The China Mail - Union dringt vor Kabinettsberatung auf Änderung von Wehrdienstplänen

USD -
AED 3.6725
AFN 63.497023
ALL 81.288822
AMD 376.301041
ANG 1.789731
AOA 917.000015
ARS 1399.250563
AUD 1.411552
AWG 1.8
AZN 1.703608
BAM 1.648308
BBD 2.013148
BDT 122.236737
BGN 1.647646
BHD 0.377018
BIF 2948.551009
BMD 1
BND 1.263342
BOB 6.906578
BRL 5.232802
BSD 0.999486
BTN 90.53053
BWP 13.182358
BYN 2.864548
BYR 19600
BZD 2.010198
CAD 1.36198
CDF 2255.00021
CHF 0.76982
CLF 0.021836
CLP 862.189811
CNY 6.90865
CNH 6.88755
COP 3667.97
CRC 484.785146
CUC 1
CUP 26.5
CVE 92.92908
CZK 20.447977
DJF 177.984172
DKK 6.29889
DOP 62.26691
DZD 129.64967
EGP 46.701691
ERN 15
ETB 155.660701
EUR 0.843025
FJD 2.19355
FKP 0.732816
GBP 0.73265
GEL 2.674976
GGP 0.732816
GHS 10.999115
GIP 0.732816
GMD 73.501015
GNF 8772.528644
GTQ 7.665922
GYD 209.102018
HKD 7.81523
HNL 26.408654
HRK 6.348595
HTG 131.053315
HUF 318.259967
IDR 16820
ILS 3.09151
IMP 0.732816
INR 90.72555
IQD 1309.386352
IRR 42125.000158
ISK 122.240236
JEP 0.732816
JMD 156.425805
JOD 0.70902
JPY 153.366978
KES 128.999879
KGS 87.450237
KHR 4020.092032
KMF 414.999864
KPW 900.007411
KRW 1441.620588
KWD 0.30661
KYD 0.832947
KZT 494.618672
LAK 21449.461024
LBP 89505.356044
LKR 309.057656
LRD 186.346972
LSL 16.041753
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.301675
MAD 9.139185
MDL 16.971623
MGA 4372.487379
MKD 51.962231
MMK 2099.655078
MNT 3565.56941
MOP 8.049153
MRU 39.835483
MUR 45.930026
MVR 15.405058
MWK 1733.150163
MXN 17.158365
MYR 3.90207
MZN 63.910191
NAD 16.041753
NGN 1353.780263
NIO 36.779052
NOK 9.511602
NPR 144.854004
NZD 1.654355
OMR 0.384498
PAB 0.999536
PEN 3.353336
PGK 4.290645
PHP 57.970993
PKR 279.547412
PLN 3.549205
PYG 6555.415086
QAR 3.642577
RON 4.295898
RSD 98.995946
RUB 76.700024
RWF 1459.237596
SAR 3.750242
SBD 8.045182
SCR 13.777115
SDG 601.497421
SEK 8.949465
SGD 1.261725
SHP 0.750259
SLE 24.449785
SLL 20969.49935
SOS 570.751914
SRD 37.753978
STD 20697.981008
STN 20.648358
SVC 8.745818
SYP 11059.574895
SZL 16.038634
THB 31.089416
TJS 9.429944
TMT 3.5
TND 2.881716
TOP 2.40776
TRY 43.70924
TTD 6.784604
TWD 31.386499
TZS 2604.329962
UAH 43.104989
UGX 3537.988285
UYU 38.531878
UZS 12284.028656
VES 392.73007
VND 25970
VUV 119.078186
WST 2.712216
XAF 552.845741
XAG 0.012992
XAU 0.0002
XCD 2.70255
XCG 1.801333
XDR 0.687563
XOF 552.845741
XPF 100.512423
YER 238.349855
ZAR 15.95686
ZMK 9001.199729
ZMW 18.166035
ZWL 321.999592
  • MDAX

    60.0400

    31359.08

    +0.19%

  • TecDAX

    -0.0600

    3655.27

    -0%

  • Euro STOXX 50

    6.6300

    5991.86

    +0.11%

  • DAX

    -39.5200

    24875.36

    -0.16%

  • SDAX

    14.2600

    17854.34

    +0.08%

  • EUR/USD

    -0.0014

    1.1857

    -0.12%

  • Goldpreis

    -48.0000

    4998.3

    -0.96%

Union dringt vor Kabinettsberatung auf Änderung von Wehrdienstplänen
Union dringt vor Kabinettsberatung auf Änderung von Wehrdienstplänen / Foto: © AFP/Archiv

Union dringt vor Kabinettsberatung auf Änderung von Wehrdienstplänen

Die Union dringt weiter auf Nachbesserungen an dem Gesetzentwurf von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) für einen neuen Wehrdienst. Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Henning Otte (CDU), warf Pistorius am Montag vor, unpopuläre Entscheidungen zu scheuen und so die nötige personelle Stärkung der Bundeswehr aufs Spiel zu setzen. Laut einem Bericht der "Welt" ist inzwischen auch der am Mittwoch geplante Kabinettsbeschluss zu der Neuregelung fraglich.

