The China Mail - Koalition einigt sich auf Reform des Staatsangehörigkeitsrechts

USD -
AED 3.672499
AFN 64.999981
ALL 80.973319
AMD 360.400812
ANG 1.789785
AOA 917.00006
ARS 1544.493132
AUD 1.432911
AWG 1.8
AZN 1.69565
BAM 1.742632
BBD 2.013837
BDT 124.53501
BGN 1.747831
BHD 0.377434
BIF 2988.029527
BMD 1
BND 1.276378
BOB 12.072829
BRL 5.468303
BSD 0.99988
BTN 94.413878
BWP 13.698105
BYN 2.983174
BYR 19600
BZD 2.010897
CAD 1.398925
CDF 2314.999902
CHF 0.815605
CLF 0.024634
CLP 969.530047
CNY 6.669797
CNH 6.66604
COP 3234.76
CRC 453.42968
CUC 1
CUP 23.9964
CVE 98.242128
CZK 21.68655
DJF 178.048444
DKK 6.66508
DOP 60.044461
DZD 135.888325
EGP 53.903902
ERN 15
ETB 164.103855
EUR 0.89171
FJD 2.244702
FKP 0.743037
GBP 0.742775
GEL 2.604999
GGP 0.743037
GHS 11.662561
GIP 0.743037
GMD 74.505074
GNF 8856.535705
GTQ 7.641212
GYD 209.491818
HKD 7.84435
HNL 26.873438
HRK 6.76901
HTG 131.039306
HUF 324.404499
IDR 18095.6
ILS 3.18926
IMP 0.743037
INR 94.47835
IQD 1515.768465
IRR 1883408.498647
ISK 121.979404
JEP 0.743037
JMD 158.589013
JOD 0.709038
JPY 158.0695
KES 129.900097
KGS 87.449296
KHR 4068.086547
KMF 441.000203
KPW 899.999961
KRW 1349.950303
KWD 0.310398
KYD 0.833278
KZT 449.579663
LAK 22503.085086
LBP 89535.66385
LKR 332.405209
LRD 169.973716
LSL 16.385571
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.400941
MAD 9.743884
MDL 17.877334
MGA 4533.405801
MKD 54.858075
MMK 2099.845134
MNT 3601.453525
MOP 8.079209
MRU 40.394356
MUR 46.750091
MVR 15.45503
MWK 1733.772887
MXN 18.617465
MYR 4.047196
MZN 63.910041
NAD 16.385571
NGN 1346.202177
NIO 36.798282
NOK 9.286915
NPR 151.060503
NZD 1.77915
OMR 0.384508
PAB 0.99988
PEN 3.443981
PGK 4.554749
PHP 62.978499
PKR 276.535615
PLN 3.918105
PYG 6160.371012
QAR 3.654913
RON 4.7598
RSD 104.865963
RUB 81.600692
RWF 1472.802602
SAR 3.756339
SBD 8.051718
SCR 13.798605
SDG 601.501901
SEK 9.79823
SGD 1.277615
SHP 0.745545
SLE 22.910048
SLL 20969.504398
SOS 571.392932
SRD 37.557021
STD 20697.981008
STN 21.829489
SVC 8.748374
SYP 13001.999685
SZL 16.379099
THB 33.44401
TJS 9.223717
TMT 3.51
TND 2.979413
TOP 2.40776
TRY 50.047702
TTD 6.771597
TWD 33.004957
TZS 2642.682972
UAH 45.418655
UGX 4044.247039
UYU 40.27318
UZS 11931.375213
VES 893.769016
VND 25682.5
VUV 119.655093
WST 2.783161
XAF 584.923388
XAG 0.019087
XAU 0.000243110551
XCD 2.70255
XCG 1.80199
XDR 0.707052
XOF 584.923388
XPF 106.260608
YER 236.174976
ZAR 16.454798
ZMK 9001.199877
ZMW 20.27148
ZWL 321.999592
SSP 5745.516508
MXV 2.095074
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Koalition einigt sich auf Reform des Staatsangehörigkeitsrechts
Koalition einigt sich auf Reform des Staatsangehörigkeitsrechts / Foto: © AFP/Archiv

Koalition einigt sich auf Reform des Staatsangehörigkeitsrechts

Die Koalition hat sich auf die Grundzüge einer Reform des Staatsangehörigkeitsrechts geeinigt. Der Referentenentwurf, der am Freitag der Nachrichtenagentur AFP vorlag, sieht eine Reihe weit reichender Änderungen vor: Einbürgerungen sollen vereinfacht werden und doppelte Staatsbürgerschaften sollen grundsätzlich möglich sein. Erschwert werden soll die Einbürgerung von Menschen, die nicht für den eigenen Lebensunterhalt aufkommen können oder die in Deutschland bereits straffällig geworden sind.

