The China Mail - Deutsche CO2-Emissionen 2024 gesunken - im Vergleich zu 1990 fast halbiert

USD -
AED 3.672499
AFN 64.00009
ALL 81.073366
AMD 360.397329
ANG 1.789785
AOA 916.999732
ARS 1545.0144
AUD 1.454249
AWG 1.8025
AZN 1.704613
BAM 1.74477
BBD 2.016316
BDT 124.68888
BGN 1.747831
BHD 0.37789
BIF 2991.721382
BMD 1
BND 1.278006
BOB 12.087853
BRL 5.497125
BSD 1.001115
BTN 94.527581
BWP 13.71503
BYN 2.986927
BYR 19600
BZD 2.013364
CAD 1.40633
CDF 2314.999645
CHF 0.818705
CLF 0.024868
CLP 978.760188
CNY 6.688502
CNH 6.66917
COP 3241.78
CRC 453.985869
CUC 1
CUP 24.025728
CVE 98.364385
CZK 21.793011
DJF 178.268433
DKK 6.689915
DOP 60.118113
DZD 136.242908
EGP 53.820601
ERN 15
ETB 164.305149
EUR 0.89494
FJD 2.26405
FKP 0.741654
GBP 0.74625
GEL 2.605011
GGP 0.741654
GHS 11.677491
GIP 0.741654
GMD 74.509134
GNF 8867.280715
GTQ 7.650415
GYD 209.748787
HKD 7.837115
HNL 26.906402
HRK 6.76901
HTG 131.200043
HUF 325.937979
IDR 18101.9
ILS 3.196103
IMP 0.741654
INR 93.93405
IQD 1517.627748
IRR 1891353.00024
ISK 122.420045
JEP 0.741654
JMD 158.783543
JOD 0.708984
JPY 158.290499
KES 129.920248
KGS 87.447798
KHR 4073.330657
KMF 440.999715
KPW 899.999961
KRW 1358.379681
KWD 0.310798
KYD 0.834281
KZT 450.121101
LAK 22530.587485
LBP 89904.785701
LKR 332.811462
LRD 170.183726
LSL 16.405012
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.40885
MAD 9.755923
MDL 17.898225
MGA 4538.9666
MKD 55.084006
MMK 2099.952938
MNT 3601.972253
MOP 8.089227
MRU 40.443905
MUR 47.030194
MVR 15.454964
MWK 1735.92278
MXN 18.69124
MYR 4.058978
MZN 63.910209
NAD 16.405597
NGN 1346.989705
NIO 36.842927
NOK 9.40448
NPR 151.247145
NZD 1.803825
OMR 0.384492
PAB 1.001106
PEN 3.448236
PGK 4.560377
PHP 62.992495
PKR 276.874822
PLN 3.93241
PYG 6167.982515
QAR 3.659282
RON 4.779898
RSD 105.296998
RUB 81.839739
RWF 1474.62889
SAR 3.753652
SBD 8.051718
SCR 13.74632
SDG 601.50232
SEK 9.86881
SGD 1.281355
SHP 0.745545
SLE 22.910414
SLL 20969.504398
SOS 572.098915
SRD 37.556968
STD 20697.981008
STN 21.856266
SVC 8.759417
SYP 13001.999685
SZL 16.399336
THB 33.541044
TJS 9.234989
TMT 3.51
TND 2.983002
TOP 2.40776
TRY 50.157603
TTD 6.779873
TWD 32.744025
TZS 2643.66499
UAH 45.474772
UGX 4049.207822
UYU 40.322761
UZS 11946.010562
VES 893.769007
VND 25582.5
VUV 119.513361
WST 2.778515
XAF 587.042189
XAG 0.019209
XAU 0.000245886926
XCD 2.70255
XCG 1.804168
XDR 0.707052
XOF 587.042189
XPF 106.390951
YER 236.17497
ZAR 16.521602
ZMK 9001.189175
ZMW 20.296888
ZWL 321.999592
SSP 5745.196153
MXV 2.102838
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Deutsche CO2-Emissionen 2024 gesunken - im Vergleich zu 1990 fast halbiert
Deutsche CO2-Emissionen 2024 gesunken - im Vergleich zu 1990 fast halbiert / Foto: © AFP/Archiv

Deutsche CO2-Emissionen 2024 gesunken - im Vergleich zu 1990 fast halbiert

Vor allem durch abgeschaltete Kohlekraftwerke und Rekordzahlen bei den Erneuerbaren hat Deutschland seine Treibhausgasemissionen im vergangenen Jahr erneut gesenkt - und verglichen mit 1990 fast halbiert. Nach vorläufigen Zahlen der Denkfabrik Agora Energiewende wurden die nationalen Klimaziele 2024 insgesamt eingehalten, nicht jedoch in den Sektoren Verkehr und Gebäude. Hier wurden auch EU-Vorgaben verfehlt, wodurch erhebliche Kosten auf Deutschland zukommen können.