Textgröße:

Mit dem Entwurf des SPD-Ministers werde "verpasst, ein zielorientiertes Wehrdienstgesetz vorzulegen - Unbequemes, aber Erforderliches wird 'zunächst' vertagt", schrieb Otte in einem gemeinsam mit dem Potsdamer Militärhistoriker Sönke Neitzel verfassten Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom Montag. Die beiden fügten eine Warnung hinzu: "Wenn unsere Streitkräfte nicht von einer Verwaltungsbehörde in eine kriegstüchtige Armee umgebaut werden, könnte im Ernstfall das Schlimmste drohen, weil die Politik im Frieden zauderte und zögerte."

Der Union geht vor allem der Grundsatz der Freiwilligkeit in dem Wehrpflicht-Modell von Pistorius nicht weit genug. In der "Welt" hieß es dazu ohne nähere Quellenangabe, Außenminister Johann Wadephul (CDU) habe deswegen einen sogenannten Leitungsvorbehalt gegen die Vorlage des Verteidigungsministers eingelegt. Dies könne auf eine Absage der Kabinettsberatung hinauslaufen. In einem Gespräch auf Staatssekretärsebene mit Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) solle am Montagabend versucht werden, eine Klärung herbeizuführen, hieß es weiter.

Derzeit gibt es nur knapp 183.000 Soldatinnen und Soldaten bei der Bundeswehr. Pistorius strebt einen Aufwuchs auf mindestens 260.000 Soldatinnen und Soldaten an - dabei soll das neue Wehrdienstgesetz helfen. Die seit 2011 ausgesetzte Wehrpflicht in Deutschland wird damit aber nicht wieder eingeführt; Pistorius' Modell setzt weitgehend auf Freiwilligkeit. Die Union zweifelt, dass so die anvisierte personelle Stärkung der Truppe erreicht werden kann.

Otte und Neitzel kritisierten in ihrem "FAZ"-Beitrag, Pistorius bleibe mit seinem Gesetzentwurf bei Ankündigungen, anstatt "die dringend erforderlichen Strukturreformen anzustoßen und die materielle sowie vor allem personelle Stärkung der Truppe prioritär voranzutreiben". Den Anforderungen gerade angesichts der Bedrohung durch Russland werde der Entwurf nicht gerecht: "Mancher scheint jedoch zu hoffen, dass es zum Äußersten schon nicht kommen werde", schreiben sie. "Aber dies ist ein Vabanquespiel, auf das man sich nicht einlassen sollte."

In der Tat sei die Stärkung der Bundeswehr eine "Herkulesaufgabe, bei der es viele Widerstände in Parteien, Gewerkschaften, aber auch innerhalb der Streitkräfte zu überwinden gilt", schreiben Otte und Neitzel. "Die Pflicht zur Tapferkeit gilt aber nicht nur für unsere Soldaten. Auch verantwortliche Politiker müssen auf ihre Weise tapfer sein."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte eine Rückkehr zur Wehrpflicht. Deutschland sei das wirtschaftlich stärkste Land Europas und müsse "auf Dauer auch die stärkste Armee" haben, sagte Söder am Sonntagabend in der ARD. "Deswegen, glaube ich, wird an der Wehrpflicht kein Weg vorbeiführen." Er glaube "nicht, dass wir mit diesen Appellen zurechtkommen werden, die Bundeswehr noch ein bisschen attraktiver zu machen".

"Aus meiner Sicht genügt der vorliegende Entwurf eines Gesetzes zum neuen Wehrdienst noch nicht den gegenwärtigen sicherheitspolitischen Herausforderungen", sagte auch der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Thomas Röwekamp (CDU), der "Rheinischen Post". Er habe "erhebliche Zweifel", dass der geplante Personalaufwuchs so gelingen könne. Daher müsse das Gesetz einen "Automatismus hin zu einer verpflichtenden Heranziehung" enthalten, wenn zuvor festgelegte Aufwuchsziele verfehlt würden.

Nach Pistorius' Plänen soll ab dem kommenden Jahr in Anlehnung an das in Schweden praktizierte Modell an alle jungen Männer und Frauen ein Fragebogen versandt werden. Männer müssen ihn ausfüllen, für Frauen ist das freiwillig. Dabei soll das Interesse am Dienst in der Bundeswehr abgefragt werden. Geeignete Kandidaten und Kandidatinnen werden dann zur Musterung eingeladen. Ab 2028 sollen dann alle 18-jährigen Männer zu einer verpflichtenden Musterung - auch wenn sie sich nicht für den freiwilligen Wehrdienst entscheiden.

D.Wang--ThChM