The China Mail - Kanzler in Kiew: Hilfe für Ukraine zur Abwehr "barbarischer Angriffe" aus Russland

USD -
AED 3.672504
AFN 66.000368
ALL 81.708779
AMD 361.738976
ANG 1.790365
AOA 917.000367
ARS 1524.875041
AUD 1.44321
AWG 1.8025
AZN 1.70397
BAM 1.737022
BBD 2.009681
BDT 122.678627
BGN 1.683441
BHD 0.376127
BIF 3010.346818
BMD 1
BND 1.277055
BOB 11.988987
BRL 5.210804
BSD 0.997824
BTN 96.669479
BWP 13.794573
BYN 3.005462
BYR 19600
BZD 2.00675
CAD 1.42495
CDF 2310.000362
CHF 0.8304
CLF 0.025096
CLP 990.920396
CNY 6.70455
CNH 6.712104
COP 3308.76149
CRC 457.213908
CUC 1
CUP 23.946889
CVE 97.930636
CZK 21.719304
DJF 177.681069
DKK 6.642604
DOP 59.576358
DZD 133.728851
EGP 52.195035
ERN 15
ETB 162.975798
EUR 0.88815
FJD 2.24725
FKP 0.755263
GBP 0.756974
GEL 2.60504
GGP 0.755263
GHS 11.718993
GIP 0.755263
GMD 73.503851
GNF 8777.476797
GTQ 7.625561
GYD 208.721524
HKD 7.847404
HNL 26.788934
HRK 6.696704
HTG 130.662996
HUF 327.440388
IDR 17888.5
ILS 3.05233
IMP 0.755263
INR 96.325504
IQD 1307.16284
IRR 1746539.503816
ISK 121.930386
JEP 0.755263
JMD 157.964386
JOD 0.70904
JPY 157.840385
KES 129.517297
KGS 87.450384
KHR 4047.24899
KMF 438.00035
KPW 900.000318
KRW 1343.510383
KWD 0.30883
KYD 0.831476
KZT 448.314756
LAK 22413.073405
LBP 89353.168436
LKR 329.979129
LRD 170.620365
LSL 16.683601
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.390159
MAD 9.913406
MDL 17.831165
MGA 4408.721524
MKD 54.687153
MMK 2099.850161
MNT 3596.272149
MOP 8.065101
MRU 39.872996
MUR 48.150378
MVR 15.460378
MWK 1730.183401
MXN 18.160804
MYR 4.084904
MZN 63.903729
NAD 16.683601
NGN 1330.790377
NIO 36.715662
NOK 9.618604
NPR 154.671167
NZD 1.780469
OMR 0.383712
PAB 0.997824
PEN 3.457791
PGK 4.518851
PHP 62.583504
PKR 276.36618
PLN 3.89575
PYG 5837.737022
QAR 3.637106
RON 4.741904
RSD 104.338559
RUB 83.307429
RWF 1477.774324
SAR 3.74329
SBD 8.078071
SCR 13.73871
SDG 601.503676
SEK 10.040104
SGD 1.278604
SHP 0.75503
SLE 24.603667
SLL 20969.491881
SOS 570.273991
SRD 37.811504
STD 20697.981008
STN 21.759403
SVC 8.730405
SYP 13002.000254
SZL 16.680137
THB 33.503646
TJS 9.184777
TMT 3.5
TND 2.973311
TOP 2.40776
TRY 49.127504
TTD 6.765842
TWD 31.821804
TZS 2629.246414
UAH 44.897287
UGX 3981.526711
UYU 40.21493
UZS 11768.728629
VES 865.47815
VND 25985.5
VUV 119.582079
WST 2.788611
XAF 582.588484
XAG 0.016565
XAU 0.000241497186
XCD 2.70255
XCG 1.798304
XDR 0.707052
XOF 582.588484
XPF 105.919446
YER 236.303589
ZAR 16.65505
ZMK 9001.203584
ZMW 19.606554
ZWL 321.999592
SSP 5712.591527
MXV 2.054862
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Kanzler in Kiew: Hilfe für Ukraine zur Abwehr "barbarischer Angriffe" aus Russland

Kanzler in Kiew: Hilfe für Ukraine zur Abwehr "barbarischer Angriffe" aus Russland

Luftalarm, Drohnenangriff und eine scharfe Warnung aus Moskau: Bei einem Besuch unter dramatischen Umständen in Kiew hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unbeirrt in seiner Unterstützung für die Ukraine gezeigt. Er sagte dem Land am Sonntag Militär- und Infrastruktur-Hilfen von über einer Milliarde Euro zu. Während seines Besuchs wurde eine Brücke in Kiew von einer russischen Drohne getroffen.

Textgröße:

"Herr Putin, hören Sie diesen sinnlosen Krieg auf," reagierte der Kanzler und sprach von "täglichen Kriegsverbrechen" durch Russland.

Merz war am Morgen überraschend in der ukrainischen Hauptstadt eingetroffen. Kurz nach seiner Ankunft ertönten die Sirenen und warnten vor russischen Drohnen. Bereits am Vortag hatte das russische Außenministerium Ausländer und Diplomaten vor Besuchen in Kiew gewarnt. Jeder, der die Warnung missachte, setze sich einer "tödlichen Gefahr" aus.