Textgröße:

Bei dem Entwurf von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) handle es sich um die "finale Einigung" der Ampel-Partner, hieß es aus Koalitionskreisen gegenüber AFP. Im weiteren parlamentarischen Verfahren und der Verbändeanhörung könnten sich aber noch kleinere Änderungen ergeben.

Ministern Faeser bezeichnete die geplante Reform als "Paradigmenwechsel". Zugewanderte würden mit der Reform nicht mehr gezwungen, "einen Teil ihrer Identität aufzugeben", sagte sie der "Süddeutschen Zeitung", die als erstes über den Entwurf berichtet hatte. Die Union kritisierte die Pläne hingegen als "falsches Signal".

Ein Kernvorhaben der geplanten Reform betrifft die beschleunigte Einbürgerung: Vor allem Einwanderer, die schon mehrere Jahre in Deutschland leben, sollen schneller zu Staatsbürgern werden können.

Bislang mussten sie acht Jahre auf die Möglichkeit zur Einbürgerung warten. Künftig soll das schon nach fünf Jahren möglich sein - und in Ausnahmefällen bereits nach drei Jahren, wenn "besondere Integrationsleistungen" vorliegen. Dies können etwa gute Sprachkenntnissen, ehrenamtliches Engagement oder sehr gute Leistungen im Beruf sein.

Auch in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern sollen schneller Deutsche werden können. Die Bedingung: Ein Elternteil muss seit fünf Jahren rechtmäßig in Deutschland leben. Bislang galt das erst nach acht Jahren.

Bei Senioren, die älter als 67 Jahre sind, will Faeser schriftliche Sprachnachweise als Voraussetzung für einen deutschen Pass streichen. Stattdessen soll künftig der Nachweis mündlicher Sprachkenntnisse ausreichen.

Eine weitere wichtige Änderung betrifft den so genannten Doppel-Pass. Zugewanderte sollen künftig auch bei einer Einbürgerung ihre ursprüngliche Staatsangehörigkeit behalten dürfen. Bislang war die doppelte Staatsangehörigkeit nur in Ausnahmefällen möglich.

Diese bisherige Regelung entspreche nicht mehr der Praxis, heißt es in dem Entwurf. Seit Jahren würden die meisten Einbürgerungen trotz weiterer Staatsangehörigkeit vollzogen.

Der Entwurf enthält auch nachgeschärfte Vorgaben für jene Fälle, die einer Einbürgerung entgegenstehen. Darauf hatte vor allem die FDP gedrängt: Ihr war der im November von Faeser vorgelegte Entwurf in diesem Punkt zu lax. In der Neufassung wird klarer geregelt, dass bestimmte Straftaten eine Einbürgerung ausschließen. Ausdrücklich genannt werden etwa rassistische, menschenverachtende oder antisemitische Handlungen.

"Besonders wichtig ist das klare Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und unseren liberalen Werten", sagte der FDP-Innenexperte Stephan Thomae am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. "Diesbezüglich wollen wir Prüfungen und Sicherheitsabfragen verstärken."

Staatsanwaltschaften sollen Einwanderungsbehörden künftig solche Straftaten aktiv melden, um Einbürgerungen zu verhindern. Zudem soll nur Staatsbürger werden können, wer "wirtschaftlich integriert" ist und seinen Lebensunterhalt selbst bestreitet, also keine Sozialleistungen bekommt.

Ausnahmen soll es etwa für langjährige Gastarbeiter geben, die ihren Job unverschuldet verloren haben, oder auch für Eltern minderjähriger Kinder, wenn ein Elternteil arbeitet.

Der Unions-Innenexperte Alexander Throm (CDU) kritisierte die geplanten Erleichterungen bei der Einbürgerung. Durch die Reform "steigt das Risiko, dass vorschnell Personen eingebürgert werden, welche nicht ausreichend integriert sind", warnte er. Eine Einbürgerung nach drei bis fünf Jahren sei zu früh: "Integration braucht Zeit."

Ministerin Faeser sagte der "SZ" zum Ziel des Gesetzes: "Wir wollen, dass Menschen, die Teil unserer Gesellschaft geworden sind, unser Land auch demokratisch mitgestalten können." Dies sei auch entscheidend, um die Fachkräfte zu gewinnen.

F.Jackson--ThChM