The China Mail - Öl- und Gaspreise steigen wegen Iran-Kriegs stark - Aktienkurse auf Talfahrt

USD -
AED 3.672496
AFN 63.499831
ALL 82.257093
AMD 368.070326
ANG 1.790403
AOA 918.000251
ARS 1461.5157
AUD 1.430584
AWG 1.8
AZN 1.699751
BAM 1.707839
BBD 2.014862
BDT 122.896637
BGN 1.69088
BHD 0.37695
BIF 2985
BMD 1
BND 1.293759
BOB 6.91239
BRL 5.158099
BSD 1.000358
BTN 94.655909
BWP 13.576786
BYN 2.799012
BYR 19600
BZD 2.011981
CAD 1.416315
CDF 2264.999797
CHF 0.809065
CLF 0.023031
CLP 906.449743
CNY 6.774798
CNH 6.778565
COP 3445.05
CRC 453.811158
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.87499
CZK 21.17645
DJF 177.720059
DKK 6.54281
DOP 58.291712
DZD 133.536016
EGP 49.741198
ERN 15
ETB 161.283979
EUR 0.87533
FJD 2.251302
FKP 0.755695
GBP 0.755093
GEL 2.650323
GGP 0.755695
GHS 11.230007
GIP 0.755695
GMD 72.999698
GNF 8777.504172
GTQ 7.628428
GYD 209.275317
HKD 7.83945
HNL 26.762371
HRK 6.593902
HTG 130.677006
HUF 308.422497
IDR 17965
ILS 2.97135
IMP 0.755695
INR 94.70085
IQD 1310.524891
IRR 1374999.999882
ISK 126.050215
JEP 0.755695
JMD 158.06984
JOD 0.70896
JPY 161.558494
KES 129.419543
KGS 87.450283
KHR 4016.800706
KMF 429.497004
KPW 900.00035
KRW 1541.859863
KWD 0.30866
KYD 0.833661
KZT 487.587213
LAK 22093.277098
LBP 89584.959701
LKR 334.503445
LRD 182.07459
LSL 16.436923
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.396659
MAD 9.325876
MDL 17.591841
MGA 4219.387176
MKD 53.93993
MMK 2099.917974
MNT 3579.231668
MOP 8.077961
MRU 40.000349
MUR 47.809815
MVR 15.460512
MWK 1736.000022
MXN 17.37015
MYR 4.147098
MZN 63.89974
NAD 16.436923
NGN 1366.65962
NIO 36.814852
NOK 9.70485
NPR 151.449105
NZD 1.752587
OMR 0.384501
PAB 1.000358
PEN 3.385028
PGK 4.456902
PHP 61.130966
PKR 278.233656
PLN 3.74025
PYG 6098.551332
QAR 3.646906
RON 4.5841
RSD 102.777034
RUB 74.251001
RWF 1465.171718
SAR 3.753791
SBD 8.061424
SCR 13.283564
SDG 600.498943
SEK 9.626925
SGD 1.293885
SHP 0.746601
SLE 24.749912
SLL 20969.503664
SOS 571.695527
SRD 37.4305
STD 20697.981008
STN 21.39383
SVC 8.753133
SYP 110.532098
SZL 16.433081
THB 32.980139
TJS 9.278635
TMT 3.5
TND 2.957937
TOP 2.40776
TRY 46.470097
TTD 6.784027
TWD 31.702102
TZS 2628.231975
UAH 44.991835
UGX 3651.795772
UYU 40.002096
UZS 11989.276889
VES 606.63266
VND 26320
VUV 118.352303
WST 2.751796
XAF 572.793161
XAG 0.015452
XAU 0.000239
XCD 2.70255
XCG 1.802932
XDR 0.71169
XOF 571.999874
XPF 104.139924
YER 238.567185
ZAR 16.410199
ZMK 9001.198041
ZMW 17.731555
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    -45.0000

    4157.7

    -1.08%

  • EUR/USD

    0.0001

    1.1432

    +0.01%

  • Euro STOXX 50

    18.1900

    6311.32

    +0.29%

  • TecDAX

    16.8100

    3970.95

    +0.42%

  • SDAX

    -115.7800

    18395.47

    -0.63%

  • DAX

    153.8700

    25139.69

    +0.61%

  • MDAX

    -63.9600

    32574.46

    -0.2%

Öl- und Gaspreise steigen wegen Iran-Kriegs stark - Aktienkurse auf Talfahrt

Öl- und Gaspreise steigen wegen Iran-Kriegs stark - Aktienkurse auf Talfahrt

Der Iran-Krieg hat für einen sprunghaften Anstieg der Öl- und Gaspreise und allgemein sinkende Aktienkurse gesorgt. In Europa legte der Börsenpreis für Erdgas zunächst um mehr als 20 Prozent zu und stieg steil weiter, als Katar am Montag seine Flüssigerdgasproduktion aussetzte. Mittelfristige Rohöllieferungen verteuerten sich an den Weltmärkten um rund acht Prozent. Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges dürften Analysten zufolge überschaubar bleiben, sollte die Gewalt bald abflauen. Eine weitere Eskalation und ein langer Konflikt hätten jedoch massive Auswirkungen.