Textgröße:

Insgesamt sanken die Emissionen im Vergleich zu 2023 um drei Prozent oder 18 Millionen Tonnen auf 656 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Das entspricht einem Rückgang um 48 Prozent seit dem Referenzjahr 1990. Laut dem deutschen Klimaschutzgesetz wäre ein um 36 Millionen Tonnen höherer Treibhausgasausstoß zulässig gewesen.

Erreicht wurde damit zwar erneut ein historischer Tiefstand - allerdings hat sich der Emissionsrückgang verglichen mit dem Vorjahr verlangsamt. Agora Energiewende verwies auf Sondereffekte aufgrund der schwachen Konjunktur und verhältnismäßig milder Witterung.

Allein gut 80 Prozent des Emissionsrückgangs wurde laut der Analyse im Bereich der Energiewirtschaft erzielt. Grund ist vor allem die Stilllegung von Kohlekraftwerken mit einer Gesamtkapazität von 6,1 Gigawatt. Zugleich stieg der Anteil erneuerbarer Energien auf den Rekordwert von 55 Prozent des Bruttostromverbrauchs.

Ebenfalls eine deutliche Zunahme gab es demnach bei Stromimporten. Davon kamen laut Agora 49 Prozent aus erneuerbaren Quellen, etwa 25 Prozent aus Kernkraftwerken.

"Im Stromsektor zeigen die Klimaschutzmaßnahmen der letzten Jahre immer stärker ihre Wirkung: Deutschland bereitet mit einem deutlichen Plus bei den Erneuerbaren Energien und der positiven Entwicklung beim Netzausbau den Weg für eine erfolgreiche Transformation in allen Sektoren", erklärte der Direktor von Agora Energiewende Deutschland, Simon Müller.

Auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) wertete die Ergebnisse als Erfolg und sieht Deutschland beim Klimaschutz "auf Kurs". Nun dürfe es "keine Rückwärtsrolle" geben, "sondern Verlässlichkeit und Planungssicherheit für Wirtschaft und Verbraucher", mahnte Habeck. Die Strompreise und Netzentgelte müssten weiter sinken, die Stromsteuer müsse abgeschafft werden. Ankündigungen, Förderungen zusammenzustreichen oder abzuschaffen, bezeichnete der Minister als "Gift".

In der Industrie stiegen die Emissionen trotz der schwachen Konjunktur leicht um drei Millionen Tonnen CO2 an. Im Gebäudebereich sorgte die milde Witterung für einen Emissionsrückgang um zwei Millionen Tonnen CO2, witterungsbereinigt hätte es aber auch hier einen Anstieg gegeben. Im Verkehr gab es ein Minus der Emissionen um ebenfalls zwei Millionen Tonnen CO2. Ursache war ein Rückgang des Lkw-Verkehrs - beim Pkw-Verkehr wurde ein Anstieg verzeichnet.

Insgesamt verfehlte der Verkehrssektor aber wie bereits in den Vorjahren das nationale Jahresziel deutlich, diesmal um 19 Millionen Tonnen CO2. Die Zielverfehlung bei Gebäuden betrug neun Millionen Tonnen. Die auch nach EU-Vorgaben unzureichenden Emissionssenkungen haben Folgen: Die Bundesregierung wird voraussichtlich für die Sektoren Gebäude und Verkehr Emissionsrechte anderer EU-Staaten zukaufen müssen - ansonsten drohen milliardenschwere Strafzahlungen.

Agora Energiewende führte die Defizite bei Industrie, Gebäude und Verkehr auf eine "Verunsicherung bei Haushalten und Unternehmen" und eine damit verbundene Investitionszurückhaltung zurück. So seien der Absatz von Wärmepumpen 2024 um 44 Prozent und die Neuzulassungen von Elektro-Pkw um 26 Prozent zurückgegangen. Auch Habeck erklärte, Deutschland müsse bei der E-Mobilität besser werden. Der Umstieg auf klimaneutrales Heizen sei "ein langer Weg".

Der WWF forderte daher insbesondere für den Gebäudebereich klare politische Rahmenbedingungen. Eine völlige Abkehr vom umstrittenen Heizungsgesetz "hätte fatale Folgen für den Klimaschutz in Deutschland und die Wohnqualität vieler Menschen", warnte Viviane Raddatz, Klimachefin bei WWF Deutschland. Sie forderte von der kommenden Bundesregierung ein klares Bekenntnis zu einem "zukunftsfähigen Deutschland" mit "nötigen Investitionen" in den Klimaschutz.

H.Ng--ThChM