The China Mail - "Made in Europe": EU-Pläne für Industrie und Bau stoßen auf Kritik

USD -
AED 3.672502
AFN 63.999962
ALL 81.375207
AMD 369.999625
ANG 1.789884
AOA 918.000176
ARS 1387.738205
AUD 1.377999
AWG 1.80125
AZN 1.70261
BAM 1.65949
BBD 2.021101
BDT 122.963617
BGN 1.668102
BHD 0.379212
BIF 2989.432289
BMD 1
BND 1.270424
BOB 6.911825
BRL 4.923498
BSD 1.003486
BTN 94.642615
BWP 13.42776
BYN 2.824803
BYR 19600
BZD 2.018207
CAD 1.362695
CDF 2316.000352
CHF 0.77773
CLF 0.022783
CLP 896.690208
CNY 6.81125
CNH 6.80062
COP 3726.81
CRC 457.86322
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.94969
CZK 20.653297
DJF 178.693485
DKK 6.349995
DOP 59.788646
DZD 132.259946
EGP 52.720803
ERN 15
ETB 156.68684
EUR 0.8497
FJD 2.181101
FKP 0.735472
GBP 0.734205
GEL 2.679776
GGP 0.735472
GHS 11.25019
GIP 0.735472
GMD 73.500226
GNF 8807.419104
GTQ 7.635589
GYD 209.238393
HKD 7.832655
HNL 26.677732
HRK 6.401604
HTG 131.332434
HUF 303.001977
IDR 17322.75
ILS 2.903803
IMP 0.735472
INR 94.124101
IQD 1310
IRR 1313000.000366
ISK 122.197579
JEP 0.735472
JMD 158.111346
JOD 0.708974
JPY 156.371501
KES 129.150072
KGS 87.4205
KHR 4021.944067
KMF 419.00007
KPW 900.010907
KRW 1451.540476
KWD 0.30773
KYD 0.83356
KZT 463.200855
LAK 21969.999824
LBP 89527.989724
LKR 320.221287
LRD 183.574964
LSL 16.53496
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.351692
MAD 9.198498
MDL 17.194712
MGA 4181.11942
MKD 52.405849
MMK 2099.841446
MNT 3580.445259
MOP 8.073157
MRU 40.050902
MUR 46.719881
MVR 15.455025
MWK 1740.033452
MXN 17.213351
MYR 3.909497
MZN 63.910223
NAD 16.535009
NGN 1361.350314
NIO 36.925277
NOK 9.234565
NPR 151.912666
NZD 1.67422
OMR 0.384505
PAB 1.000288
PEN 3.462499
PGK 4.363296
PHP 60.367502
PKR 279.609279
PLN 3.59335
PYG 6141.44475
QAR 3.644033
RON 4.474904
RSD 99.74603
RUB 74.750662
RWF 1467.392461
SAR 3.758223
SBD 8.019432
SCR 13.778631
SDG 600.503241
SEK 9.223203
SGD 1.266065
SHP 0.746601
SLE 24.649719
SLL 20969.496166
SOS 573.456872
SRD 37.410989
STD 20697.981008
STN 20.854614
SVC 8.752206
SYP 110.548305
SZL 16.353267
THB 32.151015
TJS 9.347679
TMT 3.505
TND 2.872499
TOP 2.40776
TRY 45.247195
TTD 6.778611
TWD 31.392502
TZS 2595.933037
UAH 43.996493
UGX 3761.369807
UYU 40.193288
UZS 12074.999604
VES 493.496435
VND 26309.5
VUV 118.093701
WST 2.711513
XAF 558.35394
XAG 0.012549
XAU 0.000211
XCD 2.70255
XCG 1.802793
XDR 0.694413
XOF 558.35394
XPF 101.874992
YER 238.624987
ZAR 16.305002
ZMK 9001.187821
ZMW 18.991237
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    2.3100

    6029.44

    +0.04%

  • SDAX

    283.0700

    18631.17

    +1.52%

  • MDAX

    72.7100

    31852.12

    +0.23%

  • DAX

    -39.9300

    24878.76

    -0.16%

  • TecDAX

    0.5800

    3811.03

    +0.02%

  • Goldpreis

    46.0000

    4740.3

    +0.97%

  • EUR/USD

    0.0019

    1.1773

    +0.16%

"Made in Europe": EU-Pläne für Industrie und Bau stoßen auf Kritik

"Made in Europe": EU-Pläne für Industrie und Bau stoßen auf Kritik

Brüssel will der europäischen Industrie im Wettbewerb mit den USA und China neue Vorteile verschaffen - stößt mit einem Vorschlag für sogenannte "Made in Europe"-Quoten aber auf Kritik. Die Kommission schlug am Mittwoch vor, dass künftig beispielsweise Elektroautos nur dann für staatliche Fördergelder in Frage kommen, wenn ein Mindestanteil der Bauteile aus der EU oder ihren Partnerländern stammt. Verbände, Gewerkschaften und Umweltorganisationen forderten Nachbesserungen.

