The China Mail - Friedensnobelpreis geht an Aktivisten in Belarus, Russland und Ukraine

USD -
AED 3.672498
AFN 65.498886
ALL 81.893517
AMD 377.707367
ANG 1.79008
AOA 917.000342
ARS 1435.969698
AUD 1.427104
AWG 1.8
AZN 1.705638
BAM 1.658906
BBD 2.014216
BDT 122.30167
BGN 1.67937
BHD 0.37698
BIF 2963.603824
BMD 1
BND 1.273484
BOB 6.910269
BRL 5.329095
BSD 1.000025
BTN 90.583306
BWP 13.239523
BYN 2.873016
BYR 19600
BZD 2.011247
CAD 1.36301
CDF 2229.999508
CHF 0.775875
CLF 0.02185
CLP 862.740298
CNY 6.93805
CNH 6.931585
COP 3682.47
CRC 495.76963
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.526553
CZK 20.48585
DJF 178.079171
DKK 6.31818
DOP 63.114413
DZD 129.930442
EGP 46.862204
ERN 15
ETB 155.46494
EUR 0.846098
FJD 2.209498
FKP 0.738005
GBP 0.73479
GEL 2.695023
GGP 0.738005
GHS 10.990102
GIP 0.738005
GMD 72.999713
GNF 8778.001137
GTQ 7.670255
GYD 209.225001
HKD 7.813098
HNL 26.416279
HRK 6.373201
HTG 131.004182
HUF 319.682503
IDR 16850.9
ILS 3.11506
IMP 0.738005
INR 90.50335
IQD 1310.041816
IRR 42125.000158
ISK 122.990208
JEP 0.738005
JMD 156.517978
JOD 0.708987
JPY 156.908974
KES 129.004623
KGS 87.449685
KHR 4035.7261
KMF 419.000276
KPW 900.002243
KRW 1463.459786
KWD 0.30717
KYD 0.833355
KZT 494.785725
LAK 21489.944613
LBP 89557.410282
LKR 309.387392
LRD 188.003087
LSL 16.133574
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.332646
MAD 9.180641
MDL 17.050476
MGA 4439.468349
MKD 52.15526
MMK 2100.00747
MNT 3580.70414
MOP 8.047618
MRU 39.542143
MUR 46.060545
MVR 15.449836
MWK 1734.055998
MXN 17.31615
MYR 3.947494
MZN 63.750214
NAD 16.133574
NGN 1367.070015
NIO 36.803155
NOK 9.671904
NPR 144.932675
NZD 1.662855
OMR 0.384509
PAB 1.000025
PEN 3.364787
PGK 4.288489
PHP 58.438976
PKR 279.633919
PLN 3.56635
PYG 6607.462446
QAR 3.645108
RON 4.308602
RSD 99.323033
RUB 77.354646
RWF 1459.579124
SAR 3.75027
SBD 8.058149
SCR 13.711878
SDG 601.499357
SEK 9.01886
SGD 1.271375
SHP 0.750259
SLE 24.450175
SLL 20969.499267
SOS 570.497977
SRD 37.818026
STD 20697.981008
STN 20.780851
SVC 8.750011
SYP 11059.574895
SZL 16.130113
THB 31.515498
TJS 9.370298
TMT 3.505
TND 2.900328
TOP 2.40776
TRY 43.613505
TTD 6.771984
TWD 31.623501
TZS 2574.999815
UAH 42.955257
UGX 3558.190624
UYU 38.652875
UZS 12280.366935
VES 377.985125
VND 25950
VUV 119.988021
WST 2.726314
XAF 556.381418
XAG 0.013042
XAU 0.000202
XCD 2.70255
XCG 1.802328
XDR 0.692248
XOF 556.381418
XPF 101.156094
YER 238.397502
ZAR 16.05245
ZMK 9001.187145
ZMW 18.62558
ZWL 321.999592
  • SDAX

    15.2500

    17893.72

    +0.09%

  • MDAX

    228.3200

    31662.83

    +0.72%

  • DAX

    230.4000

    24721.46

    +0.93%

  • Goldpreis

    89.6000

    4979.1

    +1.8%

  • TecDAX

    -8.4500

    3619.6

    -0.23%

  • Euro STOXX 50

    72.7000

    5998.4

    +1.21%

  • EUR/USD

    0.0033

    1.1819

    +0.28%

Friedensnobelpreis geht an Aktivisten in Belarus, Russland und Ukraine
Friedensnobelpreis geht an Aktivisten in Belarus, Russland und Ukraine / Foto: © TT News Agency/AFP/Archiv

Friedensnobelpreis geht an Aktivisten in Belarus, Russland und Ukraine

Der Friedensnobelpreis 2022 steht im Zeichen des Ukraine-Krieges: Die renommierte Auszeichnung geht an den belarussischen Politiker und Menschenrechtsaktivisten Ales Bjaljazki, die russische Menschenrechtsorganisation Memorial und die ukrainische Menschenrechtsorganisation Zentrum für bürgerliche Freiheiten (CCL), wie das Nobelkomitee am Freitag in Oslo mitteilte. Die Preisträger hätten einen "außergewöhnlichen Beitrag" dazu geleistet, Kriegsverbrechen, Menschenrechtsverletzungen und Machtmissbrauch zu dokumentieren, sagte die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen, in ihrer Begründung.

