The China Mail - Parlamentswahl in Israel: Kein klarer Weg zur Regierungsbildung

USD -
AED 3.672501
AFN 64.504253
ALL 81.598713
AMD 359.67278
ANG 1.789785
AOA 917.999695
ARS 1538.2475
AUD 1.421262
AWG 1.8025
AZN 1.698959
BAM 1.758181
BBD 2.017808
BDT 124.280834
BGN 1.747831
BHD 0.378105
BIF 3005.600554
BMD 1
BND 1.283543
BOB 11.917476
BRL 5.351801
BSD 1.001892
BTN 95.226537
BWP 13.859348
BYN 2.947424
BYR 19600
BZD 2.014932
CAD 1.40315
CDF 2314.999777
CHF 0.829445
CLF 0.024924
CLP 984.130074
CNY 6.66835
CNH 6.66431
COP 3151.78
CRC 455.595609
CUC 1
CUP 24.044517
CVE 99.123517
CZK 21.882199
DJF 178.40785
DKK 6.71291
DOP 61.444278
DZD 135.331402
EGP 56.126301
ERN 15
ETB 162.972609
EUR 0.89818
FJD 2.244204
FKP 0.75114
GBP 0.75235
GEL 2.570501
GGP 0.75114
GHS 11.676555
GIP 0.75114
GMD 74.000233
GNF 8866.375106
GTQ 7.656419
GYD 209.942467
HKD 7.844915
HNL 26.89794
HRK 6.76901
HTG 131.239943
HUF 329.6745
IDR 18184
ILS 3.117425
IMP 0.75114
INR 95.141971
IQD 1518.788206
IRR 1856999.999859
ISK 122.279863
JEP 0.75114
JMD 159.404525
JOD 0.708973
JPY 157.907497
KES 129.940079
KGS 87.448605
KHR 4090.273689
KMF 441.000317
KPW 899.999961
KRW 1343.609796
KWD 0.311019
KYD 0.834862
KZT 457.910823
LAK 22548.645041
LBP 89716.422674
LKR 333.065143
LRD 170.315667
LSL 16.709083
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.436563
MAD 9.868303
MDL 18.093068
MGA 4560.450921
MKD 55.35329
MMK 2099.630718
MNT 3601.077836
MOP 8.095253
MRU 40.249373
MUR 47.56014
MVR 15.450191
MWK 1737.250425
MXN 18.64791
MYR 4.0766
MZN 63.909811
NAD 16.709008
NGN 1345.980222
NIO 36.866069
NOK 9.289795
NPR 152.363829
NZD 1.78115
OMR 0.384497
PAB 1.001888
PEN 3.451546
PGK 4.491231
PHP 63.968502
PKR 277.234306
PLN 3.956415
PYG 5828.864747
QAR 3.652104
RON 4.806201
RSD 105.564989
RUB 80.522822
RWF 1482.753351
SAR 3.750764
SBD 8.064647
SCR 13.702334
SDG 601.500338
SEK 9.93101
SGD 1.282035
SHP 0.749344
SLE 22.874983
SLL 20969.504398
SOS 572.550994
SRD 37.6505
STD 20697.981008
STN 22.02465
SVC 8.766631
SYP 13001.999685
SZL 16.701501
THB 33.7795
TJS 9.217057
TMT 3.5
TND 2.999551
TOP 2.40776
TRY 49.837993
TTD 6.800611
TWD 32.428499
TZS 2640.332993
UAH 45.735578
UGX 4393.203883
UYU 40.165228
UZS 11956.976101
VES 886.72915
VND 25856.5
VUV 118.98361
WST 2.767767
XAF 589.167476
XAG 0.018582
XAU 0.000246980356
XCD 2.70255
XCG 1.805556
XDR 0.707052
XOF 589.167476
XPF 107.209637
YER 236.149636
ZAR 16.65841
ZMK 9001.197509
ZMW 20.204154
ZWL 321.999592
SSP 5745.470209
MXV 2.102796
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Parlamentswahl in Israel: Kein klarer Weg zur Regierungsbildung
Parlamentswahl in Israel: Kein klarer Weg zur Regierungsbildung / Foto: © AFP

Parlamentswahl in Israel: Kein klarer Weg zur Regierungsbildung

Nach der Parlamentswahl in Israel zeichnet sich noch kein klarer Weg zu einer Regierungsbildung ab. Nach Auszählung von 77,6 Prozent aller Stimmzettel kommt der Block von Regierungschef Benjamin Netanjahu auf 54 der 120 Sitze im Parlament, wie die Wahlkommission am Mittwoch mitteilte. Demnach kommt das Oppositionsbündnis unter Gadi Eisenkot auf 49 Sitze, die Listen der arabischen Israelis auf 17. Der Chef der arabischen Vereinigten Liste rief zu einer "jüdisch-arabischen Partnerschaft" gegen Netanjahu auf.

Textgröße:

Diese Teilergebnisse können sich noch erheblich ändern. Mehrere Nachwahlbefragungen hatten ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Lagern prognostiziert, bei dem keines von ihnen eine parlamentarische Mehrheit erhält. Laut Nachwahlbefragungen der beiden großen Fernsehsender Channel 11 und Channel 13 kamen beide Bündnisse auf jeweils 51 Sitze. Für eine Mehrheit in der Knesset, dem israelischen Parlament, sind 61 der insgesamt 120 Sitze nötig.

