Goldpreis
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Laura Nolte lächelte verschmitzt. Der mögliche Gold-Hattrick 2030 in den französischen Alpen? "La Plagne hat natürlich einen besonderen Platz in unserem Herzen. Da hatten wir unseren ersten Weltcupsieg zusammen. Also ja, gucken wir mal, was die Zukunft bringt", sagte die weltbeste Bob-Pilotin nach ihrem zweiten Olympiasieg in Folge in ihrer Paradedisziplin Zweier - und schaute verlegen zu Erfolgsanschieberin Deborah Levi herüber.
Eigentlich, erzählte Nolte, sei der Plan gewesen, nach den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo aufzuhören. "Ich glaube, das haben wir uns jetzt beide so ein bisschen anders überlegt. Es macht einfach noch super viel Spaß", sagte Nolte, die mit 27 Jahren im besten Sportleralter ist: "Für uns ist es ein Privileg, das auch als Job ausüben zu können, weil es uns einfach so viel Spaß macht."
Seit vier Jahren ist die in Frankfurt am Main lebende Athletin nun die unangefochtene Bob-Königin, ihr Ausnahmekönnen stellte sie in den Dolomiten einmal mehr unter Beweis. Seit ihrem Durchbruch in Peking 2022 gewann Nolte im Zweier viermal den Gesamtweltcup und einen WM-Titel. In Cortina lag sie nach vier Läufen deutliche 0,53 Sekunden vor ihrer Teamkollegin Lisa Buckwitz.
"Wir wissen, wir sind die Gejagten. Die anderen wissen: Sie müssen etwas Besonderes schaffen, um uns zu schlagen", sagte Nolte. Das soll auch in den kommenden Jahren so bleiben - vielleicht sogar bis zu den nächsten Winterspielen in Frankreich.
Mit Buckwitz, die nach Olympiagold als Anschieberin von Mariama Jamanka 2018 in Pyeongchang nun eine Medaille als Pilotin gewann, bleibt eine starke Konkurrentin erhalten. "Ich fahre auf jeden Fall noch weiter", betonte die 31 Jahre alte Buckwitz: "Mal schauen, wie viele Jahre noch. In diesem Moment kann ich mir nicht vorstellen, 2030 an den Start zu gehen. Aber man weiß nie."
G.Tsang--ThChM