The China Mail - Social-Media-Verbot für Kinder: Familienministerin Prien offen für SPD-Vorstoß

USD -
AED 3.6725
AFN 63.507926
ALL 81.359706
AMD 377.670424
ANG 1.789731
AOA 916.999845
ARS 1399.255899
AUD 1.413603
AWG 1.8
AZN 1.696786
BAM 1.649288
BBD 2.014597
BDT 122.343139
BGN 1.647646
BHD 0.376987
BIF 2957.216162
BMD 1
BND 1.262391
BOB 6.936826
BRL 5.235397
BSD 1.000215
BTN 90.651814
BWP 13.147587
BYN 2.851806
BYR 19600
BZD 2.01173
CAD 1.36395
CDF 2255.000083
CHF 0.769595
CLF 0.021855
CLP 862.95039
CNY 6.90865
CNH 6.88537
COP 3661.19
CRC 482.356463
CUC 1
CUP 26.5
CVE 92.984328
CZK 20.478303
DJF 177.719985
DKK 6.305028
DOP 62.267834
DZD 129.720232
EGP 46.689801
ERN 15
ETB 155.595546
EUR 0.84395
FJD 2.19355
FKP 0.732816
GBP 0.73379
GEL 2.674961
GGP 0.732816
GHS 10.998065
GIP 0.732816
GMD 73.511502
GNF 8779.393597
GTQ 7.672166
GYD 209.268496
HKD 7.81525
HNL 26.434315
HRK 6.359302
HTG 130.927735
HUF 318.613022
IDR 16832.6
ILS 3.09454
IMP 0.732816
INR 90.749049
IQD 1310.373615
IRR 42125.000158
ISK 122.379715
JEP 0.732816
JMD 156.445404
JOD 0.709025
JPY 153.4755
KES 129.030277
KGS 87.450191
KHR 4019.918286
KMF 414.999689
KPW 900.007411
KRW 1442.7496
KWD 0.30663
KYD 0.833583
KZT 491.472326
LAK 21429.444826
LBP 89572.077295
LKR 309.382761
LRD 186.044551
LSL 15.971902
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.306895
MAD 9.144787
MDL 16.969334
MGA 4364.820023
MKD 51.995326
MMK 2099.655078
MNT 3565.56941
MOP 8.053919
MRU 39.920057
MUR 45.930353
MVR 15.404994
MWK 1734.459394
MXN 17.16303
MYR 3.900239
MZN 63.910052
NAD 15.971902
NGN 1351.180346
NIO 36.809195
NOK 9.497003
NPR 145.042565
NZD 1.657565
OMR 0.384499
PAB 1.000299
PEN 3.354739
PGK 4.296496
PHP 57.962971
PKR 279.643967
PLN 3.55575
PYG 6537.953948
QAR 3.645586
RON 4.3001
RSD 99.098673
RUB 76.750372
RWF 1460.89919
SAR 3.750158
SBD 8.045182
SCR 13.974186
SDG 601.49823
SEK 8.943635
SGD 1.26257
SHP 0.750259
SLE 24.44998
SLL 20969.49935
SOS 570.647935
SRD 37.791977
STD 20697.981008
STN 20.660373
SVC 8.752409
SYP 11059.574895
SZL 15.964987
THB 31.109387
TJS 9.437321
TMT 3.5
TND 2.884863
TOP 2.40776
TRY 43.707966
TTD 6.782505
TWD 31.372951
TZS 2609.329812
UAH 43.230257
UGX 3540.934945
UYU 38.757173
UZS 12224.194562
VES 392.73007
VND 25970
VUV 119.078186
WST 2.712216
XAF 553.155767
XAG 0.013054
XAU 0.0002
XCD 2.70255
XCG 1.802681
XDR 0.687563
XOF 553.155767
XPF 100.569636
YER 238.350087
ZAR 15.9834
ZMK 9001.200812
ZMW 18.381829
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    -6.3500

    5978.88

    -0.11%

  • DAX

    -113.9700

    24800.91

    -0.46%

  • TecDAX

    -1.3300

    3654

    -0.04%

  • MDAX

    65.5200

    31364.56

    +0.21%

  • SDAX

    -42.4500

    17797.63

    -0.24%

  • EUR/USD

    -0.0018

    1.1853

    -0.15%

  • Goldpreis

    -31.3000

    5015

    -0.62%

Social-Media-Verbot für Kinder: Familienministerin Prien offen für SPD-Vorstoß
Social-Media-Verbot für Kinder: Familienministerin Prien offen für SPD-Vorstoß / Foto: © AFP

Social-Media-Verbot für Kinder: Familienministerin Prien offen für SPD-Vorstoß

Mit einem Vorschlag für ein vollständiges Social-Media-Verbot für Unter-14-Jährige hat die SPD die Debatte über einen besseren Schutz von Kindern im Internet befeuert. Während Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) den Vorstoß am Montag begrüßte, wandte sich die Unionsfraktion ebenso gegen pauschale Verbote und Altersbeschränkungen wie die Linkspartei, der Deutsche Lehrerverband und die Bundesdatenschutzbeauftragte.