Nach der Wahl zeichnet sich nun eine schwierige Regierungsbildung ab. Eine entscheidende Rolle dürfte dabei den Parteien der arabisch-israelischen Staatsbürger zukommen.

Sowohl die Vereinigte Liste als auch Raam schnitten deutlich besser ab als erwartet. Zusammen kommen die beiden überwiegend arabischen Listen den vorläufigen Ergebnissen zufolge auf 17 Sitze - so viele wie noch nie. In einigen arabisch-israelischen Gemeinden lag die Wahlbeteiligung nahezu bei 100 Prozent.

Raam-Chef Mansur Abbas sprach von einer "schweren Niederlage" für das rechte Lager. Auch zeigte er sich offen für eine Zusammenarbeit mit Eisenkot.

Der Chef der arabischen Vereinigten Liste, Jussef Dschabareen, rief zu einer "echten jüdisch-arabischen Partnerschaft" gegen Netanjahu auf. "Wer immer eine inhaltliche und echte Alternative zu Netanjahus blutgetränkter Regierung anbieten will, wird mit uns sprechen müssen, um den Weg zu dem Wandel zu ebnen, nach dem sich die Öffentlichkeit in Israel sehnt", sagte Dschabareen israelischen Medien.

Eine Unterstützung durch die arabischen Parteien könnte der Opposition den Weg an die Macht ebnen. Allerdings hatte Eisenkot im Wahlkampf erklärt, er werde keine Koalition mit arabischen Abgeordneten eingehen.

Oppositionspolitiker Jair Golan, der Parteichef der linksgerichteten Ha-Demokratim (Hebräisch: Die Demokraten), die zu Eisenkots Lager gehört, sprach sich nun für eine Koalition mit den arabischen Listen aus. "Wir dürfen Netanjahus rassistische Trennung zwischen jüdischen Stimmen und arabischen Stimmen nicht länger hinnehmen", erklärte er im Onlinedienst X. "Wir haben die Chance, gemeinsam mit den arabischen Bürgern Israels eine Regierungskoalition des Wandels zu bilden", fügte er hinzu.

Experten zufolge könnten arabische Abgeordnete alternativ eine Minderheitsregierung stützen, ohne dabei Teil einer Koalition zu werden. Sollte dies nicht gelingen, könnten in Israel Neuwahlen anstehen.

Israels Präsident Isaac Herzog muss nun einen Kandidaten mit der Bildung einer Regierung beauftragen. Dies muss nicht zwingend der Kandidat sein, der bei der Wahl am besten abgeschnitten hat, sondern derjenige, der die besten Aussichten auf die Bildung einer Regierung hat. Am Mittwoch rief Herzog dazu auf, alles zu tun, um "Neuwahlen zu verhindern". Mit dem endgültigen Wahlergebnis wird bis spätestens Freitagmorgen gerechnet.

Netanjahu ist der am längsten amtierende Regierungschef Israels. Mit seiner derzeitigen Koalition aus rechtsextremen und ultrareligiösen Parteien hat er das Land deutlich nach rechts gerückt. Vor seinen Anhängern in Jerusalem zeigte sich der 77-Jährige am Mittwoch zuversichtlich, auch künftig die Regierung anzuführen.

Zwar erklärte sich Netanjahu nicht ausdrücklich zum Wahlsieger, verwies aber auf das Abschneiden des Likud als stärkste Einzelpartei. "Wir müssen eine starke Regierung des rechten Lagers bilden", sagte er.

Zudem sprach er sich gegen jede "Regierung mit der Unterstützung der israelischen Araber" aus. "Eine Regierung, die von arabischen Parteien gestützt wird, kommt nicht infrage."

Netanjahu verwies zudem auf seine enge Verbundenheit mit US-Präsident Donald Trump. "Israel hat gemeinsam mit unserem Partner, Präsident Trump, die einmalige Gelegenheit, die existenzielle Bedrohung durch den Iran für immer zu beseitigen", sagte er.

Trump selbst betonte nach der Wahl in Israel die Bedeutung seiner Unterstützung für Netanjahu. "Ich glaube, als die Unterstützung bekannt wurde, hat ihm das sehr geholfen", sagte Trump mit Blick auf Netanjahu. Trump hatte sich vor der Wahl mehrfach hinter Netanjahu gestellt, beide gelten als enge Verbündete.

Derweil richtete Eisenkot in Tel Aviv eine indirekte Warnung an den israelischen Regierungschef. "Netanjahu, wage es bloß nicht, die Sicherheit Israels für deine politischen Zwecke zu missbrauchen", sagte der Mitte-Rechts-Kandidat. Beobachter vermuten, dass Netanjahu einen Krieg nutzen könnte, um die Bildung einer Einheitsregierung voranzutreiben.

Die Abstimmung galt als Richtungswahl in dem stark gespaltenen Land. Nach Angaben der Wahlbehörden lag die Wahlbeteiligung bei fast 78 Prozent – der höchste Wert seit 1999.

V.Fan--ThChM