The China Mail - Zehntausende demonstrieren in Istanbul nach Urteil gegen Bürgermeister

USD -
AED 3.6725
AFN 64.497463
ALL 80.927638
AMD 360.25116
ANG 1.789785
AOA 916.999933
ARS 1523.408897
AUD 1.42367
AWG 1.8025
AZN 1.697874
BAM 1.743153
BBD 2.009733
BDT 123.405734
BGN 1.747831
BHD 0.376563
BIF 2990.864935
BMD 1
BND 1.275344
BOB 11.749607
BRL 4.977401
BSD 0.99787
BTN 94.679988
BWP 13.746112
BYN 2.929884
BYR 19600
BZD 2.006792
CAD 1.40144
CDF 2316.000448
CHF 0.8243
CLF 0.025136
CLP 992.520334
CNY 6.67805
CNH 6.668145
COP 3160.53
CRC 455.351652
CUC 1
CUP 23.947629
CVE 98.275839
CZK 21.711797
DJF 177.684293
DKK 6.664135
DOP 61.203754
DZD 134.139342
EGP 55.5007
ERN 15
ETB 162.300644
EUR 0.891598
FJD 2.237199
FKP 0.747708
GBP 0.747925
GEL 2.590254
GGP 0.747708
GHS 11.56957
GIP 0.747708
GMD 73.999969
GNF 8830.266031
GTQ 7.627485
GYD 208.984889
HKD 7.84424
HNL 26.789009
HRK 6.716898
HTG 130.769574
HUF 327.075495
IDR 18121
ILS 3.11755
IMP 0.747708
INR 95.135404
IQD 1512.669453
IRR 1832375.000369
ISK 121.609805
JEP 0.747708
JMD 158.361483
JOD 0.708989
JPY 157.0915
KES 129.880336
KGS 87.448603
KHR 4076.467181
KMF 439.502755
KPW 899.999961
KRW 1323.310269
KWD 0.31069
KYD 0.831558
KZT 453.052166
LAK 22453.75425
LBP 89355.252721
LKR 331.329462
LRD 170.126293
LSL 16.531803
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.390431
MAD 9.801113
MDL 18.010775
MGA 4512.517937
MKD 54.906662
MMK 2099.851486
MNT 3598.994658
MOP 8.061391
MRU 39.878252
MUR 47.139877
MVR 15.459805
MWK 1730.229325
MXN 18.719965
MYR 4.084028
MZN 63.897889
NAD 16.531876
NGN 1346.46017
NIO 36.718506
NOK 9.32605
NPR 151.487981
NZD 1.75498
OMR 0.38241
PAB 0.997776
PEN 3.426858
PGK 4.468607
PHP 63.89499
PKR 276.123227
PLN 3.926695
PYG 5770.996176
QAR 3.637271
RON 4.767802
RSD 104.724641
RUB 81.526027
RWF 1474.255564
SAR 3.744837
SBD 8.07458
SCR 14.037053
SDG 601.500123
SEK 9.930199
SGD 1.27876
SHP 0.7473
SLE 22.950164
SLL 20969.504398
SOS 570.236811
SRD 37.628019
STD 20697.981008
STN 21.835034
SVC 8.730916
SYP 13001.999685
SZL 16.531342
THB 33.780292
TJS 9.195002
TMT 3.51
TND 2.979603
TOP 2.40776
TRY 49.762203
TTD 6.779918
TWD 32.578505
TZS 2644.982997
UAH 45.173665
UGX 4395.741514
UYU 40.018004
UZS 11941.282899
VES 879.788896
VND 25855.5
VUV 118.791596
WST 2.767791
XAF 584.849913
XAG 0.018501
XAU 0.000249393973
XCD 2.70255
XCG 1.798323
XDR 0.707052
XOF 584.849913
XPF 106.293282
YER 236.09911
ZAR 16.625745
ZMK 9001.201353
ZMW 20.061676
ZWL 321.999592
SSP 5745.299755
MXV 2.112001
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Zehntausende demonstrieren in Istanbul nach Urteil gegen Bürgermeister
Zehntausende demonstrieren in Istanbul nach Urteil gegen Bürgermeister / Foto: © AFP

Zehntausende demonstrieren in Istanbul nach Urteil gegen Bürgermeister

Einen Tag nach der Verurteilung des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem Imamoglu haben sich in der türkischen Metropole Zehntausende Menschen mit ihm und anderen Oppositionspolitikern solidarisiert. Trotz Regens versammelte sich die Menschenmenge vor dem Sitz der Stadtverwaltung, die Vorsitzenden von sechs türkischen Oppositionsparteien waren mit dabei.

