The China Mail - Sprunghaft gestiegene Energiepreise: Politik diskutiert über Folgen

USD -
AED 3.672502
AFN 63.000358
ALL 82.993708
AMD 376.585458
ANG 1.789731
AOA 916.999807
ARS 1415.000303
AUD 1.415769
AWG 1.8
AZN 1.698002
BAM 1.686965
BBD 2.014724
BDT 122.351987
BGN 1.647646
BHD 0.377289
BIF 2972.894879
BMD 1
BND 1.279224
BOB 6.912345
BRL 5.2354
BSD 1.000289
BTN 92.041764
BWP 13.422003
BYN 2.909869
BYR 19600
BZD 2.011877
CAD 1.364965
CDF 2254.999965
CHF 0.77975
CLF 0.022809
CLP 900.609808
CNY 6.900201
CNH 6.89847
COP 3806.03
CRC 470.34368
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.108098
CZK 20.922302
DJF 178.131995
DKK 6.41493
DOP 59.989736
DZD 130.710104
EGP 50.18825
ERN 15
ETB 155.15571
EUR 0.85863
FJD 2.20805
FKP 0.75023
GBP 0.747025
GEL 2.705023
GGP 0.75023
GHS 10.773046
GIP 0.75023
GMD 72.999968
GNF 8772.868023
GTQ 7.671441
GYD 209.27655
HKD 7.816025
HNL 26.474838
HRK 6.472102
HTG 131.252318
HUF 331.317499
IDR 16871
ILS 3.074009
IMP 0.75023
INR 92.032595
IQD 1310.464394
IRR 1314572.497068
ISK 124.069828
JEP 0.75023
JMD 156.257952
JOD 0.708985
JPY 157.053016
KES 129.050019
KGS 87.450303
KHR 4014.162559
KMF 424.999878
KPW 900.000382
KRW 1464.409835
KWD 0.30757
KYD 0.83365
KZT 500.414022
LAK 21415.941416
LBP 89590.272362
LKR 310.109413
LRD 183.557378
LSL 16.374669
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.362103
MAD 9.311137
MDL 17.305088
MGA 4191.949904
MKD 52.988073
MMK 2099.833571
MNT 3570.385655
MOP 8.038314
MRU 39.74072
MUR 47.330232
MVR 15.449596
MWK 1734.225201
MXN 17.589795
MYR 3.941498
MZN 63.904973
NAD 16.37474
NGN 1379.29047
NIO 36.813256
NOK 9.633755
NPR 147.266823
NZD 1.68883
OMR 0.384474
PAB 1.00028
PEN 3.368065
PGK 4.367908
PHP 58.437957
PKR 279.589775
PLN 3.66023
PYG 6456.982917
QAR 3.657606
RON 4.375898
RSD 100.842284
RUB 78.020984
RWF 1462.007219
SAR 3.753589
SBD 8.045182
SCR 13.689993
SDG 601.499176
SEK 9.178135
SGD 1.274265
SHP 0.750259
SLE 24.401245
SLL 20969.49935
SOS 570.657213
SRD 37.59098
STD 20697.981008
STN 21.132258
SVC 8.753105
SYP 110.530152
SZL 16.381381
THB 31.469495
TJS 9.553074
TMT 3.5
TND 2.936953
TOP 2.40776
TRY 43.965098
TTD 6.777848
TWD 31.6205
TZS 2564.149011
UAH 43.625692
UGX 3720.97035
UYU 38.426207
UZS 12209.427697
VES 421.34985
VND 26220
VUV 119.07308
WST 2.713037
XAF 565.789894
XAG 0.011537
XAU 0.000192
XCD 2.70255
XCG 1.802805
XDR 0.703661
XOF 565.789894
XPF 102.867099
YER 238.502746
ZAR 16.34803
ZMK 9001.20124
ZMW 19.131162
ZWL 321.999592
  • SDAX

    410.2400

    17504.33

    +2.34%

  • MDAX

    583.8400

    30384.86

    +1.92%

  • TecDAX

    98.8400

    3716.15

    +2.66%

  • Goldpreis

    45.5000

    5169.2

    +0.88%

  • DAX

    436.7100

    24227.36

    +1.8%

  • Euro STOXX 50

    109.5900

    5881.32

    +1.86%

  • EUR/USD

    0.0023

    1.164

    +0.2%

Sprunghaft gestiegene Energiepreise: Politik diskutiert über Folgen
Sprunghaft gestiegene Energiepreise: Politik diskutiert über Folgen / Foto: © AFP

Sprunghaft gestiegene Energiepreise: Politik diskutiert über Folgen

Tankrabatt, Steuersenkungen oder Einführung einer Übergewinnsteuer: Angesichts von stark gestiegenen Energiepreisen nach dem Beginn des Iran-Kriegs diskutiert die Politik über mögliche Entlastungen für Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Bundesregierung wies Eingriffe in den Markt am Mittwoch zurück. Dazu sehe die Regierung "keinen Anlass", sagte ihr Sprecher Stefan Kornelius.

