The China Mail - Koalition ruft vor Spitzentreffen mit Sozialpartnern zur Kompromissbereitschaft auf

USD -
AED 3.67305
AFN 62.502386
ALL 82.549809
AMD 368.450075
ANG 1.79046
AOA 918.000078
ARS 1442.063897
AUD 1.423279
AWG 1.8025
AZN 1.70265
BAM 1.690457
BBD 2.013389
BDT 122.882912
BGN 1.66992
BHD 0.377101
BIF 2986
BMD 1
BND 1.28527
BOB 6.907788
BRL 5.189297
BSD 0.999607
BTN 95.321771
BWP 13.521701
BYN 2.761041
BYR 19600
BZD 2.010536
CAD 1.394875
CDF 2276.00005
CHF 0.798505
CLF 0.023294
CLP 916.841949
CNY 6.77275
CNH 6.778565
COP 3576.72
CRC 461.297112
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.650019
CZK 20.92895
DJF 177.719728
DKK 6.473798
DOP 58.250516
DZD 133.673019
EGP 51.717303
ERN 15
ETB 158.22503
EUR 0.86617
FJD 2.2193
FKP 0.749189
GBP 0.74775
GEL 2.650261
GGP 0.749189
GHS 11.710144
GIP 0.749189
GMD 73.000087
GNF 8777.497936
GTQ 7.620003
GYD 209.14383
HKD 7.83715
HNL 26.660265
HRK 6.526702
HTG 130.70517
HUF 308.28098
IDR 17878
ILS 2.945559
IMP 0.749189
INR 95.585027
IQD 1310
IRR 1375174.999806
ISK 124.209863
JEP 0.749189
JMD 157.852658
JOD 0.708968
JPY 160.351984
KES 129.359976
KGS 87.449697
KHR 4012.502565
KMF 427.000195
KPW 899.855249
KRW 1525.440168
KWD 0.30929
KYD 0.833049
KZT 488.143446
LAK 22002.497209
LBP 89549.999778
LKR 337.385637
LRD 182.50319
LSL 16.520165
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.370414
MAD 9.257022
MDL 17.383563
MGA 4205.00017
MKD 53.403042
MMK 2099.173167
MNT 3578.677969
MOP 8.06868
MRU 40.124987
MUR 47.890369
MVR 15.459666
MWK 1736.000412
MXN 17.436615
MYR 4.061801
MZN 63.900492
NAD 16.510401
NGN 1360.000292
NIO 36.629594
NOK 9.5099
NPR 152.515007
NZD 1.719395
OMR 0.384522
PAB 0.999693
PEN 3.43075
PGK 4.37975
PHP 61.494003
PKR 278.349959
PLN 3.674625
PYG 6156.505207
QAR 3.645505
RON 4.536195
RSD 101.669021
RUB 71.981463
RWF 1462
SAR 3.754898
SBD 8.045573
SCR 13.457965
SDG 600.510149
SEK 9.467899
SGD 1.28639
SHP 0.746601
SLE 24.649681
SLL 20969.502105
SOS 571.434371
SRD 37.47398
STD 20697.981008
STN 21.45
SVC 8.747099
SYP 110.532098
SZL 16.51982
THB 32.879479
TJS 9.326724
TMT 3.51
TND 2.90875
TOP 2.40776
TRY 46.0895
TTD 6.78073
TWD 31.579898
TZS 2609.997971
UAH 44.90689
UGX 3771.10605
UYU 40.468298
UZS 12024.999836
VES 566.973195
VND 26330
VUV 119.284637
WST 2.746352
XAF 566.968465
XAG 0.015298
XAU 0.000235
XCD 2.70255
XCG 1.801626
XDR 0.708406
XOF 569.496617
XPF 103.750075
YER 238.649938
ZAR 16.552202
ZMK 9001.200366
ZMW 17.754364
ZWL 321.999592
  • SDAX

    -373.5900

    18024.89

    -2.07%

  • MDAX

    -482.9300

    31642.54

    -1.53%

  • Euro STOXX 50

    -12.5500

    6049.74

    -0.21%

  • TecDAX

    -61.7800

    4005.67

    -1.54%

  • DAX

    -183.1600

    24433.06

    -0.75%

  • Goldpreis

    -10.1000

    4276.3

    -0.24%

  • EUR/USD

    0.0001

    1.1542

    +0.01%

Koalition ruft vor Spitzentreffen mit Sozialpartnern zur Kompromissbereitschaft auf
Koalition ruft vor Spitzentreffen mit Sozialpartnern zur Kompromissbereitschaft auf / Foto: © AFP/Archiv

Koalition ruft vor Spitzentreffen mit Sozialpartnern zur Kompromissbereitschaft auf

Vor dem Spitzentreffen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften im Kanzleramt am Mittwoch hat die schwarz-rote Koalition an die Kompromissbereitschaft aller Beteiligten appelliert. "Wir brauchen jetzt weniger rote Linien und mehr Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen", sagte Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) am Dienstag. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch betonte, Deutschland sei immer gut gewesen, wenn Politik, Arbeitgeber und Gewerkschaften in schwierigen Zeiten zusammengestanden hätten.

