The China Mail - Zweitwärmster Juni in Deutschland: Gewitter folgen auf historische Hitzewelle

USD -
AED 3.672497
AFN 62.999981
ALL 82.597888
AMD 368.090629
ANG 1.790403
AOA 916.999951
ARS 1477.494302
AUD 1.449359
AWG 1.80125
AZN 1.703214
BAM 1.71493
BBD 2.014108
BDT 123.249054
BGN 1.69088
BHD 0.377034
BIF 2975.014577
BMD 1
BND 1.293507
BOB 6.925154
BRL 5.163806
BSD 1.000039
BTN 94.490039
BWP 13.589892
BYN 2.900133
BYR 19600
BZD 2.011197
CAD 1.42031
CDF 2267.498196
CHF 0.808525
CLF 0.023438
CLP 923.329684
CNY 6.79815
CNH 6.797225
COP 3444.23
CRC 453.586914
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.684671
CZK 21.27015
DJF 178.074144
DKK 6.55298
DOP 59.466972
DZD 133.173774
EGP 49.2502
ERN 15
ETB 161.218522
EUR 0.876703
FJD 2.24625
FKP 0.757857
GBP 0.755845
GEL 2.644968
GGP 0.757857
GHS 11.31015
GIP 0.757857
GMD 73.00006
GNF 8766.638023
GTQ 7.629344
GYD 209.175084
HKD 7.84245
HNL 26.761891
HRK 6.605298
HTG 130.701074
HUF 310.650997
IDR 17852
ILS 2.975675
IMP 0.757857
INR 94.48245
IQD 1309.991977
IRR 1375249.999761
ISK 126.250422
JEP 0.757857
JMD 157.463469
JOD 0.708997
JPY 161.849503
KES 129.479564
KGS 87.450271
KHR 4021.166805
KMF 433.999793
KPW 900.00035
KRW 1543.530303
KWD 0.309701
KYD 0.833333
KZT 485.532407
LAK 22428.570802
LBP 89548.611111
LKR 336.248811
LRD 181.993547
LSL 16.430491
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.424601
MAD 9.371084
MDL 17.675014
MGA 4255.281837
MKD 54.035217
MMK 2099.649649
MNT 3579.92745
MOP 8.078178
MRU 39.910387
MUR 47.239729
MVR 15.450132
MWK 1734.006734
MXN 17.475325
MYR 4.071034
MZN 63.898173
NAD 16.430635
NGN 1381.770115
NIO 36.800779
NOK 9.932698
NPR 151.185701
NZD 1.768765
OMR 0.384503
PAB 1.000018
PEN 3.414923
PGK 4.390353
PHP 61.180055
PKR 278.074382
PLN 3.758745
PYG 6089.674735
QAR 3.645212
RON 4.595597
RSD 102.898373
RUB 77.747658
RWF 1467.978395
SAR 3.756538
SBD 8.051953
SCR 14.898309
SDG 600.000346
SEK 9.71992
SGD 1.293475
SHP 0.746601
SLE 24.810284
SLL 20969.503664
SOS 571.521265
SRD 37.482969
STD 20697.981008
STN 21.482654
SVC 8.749978
SYP 110.532098
SZL 16.426633
THB 33.249768
TJS 9.269869
TMT 3.5
TND 2.962063
TOP 2.40776
TRY 46.642315
TTD 6.798104
TWD 31.892704
TZS 2627.582994
UAH 44.880508
UGX 3665.2038
UYU 40.238326
UZS 12052.207233
VES 620.752985
VND 26290
VUV 119.179282
WST 2.780883
XAF 575.16627
XAG 0.017168
XAU 0.000247
XCD 2.70255
XCG 1.802247
XDR 0.716371
XOF 575.168792
XPF 104.571381
YER 238.625005
ZAR 16.415401
ZMK 9001.200271
ZMW 18.104658
ZWL 321.999592
  • MDAX

    -73.1300

    31515.52

    -0.23%

  • SDAX

    197.1700

    17964.94

    +1.1%

  • Goldpreis

    -73.9000

    4022.4

    -1.84%

  • TecDAX

    -11.3400

    3848.82

    -0.29%

  • Euro STOXX 50

    -4.1800

    6217.37

    -0.07%

  • DAX

    -33.4500

    24637.77

    -0.14%

  • EUR/USD

    0.0031

    1.1421

    +0.27%

Zweitwärmster Juni in Deutschland: Gewitter folgen auf historische Hitzewelle
Zweitwärmster Juni in Deutschland: Gewitter folgen auf historische Hitzewelle / Foto: © AFP/Archiv

Zweitwärmster Juni in Deutschland: Gewitter folgen auf historische Hitzewelle

Nach der historischen Hitzewelle sind am Montag Gewitter mit Starkregen über große Teile Deutschlands gezogen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach erklärte, dass der Juni vorläufigen Messergebnissen zufolge der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen war. Dreimal in Folge fiel in den vergangenen Tagen der bisherige deutsche Temperaturrekord. Am wärmsten war es mit 41,7 Grad Celsius am Sonntag im brandenburgischen Neißemünde-Coschen.