Merz, der von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) begleitet wurde, hob später hervor: "Ich weiß nicht, ob die Drohung auf meinen Besuch bezogen war - und wenn sie es ist, dann lasse ich mich davon auch nicht beeindrucken." Es habe während seines Besuchs in Kiew drei Mal Drohnenalarm gegeben. Er habe sich aber nicht in einen Bunker flüchten müssen. "Wir lassen uns auch nicht einschüchtern durch einen Drohnenangriff."

Merz sicherte der Ukraine vielmehr "all unsere Unterstützung" zu. "Wenn Russland nicht gestoppt wird, richtet sich seine Kriegsmaschinerie früher oder später gegen uns", warnte er. Kurz vor dem fünften Kriegswinter bombardiere Russland Städte, Wohnhäuser und Heizkraftwerke - dies sei "Terror".

Merz besuchte zusammen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj unter anderem die Akademie der Wissenschaften in Kiew, die am Montag von einer russischen Drohne getroffen worden war. Auch dort waren dann Sirenen zu hören und Explosionen in der Ferne.

Merz betonte: "Diese barbarischen Angriffe auf die Zivilbevölkerung müssen aufhören." Und er fügte hinzu: "Das sind tägliche Kriegsverbrechen, die hier verübt werden." Zugleich bot er Moskau erneut Gespräche an, "aber erst wenn die Waffen schweigen".

Selenskyj sagte, die USA würden neue trilaterale Gespräche mit Kiew und Moskau bis Ende Oktober planen - auf Expertenebene. Auch er verurteilte die ständigen russischen Angriffe bei Tag und Nacht in Kiew, die russischen Angreifer seien "absolute Barbaren".

Kurz nach Merz' Ankunft war am Sonntag nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko "die Straße der Nordbrücke" über den Fluss Dnipro in Kiew von mindestens einer russischen Drohne getroffen worden. In Videoaufnahmen war ein großer Krater in der Fahrbahn der Brücke zu sehen. Russland hatte in den vergangenen Tagen bereits mehrere Brücken in Kiew sowie Energieinfrastruktur angegriffen. Klitschko nannte die Lage in der Stadt am Freitag "extrem dramatisch".

Deutschland ist laut Merz der größte Unterstützer der Ukraine im Kampf gegen den russischen Angriffskrieg. Der Kanzler brachte nun weitere konkrete Hilfe mit: Nach seinen Worten wird ein weiteres Paket militärischer Unterstützung im Umfang von rund einer Milliarde Euro auf den Weg gebracht. Es umfasst Abstandswaffen, Kampfdrohnen und Satellitentechnik. Damit soll die Ukraine künftig Abschussrampen in Russland wirksamer bekämpfen können.

Der Schwerpunkt der deutschen Hilfe liegt aber auf der Produktion von Drohnen zur Abwehr von russischen Jet-Drohnen vom Typ Geran, die schneller und höher fliegen und gegen die die Ukraine bisher wenig ausrichten kann.

Joint Ventures zwischen Ukrainern und Europäern produzieren zusammen militärische Abwehr-Ausrüstung, wie das Unternehmen Quantum Systems, das in Bayern Drohnen für Kiew herstellt. "Wir bringen nun Tempo in die Produktion. Diese Stärkung ist dringend notwendig", sagte Merz.

Darüber hinaus soll es deutsche Hilfe für die Energiesicherheit in der Ukraine vor dem fünften Kriegswinter geben. Für Infrastruktur und Energieversorgung stelle Deutschland 350 Millionen Euro bereit, sagte der Kanzler. Finanziert werden nach Angaben aus Regierungskreisen unter anderem Generatoren und Umspannanlagen. Die Ukraine sei bereit, im Gegenzug Rüstungsgüter in Deutschland einzukaufen, hieß es.

Merz machte deutlich, dass er die zunehmende Kritik in Deutschland an der Unterstützung für die Ukraine ernst nehme. Es gehe aber um die freiheitliche Ordnung für ganz Europa, um die Zukunft Europas.

Moskau versucht seit einiger Zeit verstärkt, die Bevölkerung in der Ukraine zu zermürben und die Partner Kiews unter Druck zu setzen. Auch Einkaufszentren, Wohnhäuser und Züge wurden in den vergangenen Wochen in der Ukraine weit weg von der Front angegriffen. Ziel sei es offenbar, die "Moral der Ukrainer zu brechen", sagte Merz.

Russland kündigte derweil verstärkte Angriffe auf die Ukraine an. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte, infolge der Erklärung von Selenskyj zu verstärkten Angriffen auf russische Ölraffinerien werde die russische Armee ihre Angriffe "auf militärische und militärisch-industrielle Anlagen sowie damit zusammenhängende Infrakstruktur in Kiew und anderen Regionen der Ukraine intensivieren".

Ein Friedensschluss ist weiterhin nicht in Sicht. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hatte den russischen Außenminister Sergej Lawrow Ende September erstmals seit Kriegsbeginn zu einem Gespräch in New York getroffen. Dabei gab es keine Annäherung.

Z.Huang--ThChM