The China Mail - "Fabriken des 21. Jahrhunderts": Bundesregierung will deutlich mehr Rechenzentren

USD -
AED 3.67305
AFN 63.502642
ALL 82.257093
AMD 368.06994
ANG 1.790403
AOA 917.999742
ARS 1461.519193
AUD 1.428194
AWG 1.8
AZN 1.695732
BAM 1.707839
BBD 2.014862
BDT 122.896637
BGN 1.69088
BHD 0.37695
BIF 2985
BMD 1
BND 1.293759
BOB 6.91239
BRL 5.157899
BSD 1.000358
BTN 94.655909
BWP 13.576786
BYN 2.799012
BYR 19600
BZD 2.011981
CAD 1.41612
CDF 2265.000306
CHF 0.80895
CLF 0.023033
CLP 906.530329
CNY 6.769596
CNH 6.77754
COP 3446.13
CRC 453.811158
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.285333
CZK 21.169006
DJF 177.720283
DKK 6.53933
DOP 58.479379
DZD 133.523192
EGP 49.7701
ERN 15
ETB 161.283979
EUR 0.87491
FJD 2.24775
FKP 0.755695
GBP 0.755005
GEL 2.650427
GGP 0.755695
GHS 11.229578
GIP 0.755695
GMD 73.495715
GNF 8765.357714
GTQ 7.628428
GYD 209.275317
HKD 7.83985
HNL 26.762371
HRK 6.591987
HTG 130.677006
HUF 308.224498
IDR 17843
ILS 2.97135
IMP 0.755695
INR 94.58075
IQD 1310.524891
IRR 1374999.999926
ISK 125.989821
JEP 0.755695
JMD 158.06984
JOD 0.708999
JPY 161.517022
KES 129.439758
KGS 87.449795
KHR 4016.800706
KMF 429.499605
KPW 900.00035
KRW 1537.02501
KWD 0.30866
KYD 0.833661
KZT 487.587213
LAK 22093.277098
LBP 89584.959701
LKR 334.503445
LRD 182.07459
LSL 16.436923
LTL 2.952741
LVL 0.60489
LYD 6.386739
MAD 9.325876
MDL 17.591841
MGA 4219.387176
MKD 53.934521
MMK 2099.917974
MNT 3579.231668
MOP 8.077961
MRU 40.000349
MUR 47.809814
MVR 15.459635
MWK 1736.000081
MXN 17.35533
MYR 4.149699
MZN 63.899865
NAD 16.436923
NGN 1366.730165
NIO 36.814852
NOK 9.695201
NPR 151.449105
NZD 1.75035
OMR 0.384503
PAB 1.000358
PEN 3.385028
PGK 4.456902
PHP 61.1365
PKR 278.233656
PLN 3.74035
PYG 6098.551332
QAR 3.646906
RON 4.582895
RSD 102.696018
RUB 74.250968
RWF 1465.171718
SAR 3.753791
SBD 8.061424
SCR 13.674406
SDG 600.500641
SEK 9.61687
SGD 1.29338
SHP 0.746601
SLE 24.749989
SLL 20969.503664
SOS 571.695527
SRD 37.430496
STD 20697.981008
STN 21.39383
SVC 8.753133
SYP 110.532098
SZL 16.433081
THB 32.939705
TJS 9.278635
TMT 3.5
TND 2.957937
TOP 2.40776
TRY 46.4577
TTD 6.784027
TWD 31.642501
TZS 2628.232027
UAH 44.991835
UGX 3651.795772
UYU 40.002096
UZS 11989.276889
VES 606.63266
VND 26320
VUV 118.352303
WST 2.751796
XAF 572.793161
XAG 0.015293
XAU 0.000239
XCD 2.70255
XCG 1.802932
XDR 0.71169
XOF 571.999786
XPF 104.139924
YER 238.60233
ZAR 16.394101
ZMK 9001.201015
ZMW 17.731555
ZWL 321.999592
  • MDAX

    -63.9600

    32574.46

    -0.2%

  • DAX

    153.8700

    25139.69

    +0.61%

  • TecDAX

    16.8100

    3970.95

    +0.42%

  • SDAX

    -115.7800

    18395.47

    -0.63%

  • Goldpreis

    -35.6000

    4210.3

    -0.85%

  • Euro STOXX 50

    18.1900

    6311.32

    +0.29%

  • EUR/USD

    -0.0043

    1.1426

    -0.38%

"Fabriken des 21. Jahrhunderts": Bundesregierung will deutlich mehr Rechenzentren
"Fabriken des 21. Jahrhunderts": Bundesregierung will deutlich mehr Rechenzentren / Foto: © AFP

"Fabriken des 21. Jahrhunderts": Bundesregierung will deutlich mehr Rechenzentren

Doppelt soviel Rechenzentrumskapazität bis 2030: Die Bundesregierung will den Ausbau von Rechenzentren in Deutschland deutlich beschleunigen. Das Bundeskabinett verabschiedete dafür am Mittwoch die vom Bundesdigital- und Bundeswirtschaftsministerium entwickelte Rechenzentrumsstrategie. Im Wesentlichen sollen die Standortbedingungen für private Investitionen in dem Bereich verbessert werden. Ein wichtiger Knackpunkt sind die in Deutschland vergleichsweise hohen Stromkosten.

