The China Mail - Keine klare Mehrheit nach Parlamentswahl: Israel vor schwieriger Regierungsbildung

USD -
AED 3.672501
AFN 63.999888
ALL 81.493572
AMD 360.299231
ANG 1.789785
AOA 917.999844
ARS 1538.504102
AUD 1.420475
AWG 1.8025
AZN 1.700358
BAM 1.755348
BBD 2.014118
BDT 124.150744
BGN 1.747831
BHD 0.37735
BIF 3000
BMD 1
BND 1.281553
BOB 11.995315
BRL 5.385499
BSD 1.000013
BTN 95.207367
BWP 13.822349
BYN 2.947868
BYR 19600
BZD 2.01121
CAD 1.396455
CDF 2314.999959
CHF 0.820885
CLF 0.025025
CLP 988.120208
CNY 6.661104
CNH 6.654815
COP 3178.94
CRC 454.76167
CUC 1
CUP 24.000287
CVE 99.201725
CZK 21.73135
DJF 177.719555
DKK 6.673175
DOP 60.649847
DZD 135.212991
EGP 56.0022
ERN 15
ETB 161.149809
EUR 0.89293
FJD 2.23975
FKP 0.747647
GBP 0.746235
GEL 2.596669
GGP 0.747647
GHS 11.650351
GIP 0.747647
GMD 74.000047
GNF 8800.000173
GTQ 7.645879
GYD 209.614159
HKD 7.845485
HNL 26.999943
HRK 6.76901
HTG 131.054259
HUF 326.685502
IDR 18141
ILS 3.109045
IMP 0.747647
INR 95.19945
IQD 1514
IRR 1868414.999511
ISK 121.270346
JEP 0.747647
JMD 158.760361
JOD 0.708949
JPY 157.3875
KES 129.969799
KGS 87.447994
KHR 4072.999737
KMF 440.999859
KPW 899.999961
KRW 1335.614996
KWD 0.31082
KYD 0.833326
KZT 453.3167
LAK 22534.999703
LBP 89549.999599
LKR 332.450795
LRD 170.450306
LSL 16.62971
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.425009
MAD 9.833501
MDL 18.045072
MGA 4595.000019
MKD 55.021155
MMK 2099.909661
MNT 3597.883233
MOP 8.082337
MRU 40.240127
MUR 47.479527
MVR 15.449554
MWK 1735.999806
MXN 18.887075
MYR 4.0484
MZN 63.909702
NAD 16.62989
NGN 1346.86991
NIO 36.809759
NOK 9.21625
NPR 152.332146
NZD 1.773065
OMR 0.384503
PAB 1.000013
PEN 3.459755
PGK 4.49025
PHP 63.703008
PKR 276.606258
PLN 3.91825
PYG 5858.938516
QAR 3.6455
RON 4.765499
RSD 104.936973
RUB 81.260542
RWF 1475
SAR 3.7541
SBD 8.058206
SCR 13.85815
SDG 601.506766
SEK 9.8195
SGD 1.27762
SHP 0.748335
SLE 22.894317
SLL 20969.504398
SOS 571.502368
SRD 37.644501
STD 20697.981008
STN 22.3
SVC 8.749697
SYP 13001.999685
SZL 16.629869
THB 33.720498
TJS 9.190174
TMT 3.5
TND 3.0207
TOP 2.40776
TRY 49.932604
TTD 6.779691
TWD 32.625989
TZS 2643.335002
UAH 45.55389
UGX 4360.137679
UYU 40.22581
UZS 11994.999699
VES 887.479804
VND 25798.5
VUV 119.217464
WST 2.773901
XAF 585.723725
XAG 0.01949
XAU 0.000250312891
XCD 2.70255
XCG 1.802288
XDR 0.707052
XOF 585.723725
XPF 107.3023
YER 236.197004
ZAR 16.614405
ZMK 9001.20203
ZMW 20.200416
ZWL 321.999592
SSP 5745.199062
MXV 2.129221
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Keine klare Mehrheit nach Parlamentswahl: Israel vor schwieriger Regierungsbildung
Keine klare Mehrheit nach Parlamentswahl: Israel vor schwieriger Regierungsbildung / Foto: © AFP

Keine klare Mehrheit nach Parlamentswahl: Israel vor schwieriger Regierungsbildung

Israel steht nach der Parlamentswahl vor einer schwierigen Regierungsbildung. Keines der beiden Lager erreichte eine Mehrheit, wie die Zentrale Wahlkommission des Landes nach der Auszählung aller Stimmen am Freitag mitteilte. Zum Königsmacher könnten nun die israelisch-arabischen Parteien werden, die bei der Wahl vom Dienstag ein Rekordergebnis einfuhren. Das Wahlergebnis lässt zähe Koalitionsverhandlungen erwarten. Bei einem Scheitern drohen Neuwahlen. Unterdessen verschärfte sich der Streit zwischen den gegnerischen Lagern.