Textgröße:

Der Sozialdemokrat Imamoglu, der als ein potenzieller Rivale des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gilt und der zu zweieinhalb Jahren Haft und Politikverbot wegen Beleidigung von Staatsbediensteten verurteilt worden war, wandte sich an die fahnenschwenkende Menge: "Ich habe (...) keine Angst vor ihrem unrechtmäßigen Urteil", sagte der 52-jährige CHP-Politiker bei einer Kundgebung und fügte hinzu: "Ich habe keine Richter, die mich beschützen, aber ich habe 16 Millionen Istanbuler und unsere Nation hinter mir." Imamoglu schloss seine Rede mit den Worten "Alles wird gut" - dem Slogan seiner erfolgreichen Kampagne für das Bürgermeisteramt im Jahr 2019.

Es war das erste Mal, dass die sechs türkischen Oppositionsparteien gemeinsam zu einer öffentlichen Kundgebung zusammenkamen, nachdem sie sich vor gut einem Jahr zu einem Bündnis gegen den islamisch-konservativen Präsidenten Erdogan zusammengeschlossen hatten. In der Türkei steht nächstes Jahr die Präsidentschaftswahl an. Erdogan steht nicht zuletzt wegen der hohen Inflation und der schlechten Wirtschaftsdaten schwer unter Druck.

Auch in Trabzon im Nordosten der Türkei - der Heimatstadt des Istanbuler Bürgermeisters - gingen türkischen Medien zufolge Hunderte Menschen auf die Straße.

Ein Strafgericht hatte Imamoglu am Mittwoch wegen Beleidigung von Staatsbediensteten zu mehr als zwei Jahren Haft und einem ebenso langen Politikverbot verurteilt. Imamoglus Anwalt kündigte umgehend Berufung an. Solange das Berufungsverfahren läuft, kann Imamoglu als Bürgermeister im Amt bleiben. Die Berufung könnte aber jederzeit verhandelt werden und eine mögliche Kandidatur Imamoglus für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr verhindern.

Imamoglu gehört der sozialdemokratischen Oppositionspartei CHP an. Der 52-Jährige hatte im Jahr 2019 die Bürgermeisterwahl in Istanbul gewonnen und gilt als ein womöglich ernsthafter Konkurrent für Erdogan bei der bevorstehenden Wahl.

CHP-Chef Kemal Kilicdaroglu, der als wahrscheinlicher gemeinsamer Kandidat der Opposition gilt, nannte das Urteil "einen Schlag gegen die Nation durch die Justiz" und versprach, "keinen Millimeter nachzugeben".

Das umstrittene Urteil könnte der schwierigen Zusammenarbeit der stark zersplitterten Opposition in der Türkei neuen Schwung verliehen. Bisher konnte sich das Bündnis nicht auf einen einzigen Kandidaten einigen, der Erdogans zwei Jahrzehnte währende Herrschaft bei der bevorstehenden Wahl herausfordern soll.

Erste Umfragen zeigen, dass die Entscheidung vom Mittwoch auf Erdogan zurückfallen könnte. Demnach halten selbst viele Wähler seiner islamisch-konservativen AKP-Partei das Urteil gegen den Bürgermeister für "politisch" motiviert. Dem Forschungsinstitut Metropoll zufolge glauben 28,3 Prozent der AKP-Wähler, dass der Fall "mit Politik zu tun habe", 17,6 Prozent sind der Meinung, es handele sich um "Verleumdung".

Das US-Außenministerium erklärte, es sei "zutiefst beunruhigt und enttäuscht" angesichts der versuchten Ausschaltung eines der größten Rivalen Erdogans von der politischen Bühne. Deutschland bezeichnete das Urteil als "schweren Schlag für die Demokratie". Frankreich forderte die Türkei auf, "ihr Abgleiten von Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und der Achtung der Grundrechte" rückgängig zu machen.

Marc Pierini, Türkei-Experte am Carnegie Europe Institut in Brüssel, schrieb im Onlinedienst Twitter, dass "die Glaubwürdigkeit der Wahlen schwer beschädigt wird, wenn das Urteil nicht in einem Berufungsverfahren aufgehoben wird".

F.Jackson--ThChM