DAX
-34.1800
In den US-Bundesstaaten Florida und Alabama sind vier Menschen durch Wirbelsturm "Isaias" ums Leben gekommen. Während er weiter nach Norden zog, warnten Floridas Gouverneur Ron DeSantis und das US-Hurrikan-Zentrum NHC vor weiteren Gefahren, unter anderem durch Überschwemmungen und Sturzfluten. Unterdessen sollte der Hurrikan "Simon" am Sonntag in Westmexiko auf Land treffen. Er wurde zu einem Hurrikan der Kategorie 4 hochgestuft.
"Isaias" war am Freitag als Hurrikan der Stufe zwei mit Windgeschwindigkeiten von um die 165 Kilometer pro Stunde nahe der Küstenstadt Destin in Florida auf Land getroffen, bevor er sich nach NHC-Angaben abschwächte. Zwei der vier Todesopfer starben den Behörden zufolge durch Bäume, die auf ihre Häuser stürzten.
Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, riss der Sturm Autos und Bäume um und deckte Dächer ab. "Isaias" ist der erste Hurrikan der Saison im Atlantik und der erste seit 2024, der das US-Festland erreichte.
Gouverneur DeSantis warnte am Samstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz vor weiteren Gefahren durch den Sturm. "Seien Sie draußen einfach vorsichtig. Heruntergefallene Stromleitungen, stehendes Wasser - all das kann sehr, sehr gefährlich sein. Betreiben Sie keine Generatoren im Haus oder in der Garage", sagte er. Zuvor war ein Mann in Florida nach Angaben des Senders CNN tot in seiner Garage gefunden worden, wo er einen Generator betrieb.
NHC warnte davor, dass weiterhin die Gefahr schwerer Überschwemmungen bestehe. "Isaias" könne in kürzester Zeit mehr als 250 Liter pro Quadratmeter Niederschlag bringen. Auch in den südlichen Appalachen seien "erhebliche Sturzfluten und Erdrutsche" möglich.
Der Internetseite PowerOutage.com zufolge waren am Samstagabend noch 440.000 Haushalte in Florida, Alabama und Georgia ohne Strom. Das US-Energieministerium genehmigte die Freigabe von bis zu vier Millionen Barrel Rohöl aus den US-Reserven, um Produktionsausfälle in der Ölindustrie auszugleichen.
In der Küstengemeinde Mary Esther nahe Destin sagte Einwohner Matt Howard der Nachrichtenagentur AFP, er habe Glück gehabt, dass der Sturm sich abgeschwächt habe. "Wir haben uns in Sicherheit gebracht, sind in die Mitte des Hauses gegangen und haben alles getan, was man tun sollte - und sind glücklicherweise heil davongekommen", erklärte er.
Unterdessen stufte NHC den vom Pazifik auf Mexiko zusteuernden Wirbelsturm "Simon" zu einem Hurrikan der Stufe vier hoch. Es wurde erwartet, dass er dort am Sonntag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde auf Land trifft oder die Küste streift. "Für Teile von West-Zentralmexiko sind in der Nacht zum Sonntag sowie am Sonntag selbst schwere bis katastrophale Auswirkungen durch Wind, Sturmfluten und Regenfälle wahrscheinlich", warnte NHC.
Wegen des herannahenden Sturms brachte die mexikanische Marine mehr als hundert Menschen aus Ortschaften an der Westküste des Landes in Sicherheit. Die Regierung des Bundesstaates Jalisco rief für mehrere Gemeinden die Alarmstufe Rot aus. Der Flughafen in Puerto Vallarta stellte seinen Betrieb ein. Im Ferienort Acapulco sorgte "Simon" bereits für Überschwemmungen.
Der 72 Jahre alte Moises Villasenor aus Acapulco äußerte sich "ein wenig besorgt", während er Sandsäcke füllte, um sein kleines Hotel zu schützen, das etwa drei Häuserblocks vom Wasser entfernt liegt. Er sei aber zuversichtlich, fügte er hinzu.
Während die Hurrikan-Saison im Atlantik wegen des Klimaphänomens El Niño außergewöhnlich spät begann, ermöglicht es Stürmen im Pazifik, besonders viel Energie aufzunehmen.
C.Fong--ThChM