The China Mail - Deutsche-Welle-Journalist in Türkei in U-Haft - Bundesregierung fordert Freilassung

USD -
AED 3.672501
AFN 65.5106
ALL 80.498871
AMD 364.974259
ANG 1.789783
AOA 918.000006
ARS 1491.737504
AUD 1.416869
AWG 1.80125
AZN 1.702138
BAM 1.695131
BBD 2.013772
BDT 122.727568
BGN 1.696366
BHD 0.377013
BIF 2989.30472
BMD 1
BND 1.279707
BOB 11.723256
BRL 5.201099
BSD 0.999822
BTN 95.377802
BWP 13.458947
BYN 3.007007
BYR 19600
BZD 2.01086
CAD 1.39252
CDF 2272.999644
CHF 0.813998
CLF 0.023234
CLP 914.439687
CNY 6.743205
CNH 6.74562
COP 3125.46
CRC 448.949346
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.568479
CZK 20.994974
DJF 178.045684
DKK 6.48067
DOP 58.519421
DZD 132.927061
EGP 50.175331
ERN 15
ETB 161.731835
EUR 0.86693
FJD 2.21345
FKP 0.740201
GBP 0.741185
GEL 2.609626
GGP 0.740201
GHS 11.128686
GIP 0.740201
GMD 73.498647
GNF 8783.265513
GTQ 7.627971
GYD 209.1829
HKD 7.846925
HNL 26.804356
HRK 6.531968
HTG 130.780532
HUF 315.109458
IDR 17827.8
ILS 2.962965
IMP 0.740201
INR 95.40325
IQD 1309.815818
IRR 1374587.504424
ISK 123.269917
JEP 0.740201
JMD 158.180975
JOD 0.709028
JPY 159.389504
KES 129.298579
KGS 87.450534
KHR 4046.698677
KMF 426.99993
KPW 900.000294
KRW 1413.230295
KWD 0.30881
KYD 0.833243
KZT 465.286595
LAK 22558.404583
LBP 89534.106716
LKR 333.288554
LRD 181.477003
LSL 16.129242
LTL 2.952739
LVL 0.60489
LYD 6.368494
MAD 9.261251
MDL 17.356486
MGA 4306.620269
MKD 53.324955
MMK 2099.846019
MNT 3597.969266
MOP 8.081473
MRU 40.066389
MUR 47.15013
MVR 15.450265
MWK 1733.741837
MXN 17.03355
MYR 4.086023
MZN 63.909905
NAD 16.129242
NGN 1361.339462
NIO 36.792109
NOK 9.50485
NPR 152.601176
NZD 1.706194
OMR 0.3845
PAB 0.999848
PEN 3.372981
PGK 4.424529
PHP 61.396002
PKR 277.775008
PLN 3.738401
PYG 5967.212831
QAR 3.6435
RON 4.5406
RSD 101.693022
RUB 83.076856
RWF 1469
SAR 3.753929
SBD 8.064941
SCR 13.734821
SDG 600.549391
SEK 9.56117
SGD 1.280205
SHP 0.740866
SLE 24.49841
SLL 20969.499227
SOS 571.49877
SRD 37.722498
STD 20697.981008
STN 21.425
SVC 8.748445
SYP 13001.999906
SZL 16.133575
THB 33.229027
TJS 9.23879
TMT 3.51
TND 2.93499
TOP 2.40776
TRY 47.869295
TTD 6.780175
TWD 31.998498
TZS 2645.502997
UAH 44.693081
UGX 3712.16225
UYU 40.060498
UZS 11943.661972
VES 770.1091
VND 26073.5
VUV 118.594628
WST 2.730779
XAF 568.516344
XAG 0.015647
XAU 0.000231
XCD 2.70255
XCG 1.801951
XDR 0.707052
XOF 568.516344
XPF 103.367281
YER 237.150564
ZAR 16.20051
ZMK 9001.194384
ZMW 18.797263
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    -39.3000

    4381.1

    -0.9%

  • EUR/USD

    0.0011

    1.1542

    +0.1%

  • SDAX

    50.4700

    18553.07

    +0.27%

  • Euro STOXX 50

    11.4800

    6545.47

    +0.18%

  • DAX

    -31.3600

    26299.74

    -0.12%

  • TecDAX

    -4.5000

    4063.12

    -0.11%

  • MDAX

    -70.3400

    32264.86

    -0.22%

Deutsche-Welle-Journalist in Türkei in U-Haft - Bundesregierung fordert Freilassung
Deutsche-Welle-Journalist in Türkei in U-Haft - Bundesregierung fordert Freilassung / Foto: © AFP/Archiv

Deutsche-Welle-Journalist in Türkei in U-Haft - Bundesregierung fordert Freilassung

Die Bundesregierung hat die Freilassung des in der Türkei festgenommenen Deutsche-Welle-Journalisten Alican Uludag verlangt. "Ich fordere die türkische Regierung auf, dafür zu sorgen, dass Alican Uludag sofort aus der Haft entlassen wird", erklärte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) am Freitag in Berlin. Uludag war unter dem Vorwurf der "Präsidentenbeleidigung" sowie der "Verbreitung irreführender Informationen" festgenommen worden. Ein Richter in Istanbul ordnete Untersuchungshaft an.