Textgröße:

Das Komitee wolle mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis "drei herausragende Vorkämpfer für Menschenrechte, Demokratie und friedliche Koexistenz in den drei Nachbarländern Belarus, Russland und der Ukraine ehren", sagte Reiss-Andersen weiter. Bjaljazki und die in Russland seit Ende 2021 verbotene Organisationen Memorial sowie das CCL bewiesen gemeinsam "die Bedeutung der Zivilgesellschaft für Frieden und Demokratie".

Mit direkter Kritik an den russischen Präsidenten Wladimir Putin hielt sich die Komitee-Vorsitzende Reiss-Andersen indes zurück. Auf die Frage eines Journalisten, ob der Preis ein vergiftetes Geschenk an den russischen Präsidenten Wladimir Putin sei, der am Freitag 70 Jahre alt wurde, sagte Reiss-Andersen, der Preis sei "nicht an Präsident Putin gerichtet". Allerdings unterdrücke seine "autoritäre" Regierung - wie jene in Belarus - Menschenrechtsaktivisten.

Preisträger Bjaljazki ist derzeit in Belarus wegen des Vorwurfs des Steuerbetrugs inhaftiert. Reiss-Andersen forderte die Behörden in dem autoritär regierten Land auf, den 60-Jährigen freizulassen. "Wir hoffen inständig, dass das geschehen wird und dass er nach Oslo kommen kann, um seine Ehrung entgegen zu nehmen", sagte die Vorsitzende des Nobelkomitees.

Die Frau des belarussischen Preisträgers, Natalja Pintschuk, sagte der Nachrichtenagentur AFP, sie sei "überwältigt von ihren Gefühlen" und "dankbar". Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter von einer "Anerkennung für alle Belarussen, die für Freiheit und Demokratie kämpfen".

Bjaljazki gehörte 1996 zu den Mitbegründern von Wjasna (zu Deutsch: Frühling), einer der wichtigsten Nichtregierungsorganisationen in Belarus. Sie dokumentiert Menschenrechtsverletzungen und beobachtet Wahlen; seit dem Beginn der Proteste nach der international weitgehend nicht anerkannten Wiederwahl von Machthaber Alexander Lukaschenko vom August 2020 spielte Wjasna in Belarus eine wichtige Rolle in der Demokratiebewegung.

Die 1989 gegründete russische Organisation Memorial ist die älteste und wichtigste Menschenrechtsorganisation in Russland. Sie setzt sich für die Aufarbeitung der stalinistischen Verbrechen in der Sowjetunion ein, untersucht aber auch Menschenrechtsverstöße russischer Soldaten und Milizionäre in Tschetschenien und Syrien und informiert über die Haftbedingungen politischer Gefangener.

Ende 2021 verfügte zunächst das Oberste Gericht Russlands ein Verbot von Memorial, später ordnete ein Moskauer Gericht ihre Auflösung an. Das Menschenrechtszentrum von Memorial erklärte am Freitag, dass "im selben Moment, in dem uns die ganze Welt zum Nobelpreis gratuliert" in Moskau ein Prozess stattfinde, in dem es um die Beschlagnahme der Räumlichkeiten von Memorial gehe.

Das ebenfalls ausgezeichnete ukrainische Zentrum für bürgerliche Freiheiten (CCL) wurde 2007 gegründet. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar war es unter anderem daran beteiligt, russische Kriegsverbrechen gegen die ukrainische Zivilbevölkerung zu dokumentieren. "Wir sind glücklich", erklärte CCL-Vertreterin Oleksandra Romanzowa, nach der Bekanntgabe des Nobelpreises für ihre Organisation. Es gebe aber noch "einen Haufen Arbeit bis zum Sieg".

Ende September war die CCL-Vorsitzende Oleksandra Matwijtschuk bereits von der in Stockholm ansässigen Right-Livelihood-Stiftung mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden. Memorial hatte diese Auszeichnung bereits 2004 erhalten, 2020 wurden Bjaljazki und seine Organisation Wjasna damit gewürdigt.

Die Träger des Friedensnobelpreises werden mit einer goldenen Medaille, einer Urkunde und einem Preisgeld in Höhe von 10 Millionen schwedischen Kronen (umgerechnet rund 920.000 Euro) ausgezeichnet. Die offizielle Verleihung findet am 10. Dezember in Oslo statt.

Im vergangenen Jahr waren die Journalisten Maria Ressa von den Philippinen und Dmitri Muratow aus Russland mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Diese Woche wurden in Stockholm bereits die Nobelpreise für Medizin, Physik, Chemie und Literatur verkündet. Am Montag folgt die Auszeichnung für Wirtschaftswissenschaften.

J.Liv--ThChM