The China Mail - Einnahmen aus Erbschaft- und Schenkungsteuer gestiegen - Kritik an Steuererlassen

USD -
AED 3.672505
AFN 65.999989
ALL 79.133391
AMD 363.681569
ANG 1.789783
AOA 918.000097
ARS 1511.717652
AUD 1.391982
AWG 1.7975
AZN 1.715054
BAM 1.676805
BBD 2.013726
BDT 122.784756
BGN 1.696366
BHD 0.376967
BIF 2983.453361
BMD 1
BND 1.269981
BOB 11.543259
BRL 5.145699
BSD 0.999833
BTN 95.347711
BWP 13.36094
BYN 3.015274
BYR 19600
BZD 2.010777
CAD 1.386197
CDF 2278.499045
CHF 0.803755
CLF 0.023188
CLP 912.629869
CNY 6.72035
CNH 6.71977
COP 3096.3
CRC 454.305788
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.535681
CZK 20.635701
DJF 178.041263
DKK 6.40597
DOP 58.196409
DZD 133.031027
EGP 50.256004
ERN 15
ETB 163.310743
EUR 0.85693
FJD 2.19255
FKP 0.733198
GBP 0.733635
GEL 2.604972
GGP 0.733198
GHS 11.192606
GIP 0.733198
GMD 73.50087
GNF 8788.69327
GTQ 7.627842
GYD 209.170835
HKD 7.83816
HNL 26.819388
HRK 6.457499
HTG 130.804745
HUF 308.621006
IDR 17710.15
ILS 2.97365
IMP 0.733198
INR 95.26825
IQD 1309.76213
IRR 1374599.999877
ISK 120.98978
JEP 0.733198
JMD 158.425603
JOD 0.708969
JPY 159.054498
KES 129.50203
KGS 87.45002
KHR 4044.015209
KMF 423.000009
KPW 900.000294
KRW 1383.519826
KWD 0.30876
KYD 0.833173
KZT 459.939215
LAK 22440.555034
LBP 89532.54202
LKR 328.532236
LRD 181.465113
LSL 15.930041
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.334795
MAD 9.230914
MDL 17.277314
MGA 4305.500186
MKD 52.745745
MMK 2099.669013
MNT 3598.834072
MOP 8.072549
MRU 40.173182
MUR 46.759836
MVR 15.459919
MWK 1733.688267
MXN 16.930305
MYR 4.026502
MZN 63.905018
NAD 15.930109
NGN 1344.760122
NIO 36.796982
NOK 9.325495
NPR 152.560261
NZD 1.67804
OMR 0.384497
PAB 0.999816
PEN 3.352623
PGK 4.434213
PHP 61.660998
PKR 277.674383
PLN 3.68085
PYG 5981.652949
QAR 3.645109
RON 4.504898
RSD 100.517004
RUB 84.301769
RWF 1472.755565
SAR 3.754863
SBD 8.019375
SCR 13.690892
SDG 601.51387
SEK 9.49188
SGD 1.26985
SHP 0.740866
SLE 24.649784
SLL 20969.499227
SOS 571.423672
SRD 37.921976
STD 20697.981008
STN 21.004891
SVC 8.748398
SYP 13001.999906
SZL 15.919925
THB 32.7465
TJS 9.228191
TMT 3.51
TND 2.910703
TOP 2.40776
TRY 48.11725
TTD 6.792608
TWD 31.826948
TZS 2647.502968
UAH 44.547641
UGX 3737.187978
UYU 40.183987
UZS 11817.558299
VES 783.68245
VND 26105
VUV 118.051417
WST 2.710032
XAF 562.379811
XAG 0.014552
XAU 0.000216
XCD 2.70255
XCG 1.801962
XDR 0.707052
XOF 562.384633
XPF 102.250611
YER 237.097321
ZAR 15.91619
ZMK 9001.202824
ZMW 18.970949
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    31.1300

    6486.76

    +0.48%

  • DAX

    132.1100

    26398.25

    +0.5%

  • SDAX

    159.3100

    18701.13

    +0.85%

  • TecDAX

    -18.8300

    4031.89

    -0.47%

  • Goldpreis

    -18.5000

    4676

    -0.4%

  • MDAX

    274.8000

    32542.24

    +0.84%

  • EUR/USD

    -0.0027

    1.1648

    -0.23%

Einnahmen aus Erbschaft- und Schenkungsteuer gestiegen - Kritik an Steuererlassen
Einnahmen aus Erbschaft- und Schenkungsteuer gestiegen - Kritik an Steuererlassen / Foto: © AFP/Archiv