Textgröße:

Der rechtsreligiöse Block von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu errang nach Auszählung aller Stimmen 53 Sitze. Das Oppositionsbündnis des Mitte-Rechts-Kandidaten Gadi Eisenkot kam demnach auf 48 Sitze. Für eine Mehrheit im israelischen Einkammerparlament mit seinen insgesamt 120 Abgeordneten sind 61 Sitze nötig.

Zum Königsmacher könnten nun die israelisch-arabischen Parteien werden: Sie sicherten sich zusammen 19 Sitze - so viele wie noch nie. Die beiden überwiegend arabischen Listen Raam und Vereinigte Liste schnitten damit deutlich besser ab als erwartet und könnten zum Königsmacher werden.

Für eine Mehrheit im israelischen Einkammerparlament mit seinen insgesamt 120 Abgeordneten sind 61 Sitze nötig. Als nächstes ist nun Präsident Isaac Herzog am Zug: Die endgültigen Ergebnisse werden ihm laut Zentraler Wahlkommission am Mittwoch offiziell vorgelegt. Anschließend wird er demnach Gespräche mit den jeweiligen Parteichefs aufnehmen, bevor er einen von ihnen mit der Regierungsbildung beauftragt.

Das muss nicht unbedingt derjenige sein, dessen Partei an der Spitze liegt, sondern jener mit der besten Aussicht, mindestens 61 Abgeordnete hinter sich zu vereinen. Regieren wird, wem es gelingt, eine mehr oder weniger breite und stabile Koalition zu schmieden. Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse könnten sich die Koalitionsverhandlungen allerdings über Wochen hinziehen.

Unterdessen verschärfte sich der Streit zwischen den politischen Lagern. Vor dem Hintergrund der historischen Zugewinne israelisch-arabischer Parteien hatte Netanjahus Koalition aus rechten und rechtsextremen Parteien bereits am Tag nach dem Urnengang vom Dienstag schwere Anschuldigungen erhoben und dringt nun auf Ermittlungen gegen diese Listen wegen angeblicher Finanzierung aus dem Ausland.

"Die Wahlen in Israel wurden gestohlen", erklärte die Likud-Partei am Donnerstag. Es gehe um einen "Anschlag auf die Demokratie" mit dem Ziel, Israel zu "islamisieren und die rechte Regierung zu stürzen". Sie sprach von einem "Raamgate"-Skandal als einem "politischen Erdbeben".

Der rechtsextreme Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir forderte die Festnahme der Chefs der israelisch-arabischen Parteien. Im Mittelpunkt des Streits standen Vorwürfe, wonach Raam Gelder aus Katar erhalten haben soll, um damit Stimmenkäufe zu finanzieren.

Die Wahlkommission hatte den Geheimdienst mit Blick auf die Vorwürfe am Mittwochabend zu Untersuchungen aufgefordert. Bislang wurden öffentlich keine Belege für die Anschuldigungen vorgelegt. Raam-Chef Mansur Abbas wies die Vorwürfe zurück. Auch das Golfemirat Katar nannte sie "lächerlich und gefährlich".

Netanjahu sieht sich selbst mit Vertuschungsvorwürfen im Zuge der sogenannten Katargate-Affäre konfrontiert. In deren Zentrum steht die mutmaßliche Bestechung israelischer Beamter aus Katar. Dabei geht es um den Verdacht des Inlandsgeheimdiensts Schin Bet, dass mehrere Vertraute Netanjahus Bestechungsgelder aus dem Golfemirat erhalten haben sollen, um ein positives Image in Israel zu befördern.

Oppositionsführer Eisenkot warf Netanjahu im Zuge der Likud-Anschuldigungen gegen die israelisch-arabischen Parteien vor, das Ergebnis der Parlamentswahl infrage stellen zu wollen. "Es ist bereits klar, dass Likud und Netanjahu eine koordinierte, organisierte Kampagne gestartet haben, die darauf abzielt, die Ergebnisse der Wahl zu delegitimieren", sagte Eisenkot am Donnerstag in einer Videobotschaft.

Eisenkots Verbündeter Jair Golan von den linksgerichteten Demokraten warf Netanjahus Block eine "widerliche Kampagne" vor, die darauf abziele, "den Willen der Bevölkerung, insbesondere der arabischen Bevölkerung, zu delegitimieren".

Der Schin Bet bestätigte, dass die Untersuchung laufe, betonte aber, es gehe nicht darum, "eine ganze Gemeinschaft zu beschuldigen, die auf demokratische und legale Weise gewählt hat".

Auch die Wahlkommission versuchte, die Spannungen zu entschärfen: Ihr amtierende Generaldirektor Dean Livne nannte die Behauptungen, es habe weitreichende Probleme gegeben, "völlig grundlos".

Die Wahl am Dienstag galt als Richtungsentscheidung über die künftige Ausrichtung des Landes sowie über die Zukunft Netanjahus, der mit Unterbrechungen bislang mehr als 19 Jahre lang Regierungschef war. Die Wahlbeteiligung war mit 77,7 Prozent die höchste seit Jahrzehnten. Netanjahu steht unter anderem wegen der Versäumnisse der Sicherheitskräfte beim Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 massiv in der Kritik.

N.Lo--ThChM