Textgröße:

Uludag war am Donnerstagabend festgenommen und nach Angaben der Deutschen Welle umgehend ins Präsidium der Istanbuler Provinzpolizei gebracht worden, der höchsten Polizeibehörde der Stadt. Laut der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) verfügte der zuständige Richter am Freitag Untersuchungshaft für den Journalisten, weil Fluchtgefahr bestehe. Nach Artikel 299 des türkischen Strafgesetzbuches drohten dem Korrespondenten wegen des Vorwurfs der Präsidentenbeleidigung bis zu vier Jahre und acht Monate Haft.

Laut der Menschenrechtsorganisation MLSA wurde Uludag von der Staatsanwaltschaft befragt und dem Haftrichter vorgeführt, der wegen Präsidentenbeleidigung Untersuchungshaft anordnete. Demnach wurde Uludag, der die Vorwürfe zurückgewiesen habe, anschließend ins Metris-Gefängnis gebracht.

"Journalistische Arbeit ist keine Straftat", erklärte Kulturstaatsminister Weimer. Die Vorwürfe der türkischen Behörden gegen Uludag seien "haltlos". Die Deutsche Welle (DW) und ihre Beschäftigten müssten "in der Türkei frei arbeiten und unabhängig berichten können", erklärte er.

"Die Bundesregierung ist zutiefst besorgt über diesen Vorgang", sagte Vizeregierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. Journalistinnen und Journalisten müssten ihre Arbeit frei und ohne Angst vor Repressionen ausüben können. "Das gilt natürlich auch in der Türkei", sagte Hille. Er wies darauf hin, dass die Lage der Pressefreiheit in der Türkei schon seit Jahren "Gegenstand internationaler Besorgnis" sei.

Auch die Deutsche Welle forderte die umgehende Freilassung Uludags. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe seien "haltlos", erklärte DW-Intendantin Barbara Massing. Der Korrespondent sei "ein bekannter Investigativjournalist, der unter anderem zu Korruption recherchiert, sehr gut vernetzt ist und Zugang zu wichtigen Quellen hat". Damit könne er "der Regierung – in ihren Augen – gefährlich werden".

"Dass ein Journalist wie ein Schwerverbrecher von 30 Polizisten abgeführt und direkt nach Istanbul gebracht wird, dient der gezielten Einschüchterung und zeigt, wie massiv die Regierung Pressefreiheit unterdrückt", erklärte die Intendantin.

Die Vorwürfe gegen Uludag gehen nach Angaben der Deutschen Welle auf einen Beitrag des Journalisten im Internetdienst X vor eineinhalb Jahren zurück. Darin habe er sich kritisch darüber geäußert, dass die türkische Regierung mögliche Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) freigelassen habe. Der türkischen Regierung habe er zudem Korruption vorgeworfen.

Dem Sender zufolge ist Uludag seit mehreren Jahren in der Türkei für die Deutsche Welle tätig. Als Gerichtsreporter berichtet er demnach über Menschenrechtsverletzungen, Korruptionsfälle und Prozesse und erreicht mit seinen Berichten eine breite Öffentlichkeit.

Auch zwölf türkische Journalistenverbände und -gewerkschaften verurteilten das Vorgehen der türkischen Behörden gegen den DW-Korrespondenten und verlangten dessen Freilassung. Uludag sei das "jüngste Opfer der aktuellen Welle der Kriminalisierung unseres Berufsstandes", erklärten sie in einer gemeinsamen Stellungnahme.

RSF bezeichnete die Festnahme als "Teil der gerichtlichen Schikanen gegen seriöse Journalisten" in der Türkei. In der 180 Länder umfassenden Rangliste der Pressefreiheit von RSF liegt die Türkei auf dem 159. Platz.

Ebenfalls am Donnerstag wurden in der Türkei sechs europäische Aktivisten festgenommen, die dort die Haftbedingungen für politische Gefangene untersuchen wollten. Nach Angaben ihres Anwalts Naim Eminoglu wurden die Aktivisten aus Italien, Frankreich, Spanien, Belgien und Russland nach einem Treffen mit Vertretern der Anwaltsorganisation HHB in Istanbul in Gewahrsam genommen. Sie sollten vom Istanbuler Flughafen aus außer Landes gebracht werden.

Die türkischen Behörden werfen der HHB Verbindungen zur linksextremen Gruppierung DHKP-C vor, die von Ankara, der EU und den USA als "Terrororganisation" eingestuft wird.

Z.Ma--ThChM