Einnahmen aus Erbschaft- und Schenkungsteuer gestiegen - Kritik an Steuererlassen

Der Staat hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld durch die Erbschaft- und Schenkungsteuer eingenommen, vor allem durch Übertragungen großer Vermögen. Die Einnahmen stiegen im Vorjahresvergleich um 61 Prozent auf rund 21 Milliarden Euro und damit auf einen neuen Höchstwert, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. 34 Großerbinnen und -erben erhielten Steuererlasse von insgesamt 3,7 Milliarden Euro - das kritisierte unter anderem der DGB.

Textgröße:

Die meisten Vermögensübergänge hierzulande liegen "innerhalb der Freibeträge", wie das Statistikamt betonte. Bei Kindern sind das 400.000 Euro und bei Ehepartnern 500.000 Euro. "Tatsächlich werden in Deutschland jedes Jahr nach letzten Schätzungen rund 400 Milliarden Euro vererbt", erklärte der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, Sebastian Dullien. Jährlich würden so Vermögen in etwa im Volumen des Bundeshaushalts vererbt oder verschenkt.

Steuerlich berücksichtigt wurde 2025 laut Statistikamt ein Vermögen in Höhe von 141,1 Milliarden Euro, das per Erbschaft oder Schenkung übertragen wurde. Auch dies sei mit einem Plus von 23,1 Prozent ein neuer Höchstwert. Grund dafür sind demnach unter anderem vermehrte Übertragungen von Betriebsvermögen - sie lagen mit 25,6 Milliarden Euro um 19 Prozent höher als im Vorjahr.

Der deutliche Anstieg von 60,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr bei den Einnahmen ist laut Statistikamt aber vor allem darauf zurückzuführen, dass es deutlich mehr große Vermögensübertragungen von mindestens 20 Millionen Euro gab.

Kritik von Gewerkschaften, Umweltorganisationen und Sozialverbänden sowie den Linken gab es an den Steuererlassen für Großerbinnen und -erben. Sie sind seit 2016 möglich durch die sogenannte Verschonungsbedarfsprüfung für Unternehmensvermögen über 26 Millionen Euro. Laut Statistik wurden so im vergangenen Jahr 3,7 Milliarden Euro Steuern erlassen, rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Großerbinnen und -erben erhielten zusammen Vermögen von etwa zwölf Milliarden Euro, wie der DGB mitteilte. "Darauf mussten sie im Durchschnitt nur rund zwei Prozent Erbschaftsteuer zahlen, weil ihnen 94 Prozent der festgesetzten Steuer erlassen wurden." Der Gewerkschaftsbund forderte "endlich eine gerechte Erbschaftsteuer". Er gehe darum, große Erbschaften "stärker in die Pflicht" zu nehmen.

Der Verein Finanzwende betonte, die Privilegien für Unternehmenserbinnen und -erben seien "die größte Steuersubvention im Bundeshaushalt". Die Bundesregierung müsse diese Subventionen streichen.

Der finanzpolitische Sprecher der Linken, Christian Görke, wies auch auf die "riesige Ungleichheit zwischen Ost und West" hin. 20,4 Milliarden Euro wurden 2025 im Westen festgesetzt, nur 0,97 Milliarden Euro im Osten. Das zeige, dass die Kluft der Vermögensverteilung massiv wachse.

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, sagte, insgesamt seien in Deutschland im vergangenen Jahr knapp 500 Milliarden Euro verschenkt oder vererbt worden. Dass nur vier Prozent davon als Steuern eingenommen wurden, "unterstreicht, wie gering Vermögen und insbesondere Erbschaften und Schenkungen in Deutschland besteuert werden", sagte er der "Rheinischen Post".

Es sei "schlichtweg nicht vermittelbar, dass Einkommen aus Arbeit in Deutschland mit bis zu 45 Prozent und der meiste Konsum mit 19 Prozent besteuert werden, Erbschaften und Schenkungen dagegen lediglich mit vier Prozent", betonte er. Die geringe Besteuerung von Erbschaften und Schenkungen „widerspricht fundamental dem Leistungsprinzip, denn Erbschaften und Schenkungen sind leistungslose Einkommen, die prinzipiell nicht geringer besteuert werden sollten als Einkommen aus Arbeit".

D.Wang--ThChM