The China Mail - Tödlicher ICE-Einsatz in Maine: Erschossener Kolumbianer offenbar nicht Zielperson

USD -
AED 3.672502
AFN 66.500258
ALL 82.349807
AMD 367.854053
ANG 1.790258
AOA 917.000281
ARS 1482.994298
AUD 1.442263
AWG 1.80025
AZN 1.702583
BAM 1.717897
BBD 2.023127
BDT 123.822448
BGN 1.717508
BHD 0.378736
BIF 2998.151133
BMD 1
BND 1.297545
BOB 6.923833
BRL 5.134503
BSD 1.004493
BTN 95.993395
BWP 13.613347
BYN 2.86496
BYR 19600
BZD 2.020043
CAD 1.41301
CDF 2257.999797
CHF 0.814005
CLF 0.023655
CLP 931.000597
CNY 6.78025
CNH 6.780485
COP 3237.71
CRC 457.551935
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.851545
CZK 21.329199
DJF 178.869287
DKK 6.56284
DOP 59.080329
DZD 133.305031
EGP 50.199802
ERN 15
ETB 161.457149
EUR 0.87795
FJD 2.232703
FKP 0.747301
GBP 0.748465
GEL 2.625022
GGP 0.747301
GHS 11.551367
GIP 0.747301
GMD 72.999941
GNF 8809.605368
GTQ 7.66714
GYD 210.117654
HKD 7.83805
HNL 26.879647
HRK 6.613399
HTG 131.450781
HUF 315.463001
IDR 18097.3
ILS 3.02455
IMP 0.747301
INR 96.140701
IQD 1315.883089
IRR 1375000.000272
ISK 125.709932
JEP 0.747301
JMD 159.664124
JOD 0.709021
JPY 162.316497
KES 129.240085
KGS 87.449477
KHR 4062.273556
KMF 433.000227
KPW 900.000068
KRW 1491.090007
KWD 0.30969
KYD 0.837085
KZT 475.476073
LAK 22650.955867
LBP 89518.950885
LKR 337.423582
LRD 182.310858
LSL 16.419747
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.446286
MAD 9.345402
MDL 17.628536
MGA 4272.306861
MKD 54.100188
MMK 2099.937768
MNT 3585.974961
MOP 8.109884
MRU 40.017567
MUR 47.310309
MVR 15.459761
MWK 1736.501885
MXN 17.48914
MYR 4.077604
MZN 63.909791
NAD 16.419963
NGN 1385.53014
NIO 36.660146
NOK 9.764505
NPR 153.58556
NZD 1.726415
OMR 0.384495
PAB 1.004484
PEN 3.423996
PGK 4.37815
PHP 61.671499
PKR 279.162052
PLN 3.804255
PYG 6099.333764
QAR 3.662467
RON 4.592699
RSD 103.057001
RUB 76.646678
RWF 1479.998068
SAR 3.761464
SBD 8.058541
SCR 14.768029
SDG 600.524696
SEK 9.70545
SGD 1.293165
SHP 0.746601
SLE 24.350276
SLL 20969.507346
SOS 571.500974
SRD 37.664502
STD 20697.981008
STN 21.519165
SVC 8.78895
SYP 110.532098
SZL 16.423436
THB 33.503503
TJS 9.291213
TMT 3.51
TND 2.971555
TOP 2.40776
TRY 47.037196
TTD 6.83016
TWD 32.168499
TZS 2632.497998
UAH 44.923869
UGX 3706.615254
UYU 40.413534
UZS 12141.574109
VES 723.093992
VND 26252
VUV 119.718663
WST 2.760172
XAF 576.15139
XAG 0.017179
XAU 0.000248
XCD 2.70255
XCG 1.810308
XDR 0.71656
XOF 572.511502
XPF 104.753247
YER 237.09594
ZAR 16.44902
ZMK 9001.202631
ZMW 18.054702
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    -55.5100

    6215.51

    -0.89%

  • MDAX

    -272.2700

    31709.54

    -0.86%

  • DAX

    -195.7900

    24918.46

    -0.79%

  • Goldpreis

    24.4000

    4030.1

    +0.61%

  • TecDAX

    -43.7300

    3826.3

    -1.14%

  • SDAX

    -231.6900

    18054.43

    -1.28%

  • EUR/USD

    0.0012

    1.1399

    +0.11%

Tödlicher ICE-Einsatz in Maine: Erschossener Kolumbianer offenbar nicht Zielperson
Tödlicher ICE-Einsatz in Maine: Erschossener Kolumbianer offenbar nicht Zielperson / Foto: © AFP

Tödlicher ICE-Einsatz in Maine: Erschossener Kolumbianer offenbar nicht Zielperson

Bei dem jüngsten tödlichen Schusswaffeneinsatz der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE ist es offenbar zu einer Verwechslung gekommen. "Die getötete Person war nicht diejenige, nach der sie suchten", sagte der Senator Angus King aus dem Bundesstaat Maine am Montag (Ortszeit) dem Sender CNN unter Berufung auf das US-Heimatschutzministerium und bestätigte damit Medienberichte. Bei dem Opfer handelt es sich laut Hilfsorganisationen um einen 26-jährigen Kolumbianer. Es ist bereits der zweite tödliche Vorfall mit ICE-Beamten binnen einer Woche.

