The China Mail - Fußfessel für Täter: Bundestag beschließt besseren Gewaltschutz für Frauen

USD -
AED 3.672504
AFN 63.501184
ALL 83.130259
AMD 367.93028
ANG 1.790403
AOA 917.496773
ARS 1479.236948
AUD 1.452053
AWG 1.80125
AZN 1.691994
BAM 1.724577
BBD 2.013888
BDT 122.992813
BGN 1.69088
BHD 0.377147
BIF 2984.81535
BMD 1
BND 1.298984
BOB 6.909809
BRL 5.216698
BSD 0.999934
BTN 94.624111
BWP 13.680173
BYN 2.818068
BYR 19600
BZD 2.01104
CAD 1.423499
CDF 2269.000164
CHF 0.81268
CLF 0.023364
CLP 919.489597
CNY 6.790496
CNH 6.81418
COP 3440.27
CRC 455.186766
CUC 1
CUP 26.5
CVE 97.22259
CZK 21.35735
DJF 177.72021
DKK 6.584301
DOP 58.613453
DZD 133.520968
EGP 49.622006
ERN 15
ETB 161.211774
EUR 0.88082
FJD 2.24975
FKP 0.758197
GBP 0.759895
GEL 2.639951
GGP 0.758197
GHS 11.199781
GIP 0.758197
GMD 72.499662
GNF 8761.518452
GTQ 7.627362
GYD 209.162776
HKD 7.84081
HNL 26.719715
HRK 6.637798
HTG 130.744947
HUF 313.603502
IDR 17992
ILS 2.987903
IMP 0.758197
INR 94.314802
IQD 1310
IRR 1375049.999957
ISK 126.979686
JEP 0.758197
JMD 157.488647
JOD 0.708962
JPY 161.80902
KES 129.489911
KGS 87.449805
KHR 4017.494974
KMF 434.00016
KPW 900.00035
KRW 1544.365001
KWD 0.30951
KYD 0.833297
KZT 486.623047
LAK 21948.961236
LBP 90092.82745
LKR 337.341005
LRD 182.134827
LSL 16.58997
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.405035
MAD 9.401479
MDL 17.709096
MGA 4177.101337
MKD 54.28886
MMK 2099.539901
MNT 3580.066416
MOP 8.076099
MRU 39.982188
MUR 48.210057
MVR 15.460007
MWK 1733.881812
MXN 17.638665
MYR 4.138021
MZN 63.897294
NAD 16.623945
NGN 1372.040311
NIO 36.609812
NOK 9.860795
NPR 151.394749
NZD 1.773065
OMR 0.384507
PAB 0.999965
PEN 3.391297
PGK 4.386951
PHP 61.391994
PKR 278.100478
PLN 3.780697
PYG 6099.351442
QAR 3.635217
RON 4.611398
RSD 103.39201
RUB 74.899324
RWF 1468.89467
SAR 3.759339
SBD 8.051953
SCR 13.495203
SDG 600.497551
SEK 9.770401
SGD 1.297975
SHP 0.746601
SLE 24.75027
SLL 20969.503664
SOS 571.498478
SRD 37.459706
STD 20697.981008
STN 21.603509
SVC 8.749173
SYP 110.532098
SZL 16.590362
THB 33.420204
TJS 9.284423
TMT 3.5
TND 2.937502
TOP 2.40776
TRY 46.493602
TTD 6.780184
TWD 31.767099
TZS 2620.502975
UAH 44.88455
UGX 3689.350352
UYU 39.918699
UZS 12015.000242
VES 620.752985
VND 26335
VUV 118.798432
WST 2.761642
XAF 578.424923
XAG 0.0177
XAU 0.000251
XCD 2.70255
XCG 1.802141
XDR 0.716966
XOF 573.000198
XPF 105.487415
YER 238.625032
ZAR 16.595978
ZMK 9001.200304
ZMW 18.024056
ZWL 321.999592
  • DAX

    -153.2200

    24740.36

    -0.62%

  • SDAX

    -193.2900

    17963.71

    -1.08%

  • MDAX

    -209.8500

    31919.25

    -0.66%

  • Euro STOXX 50

    -15.8500

    6214.7

    -0.26%

  • TecDAX

    -20.8400

    3883.02

    -0.54%

  • Goldpreis

    -134.8000

    4014.6

    -3.36%

  • EUR/USD

    -0.0035

    1.1353

    -0.31%

Fußfessel für Täter: Bundestag beschließt besseren Gewaltschutz für Frauen
Fußfessel für Täter: Bundestag beschließt besseren Gewaltschutz für Frauen / Foto: © AFP/Archiv

Fußfessel für Täter: Bundestag beschließt besseren Gewaltschutz für Frauen

Elektronische Fußfessel und verpflichtende Anti-Gewalt-Trainings für Täter: Nach dem Vorbild Spaniens sollen Frauen in Deutschland besser vor häuslicher Gewalt geschützt werden. Der Bundestag beschloss dazu am Freitag mit großer Mehrheit die Reform des Gewaltschutzgesetzes. Politiker aller Fraktionen lobten insbesondere die elektronische Fußfessel als wirksames Mittel zum besseren Schutz von Frauen. Der Opposition gehen die geplanten Maßnahmen indes nicht weit genug.