Textgröße:

Die Rohölpreise sind seit Beginn des Iran-Kriegs am Samstag stark gestiegen. Die Folgen zeigten sich am Mittwoch erneut an Deutschlands Tankstellen: Am Vormittag kostete ein Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt laut ADAC 1,944 Euro. Der Preis für einen Liter Diesel stieg auf 1,993 Euro. Am Dienstag hatte der Preis für Benzin im Tagesdurchschnitt bei 1,897 Euro gelegen, für Diesel bei 1,917 Euro.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) sagte in einem Podcast des Magazins Politico, es sei kurzfristig zwar unklar, ob es etwa "einen neuen Tankrabatt braucht" - wichtig sei aber, "Reaktionsmechanismen" zu entwickeln. "Wir müssen damit rechnen, dass, wenn diese Situation dort länger läuft, dass es dann auch entsprechend Entscheidungen hier in Europa geben muss."

Die Ampel-Regierung hatte in der Energiekrise nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine die Energiesteuer auf Kraftstoffe für drei Monate gesenkt. Gegen einen solchen Tankrabatt sprach sich Ifo-Präsident Clemens Fuest aus. Der Anstieg der Spritpreise sei ein Signal für die Verknappung des Öls, sagte er der "Welt". "Es ist wichtig, dass die Autofahrer dieses Preissignal spüren und entsprechend ihr Verhalten ändern, soweit sie können."

SPD-Fraktionsvize Armand Zorn brachte eine mögliche Überprüfung der Ölkonzerne durch das Bundeskartellamt ins Spiel. "Sollte sich zeigen, dass Mineralölkonzerne geopolitische Unsicherheiten nutzen, um überzogene Gewinne zu erzielen, wäre das inakzeptabel", erklärte Zorn. "Dann muss das Bundeskartellamt konsequent prüfen und gegebenenfalls einschreiten."

Die Linke hatte bereits am Dienstag eine Übergewinnsteuer für Energiekonzerne gefordert. Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek sagte am Mittwoch in Berlin, es brauche einen Preisdeckel für Energie, der gegenfinanziert werde, "indem man die Übergewinne abschöpft von diesen Großkonzernen". Das sei jedoch "auch keine Dauerlösung": Deutschland müsse von fossilen Energieträgern unabhängig werden.

SPD-Politiker Zorn erklärte, die Bundesregierung müsse sich auf alle Szenarien vorbereiten. Dazu gehöre auch die Nutzung der strategischen Reserven, um Preissprünge abzufedern. "Wir brauchen einen gemeinsamen Krisenplan mit unseren europäischen Partnern, der Marktverwerfungen reduziert und Preise stabilisiert."

Die EU-Kommission geht nach eigenen Angaben bislang nicht von einem Notstand infolge des Iran-Kriegs aus. "Preise und Nachfolgen bleiben aber Grund zur Sorge", teilte eine Beamte nach der Sitzung zweier Expertengruppen zu den Öl- und Gasmärkten am Mittwoch mit. Die Folgen hingen von der Dauer des Krieges, den Schäden und der Schließung der LNG-Anlagen in Katar ab.

Die AfD und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) forderten die Abschaffung der CO2-Steuer in Deutschland. Der AfD-Politiker Reinhard Mixl erklärte, die Bundesregierung müsse die CO2-Steuer "sofort" streichen und zudem die Benzinsteuer "radikal" senken. BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht sagte dem "Stern", zusätzlich zur Streichung der CO2-Abgabe müsse die Regierung die Mehrwertsteuer auf Energie um mindestens sieben Prozent absenken.

Auch der FDP-Vorsitzende Christian Dürr sprach sich für eine dauerhafte Senkung der Energiesteuern aus. "Die von der Regierung versprochene Stromsteuersenkung muss sofort für alle kommen", erklärte er. Bei den Steuern auf Kraftstoffe dürfe es nicht sein, dass der Staat bei einem steigenden Ölpreis "sogar noch Profit daraus zieht". Zur Gegenfinanzierung machten die Parteien keine Angaben.

I.Taylor--ThChM--ThChM