The China Mail - Zehntausende protestieren friedlich in Minneapolis gegen US-Einwanderungspolitik

USD -
AED 3.672504
AFN 65.000368
ALL 82.125815
AMD 366.589327
ANG 1.790403
AOA 917.000367
ARS 1487.956748
AUD 1.43575
AWG 1.8
AZN 1.70397
BAM 1.712385
BBD 2.016198
BDT 123.381342
BGN 1.69088
BHD 0.377446
BIF 2978.067679
BMD 1
BND 1.292212
BOB 6.923833
BRL 5.111404
BSD 1.001007
BTN 95.359629
BWP 13.538502
BYN 2.861533
BYR 19600
BZD 2.013308
CAD 1.41735
CDF 2258.000362
CHF 0.808342
CLF 0.023592
CLP 928.512017
CNY 6.77695
CNH 6.782275
COP 3294.663573
CRC 455.36926
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.54161
CZK 21.248804
DJF 178.260299
DKK 6.548975
DOP 58.783873
DZD 133.256578
EGP 49.661603
ERN 15
ETB 160.578558
EUR 0.875804
FJD 2.233204
FKP 0.746145
GBP 0.746185
GEL 2.64504
GGP 0.746145
GHS 11.476601
GIP 0.746145
GMD 73.503851
GNF 8779.932583
GTQ 7.638226
GYD 209.403318
HKD 7.83915
HNL 26.799457
HRK 6.600504
HTG 131.007311
HUF 311.790388
IDR 18080.55
ILS 3.010904
IMP 0.746145
INR 95.330504
IQD 1311.38642
IRR 1374750.000352
ISK 125.640386
JEP 0.746145
JMD 158.166616
JOD 0.70904
JPY 161.66504
KES 129.387559
KGS 87.448804
KHR 4035.371886
KMF 432.00035
KPW 900.00035
KRW 1499.150383
KWD 0.30956
KYD 0.834216
KZT 471.916999
LAK 22573.217178
LBP 89643.129186
LKR 335.849057
LRD 181.788732
LSL 16.304951
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.411592
MAD 9.351311
MDL 17.593136
MGA 4291.905617
MKD 53.972771
MMK 2099.466399
MNT 3585.261694
MOP 8.082914
MRU 39.881802
MUR 47.080378
MVR 15.450378
MWK 1735.849057
MXN 17.468404
MYR 4.070377
MZN 63.903729
NAD 16.304951
NGN 1377.920377
NIO 36.834041
NOK 9.782604
NPR 152.575406
NZD 1.727265
OMR 0.384617
PAB 1.001007
PEN 3.400604
PGK 4.468765
PHP 61.447038
PKR 278.263976
PLN 3.79005
PYG 6085.890645
QAR 3.649433
RON 4.587104
RSD 102.77109
RUB 76.636169
RWF 1470.559909
SAR 3.758206
SBD 8.048583
SCR 14.56525
SDG 600.503676
SEK 9.714225
SGD 1.292804
SHP 0.746601
SLE 24.350371
SLL 20969.503664
SOS 572.078974
SRD 37.610504
STD 20697.981008
STN 21.450773
SVC 8.75892
SYP 110.532098
SZL 16.302587
THB 33.288038
TJS 9.264632
TMT 3.5
TND 2.958981
TOP 2.40776
TRY 46.984504
TTD 6.801208
TWD 32.113504
TZS 2630.214945
UAH 44.533818
UGX 3683.404106
UYU 40.362474
UZS 12090.355908
VES 708.806404
VND 26267.5
VUV 119.005629
WST 2.760902
XAF 574.317734
XAG 0.016706
XAU 0.000243
XCD 2.70255
XCG 1.804141
XDR 0.714267
XOF 574.317734
XPF 104.417108
YER 237.075037
ZAR 16.316875
ZMK 9001.203584
ZMW 18.04404
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    -27.1000

    4113.7

    -0.66%

  • DAX

    -51.1800

    25067.09

    -0.2%

  • Euro STOXX 50

    -14.3000

    6269.97

    -0.23%

  • MDAX

    82.1000

    31919.45

    +0.26%

  • TecDAX

    13.8300

    3838.42

    +0.36%

  • EUR/USD

    -0.0015

    1.1419

    -0.13%

  • SDAX

    53.5800

    18128.23

    +0.3%

Zehntausende protestieren friedlich in Minneapolis gegen US-Einwanderungspolitik
Zehntausende protestieren friedlich in Minneapolis gegen US-Einwanderungspolitik / Foto: © AFP

Zehntausende protestieren friedlich in Minneapolis gegen US-Einwanderungspolitik

In Minneapolis haben am Freitag zehntausende Menschen friedlich gegen die Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump protestiert. Anders als bei vorherigen Protesten gab es keine Festnahmen, Verletzungen oder Sachbeschädigungen, wie die Polizei von Minneapolis der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Auch in Los Angeles gingen Menschen gegen das harte Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE auf die Straße. Nach den tödlichen Schüssen auf zwei US-Bürger bei Abschiebe-Razzien war zu einem landesweiten Aktionstag unter dem Motto "Nationaler Shutdown" aufgerufen worden.

