The China Mail - "Fabriken des 21. Jahrhunderts": Bundesregierung will deutlich mehr Rechenzentren

USD -
AED 3.672499
AFN 64.000377
ALL 81.375207
AMD 370.000081
ANG 1.789884
AOA 918.000114
ARS 1387.7501
AUD 1.380987
AWG 1.80125
AZN 1.698058
BAM 1.65949
BBD 2.021101
BDT 122.963617
BGN 1.668102
BHD 0.379212
BIF 2989.432289
BMD 1
BND 1.270424
BOB 6.911825
BRL 4.939603
BSD 1.003486
BTN 94.642615
BWP 13.42776
BYN 2.824803
BYR 19600
BZD 2.018207
CAD 1.363685
CDF 2315.999916
CHF 0.778705
CLF 0.022783
CLP 896.689669
CNY 6.81125
CNH 6.804125
COP 3726.81
CRC 457.86322
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.949947
CZK 20.69905
DJF 178.693485
DKK 6.35706
DOP 59.788646
DZD 132.18825
EGP 52.697801
ERN 15
ETB 156.68684
EUR 0.85071
FJD 2.18395
FKP 0.736622
GBP 0.735232
GEL 2.679429
GGP 0.736622
GHS 11.250206
GIP 0.736622
GMD 73.495489
GNF 8807.419104
GTQ 7.635589
GYD 209.238393
HKD 7.831565
HNL 26.677732
HRK 6.409499
HTG 131.332434
HUF 304.806976
IDR 17363
ILS 2.903605
IMP 0.736622
INR 94.587703
IQD 1310
IRR 1313000.000055
ISK 122.330068
JEP 0.736622
JMD 158.111346
JOD 0.709009
JPY 156.327498
KES 129.179729
KGS 87.4205
KHR 4021.944067
KMF 418.999982
KPW 900.003495
KRW 1451.504939
KWD 0.30793
KYD 0.83356
KZT 463.200855
LAK 21970.000077
LBP 89527.989724
LKR 320.221287
LRD 183.575007
LSL 16.535043
LTL 2.95274
LVL 0.604891
LYD 6.351692
MAD 9.198496
MDL 17.194712
MGA 4181.11942
MKD 52.443299
MMK 2099.549246
MNT 3579.649525
MOP 8.073157
MRU 40.050902
MUR 46.780059
MVR 15.454987
MWK 1740.033452
MXN 17.240295
MYR 3.9115
MZN 63.909918
NAD 16.534971
NGN 1360.530145
NIO 36.925277
NOK 9.30025
NPR 151.912666
NZD 1.67781
OMR 0.384434
PAB 1.000288
PEN 3.462501
PGK 4.363296
PHP 60.774997
PKR 279.609279
PLN 3.599498
PYG 6141.44475
QAR 3.644032
RON 4.480101
RSD 99.858975
RUB 74.750977
RWF 1467.392461
SAR 3.758223
SBD 8.019432
SCR 13.942739
SDG 600.501269
SEK 9.23899
SGD 1.267325
SHP 0.746601
SLE 24.650391
SLL 20969.496166
SOS 573.456872
SRD 37.410948
STD 20697.981008
STN 20.854614
SVC 8.752206
SYP 111.203697
SZL 16.353267
THB 32.310504
TJS 9.347679
TMT 3.505
TND 2.872501
TOP 2.40776
TRY 45.234103
TTD 6.778611
TWD 31.3485
TZS 2592.182974
UAH 43.996493
UGX 3761.369807
UYU 40.193288
UZS 12075.000251
VES 493.496435
VND 26311
VUV 118.250426
WST 2.722585
XAF 558.35394
XAG 0.012841
XAU 0.000212
XCD 2.70255
XCG 1.802793
XDR 0.694413
XOF 558.35394
XPF 101.875017
YER 238.624973
ZAR 16.3768
ZMK 9001.1788
ZMW 18.991237
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    10.1000

    4704.4

    +0.21%

  • EUR/USD

    0.0001

    1.1755

    +0.01%

  • Euro STOXX 50

    157.5000

    6027.13

    +2.61%

  • DAX

    516.9900

    24918.69

    +2.07%

  • MDAX

    646.7100

    31779.41

    +2.03%

  • TecDAX

    5.5000

    3810.45

    +0.14%

  • SDAX

    165.2000

    18348.1

    +0.9%

"Fabriken des 21. Jahrhunderts": Bundesregierung will deutlich mehr Rechenzentren
"Fabriken des 21. Jahrhunderts": Bundesregierung will deutlich mehr Rechenzentren / Foto: © AFP

"Fabriken des 21. Jahrhunderts": Bundesregierung will deutlich mehr Rechenzentren

Doppelt soviel Rechenzentrumskapazität bis 2030: Die Bundesregierung will den Ausbau von Rechenzentren in Deutschland deutlich beschleunigen. Das Bundeskabinett verabschiedete dafür am Mittwoch die vom Bundesdigital- und Bundeswirtschaftsministerium entwickelte Rechenzentrumsstrategie. Im Wesentlichen sollen die Standortbedingungen für private Investitionen in dem Bereich verbessert werden. Ein wichtiger Knackpunkt sind die in Deutschland vergleichsweise hohen Stromkosten.

