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Die Gewerkschaft Verdi hat für diese Woche bundesweit zu einer "Streikwoche" bei der Autobahn GmbH aufgerufen. Wie Verdi am Montagabend mitteilte, sind ab Dienstag 14.000 Beschäftigte der bundeseigenen Autobahn GmbH zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Betroffen sind demnach Autobahnmeistereien sowie Verkehrs- und Tunnelleitzentralen, darunter der Hamburger Elbtunnel. Hintergrund sind bislang ergebnislose Tarifverhandlungen. Es muss mit zahlreichen Verkehrsbeeinträchtigungen gerechnet werden.
Nach zwei Tarifrunden biete der Arbeitgeber mit 29 Monaten "eine viel zu lange Laufzeit" des Tarifvertrags an, erklärte Verdi. Zudem werde ein Mindestbetrag abgelehnt, "der die unteren Lohngruppen stärken würde". "Wenn die Autobahn GmbH ein Signal braucht, damit sich die Verhandlungen konstruktiv entwickeln können, dann soll sie es bekommen", erklärte Verhandlungsführer Oliver Bandosz am Montag. Unvermeidliche Einschränkungen auf Straßen und Autobahnen lägen damit klar in der Verantwortung der Arbeitgeberseite.
Bereits am Dienstagmittag sind nach Gewerkschaftsangaben in den Niederlassungen, den zehn Verwaltungszentralen der Autobahn GmbH sowie der Bundeszentrale Pausen-Aktionen von Beschäftigten geplant. Am Mittwoch werden dann Autobahnmeistereien im gesamten Netz bestreikt, so dass hier Dienstleistungen entfallen, eingeschränkt oder verzögert sein können - etwa in Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Sachsen-Anhalt sowie im Raum München, Göttingen und Hannover.
Am Donnerstag soll dann in wichtigen Tunnelleitzentralen die Arbeit niedergelegt werden. Am Freitag sowie am kommenden Montag sind die Beschäftigten in der Leitzentrale des Elbtunnels in Hamburg zum Streik aufgerufen. Auch in Nordrhein-Westfalen ruft die Gewerkschaft am Freitag zu Streiks in Tunneln auf.
Verdi fordert in der Tarifrunde sieben Prozent mehr Gehalt für die 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH des Bundes, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr. Auch die Nachwuchskräfte sollen 300 Euro mehr im Monat erhalten, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
Die Gewerkschaft argumentiert unter anderem mit den "riesigen Herausforderungen in den kommenden Jahren durch die Investitionsoffensive des Bundes und den gewaltigen Sanierungsbedarf". Dies sei "nur mit motivierten und qualifizierten Fachkräften zu meistern, die faire Gehälter und gute Arbeitsbedingungen brauchen".
N.Lo--ThChM