The China Mail - Öl- und Gaspreise steigen wegen Iran-Kriegs stark - Aktienkurse auf Talfahrt

USD -
AED 3.672501
AFN 62.514885
ALL 82.208495
AMD 376.925472
ANG 1.789731
AOA 917.000268
ARS 1407.464034
AUD 1.412559
AWG 1.795
AZN 1.695771
BAM 1.668721
BBD 2.016365
BDT 122.336318
BGN 1.647646
BHD 0.377346
BIF 2971.340324
BMD 1
BND 1.273
BOB 6.932505
BRL 5.189097
BSD 1.001101
BTN 91.57747
BWP 13.25404
BYN 2.900791
BYR 19600
BZD 2.01343
CAD 1.367935
CDF 2210.000505
CHF 0.778945
CLF 0.022395
CLP 884.169978
CNY 6.85815
CNH 6.899975
COP 3788.76
CRC 471.150359
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.081159
CZK 20.73085
DJF 178.271887
DKK 6.38103
DOP 60.118172
DZD 130.35897
EGP 49.213783
ERN 15
ETB 156.707095
EUR 0.85408
FJD 2.22375
FKP 0.741651
GBP 0.74585
GEL 2.679762
GGP 0.741651
GHS 10.736285
GIP 0.741651
GMD 72.497095
GNF 8780.604344
GTQ 7.678952
GYD 209.433375
HKD 7.82202
HNL 26.492609
HRK 6.433097
HTG 131.114951
HUF 324.409789
IDR 16864
ILS 3.08311
IMP 0.741651
INR 91.58655
IQD 1311.490796
IRR 1314314.999843
ISK 122.729983
JEP 0.741651
JMD 156.83832
JOD 0.709039
JPY 157.608026
KES 129.130182
KGS 87.445204
KHR 4016.108803
KMF 417.000249
KPW 900.000007
KRW 1467.03501
KWD 0.30713
KYD 0.834275
KZT 498.724435
LAK 21430.24739
LBP 89650.479721
LKR 309.573987
LRD 183.702983
LSL 16.078359
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.351427
MAD 9.222585
MDL 17.179521
MGA 4180.780355
MKD 52.620123
MMK 2099.892679
MNT 3568.336801
MOP 8.06624
MRU 39.915871
MUR 46.640099
MVR 15.44972
MWK 1736.040306
MXN 17.33385
MYR 3.927014
MZN 63.904969
NAD 16.078497
NGN 1369.340065
NIO 36.841903
NOK 9.561495
NPR 146.524406
NZD 1.68238
OMR 0.384491
PAB 1.001177
PEN 3.365443
PGK 4.307929
PHP 58.20301
PKR 279.819541
PLN 3.61873
PYG 6462.402198
QAR 3.661402
RON 4.353299
RSD 100.224015
RUB 77.498036
RWF 1463.106659
SAR 3.752997
SBD 8.045182
SCR 14.208513
SDG 601.501546
SEK 9.13641
SGD 1.273635
SHP 0.750259
SLE 24.550518
SLL 20969.49935
SOS 572.167213
SRD 37.72201
STD 20697.981008
STN 20.903991
SVC 8.760202
SYP 110.524979
SZL 16.072967
THB 31.469891
TJS 9.529631
TMT 3.5
TND 2.914699
TOP 2.40776
TRY 43.952399
TTD 6.784043
TWD 31.523503
TZS 2549.999732
UAH 43.319511
UGX 3633.850525
UYU 38.497637
UZS 12203.768723
VES 416.836205
VND 26165
VUV 118.983872
WST 2.715907
XAF 559.675947
XAG 0.011053
XAU 0.000187
XCD 2.70255
XCG 1.804313
XDR 0.691772
XOF 559.680722
XPF 101.756377
YER 238.550251
ZAR 16.12765
ZMK 9001.201322
ZMW 19.121524
ZWL 321.999592
  • SDAX

    -281.8700

    17913.09

    -1.57%

  • Euro STOXX 50

    -150.5700

    5987.84

    -2.51%

  • MDAX

    -739.6300

    30820.71

    -2.4%

  • TecDAX

    -57.2700

    3730.65

    -1.54%

  • Goldpreis

    56.4000

    5304.3

    +1.06%

  • DAX

    -637.0500

    24647.21

    -2.58%

  • EUR/USD

    -0.0140

    1.1678

    -1.2%

Öl- und Gaspreise steigen wegen Iran-Kriegs stark - Aktienkurse auf Talfahrt

Öl- und Gaspreise steigen wegen Iran-Kriegs stark - Aktienkurse auf Talfahrt

Der Iran-Krieg hat für einen sprunghaften Anstieg der Öl- und Gaspreise und allgemein sinkende Aktienkurse gesorgt. In Europa legte der Börsenpreis für Erdgas zunächst um mehr als 20 Prozent zu und stieg steil weiter, als Katar am Montag seine Flüssigerdgasproduktion aussetzte. Mittelfristige Rohöllieferungen verteuerten sich an den Weltmärkten um rund acht Prozent. Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges dürften Analysten zufolge überschaubar bleiben, sollte die Gewalt bald abflauen. Eine weitere Eskalation und ein langer Konflikt hätten jedoch massive Auswirkungen.