Textgröße:

"Rechenzentren sind ganz einfach gesagt die Fabriken des 21. Jahrhunderts", sagte Digitalminister Karsten Wildberger (CDU). "Damit werden zunehmend immer mehr Prozesse auch des wirtschaftlichen Lebens gesteuert: von KI-unterstützten Diagnosen im Medizinbereich, Fernwartung und Steuerung von Industrieanlagen, autonome Logistik etc." Speziell die Kapazität von Rechenzentren, die auf Hochleistungsrechnen und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) ausgelegt sind, soll sich demnach vervierfachen.

Die Förderung des Baus von Rechenzentren sei weit mehr als Digitalpolitik, sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Zugleich gehe es um Industrie- und Energiepolitik sowie um Infrastruktur- und Sicherheitspolitik. "Wenn im 19. Jahrhundert der Zugang zu Kohle den Wohlstand garantiert hat, ist es im 21. Jahrhundert der Zugang zu Rechenleistung, zu Energie und zu künstlicher Intelligenz", betonte sie.

Die Strategie sieht 28 Maßnahmen vor, um Investitionen in den Bau von Rechenzentren zu mobilisieren. So sollen die Zentren künftig schneller ans Stromnetz angeschlossen werden. Ein weiteres Beispiel ist die Festlegung, dass Gewerbesteuern künftig dort anfallen sollen, wo das Rechenzentrum steht, und nicht dort, wo das betreibende Unternehmen ansässig ist. Zudem sollen etwa Planung und Genehmigungen neuer Rechenzentren deutlich vereinfacht werden.

"Unsere Strategie ist der klare Fahrplan dafür: Genügend Flächen, bezahlbarer, sicherer Strom und schnelle Genehmigungen", erklärte der Digitalminister. Die Maßnahmen sollen laut Strategie "innerhalb der nächsten zwölf Monate gestartet und soweit möglich und sachgerecht abgeschlossen werden". Dabei will die Bundesregierung eng mit den Bundesländern und Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und auch Zivilgesellschaft zusammenarbeiten.

Mit der Verbreitung von Cloud-Computing und - in noch deutlich stärkerem Ausmaß - von Künstlicher Intelligenz steigt der Bedarf an Rechenleistung massiv. Zugleich gibt es aus Sicherheitsgründen das Interesse daran, Daten in Deutschland speichern und verarbeiten zu können und nicht auf Server im Ausland angewiesen zu sein. Allerdings brauchen Rechenzentren große Mengen an Strom - der in Deutschland im internationalen Vergleich teuer ist.

Wirtschaftsministerin Reiche stellte weitere Schritte in Aussicht, um die Stromkosten zu senken. Wildberger betonte jedoch, dass das Preisniveau in Deutschland dem Bau von Rechenzentren nicht unbedingt entgegenstehe: Bereits heute verfüge Deutschland über die meiste Rechenleistung in Europa, schlicht, weil die Nachfrage hierzulande ebenfalls sehr hoch sei. Auch seien deutsche Unternehmen im Bereich Energieeffizienz Spitze.

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) betonte die Notwendigkeit nachhaltiger Rechenzentren. Die KI-Fabriken sollten "dort gebaut werden, wo es genug Wasser und genug erneuerbare Energien gibt", erklärte er. Zudem sollten sie ihre Abwärme kostenlos ins Wärmenetz abgeben, "damit die Anwohner günstiger heizen können".

Die Grünen kritisierten die Strategie der Regierung und warnten vor einem "ungesteuerten und rein investorengetriebenen Ausbau". Der Staat müsse stärker steuern. "Statt planlosem Aktionismus sollte gelten: Gebaut wird, was tatsächlich gebraucht wird."

Der Digitalverband Bitkom lobte, dass die Bundesregierung das Thema Rechenzentren zur Priorität erklärt habe. "Sie erkennt damit die herausragende Bedeutung von Rechenzentren für einen wettbewerbsfähigen Digital- und KI-Standort an", erklärte Bitkom-Chef Ralf Wintergerst. Die Strategie von Reiche und Wildberger bleibe "allerdings zu oft im Vagen und belässt es häufig bei allgemeinen Absichtserklärungen".

D.Wang--ThChM