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Kylian Mbappé wusste, dass es vorbei war, als er in der 89. Minute einen Freistoß aus bester Position weit über das spanische Tor schoss. 0:2 stand es im Halbfinale von Arlington, die Zeit lief unerbittlich davon - und der bisher so irrsinnig starke Superstar fand im wichtigsten WM-Spiel einfach nicht statt. So ging es Ousmane Dembélé, so ging es auch Michael Olise: Der französische Super-Dreizack kratzte nicht mal an der stählernen spanischen Abwehr.
Mbappé biss sich also auf die Lippen, er schloss die Augen und legte den Kopf voller Verzweiflung in den Nacken. Wenige Minuten später trottete er geschlagen vom Feld, sein Trainer Didier Deschamps stellte sich tief enttäuscht den ersten Fragen. "Die Spieler sind am Boden. Wir waren sehr positiv gestimmt, waren aber heute nicht gut genug gegen eine Mannschaft, die hervorragend gespielt hat", sagte er.
Deschamps, mit 26 Spielen nun alleiniger WM-Rekordtrainer, blickte auch bissig auf den Schiedsrichter. "Ich habe eine Frage, aber keine Antwort: Hatte er die Klasse für ein WM-Halbfinale?", sagte er über Ivan Barton aus El Salvador. Allein daran, betonte der 57-Jährige, für den das Spiel um Platz drei das letzte als Nationaltrainer sein wird, habe es aber "nicht gelegen".
Der Traum vom dritten WM-Finale in Serie jedenfalls platzte auf bittere Weise. "Das Feuerwerk ist abgesagt. An diesem Dienstagabend in Dallas wurden Les Bleus von der roten spanischen Welle überrollt", schrieb Le Parisien. L'Equipe sah im Halbfinale "beinahe eine Lehrstunde". Auch für Kylian Mbappé.
X.So--ThChM