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Beim Wohnungsbau geht es wieder aufwärts: Im vergangenen Jahr wurde der Bau von 238.500 Wohnungen genehmigt, das waren fast elf Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Es war der erste Anstieg seit 2021; im Jahr 2024 war die Zahl genehmigter Wohnungen auf einen Tiefstand gesunken.
"Ein Plus bei den Baugenehmigungen von mehr als zehn Prozent im Gesamtjahr ist ein klares Wendesignal", erklärte der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, Sebastian Dullien. Die Daten seien "ein weiteres Indiz, dass die Bauwirtschaft die Talsohle durchschritten hat und die Krise der vergangenen fünf Jahre zunehmend hinter sich lässt".
Besonders stark stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser: Sie legte um 17,2 Prozent auf 44.500 zu, wie das Statistikamt weiter mitteilte. Die Zahl der Zweifamilienhäuser blieb mit 12.600 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. In Mehrfamilienhäusern genehmigten die Behörden 12,1 Prozent mehr Wohnungen, es waren 13.900. Der Anstieg zeigte sich laut Statistik ab der zweiten Jahreshälfte.
Q.Moore--ThChM