The China Mail - Irans Justiz kündigt Schnellverfahren gegen Demonstranten an - Trump droht mit scharfer Reaktion

USD -
AED 3.6725
AFN 65.499729
ALL 82.012423
AMD 377.773158
ANG 1.79008
AOA 917.000037
ARS 1442.275002
AUD 1.437732
AWG 1.8
AZN 1.697294
BAM 1.659595
BBD 2.015639
BDT 122.394949
BGN 1.67937
BHD 0.376995
BIF 2965.596535
BMD 1
BND 1.27457
BOB 6.91481
BRL 5.271602
BSD 1.000776
BTN 90.44239
BWP 13.24927
BYN 2.866659
BYR 19600
BZD 2.012669
CAD 1.369065
CDF 2230.000275
CHF 0.7768
CLF 0.021932
CLP 866.00035
CNY 6.93805
CNH 6.938869
COP 3698
CRC 496.14758
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.565043
CZK 20.568969
DJF 178.211857
DKK 6.331013
DOP 63.157627
DZD 129.992996
EGP 46.861601
ERN 15
ETB 155.932472
EUR 0.847799
FJD 2.210498
FKP 0.732184
GBP 0.736925
GEL 2.694986
GGP 0.732184
GHS 10.987836
GIP 0.732184
GMD 73.000379
GNF 8783.310776
GTQ 7.675957
GYD 209.370505
HKD 7.81155
HNL 26.434899
HRK 6.3863
HTG 131.283861
HUF 322.487018
IDR 16879.45
ILS 3.13001
IMP 0.732184
INR 90.398099
IQD 1311.010794
IRR 42125.000158
ISK 122.770089
JEP 0.732184
JMD 156.523658
JOD 0.709003
JPY 156.875974
KES 129.102598
KGS 87.450209
KHR 4038.98126
KMF 418.999491
KPW 900.030004
KRW 1469.990241
KWD 0.307339
KYD 0.833956
KZT 493.576471
LAK 21509.911072
LBP 89638.030929
LKR 309.69554
LRD 186.137286
LSL 16.167606
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.339495
MAD 9.185352
MDL 17.007501
MGA 4427.737424
MKD 52.251206
MMK 2099.783213
MNT 3569.156954
MOP 8.05317
MRU 39.920067
MUR 46.059657
MVR 15.449897
MWK 1735.286131
MXN 17.426835
MYR 3.9525
MZN 63.750209
NAD 16.167606
NGN 1366.530344
NIO 36.826006
NOK 9.778903
NPR 144.708438
NZD 1.67346
OMR 0.384506
PAB 1.000776
PEN 3.36398
PGK 4.350519
PHP 58.550504
PKR 280.209677
PLN 3.58107
PYG 6608.484622
QAR 3.647395
RON 4.318398
RSD 99.504972
RUB 76.753269
RWF 1460.610278
SAR 3.750238
SBD 8.058149
SCR 14.862442
SDG 601.501385
SEK 9.03673
SGD 1.273565
SHP 0.750259
SLE 24.450362
SLL 20969.499267
SOS 570.904894
SRD 37.86973
STD 20697.981008
STN 20.789492
SVC 8.756194
SYP 11059.574895
SZL 16.159799
THB 31.705498
TJS 9.366941
TMT 3.505
TND 2.899825
TOP 2.40776
TRY 43.6127
TTD 6.776526
TWD 31.654974
TZS 2574.999777
UAH 43.184356
UGX 3572.383187
UYU 38.617377
UZS 12275.134071
VES 377.985125
VND 25960
VUV 119.687673
WST 2.726344
XAF 556.612755
XAG 0.013394
XAU 0.000205
XCD 2.702549
XCG 1.803594
XDR 0.692248
XOF 556.610394
XPF 101.198154
YER 238.396166
ZAR 16.198103
ZMK 9001.200805
ZMW 18.589121
ZWL 321.999592
  • SDAX

    -136.6300

    17741.84

    -0.77%

  • DAX

    60.6600

    24551.72

    +0.25%

  • TecDAX

    -27.3100

    3600.74

    -0.76%

  • Goldpreis

    -0.3000

    4889.2

    -0.01%

  • Euro STOXX 50

    18.1200

    5943.82

    +0.3%

  • EUR/USD

    0.0009

    1.1795

    +0.08%

  • MDAX

    -16.7700

    31417.74

    -0.05%

Irans Justiz kündigt Schnellverfahren gegen Demonstranten an - Trump droht mit scharfer Reaktion
Irans Justiz kündigt Schnellverfahren gegen Demonstranten an - Trump droht mit scharfer Reaktion / Foto: © AFP

Irans Justiz kündigt Schnellverfahren gegen Demonstranten an - Trump droht mit scharfer Reaktion

Die Justizbehörden im Iran haben Schnellverfahren gegen die bei den regierungskritischen Protesten festgenommenen Demonstranten angekündigt. "Wenn jemand jemanden verbrannt, enthauptet und angezündet hat, dann müssen wir unsere Arbeit schnell erledigen", sagte Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei am Mittwoch im Staatsfernsehen. US-Angaben zufolge soll eine erste Hinrichtung bereits am Mittwoch vollstreckt werden. US-Präsident Donald Trump drohte der Islamischen Republik mit einer scharfen Reaktion. Den protestierenden Menschen im Iran hatte er zuvor Unterstützung zugesichert.