Textgröße:

Für das Treffen im Kanzleramt sind am Mittwochabend drei Stunden angesetzt. Laut Bundesregierung geht es um einen "Austausch politischer Positionen und Ideen". Entscheidungen zu Reformen im Sozialbereich und zur Stärkung der Wirtschaft wollen CDU, CSU und SPD dann bei einem Koalitionsausschuss fällen. Miersch nannte dafür nun den 1. Juli als Termin.

Er hoffe, dass sich bei dem Treffen am Mittwoch ein "gemeinsames Verständnis" der aktuellen Probleme und der nötigen Lösungen ergebe, sagte Unionsfraktionschef Spahn. Die von der Koalition geplanten Reformen hätten das "übergeordnete Ziel", die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und "vor allem Wachstum ohne neue Schulden möglich machen". Er sei überzeugt, "dass Entscheidungen dann noch besser werden können, wenn sie von Gewerkschaften und Arbeitnehmern gemeinsam mitgetragen werden".

CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann appellierte an die gesellschaftliche Verantwortung der Sozialpartner. Sie hätten in der Vergangenheit "Großes für dieses Land geleistet", sagte er. "Und wir sind zuversichtlich, dass das auch mit dem Blick in die Zukunft gelingen kann."

SPD-Fraktionschef Miersch nannte die Zusammenkunft mit Gewerkschaften und Arbeitgebern "ein sehr entscheidendes Treffen". Es müsse ausgelotet werden, inwieweit eine "gemeinsame Basis" bei Reformen und der Stärkung der Wirtschaft gefunden werden könne. Miersch bezeichnete die Gespräche am Mittwoch dabei als "Auftakt". Aus seiner Sicht dürfe das Treffen mit den Sozialpartnern "nicht nur ein Kaffeekranz sein, der eine Eintagsfliege darstellt."

Wirtschaftsverbände forderten, am Mittwoch Prioritäten sowie einen zeitlichen Rahmen bei Reformen abzustecken. Es gehe darum, "möglichst große Schnittmengen in zentralen und teils hoch umstrittenen Reformfeldern auszuloten", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung des Arbeitgeberverbands BDA, des Industrieverbands BDI, der Industrie- und Handelskammer (DIHK) sowie des Deutschen Handwerks (ZDH). Die Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände seien bereit, "im Rahmen eines Gesamtpakets für mehr Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung ihren Anteil an notwendigen Kompromissen zu tragen".

Die IG Metall-Vorsitzende Christiane Benner warnte in der Debatte um Einsparungen davor, "Gelder pauschal mit dem Rasenmäher zu kürzen". Stattdessen forderte sie in den Zeitungen der Funke Mediengruppe eine gezielte Industriepolitik mit klaren Investitionsprioritäten, um Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Sozialverbände warnten vor Einschnitten für Normal- und Geringverdiener. "Von der Koalition erwarten wir, dass sie die über Jahrzehnte gewonnenen sozialen Errungenschaften für die Menschen nicht einfach über Bord schmeißt, weil angeblich kein Geld da sei", sagte der Präsident der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Michael Groß der Nachrichtenagentur AFP. Er forderte, bei der Finanzierung der Sozialsysteme "den Blick verstärkt auf die Einnahmenseite" zu richten statt "immer wieder über Einsparmöglichkeiten in den Systemen zu diskutieren".

Die Vorsitzende des Sozialverbands Deutschland (SoVD), Michaela Engelmeier, erhofft sich von der Runde im Kanzleramt "Entscheidungen, die Reformen nicht als Kürzungsprogramm verstehen". Es müsse vielmehr um einen Auftrag gehen "für mehr soziale Sicherheit, gerechte Finanzierung und spürbare Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen", sagte sie AFP. "Starke Schultern" müssten dabei "mehr Verantwortung übernehmen".

Auch die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, forderte, Gutverdiener stärker in die Pflicht zu nehmen. So müsse eine gerechte Einkommenssteuerreform "die breite Mehrheit entlasten und über eine stärkere Besteuerung Superreicher refinanziert werden", sagte sie im Gespräch mit AFP.

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge nannte das Treffen im Kanzleramt "eigentlich viel zu spät". Es dürfe "nicht alleine ein Kaffeekränzchen" bleiben, "sondern es müssen dann auch reale Ergebnisse daraus folgen, wenn man die Sozialpartner ernst nimmt."

W.Tam--ThChM