Textgröße:

Der Ölpreis stieg am Montagmorgen zeitweise auf über 80 Dollar pro Barrel. Analysten halten Preise von über 100 Dollar pro Barrel im Fall eines längeren Konflikts für denkbar. In Deutschland schossen an den Tankstellen bereits die Preise nach oben, vielerorts bildeten sich Schlangen, weil Verbraucher weiter steigende Preise erwarten.

Der Iran kontrolliert die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean verbindet. Ein Fünftel der weltweiten Ölproduktion wird täglich über diese Handelsroute transportiert - auch ein Fünftel des weltweiten Handels mit verflüssigtem Erdgas (LNG) wird über Hormus abgewickelt. Katar ist der wichtigste LNG-Produzent.

Die staatliche Energiefirma des Golfstaates kündigte am Montagmittag einen LNG-Produktionsstopp an, nachdem iranische Angriffe zwei ihrer Standort getroffen hätten. Die Bundesregierung versicherte, auf die Versorgungssicherheit habe die aktuelle Lage zunächst keinen Einfluss, da Deutschland bislang kein LNG aus Katar beziehe. Doch die Preise schossen in die Höhe, der als Referenzwert betrachtete niederländische TTF-Gaskontrakt lag am frühen Nachmittag rund 50 Prozent im Plus.

Die Aktienkurse in Europa und Asien fielen zum Handelsbeginn. Der Deutsche Aktienindex (Dax) lag gegen Mittag über zwei Prozent im Minus. Der Kurs des Dollar und der Goldkurs stiegen hingegen, weil Anleger vermehrt auf sichere Anlageklassen umsattelten. In volatilen Zeiten sinken besonders die Werte risikoreicher Anlageklassen wie Bitcoin. Der Krypto-Experte Timo Emden erklärte allerdings, dass der Bitcoin sich angesichts der Zuspitzung der Lage "bemerkenswert stabil" zeige.

Besonders stark gaben die Aktienkurse von Fluggesellschaften nach - sie mussten wegen der Krise in Nahost Flüge in die Region vorerst komplett streichen. Wichtige Luftfahrt-Drehkreuze wie Dubai sind betroffen, weil die Lufträume großflächig geschlossen sind. Die Kurse von Öl-Konzernen wie Total oder PetroChina stiegen hingegen.

Auch deutsche Reedereien sind direkt von dem Krieg betroffen. Mindestens 25 Schiffe deutscher Reedereien befinden sich derzeit in den Gewässern des persischen Golfs und damit in oder in unmittelbarer Nähe zum Kriegsgebiet, wie der Verband Deutscher Reeder mitteilte. "Darunter sind zwei Kreuzfahrtschiffe mit zusammen etwa 7000 Passagieren an Bord, die die Region durch die Straße von Hormus aus Sicherheitsgründen derzeit nicht verlassen können."

Ägyptens Präsident Abdel Fattah Al-Sisi äußerte zudem die Sorge, dass der nicht in unmittelbarer Nähe zum Iran gelegene Suez-Kanal betroffen sein könnte. Die drei weltweit größten Reedereien MSC, Maersk und CMA CGM setzten am Samstag nicht nur die Durchfahrt ihrer Schiffe durch die Straße von Hormus aus, sondern auch durch die Meerenge von Bab el-Mandeb, die zum Suezkanal führt. Stattdessen müssen die Schiffe dann die Route an Südafrika und am Kap der Guten Hoffnung vorbei nehmen.

Analysten zeigten sich mit Blick auf die mittelfristigen Aussichten vorsichtig zuversichtlich. "Historisch betrachtet führen steigende geopolitische Risiken meist nur zu vorübergehenden Marktverwerfungen", erklärte etwa Matthew Ryan von Ebury. "In der Regel erholen sich die Märkte relativ rasch, sobald der unmittelbare Schock nachlässt." Die große Frage im vorliegenden Fall sei, ob es zu einer längeren Sperrung der Straße von Hormus kommt.

Im Fall eines langen Konflikts würde insbesondere Europa unter den wirtschaftlichen Folgen leiden, erklärte ING-Analyst Carsten Brzeski. "Europa importiert im Wesentlichen sein gesamtes Öl und einen erheblichen Teil seines Flüssigerdgases (LNG)." Ein massiver Energiepreisanstieg würde die Länder zur Unzeit treffen, da es konjunkturell gerade wieder bergauf gehe.

D.Pan--ThChM