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Angesichts der Debatte um Sicherheit in Zügen und Bahnhöfen hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Deutsche Bahn zu mehr Polizeistreifen in den Zügen aufgefordert. "Wir brauchen mehr Zugstreifen, die in den Zügen für Sicherheit sorgen", sagte der GdP-Vorsitzende für den Bereich Bundespolizei, Andreas Roßkopf, der "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe). Die Bundespolizei kontrolliere derzeit selten in Zügen.
Nötig sei vor allem eine andere Priorisierung auf bestimmte Züge, erklärte Roßkopf. Kräfte könnten etwa von den Binnengrenzen verlagert werden. "Wenn wir in den Zügen und Bahnhöfen mehr Präsenz zeigen, dann schaffen wir ein anderes Sicherheitsbild", sagte Roßkopf. "Wir brauchen echte Sicherheitsversprechen, die auch wirklich umgesetzt werden", sagte der GdP-Chef.
Roßkopf unterstützte auch die Forderung nach einer Doppelbesetzung bei den Fahrkartenkontrollen durch Zugbegleiter. "Geld darf nicht der Grund sein, dass die Personalaufstockung scheitert", sagte der GdP-Chef.
Am Freitag findet auf Einladung der Bahn ein Sicherheitsgipfel statt (Beginn 10.00 Uhr). Daran nehmen neben Vertretern der Bahn unter anderen Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), Beteiligte aus den Länderministerien, Vertreter der Sicherheitsbehörden sowie die Gewerkschaften EVG und GDL teil. Für 12.45 Uhr ist eine Pressekonferenz mit Schnieder und Bahn-Chefin Evelyn Palla geplant.
Ziel des Gipfels sei es, "dass Maßnahmen für mehr Sicherheit der Mitarbeitenden und Reisenden konsequent umgesetzt, verstärkt und ergänzt werden", teilte die Bahn mit. Auf dem Tisch liegen unter anderem Forderungen nach einer personellen Doppelbesetzung in Zügen und Bodycams mit Ton für alle Beschäftigten im Kundenkontakt. Ein 36-jähriger Zugbegleiter war Anfang Februar in einem Regionalexpress in Rheinland-Pfalz von einem Schwarzfahrer verletzt worden und später gestorben.
U.Feng--ThChM