Textgröße:

EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné will mit den Vorschlägen erreichen, dass die Industrie bis 2030 ein Fünftel der europäischen Wirtschaftsleistung ausmacht. Derzeit sind es 14 Prozent, zahlreiche Fabriken sind nicht voll ausgelastet.

Séjourné sprach von einer Kehrtwende in der europäischen Wirtschaftspolitik, die "noch vor wenigen Monaten undenkbar gewesen wäre". Angesichts der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump und der Abhängigkeit von Rohstoffen aus China setzt sich vor allem Frankreich für eine Bevorzugung europäischer Unternehmen ein. Deutschland warnt hingegen davor, Handelspartner vor den Kopf zu stoßen.

Falls die Bundesregierung in den kommenden Jahren eine Kaufprämie für Elektroautos oder ein Leasing-Programm einführt, sollen die Fördergelder nach Vorstellung aus Brüssel nur für in der EU oder ihren Partnerländern zusammengebaute Autos fließen. Ein Teil der Batterie sowie 70 Prozent aller anderen Bauteile sollen aus diesen Staaten stammen.

Bei öffentlichen Ausschreibungen und Fördergeldern etwa für Bauprojekte schlägt die Kommission weitere "Made in Europe"-Quoten vor: Ein Viertel des Aluminiums sowie fünf Prozent des Zements sollen aus der EU oder ihren Partnerländern stammen. Auch für Solarzellen, Wärmepumpen, Windturbinen, Atomenergie und batteriebetriebene Stromspeicher sind Vorgaben geplant.

Die deutsche Wirtschaft befürchtet Einschränkungen. Durch die Vorgaben könnten die Preise steigen, weil europäische Bauteile teurer sind als etwa Produkte aus China, erklärte der Präsident des Außenhandelsverbands BGA, Dirk Jandura. "Wer Europa stärken will, darf wichtige Partner nicht vor den Kopf stoßen", betonte auch DIHK-Außenhandelschef Volker Treier. Die Verbände befürchten zudem, das Gesetz könnte für einen zusätzlichen Verwaltungsaufwand in den Unternehmen sorgen.

Séjourné verwies auf die USA und China, die ihre eigenen Unternehmen seit Jahren in öffentlichen Ausschreibungen bevorzugen. Ähnlich äußerte sich die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung: Die "Made in Europe"-Vorgaben seien "keineswegs exotisch, sondern eine Anpassung an die aktuelle Situation", erklärte der Ökonom Tom Bauermann.

Ursprünglich hatte Séjourné auch eine Quote für Stahl geplant, konnte sich aber nicht durchsetzen. Damit fehle "die langfristige Planungssicherheit, die für große industrielle Investitionen nötig ist", urteilte der Stahlverband Eurofer. "Das ist ein industriepolitischer Irrweg und absolut nicht nachvollziehbar", kritisierte auch der zweite Vorsitzende der Gewerkschaft IG Metall, Jürgen Kerner.

Welche Handelspartner den "Made in Europe"-Stempel bekommen, will die Kommission erst später entscheiden. In Frage kommen alle Staaten, mit denen die EU ein Abkommen über den gegenseitigen Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen geschlossen hat, darunter sind etwa Großbritannien und Japan. Dabei kommt es aber auf die Einzelheiten der Abkommen an.

Insbesondere für die Batterieindustrie sei die Unsicherheit ein Problem, erklärte die Umweltorganisation T&E (Transport and Environment): "Europäische Steuergelder sollten zur Förderung von Wertschöpfung vor Ort eingesetzt werden." T&E kritisierte zudem, dass eine wichtige Vorstufe der Batteriezelle nicht von den Vorgaben betroffen sein soll. Außerdem gebe es "Schlupflöcher" im Gesetz.

Der Vorschlag sieht eine Reihe von Ausnahmen vor: Wenn es weltweit nur einen Anbieter für das gefragte Produkt gibt oder nur ausländische Unternehmen Angebote eingereicht haben, wäre die "Made in Europe"-Quote nicht verpflichtend. Das Gleiche gilt, wenn die Kosten für eine Produktion innerhalb der EU mehr als ein Viertel höher liegen als bei der Konkurrenz.

Die Vorschläge der Kommission gehen nun in die Verhandlungen im Europaparlament und im Rat der 27 Mitgliedstaaten. Diese dürften mehrere Monate dauern und könnten das Gesetz noch deutlich verändern.

B.Chan--ThChM