Textgröße:

Der Protest bei eisigen Temperaturen wurde von Rockstar Bruce Springsteen unterstützt. Er sang bei der Demonstration in Minneapolis seinen neuen Protestsong "Streets of Minneapolis", den er nach den tödlichen Schüssen komponiert hatte. "Dies ist für die Menschen von Minneapolis, die Menschen in Minnesota und die Menschen in unserem guten Land, den Vereinigten Staaten von Amerika", sagte Springsteen vor den Demonstranten.

In seinem Lied wendet sich der 76-jährige Rockstar gegen "König Trumps Privatarmee", die "Besatzer-Stiefel" trägt und "Pistolen an ihre Mäntel geschnallt hat". Er spielt damit auf die rund 3000 Bediensteten der Einwanderungsbehörde ICE und der Grenzschutzagentur CBP an, die die Trump-Regierung nach Minneapolis entsandt hatte, um Zuwanderer ohne Aufenthaltserlaubnis aufzuspüren.

Am vergangenen Samstag war der 37-jährige Krankenpfleger Alex Pretti am Rande einer Abschiezzia in Minneapolis erschossen worden. Das US-Heimatschutzministerium sprach zunächst von "Abwehrschüssen" der Einsatzkräfte. Videoaufnahmen zeigen den bereits überwältigten Pretti jedoch am Boden, als die tödlichen Schüsse fielen. Das Vorgehen der Einsatzkräfte in Minneapolis, die dort bereits am 7. Januar die unbewaffnete Autofahrerin Renee Good erschossen hatten, löste landesweit Empörung und in einigen Städten Proteste aus.

Im Zusammenhang mit vorherigen Protesten wurden am Freitag zwei Journalisten festgenommen: der frühere CNN-Moderator Don Lemon und die freie Journalistin Georgia Fort. Lemon und acht weiteren Menschen werden Verstöße gegen die Bürgerrechte vorgeworfen.

US-Justizministerin Pam Bondi begründete die Festnahmen damit, dass Lemon und andere einen "koordinierten Angriff" auf eine Kirche im Bundesstaat Minnesota verübt hätten. Demonstranten hatten am 18. Januar einen Gottesdienst in einer Kirche in St. Paul, der Hauptstadt von Minnesota, gestört, weil sie dort den stellvertretenden Leiter des örtlichen ICE‑Büros vermuteten.

Lemon hatte den Pastor der betroffenen Kirche in einem Interview gefragt, ob der Protest nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt sei, die im ersten Zusatzartikel der US-Verfassung festgeschrieben ist. Der Geistliche verurteilte die Aktion in seinem Gotteshaus dagegen als "schändlich".

Lemon verbrachte die Nacht zum Samstag in Los Angeles in Gewahrsam, wie sein Anwalt erklärte. Nach einer kurzen Gerichtsanhörung wurde er US-Medien zufolge wieder freigelassen. Er soll demnach am 9. Februar erneut in Minneapolis vor Gericht erscheinen.

Journalistenverbände und auch die Demokraten im Kongress hatten das Vorgehen gegen die Journalisten als eklatanten Angriff auf die Pressefreiheit verurteilt.

Nachdem er zuvor einen versöhnlicheren Ton angeschlagen hatte, übte Trump am Freitag erneut scharfe Kritik an Pretti. Er schrieb in seinem Onlinedienst Truth Social, der Krankenpfleger sei ein "Unruhestifter und möglicherweise Aufständischer" gewesen. Trump verwies auf ein Video, das Pretti anderthalb Wochen vor seinem Tod zeigen soll. Darin beschädigt der Krankenpfleger offenbar das Rücklicht eines Wagens von Bundesbediensteten und spuckt in Richtung der Einsatzkräfte aus.

Nach der großen Empörung über die Todesfälle hatte Trump angekündigt, die Lage beruhigen zu wollen. Er entsandte seinen Grenzbeauftragten Tom Homan nach Minneapolis, der inzwischen einen Teilabzug der Einsatzkräfte der Regierung in Aussicht stellte. Wann dieser erfolgen soll und wie viele der rund 3000 ICE-Mitarbeiter abgezogen werden, sagte Homan jedoch nicht.

Das US-Justizministerium kündigte derweil weitere Untersuchungen zu einem möglichen Verstoß gegen die Grundrechte von Pretti an. Diese sollen die bereits laufenden Untersuchungen des Heimatschutzministeriums sowie der Bundespolizei FBI zu den Umständen der tödlichen Schüsse auf Pretti ergänzen, erklärte der stellvertretende Justizminister Todd Blanche.

Die Regierung in Washington trat derweil um Mitternacht (Ortszeit, 6.00 Uhr MEZ) in eine kurzzeitige Haushaltssperre. Im Streit um schärfere Auflagen für die Einwanderungsbehörde ICE zwischen dem Weißen Haus und den Demokraten hatte sich der US-Senat am Freitag zwar auf einen zuvor ausgehandelten Kompromiss geeinigt. Der Text muss jedoch vom Repräsentantenhaus bewilligt werden, das erst am Montag wieder tagt. Demokraten wie Republikaner äußerten sich hoffnungsvoll, dass der Shutdown höchstens wenige Tage andauert.

D.Wang--ThChM