugeständnis an die Kritiker der Regierungspläne zur Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48 Prozent bis 2031 gesehen. Junge Unions-Abgeordnete kritisieren, dass der Gesetzentwurf von Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) hohe Folgekosten zulasten jüngerer Generationen auch nach 2031 vorsieht. Sie drohten deshalb, das Vorhaben scheitern zu lassen, wenn es keine Änderungen gibt.

Mit den Kritikern soll es nun weitere Gespräche geben. Merz stellte in Aussicht, dass bei der Besetzung der Führungspositionen in der Rentenkommission auch Vertreter der sogenannten Jungen Gruppe der Union zum Zuge kommen könnten.

Vor der Abstimmung im Bundestag soll sich die Unionsfraktion am Dienstag möglichst abschließend positionieren. Merz räumte ein, die Entscheidung über das Rentenpaket bleibe für jeden Abgeordneten eine "Gewissensfrage" und könne nicht vorgegeben werden. Er rechne aber mit einer Zustimmung.

Die Beschlüsse zeigten, dass die Koalition "handlungsfähig" sei und in der Lage, "bei den großen entscheidenden Themen auch die Knoten durchzuschlagen", sagte SPD-Chef Klingbeil. Wichtig für die Sozialdemokraten sei, dass die getroffenen Verabredungen zur Stabilisierung des Rentenniveaus Geltung behielten.

"Wir haben einige dicke Brocken abgeräumt", sagte CSU-Chef Markus Söder und betonte: "Die Rentenkommission ist kein Feigenblatt." Insbesondere mit Blick auf die Beschlüsse zur Autobranche sei er "sehr zufrieden". Die gemeinsame Position zur Lockerung des Verbrenner-Aus in der EU sei "ein wichtiges Signal".

Merz will dazu noch am Freitag einen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schicken. Darin werde die Regierung "darum bitten", dass auch nach 2035 "hocheffiziente Verbrenner" zugelassen werden können, sagte der Kanzler.

Die EU-Kommission arbeitet derzeit an einer Überarbeitung der CO2-Flottengrenzwerte für Neuwagen und will voraussichtlich am 10. Dezember einen Vorschlag veröffentlichen. Derzeit gilt, dass neue Autos ab 2035 kein CO2 ausstoßen dürfen, was von Verbrennern kaum erreicht werden kann.

Einig wurde die Koalition auch bei einer Kaufprämie für E-Autos und auch Plugin-Hybride. Sie soll mindestens 3000 Euro betragen und sich gezielt an "Haushalte mit kleinem und mittlerem Einkommen" richten, heißt es im Beschlusstext. Die Mittel dafür in Höhe von drei Milliarden Euro sollen demnach aus dem Klima- und Transformationsfonds kommen. Söder zufolge wäre damit die Förderung von 600.000 Autos möglich.

Klingbeil begrüßte auch, dass die Koalition die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes auf 24 Monate bis Ende 2026 beschließen will. Auch weitere Maßnahmen zur Beschleunigung des Wohnungsbaus werden in dem Beschlusspapier aufgeführt.

Keine Beschlüsse gab es zur geplanten Änderungen des Heizungsgesetzes der Ampel-Regierung. Dies dürfte beim nächsten Koalitionsausschuss am 10. Dezember erneut auf der Tagesordnung stehen.

H.Ng--ThChM