Textgröße:

Für den Gesetzentwurf stimmten im Bundestag alle Fraktionen bei Enthaltung der Linksfraktion. Der Vorlage der Bundesregierung zufolge sollen Gerichte nach spanischem Vorbild potenzielle Gewalttäter künftig zum Tragen einer elektronischen Fußfessel verpflichten können. Das Annäherungsverbot wird in Hochrisikofällen kontrolliert. Bei Verstößen gegen Schutzanordnungen soll das Strafmaß angehoben werden können.

Zudem soll eine Rechtsgrundlage geschaffen werden, wonach Familiengerichte Täter zur Teilnahme an Anti-Gewaltkursen verpflichten können. Für Familiengerichte soll die Möglichkeit geschaffen werden, sich zur Gefährdungsanalyse Auskünfte aus dem Waffenregister zu holen.

In Spanien schütze die elektronische Fußfessel seit 20 Jahren hochwirksam Frauen, sagte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) im Bundestag. "Jetzt kommt sie endlich auch hier." Komme ein Täter trotz Verbots zu nahe, werde sofort Alarm ausgelöst. Auch die Betroffenen bekämen in Echtzeit ein Signal. Der zweite Baustein des Gesetzes sei die Täterarbeit: "Wer Gewalt begeht, muss an sich arbeiten, damit die Gewalt nicht wieder aus ihm herausbricht."

Die SPD-Abgeordnete Carmen Wegge sprach von einem längst überfälligen Systemwechsel: "Verpflichtende Täterarbeit, Behörden, die künftig direkt mit allen Beteiligten zusammenarbeiten, eine Warnzone bei der Fußfessel, die eingreift, bevor es überhaupt zu einem Verstoß kommt, Betroffene, die künftig eine Vertrauensperson mit in die Gerichtsverhandlung nehmen dürfen, weil kein Mensch in solch einer Situation allein vor Gericht stehen sollte."

"Die Einlösung des Schutzversprechens vor Gewalttätern ist für uns eine zentrale Aufgabe des Rechtsstaats", sagte Unions-Fraktionsvize Günther Krings (CDU). Frauen lebten oft "dort in Angst, wo eigentlich ihr sicherster Ort sein sollte, nämlich im eigenen Zuhause. "Das ist ein Zustand, den wir nicht hinnehmen dürfen." Die elektronische Fußfessel nehme "den Opfern die Alarmierungslast ab".

Der AfD-Abgeordnete Rainer Galla bezeichnete die elektronischen Fußfessel als "geeignetes und notwendiges Mittel zum Schutz gegen erkannte Gewalttäter". Sie gebe den Opfern "ein kleines Stück Sicherheit und auch Freiheit zurück, und das ist gut so." Galla bezweifelte, ob gerichtlich angeordnete Anti-Gewalt-Trainings ein taugliches Mittel der Gewaltprävention sein könnten.

Der Linkspartei ist das Gesetz nicht konsequent genug. Statt an die Ursachen von Männergewalt zu gehen, setze die Bundesregierung auf die Fußfessel als einzelnes Instrument. "Das ist kein Konzept, das ist autoritäre Symbolpolitik", sagte der Linken-Abgeordnete Aaron Valent. Es bleibe unklar, wer betroffene Frauen schützt, "sobald die Fußfessel weg ist". Spanien zeige mit eigenen Gerichten für geschlechterspezifische Gewalt, dass es auch anders gehe.

Auch nach Ansicht der Grünen kann die elektronische Fußfessel nur ein Mittel sein. Der Schutz von Frauen müsse bereits greifen, bevor es zu Gewalttaten komme, sagte Lena Gumnior für die Grünen-Fraktion. Häusliche Gewalt sei "das Ergebnis von Rape-Culture, von Hassrede gegenüber Frauen und von patriarchalen Besitzansprüchen". Gumnior verwies auf Spanien, wo im Sexualstrafrecht die "Ja-heißt-Ja-Regelung" gelte, die die Union bislang ablehne.

In einem nächsten Schritt der Gesetzgebung will die schwarz-rote Koalition dafür sorgen, dass sich die Gewalt von Vätern gegen die Mutter auch unmittelbar auf das Sorge- und Umgangsrecht auswirkt. In Fällen von häuslicher Gewalt solle es in Strafverfahren künftig eine Begleitung durch psychosoziale Fachkräfte geben, "damit man sich sicher fühlen kann", sagte Justizministerin Hubig.

R.Yeung--ThChM