Textgröße:

Der Ölpreis stieg am Montagmorgen zeitweise auf über 80 Dollar pro Barrel. Analysten halten Preise von über 100 Dollar pro Barrel im Fall eines längeren Konflikts für denkbar. In Deutschland schossen an den Tankstellen bereits die Preise nach oben, vielerorts bildeten sich Schlangen, weil Verbraucher weiter steigende Preise erwarten.

Der Iran kontrolliert die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean verbindet. Ein Fünftel der weltweiten Ölproduktion wird täglich über diese Handelsroute transportiert - auch ein Fünftel des weltweiten Handels mit verflüssigtem Erdgas (LNG) wird über Hormus abgewickelt. Katar ist der wichtigste LNG-Produzent.

Die staatliche Energiefirma des Golfstaates kündigte am Montagmittag einen LNG-Produktionsstopp an, nachdem iranische Angriffe zwei ihrer Standort getroffen hätten. Die Bundesregierung versicherte, auf die Versorgungssicherheit habe die aktuelle Lage zunächst keinen Einfluss, da Deutschland bislang kein LNG aus Katar beziehe. Doch die Preise schossen in die Höhe, der als Referenzwert betrachtete niederländische TTF-Gaskontrakt lag am frühen Nachmittag rund 50 Prozent im Plus.

Die Aktienkurse in Europa und Asien fielen zum Handelsbeginn. Der Deutsche Aktienindex (Dax) lag gegen Mittag über zwei Prozent im Minus. Der Kurs des Dollar und der Goldkurs stiegen hingegen, weil Anleger vermehrt auf sichere Anlageklassen umsattelten. In volatilen Zeiten sinken besonders die Werte risikoreicher Anlageklassen wie Bitcoin. Der Krypto-Experte Timo Emden erklärte allerdings, dass der Bitcoin sich angesichts der Zuspitzung der Lage "bemerkenswert stabil" zeige.

Besonders stark gaben die Aktienkurse von Fluggesellschaften nach - sie mussten wegen der Krise in Nahost Flüge in die Region vorerst komplett streichen. Wichtige Luftfahrt-Drehkreuze wie Dubai sind betroffen, weil die Lufträume großflächig geschlossen sind. Die Kurse von Öl-Konzernen wie Total oder PetroChina stiegen hingegen.

Auch deutsche Reedereien sind direkt von dem Krieg betroffen. Mindestens 25 Schiffe deutscher Reedereien befinden sich derzeit in den Gewässern des persischen Golfs und damit in oder in unmittelbarer Nähe zum Kriegsgebiet, wie der Verband Deutscher Reeder mitteilte. "Darunter sind zwei Kreuzfahrtschiffe mit zusammen etwa 7000 Passagieren an Bord, die die Region durch die Straße von Hormus aus Sicherheitsgründen derzeit nicht verlassen können."

Ägyptens Präsident Abdel Fattah Al-Sisi äußerte zudem die Sorge, dass der nicht in unmittelbarer Nähe zum Iran gelegene Suez-Kanal betroffen sein könnte. Die drei weltweit größten Reedereien MSC, Maersk und CMA CGM setzten am Samstag nicht nur die Durchfahrt ihrer Schiffe durch die Straße von Hormus aus, sondern auch durch die Meerenge von Bab el-Mandeb, die zum Suezkanal führt. Stattdessen müssen die Schiffe dann die Route an Südafrika und am Kap der Guten Hoffnung vorbei nehmen.

Analysten zeigten sich mit Blick auf die mittelfristigen Aussichten vorsichtig zuversichtlich. "Historisch betrachtet führen steigende geopolitische Risiken meist nur zu vorübergehenden Marktverwerfungen", erklärte etwa Matthew Ryan von Ebury. "In der Regel erholen sich die Märkte relativ rasch, sobald der unmittelbare Schock nachlässt." Die große Frage im vorliegenden Fall sei, ob es zu einer längeren Sperrung der Straße von Hormus kommt.

Im Fall eines langen Konflikts würde insbesondere Europa unter den wirtschaftlichen Folgen leiden, erklärte ING-Analyst Carsten Brzeski. "Europa importiert im Wesentlichen sein gesamtes Öl und einen erheblichen Teil seines Flüssigerdgases (LNG)." Ein massiver Energiepreisanstieg würde die Länder zur Unzeit treffen, da es konjunkturell gerade wieder bergauf gehe.

D.Pan--ThChM