Textgröße:

Im Monatsschnitt lagen die Temperaturen laut DWD bei 19,5 Grad. Nur 2019 sei es mit 19,8 Grad im Schnitt noch wärmer gewesen. Die extremen Temperaturen der vergangenen Tage nannten die Meteorologen eine "Hitzewelle für die Geschichtsbücher". Diese mache den Klimawandel sichtbar, erklärten sie am Montag. "Was früher Ausnahme war, häuft sich zunehmend".

Die Hitze habe "massive Auswirkungen" auf das Leben und bedeute konkret "Temperaturen von mindestens 30 Grad, die über mehrere Tage anhalten, während auch nachts nur wenig Abkühlung erfolgt". Zum Monatsende sei es auch nachts oft tropisch warm gewesen mit Tiefstwerten deutlich über 20 Grad, örtlich über 25 Grad. Auch der vorläufige Wert des höchsten jemals gemessenen Tiefstwerts stamme aus diesem Juni mit 29,4 Grad Celsius im sächsischen Kubschütz.

Für diese Woche erwarteten die Meteorologen erst einmal etwas Abkühlung. Von Westen und Südwesten her zogen Gewitter Richtung Nordosten. Die Kaltfront eines Tiefs bei Island greife "nur sehr zögernd" auf Deutschland über, etwas kühlere und trockenere Luft fließe in den Nordwesten ein.

Im Bereich der Gewitter kann es demnach Starkregen und Sturmböen geben, auch Hagel schloss der Wetterdienst nicht aus. Im Osten und Süden bleibe es dagegen vorerst noch schwül und warm bis heiß. In der Nacht zum Dienstag wurden Gewitter im Südosten erwartet, für den Dienstag wieder im ganzen Land.

Die Höchsttemperaturen sollten am Montag bei 25 bis 29 Grad liegen, im Osten und Südosten bei bis zu 32 Grad. Für den Dienstag erwartet der Wetterdienst 25 bis 30 Grad für den Großteil des Landes. Im Südwesten könne es bis zu 32 Grad warm werden, im äußersten Norden werden dagegen nur 21 bis 25 Grad erwartet.

Ein internationales Team von Wissenschaftlern war in der vergangenen Woche zu dem Ergebnis gekommen, dass die Extremtemperaturen dieser Hitzewelle mit dem Klimawandel zusammenhängen. Sie wären laut der Forschungsgruppe World Weather Attribution zu diesem Zeitpunkt im Jahr vor 50 Jahren "praktisch unmöglich" gewesen.

In Europa wurden wegen der anhaltenden Hitze hunderte zusätzliche Todesfälle gemeldet. Frankreich etwa verzeichnete etwa tausend zusätzliche Todesfälle im Vergleich zu den Vormonaten. Bei Badeunfällen starben in Westeuropa dutzende Menschen, auch in Deutschland gab es Tote. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft zählte allein für Freitag bis Sonntag 26 tote oder vermisste Männer und Jungen.

Am Montag wurde bekannt, dass ein sechsjähriger Junge am Samstag im bayerischen Schnaittenbach in einem Schwimmbad ertrank. Am Sonntagabend wurde ein 17-Jähriger tot aus dem Eixer See im niedersächsischen Peine geborgen. In Düren in Nordrhein-Westfalen fiel ein 14-Jähriger am Freitag von einem Boot in den Badesee Echtz und ging unter. Auch er konnte nur noch tot geborgen werden.

Auch die Infrastruktur leidet unter den Extremtemperaturen. So fielen in Deutschland zahlreiche Züge aus. Die Deutsche Bahn und weitere Eisenbahnverkehrsunternehmen riefen ihre Fahrgäste dazu auf, zu Hause zu bleiben. Autobahnen mussten teils wegen aufplatzender Fahrbahnen gesperrt werden. In Leipzig, wo seit Samstag die Straßenbahnen stillstanden, fuhr auch am Montag noch keine Bahn.

Ursprünglich war davon die Rede, dass die Bahnen um 10.00 Uhr wieder anrollen sollten. Dann hieß es auf der Webseite der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB), dass wegen Hitzeschäden derzeit keine Straßenbahnen fahren könnten. Es war Fugenmasse in Weichen und Schienen gelangt, das muss nach LVB-Angaben aufwändig beseitigt werden. Wegen des Bahnausfalls kam es am Montag in der Stadt zu erheblichen Staus, weil viele Menschen auf dem Weg zu Arbeit oder Schule aufs Auto umstiegen.

In einigen Regionen gab es Stromausfälle. Vielerorts brannte der Wald, teils konnten die Feuer noch nicht gelöscht werden. In Rheinland-Pfalz wurde das Dorf Traisen mit seinen 600 Einwohnerinnen und Einwohnern wegen eines großen Waldbrands evakuiert. Im bayerischen Übersee brannten fünfeinhalb Hektar Fläche. Die Autobahn 8 musste vorübergehend gesperrt werden. Mehrere Festivals, Straßenfeste und andere Veranstaltungen wurden abgesagt oder wegen Hitze oder Unwettern abgebrochen.

Während die extreme Hitze für den Großteil Deutschlands erst einmal vorbei ist, soll sie in dieser Woche nach Osten in Richtung Polen, Ungarn, Tschechien, Rumänien und Westukraine ziehen.

E.Lau--ThChM