The China Mail - Nach Protestwelle zu Krankschreibungsplänen: Regierung im Verteidigungsmodus

USD -
AED 3.672498
AFN 64.999955
ALL 81.166471
AMD 363.179966
ANG 1.790365
AOA 916.9997
ARS 1524.909103
AUD 1.432101
AWG 1.8
AZN 1.7212
BAM 1.723635
BBD 2.01455
BDT 122.977945
BGN 1.683441
BHD 0.37697
BIF 2996
BMD 1
BND 1.277876
BOB 12.05776
BRL 5.204501
BSD 1.000181
BTN 95.952657
BWP 13.657294
BYN 3.019137
BYR 19600
BZD 2.011642
CAD 1.419398
CDF 2309.999913
CHF 0.83427
CLF 0.024655
CLP 973.49361
CNY 6.70335
CNH 6.70832
COP 3335.17
CRC 455.717175
CUC 1
CUP 24.004688
CVE 97.175893
CZK 21.547599
DJF 177.720244
DKK 6.59273
DOP 59.478538
DZD 133.862184
EGP 52.068084
ERN 15
ETB 163.374269
EUR 0.88192
FJD 2.2432
FKP 0.754339
GBP 0.756005
GEL 2.594956
GGP 0.754339
GHS 11.694967
GIP 0.754339
GMD 74.000179
GNF 8797.077629
GTQ 7.636548
GYD 209.280908
HKD 7.84585
HNL 26.851268
HRK 6.643798
HTG 130.898612
HUF 323.755499
IDR 17943.75
ILS 3.06706
IMP 0.754339
INR 96.05105
IQD 1310.308056
IRR 1374849.999509
ISK 120.6502
JEP 0.754339
JMD 158.34211
JOD 0.708991
JPY 157.359499
KES 129.730139
KGS 87.448303
KHR 4059.204815
KMF 433.000275
KPW 900.000318
KRW 1352.564983
KWD 0.30872
KYD 0.833521
KZT 439.095969
LAK 22442.154059
LBP 89567.332478
LKR 331.075752
LRD 171.53357
LSL 16.386165
LTL 2.95274
LVL 0.604891
LYD 6.398082
MAD 9.687185
MDL 17.748225
MGA 4404.707873
MKD 54.282667
MMK 2099.371601
MNT 3597.221926
MOP 8.083477
MRU 40.048647
MUR 47.609939
MVR 15.45967
MWK 1734.386774
MXN 18.05504
MYR 4.081102
MZN 63.90191
NAD 16.385877
NGN 1324.109984
NIO 36.812303
NOK 9.601203
NPR 153.522722
NZD 1.773945
OMR 0.384503
PAB 1.000181
PEN 3.440545
PGK 4.525445
PHP 62.617991
PKR 277.081154
PLN 3.85335
PYG 5875.587713
QAR 3.645826
RON 4.653598
RSD 103.628998
RUB 83.751907
RWF 1476.771496
SAR 3.756513
SBD 8.026199
SCR 13.927093
SDG 601.498751
SEK 9.994625
SGD 1.278085
SHP 0.754404
SLE 24.546549
SLL 20969.491881
SOS 571.602311
SRD 37.752977
STD 20697.981008
STN 21.591705
SVC 8.752132
SYP 13002.000254
SZL 16.382376
THB 33.559907
TJS 9.206879
TMT 3.5
TND 2.96908
TOP 2.40776
TRY 49.015994
TTD 6.785083
TWD 31.865198
TZS 2635.002962
UAH 44.863071
UGX 3920.877416
UYU 40.098881
UZS 11822.560247
VES 856.71525
VND 25972.5
VUV 118.916544
WST 2.76931
XAF 578.501431
XAG 0.016271
XAU 0.000238952908
XCD 2.70255
XCG 1.802599
XDR 0.707052
XOF 578.501431
XPF 105.104986
YER 236.625012
ZAR 16.39555
ZMK 9001.198196
ZMW 19.578657
ZWL 321.999592
SSP 5712.5919
MXV 2.044239
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Nach Protestwelle zu Krankschreibungsplänen: Regierung im Verteidigungsmodus
Nach Protestwelle zu Krankschreibungsplänen: Regierung im Verteidigungsmodus / Foto: © AFP

Nach Protestwelle zu Krankschreibungsplänen: Regierung im Verteidigungsmodus

Die Spitzen der Regierungskoalition sind angesichts der massiven Kritik an den Plänen für verschärfte Regeln für Krankschreibungen in den Verteidigungsmodus gegangen. Kanzler Friedrich Merz (CDU) rechtfertigte den Schritt als notwendig zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) versprach eine praktikable Lösung. In seiner SPD gab es aber Widerspruch gegen das Vorhaben. Das Kanzleramt verteidigte auch die geplante Einkommensteuerentlastung gegen den Vorwurf, sie falle zu gering aus.

