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Die Durchschnittslöhne in der Pflege sind in diesem Jahr abermals angestiegen - und setzen die unterfinanzierten Pflegekassen weiter unter Druck. Bundesweit stiegen die durchschnittlichen Stundenlöhne in der Pflege gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent auf 24,50 Euro: Dies geht aus Berechnungen des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurden. Der Verband mahnte eine rasche Umsetzung von Reformen an, um einen weiteren Anstieg der von den Versicherten zu zahlenden Eigenanteilen zu bremsen.
Der Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Oliver Blatt, wies darauf hin, dass sich höhere Löhne in der Pflege "stets unmittelbar auf die Eigenanteile der Pflegebedürftigen" auswirkten - "und die steigen seit Jahren ungebremst". Die Politik müsse "hier endlich Lösungen aufzeigen, wie auch zukünftig angemessen steigende Löhne sichergestellt werden können, ohne dass die Pflegebedürftigen dadurch weiter so stark belastet werden".
Am Vortag hatte das Bundeskabinett eine erste Stufe der Pflegereform auf den Weg gebracht, die kurzfristig die akute Unterfinanzierung der Pflegekassen lindern soll. Eine tiefer greifende Strukturreform, die das Pflegesystem über die kommenden Jahre hinweg stabilisieren soll, wurde auf das kommende Jahr verschoben. Die Regierung will hier zunächst die Empfehlungen einer Expertenkommission abwarten, die das Bundeskabinett in der kommenden Woche einsetzen soll.
Der Anstieg der Pflegelöhne variiert laut GKV-Spitzenverband je nach Bundesland: Während im Saarland und in Rheinland-Pfalz aufs Jahr gerechnet der Anstieg bei 2,7 und 2,8 Prozent lag, stiegen die Löhne in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern um etwa fünf Prozent. Das bundesweite Plus von 3,4 Prozent lag demnach unter den Werten der Vorjahre: 2025 waren die Pflegelöhne im Schnitt um 4,9 Prozent gestiegen, im Jahr 2024 sogar um rund 8,8 Prozent.
U.Feng--ThChM