Textgröße:

Der Vorfall hatte sich am Montag in der Stadt Biddeford im Bundesstaat Maine im Nordosten der USA ereignet. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft von Maine sollte bei dem Einsatz ein Bescheid zur Abschiebung durchgesetzt werden. Als der Verdächtige versucht habe, mit einem Auto in Richtung eines ICE-Beamten zu fliehen, habe dieser das Feuer eröffnet. Der ICE-Beamte sei suspendiert worden. Die US-Bundespolizei FBI leitete Ermittlungen ein.

Ein Sprecher der Einwanderungsbehörde bestätigte die tödlichen Schüsse. Der Beamte habe "aus Sorge um die öffentliche Sicherheit" auf das Auto des fliehenden Mannes geschossen. "Der Fahrer des Fahrzeugs wurde getroffen, und die Rettungskräfte wurden sofort alarmiert. Er erlag seinen Verletzungen", sagte der ICE-Sprecher.

Zwei Hilfsorganisationen, die in Maine für die Rechte Zugewanderter eintreten, identifizierten das Opfer als einen 26-jährigen Kolumbianer, ohne seinen Namen zu nennen. Er habe eine Aufenthaltserlaubnis in den USA gehabt, erklärten sie. Sein Tod dürfe nicht zu einer "Fußnote" in den Statistiken werden, forderte die Vorsitzende der Organisation Presente Main, Crystal Cron.

King hatte zunächst unter Berufung auf das US-Heimatschutzministerium erklärt, gegen den Kolumbianer habe ein Haftbefehl wegen seines Aufenthaltstitels vorgelegen. Im weiteren Verlauf des Tages erklärte jedoch sein Sprecher, der Senator sei in einem zweiten Gespräch mit Heimatschutzminister Markwayne Mullin darüber informiert worden, dass das Opfer nicht der eigentlich Gesuchte gewesen sei.

King forderte eine "vollständige, transparente und offene Untersuchung" des Vorgangs. Er merkte jedoch an, dass die beteiligten Beamten offenbar keine Körperkameras trugen.

Als einer der ersten hatte der Sprecher des Repräsentantenhauses von Maine, Ryan Fecteau, den Schusswaffeneinsatz mit einem Toten bestätigt. "ICE war beteiligt", schrieb er im Onlinedienst Facebook.

Der Augenzeuge Lucas Scott sagte lokalen Medien, er habe mindestens vier Schüsse gehört, nachdem mehrere ICE-Beamte in Biddeford ein weißes Auto umrundet hätten. In Online-Netzwerken verbreiteten Nutzer Videoaufnahmen, die den Vorfall zeigen sollen.

In der 23.000-Einwohner-Stadt Biddeford gingen Dutzende Menschen auf die Straße. Sie trugen Schilder mit Aufschriften wie "ICE raus" und "Mörder".

"Klare Antworten" verlangte der Bürgermeister von Biddeford, Liam LaFountain. Die Kongressabgeordnete Chellie Pingree zeigte sich auf Facebook "zutiefst beunruhigt und wütend" über die Berichte. "Wir werden um ein weiteres Opfer trauern", schrieb die Parlamentarierin aus Maine.

Auch die Gouverneurin von Maine, die Demokratin Janet Mills, äußerte sich "entsetzt" über den Vorfall. Das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde nannte sie unter Verweis auf die zu diesem Zeitpunkt noch unbestätigten Medienberichte "rücksichtslos" und "planlos".

Es handelt sich bereits um den vierten Todesfall bei einem Einsatz der Bundesbehörden seit Jahresbeginn. Vergangenen Dienstag hatte ein ICE-Mitarbeiter in Houston im Bundesstaat Texas bei einer Fahrzeugkontrolle einen Mexikaner niedergeschossen, der Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Im Januar waren in der Stadt Minneapolis am Rande von Protesten gegen Abschieberazzien die US-Bürger Renee Good und Alex Pretti erschossen worden. Für den Tod der dreifachen Mutter Good wird ebenfalls ein ICE-Mitarbeiter verantwortlich gemacht, für den des Krankenpflegers Pretti ein Angehöriger des Grenzschutzes.

Das Heimatschutzministerium machte in den meisten Fällen "Notwehr" geltend, obwohl Aussagen von Augenzeugen dem widersprechen. Die Tötungen hatten die Proteste gegen die Massenabschiebungen von Präsident Donald Trump und gegen ICE weiter angeheizt. Trump entließ vor diesem Hintergrund im März Heimatschutzministerin Kristi Noem. Ihr Nachfolger Markwayne Mullin hatte angekündigt, die ihm unterstellten Migrationsbehörden aus den Schlagzeilen bringen zu wollen.

O.Yip--ThChM