Textgröße:

Die geplante Pflicht zur Vorlage einer Krankschreibung ab dem ersten Tag und die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung bedeute "eine massive Mehrbelastung für die Ärzte", sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der "Bild" vom Freitag. Der Zeitung zufolge rechnet die Ärztevertretung mit mindestens 30 Millionen zusätzlichen Praxisbesuchen pro Jahr und damit im Schnitt 115.000 pro Tag.

Die Regierung kehre mit der Pflicht zur sofortigen Vorlage einer Krankschreibung lediglich zur Vor-Corona-Regelung zurück, sagte Merz in der ARD-Sendung "Brennpunkt" am Donnerstagabend. Es sei wichtig, die "hohen Krankenstände" in Deutschland zu senken. Und Ausnahmeregelungen auf Ebene der Betriebe seien auch erlaubt.

"Wir haben mit die höchste Zahl an Krankheitstagen, etwa 18 Krankheitstage im Jahr pro Arbeitnehmer", betonte Unions-Fraktionschef Jens Spahn (CDU) im ZDF. Die geplante Regelung drücke kein Misstrauen gegenüber Beschäftigten aus, sondern fördere eher die Fairness gegenüber den Kollegen. Der CDU-Politiker wies auch die Warnung der Ärzteschaft zurück, wonach die Attestpflicht zu übervollen Wartezimmern in den Praxen führen werde. Wer krank sei, könne auch weiter Videosprechstunden nutzen.

Klingbeil versprach bei der Umsetzung eine praktikable Lösung. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) habe schon zugesichert, "dass niemand, der krank ist, dann auch wirklich zum Arzt gehen muss", sagte der SPD-Vize-Kanzler bei RTL und ntv. Nun gehe es darum, "gute pragmatische Lösungen" zu finden, sagte er am Donnerstagabend im ZDF-"heute journal".

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf räumt ein, dass es in seiner Partei "viel Widerspruch, auch verständlichen Widerspruch" gebe. Mit der Zustimmung zur Krankschreibung ab dem ersten Krankheitstag habe die SPD aber in der Koalition mit der Union "das kleinere Übel" gewählt, sagte er am Freitag im ZDF. Denn die Union habe zunächst einen Karenztag gefordert, also einen Krankheitstag ohne Lohnfortzahlung.

Linken-Chefin Ines Schwerdtner sprach von einer "Horrornachricht für alle Patienten und Hausärzte". Dabei sie dies "nur die Spitze des Eisbergs". Die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung, die kommende Woche im Bundestag beschlossen werden soll, werde für die Versicherten weitreichende Folgen haben: "vollere Praxen, belastetes Personal, teurere Medikamente und mehr Zuzahlungen." Die "Kürzungsreform" müsse deshalb "unbedingt gestoppt werden".

Der Koalitionsausschuss hatte am Mittwochabend eine Reihe von Reformen beschlossen. Dazu gehört auch eine Entlastung bei der Einkommensteuer in Höhe von zehn Milliarden Euro. Dies ist deutlich weniger als beispielsweise zunächst von der SPD angestrebt.

Der Vorsitzende der Finanzministerkonferenz, Bremens Finanzsenator Björn Fecker (Grüne), zweifelte daran, dass die Steuerpläne bei den Bürgern tatsächlich zu einer spürbaren Entlastung führen. "Ob diese Einkommensteuerreform wirklich der große Wurf ist, wird sich erst noch zeigen müssen", sagte Fecker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Steuerliche Entlastungen nützten wenig, wenn sie "beispielsweise durch die Erhöhung von Rentenbeiträgen gleich wieder kassiert werden".

Die von der Regierung eingesetzte Alterssicherungskommission hatte eine Erhöhung der Rentenbeiträge um zwei Prozent vorgeschlagen, um eine kapitalgedeckte Säule der gesetzlichen Rente zu schaffen. Die Koalition hat grundsätzlich erklärt, sie wolle die Empfehlungen der Kommission umsetzen.

Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) wies den Vorwurf zurück, die Union habe durch das Blockieren von Gegenfinanzierungsmaßnahmen ein größeres Entlastungspaket bei der Steuerreform verhindert. "Wir sind nicht angetreten, um Steuern massiv zu erhöhen“, sagte er bei RTL und ntv. Dass das Entlastungsvolumen deutlich geringer ausfiel als ursprünglich geplant, begründete Frei mit der aktuellen Haushaltslage: Es gebe derzeit "praktisch kein Wirtschaftswachstum", was sich auch auf die Steuereinnahmen auswirke.

D.Peng--ThChM