Textgröße:

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert in einem Positionspapier, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, nach Alter abgestufte Regelungen für die Nutzung von Social-Media-Plattformen. Diese sollen für Kinder unter 14 Jahren "vollständig" verboten werden. Für Jugendliche unter 16 Jahren soll eine "verpflichtende Jugendversion" unter anderem keine von Algorithmen gesteuerten Belohnungs- und Empfehlungssysteme enthalten.

Bundesfamilienministerin Prien erklärte auf AFP-Anfrage, der Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und ihr persönlich daher ein zentrales Anliegen. Sie begrüße, "dass endlich auch die SPD in die breite Debatte zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt einsteigt".

Kinder und Jugendliche bräuchten wirksamen Schutz auch in der digitalen Welt, erklärte Prien. Notwendig seien "verbindliche Altersbeschränkungen, wirksame Altersverifikationen, sichere Voreinstellungen sowie eine klare Verantwortung der Plattformen".

Die stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Anja Weisgerber (CSU) sprach sich gegen pauschale Verbote aus. Es brauche stattdessen eine "stärkere Regulierung der suchtfördernden Mechanismen und altersgerechte Zugänge für bestimmte Apps, wie TikTok oder Instagram", erklärte Weisgerber. Für viele Jugendliche gehörten Soziale Medien zum Alltag und ermöglichten digitale Teilhabe.

Die Bundesfamilienministerin hatte vergangenen Herbst die Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" eingesetzt. Diese soll bis Mitte 2026 Empfehlungen für eine gesetzliche Regelung der Nutzung von Online-Netzwerken durch Heranwachsende vorlegen. Auch ein mögliches Mindestalter wird untersucht.

Vize-Regierungssprecher Sebastian Hille betonte die Notwendigkeit für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor den Gefahren aus dem Netz. Er verwies vor Journalisten in Berlin auf die Expertenkommission. Bis zu einer "guten Regelung" werde es noch einige Zeit dauern.

Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) verteidigte die Forderungen aus seiner Partei. "Wir kommen an klaren Regeln und Einschränkungen, wie sie der SPD-Vorschlag unterbreitet, nicht mehr vorbei", sagte Klingbeil dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". "Der Schutz junger Menschen vor der Flut an Hass und Gewalt in sozialen Medien hat oberste Priorität."

Juso-Chef Philipp Türmer ist dagegen skeptisch, was Verbote angeht. Zwar nannte er das SPD-Konzept auf Anfrage des "Spiegel" "durchdachter als pauschale Verbotsforderungen", eine "zentrale Schwäche" aber bleibe: "Es wird so getan, als ließen sich junge Menschen von Plattformen fernhalten. Das wird in der Praxis selten vollständig funktionieren, Jugendliche sind klug und finden Wege."

Für die Linke ist ein pauschales Social-Media-Verbot "nicht der richtige Weg". Parteichefin Ines Schwerdtner betonte: "Auch junge Menschen müssen lernen, mit sozialen Medien umzugehen und haben ein Recht auf digitale Teilhabe."

Nach Ansicht des Deutschen Lehrerverbands ist ein pauschales Social‑Media‑Verbot für Unter‑14‑Jährige "weder durchsetzbar noch pädagogisch sinnvoll". Die Bundesdatenschutzbeauftragte Louisa Specht-Riemenschneider stellte sich ebenfalls klar gegen ein pauschales Social-Media-Verbot.

Die Grünen zeigen sich hingegen im Grundsatz offen für Altersbeschränkungen. Co-Parteichef Felix Banaszak sagte, er halte es für nachvollziehbar, "dass man differenziert nach Altersgruppen und Schutznotwendigkeiten". Banaszak regte zu dem Thema eine breite gesellschaftliche Debatte unabhängig von Parteilinien an.

T.Wu--ThChM