Textgröße:

"Rechenzentren sind ganz einfach gesagt die Fabriken des 21. Jahrhunderts", sagte Digitalminister Karsten Wildberger (CDU). "Damit werden zunehmend immer mehr Prozesse auch des wirtschaftlichen Lebens gesteuert: von KI-unterstützten Diagnosen im Medizinbereich, Fernwartung und Steuerung von Industrieanlagen, autonome Logistik etc." Speziell die Kapazität von Rechenzentren, die auf Hochleistungsrechnen und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) ausgelegt sind, soll sich demnach vervierfachen.

Die Förderung des Baus von Rechenzentren sei weit mehr als Digitalpolitik, sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Zugleich gehe es um Industrie- und Energiepolitik sowie um Infrastruktur- und Sicherheitspolitik. "Wenn im 19. Jahrhundert der Zugang zu Kohle den Wohlstand garantiert hat, ist es im 21. Jahrhundert der Zugang zu Rechenleistung, zu Energie und zu künstlicher Intelligenz", betonte sie.

Die Strategie sieht 28 Maßnahmen vor, um Investitionen in den Bau von Rechenzentren zu mobilisieren. So sollen die Zentren künftig schneller ans Stromnetz angeschlossen werden. Ein weiteres Beispiel ist die Festlegung, dass Gewerbesteuern künftig dort anfallen sollen, wo das Rechenzentrum steht, und nicht dort, wo das betreibende Unternehmen ansässig ist. Zudem sollen etwa Planung und Genehmigungen neuer Rechenzentren deutlich vereinfacht werden.

"Unsere Strategie ist der klare Fahrplan dafür: Genügend Flächen, bezahlbarer, sicherer Strom und schnelle Genehmigungen", erklärte der Digitalminister. Die Maßnahmen sollen laut Strategie "innerhalb der nächsten zwölf Monate gestartet und soweit möglich und sachgerecht abgeschlossen werden". Dabei will die Bundesregierung eng mit den Bundesländern und Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und auch Zivilgesellschaft zusammenarbeiten.

Mit der Verbreitung von Cloud-Computing und - in noch deutlich stärkerem Ausmaß - von Künstlicher Intelligenz steigt der Bedarf an Rechenleistung massiv. Zugleich gibt es aus Sicherheitsgründen das Interesse daran, Daten in Deutschland speichern und verarbeiten zu können und nicht auf Server im Ausland angewiesen zu sein. Allerdings brauchen Rechenzentren große Mengen an Strom - der in Deutschland im internationalen Vergleich teuer ist.

Wirtschaftsministerin Reiche stellte weitere Schritte in Aussicht, um die Stromkosten zu senken. Wildberger betonte jedoch, dass das Preisniveau in Deutschland dem Bau von Rechenzentren nicht unbedingt entgegenstehe: Bereits heute verfüge Deutschland über die meiste Rechenleistung in Europa, schlicht, weil die Nachfrage hierzulande ebenfalls sehr hoch sei. Auch seien deutsche Unternehmen im Bereich Energieeffizienz Spitze.

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) betonte die Notwendigkeit nachhaltiger Rechenzentren. Die KI-Fabriken sollten "dort gebaut werden, wo es genug Wasser und genug erneuerbare Energien gibt", erklärte er. Zudem sollten sie ihre Abwärme kostenlos ins Wärmenetz abgeben, "damit die Anwohner günstiger heizen können".

Die Grünen kritisierten die Strategie der Regierung und warnten vor einem "ungesteuerten und rein investorengetriebenen Ausbau". Der Staat müsse stärker steuern. "Statt planlosem Aktionismus sollte gelten: Gebaut wird, was tatsächlich gebraucht wird."

Der Digitalverband Bitkom lobte, dass die Bundesregierung das Thema Rechenzentren zur Priorität erklärt habe. "Sie erkennt damit die herausragende Bedeutung von Rechenzentren für einen wettbewerbsfähigen Digital- und KI-Standort an", erklärte Bitkom-Chef Ralf Wintergerst. Die Strategie von Reiche und Wildberger bleibe "allerdings zu oft im Vagen und belässt es häufig bei allgemeinen Absichtserklärungen".

D.Wang--ThChM