Textgröße:

Der iranische Justizchef äußerte sich während eines Besuchs in einem Gefängnis in Teheran, in dem Protestierende inhaftiert sind. Medienberichten zufolge verbrachte Mohseni Edschei fünf Stunden in der Haftanstalt, um die Fälle zu prüfen. Iranische Nachrichtenagenturen zitierten ihn mit der Äußerung, die Schnellverfahren sollten als "öffentliche" Schauprozesse abgehalten werden.

Aktivisten gehen von tausenden Festnahmen im Zusammenhang mit den Proteste im Iran aus. Sie befürchten zahlreiche Hinrichtungen. Die Staatsanwaltschaft in Teheran hatte zuvor angekündigt, gegen einige "Unruhestifter" die Todesstrafe zu verhängen. Eine unbestimmte Zahl an Verdächtigen wegen des "Kriegs gegen Gott" (Moharebeh) angeklagt. Dabei handelt es sich nach islamischem Scharia-Recht um eine Straftat, auf die im Iran die Todesstrafe steht.

Dem US-Außenministerium zufolge wurden im Zuge der Proteste "mehr als 10.600 Demonstranten" festgenommen. "Der 26-jährige Erfan Soltani, dessen Hinrichtung für den 14. Januar angesetzt ist, ist einer von ihnen", erklärte das US-Außenministerium im Onlinedienst X. Amnesty International forderte den Iran auf, "alle Hinrichtungen, einschließlich der von Erfan Soltani, unverzüglich auszusetzen".

US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran im Falle der Hinrichtung festgenommener Demonstranten mit einer scharfen Reaktion. "Wir werden sehr entschlossene Maßnahmen ergreifen, wenn sie so etwas tun", sagte Trump am Dienstag in einem Interview mit dem Sender CBS News.

"Wenn sie anfangen, tausende Menschen zu töten, und jetzt erzählen Sie mir von Hinrichtungen, wir werden sehen, wie sich das für sie auswirkt", sagte der US-Präsident. Teheran bezeichnete die US-Warnungen als "Vorwand für eine militärische Intervention".

"Hilfe ist unterwegs", hatte Trump am Dienstag in Richtung der Demonstranten im Iran gesagt. Wie genau die Unterstützung aussehen könnte, verriet der US-Präsident nicht. Am Dienstag erklärte er jedoch alle Gespräche mit Teheran vorerst für beendet. "Ich habe alle Treffen mit iranischen Vertretern abgesagt, bis das sinnlose Töten von Demonstranten aufhört", schrieb er in seinem Onlinedienst Truth Social.

Die USA forderten ihre Staatsbürger auf, den Iran sofort zu verlassen und auf dem Landweg in Richtung Türkei oder Armenien auszureisen. Falls dies nicht möglich sei, sollten US-Bürger sich an einen sicheren Ort zurückzuziehen, hieß es in einer Mitteilung der virtuellen US-Botschaft im Iran. Sie sollten in jedem Fall Demonationen meiden und sich unauffällig verhalten.

Im Iran gehen die Behörden derzeit brutal gegen Demonstranten vor, die seit gut zwei Wochen gegen die religiöse und politische Führung auf die Straße gehen. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHR) wurden mindestens 734 Menschen getötet. "Die wirkliche Zahl der Getöteten dürfte in die Tausende gehen", erklärte IHR-Chef Mahmud Amiry-Moghaddam.

Menschenrechtsorganisationen werfen Teheran vor, Demonstranten gezielt erschossen und das Ausmaß der Unterdrückung durch eine Internetsperre verschleiert zu haben. Der Zugang zum Internet war am Donnerstag gekappt worden. Der Iran sei "weiterhin offline", erklärte die in London ansässige Organisation Netblocks am Mittwoch im Onlinedienst X unter Berufung auf Live-Netzdaten. Die Sperre dauere bereits mehr als 130 Stunden an, das Land befinde sich weiterhin in "digitaler Dunkelheit".

Dennoch drangen einige Informationen aus dem Iran nach außen. Dazu zählen neue Videos in den Onlinenetzwerken von Leichensäcken in Kahrisak südlich von Teheran und verzweifelten Angehörigen auf der Suche nach ihren Lieben. Die Orte wurden von der Nachrichtenagentur AFP verifiziert.

Die iranischen Behörden betonten indes, dass sie die Proteste unter Kontrolle gebracht hätten. Iranische Staatsmedien meldeten, dass dutzende Sicherheitskräfte von "Unruhestiftern" getötet worden seien. Für Mittwoch kündigten die Behörden in Teheran ein zeremonielles Massenbegräbnis der "Märtyrer" an.

Der im US-Exil lebende Schah-Sohn Reza Pahlavi, der in den vergangenen Wochen zu einer Symbolfigur der iranischen Opposition geworden war, rief die Armee in seiner Heimat auf, die Proteste nicht weiter zu unterdrücken. "Ihr seid die nationale Armee des Iran, nicht die Armee der Islamischen Republik", erklärte er.

B.Clarke--ThChM