The China Mail - Erdogan ruft Türken nach knappem Wahlsieg zu Einheit auf

USD -
AED 3.672501
AFN 64.000211
ALL 81.073366
AMD 360.397329
ANG 1.789785
AOA 916.999685
ARS 1545.004403
AUD 1.453675
AWG 1.8025
AZN 1.70795
BAM 1.74477
BBD 2.016316
BDT 124.68888
BGN 1.747831
BHD 0.37789
BIF 2991.721382
BMD 1
BND 1.278006
BOB 12.087853
BRL 5.504601
BSD 1.001115
BTN 94.527581
BWP 13.71503
BYN 2.986927
BYR 19600
BZD 2.013364
CAD 1.407055
CDF 2315.000119
CHF 0.81852
CLF 0.024847
CLP 977.920266
CNY 6.688505
CNH 6.66764
COP 3241.77
CRC 453.985869
CUC 1
CUP 24.025728
CVE 98.364385
CZK 21.764298
DJF 178.268433
DKK 6.687399
DOP 60.118113
DZD 136.204067
EGP 53.817095
ERN 15
ETB 164.305149
EUR 0.89468
FJD 2.26301
FKP 0.741654
GBP 0.746635
GEL 2.604986
GGP 0.741654
GHS 11.677491
GIP 0.741654
GMD 74.498294
GNF 8867.280715
GTQ 7.650415
GYD 209.748787
HKD 7.84027
HNL 26.906402
HRK 6.76901
HTG 131.200043
HUF 325.764498
IDR 18079.05
ILS 3.19726
IMP 0.741654
INR 94.01455
IQD 1517.627748
IRR 1891353.000196
ISK 122.370309
JEP 0.741654
JMD 158.783543
JOD 0.708995
JPY 158.183008
KES 129.950079
KGS 87.449297
KHR 4073.330657
KMF 441.000034
KPW 899.999961
KRW 1354.480284
KWD 0.31068
KYD 0.834281
KZT 450.121101
LAK 22530.587485
LBP 89904.785701
LKR 332.811462
LRD 170.183726
LSL 16.405012
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.40885
MAD 9.755923
MDL 17.898225
MGA 4538.9666
MKD 55.04501
MMK 2099.952938
MNT 3601.972253
MOP 8.089227
MRU 40.443905
MUR 47.019837
MVR 15.455015
MWK 1735.92278
MXN 18.71354
MYR 4.058396
MZN 63.909646
NAD 16.405597
NGN 1344.769888
NIO 36.842927
NOK 9.391385
NPR 151.247145
NZD 1.803485
OMR 0.384502
PAB 1.001106
PEN 3.448236
PGK 4.560377
PHP 62.999504
PKR 276.874822
PLN 3.93135
PYG 6167.982515
QAR 3.659282
RON 4.777028
RSD 105.153023
RUB 81.823542
RWF 1474.62889
SAR 3.753652
SBD 8.051718
SCR 13.76331
SDG 601.501203
SEK 9.876401
SGD 1.280975
SHP 0.745545
SLE 22.910509
SLL 20969.504398
SOS 572.098915
SRD 37.557039
STD 20697.981008
STN 21.856266
SVC 8.759417
SYP 13001.999685
SZL 16.399336
THB 33.539825
TJS 9.234989
TMT 3.51
TND 2.983002
TOP 2.40776
TRY 50.15727
TTD 6.779873
TWD 32.756297
TZS 2645.285001
UAH 45.474772
UGX 4049.207822
UYU 40.322761
UZS 11946.010562
VES 893.769008
VND 25582.5
VUV 119.513361
WST 2.778515
XAF 586.871619
XAG 0.019178
XAU 0.000245236887
XCD 2.70255
XCG 1.804168
XDR 0.707052
XOF 586.871619
XPF 106.390951
YER 236.174953
ZAR 16.49841
ZMK 9001.20857
ZMW 20.296888
ZWL 321.999592
SSP 5745.196153
MXV 2.105347
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Erdogan ruft Türken nach knappem Wahlsieg zu Einheit auf
Erdogan ruft Türken nach knappem Wahlsieg zu Einheit auf / Foto: © AFP

Erdogan ruft Türken nach knappem Wahlsieg zu Einheit auf

Nach seinem bisher knappsten Wahlsieg hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sein Land dazu aufgerufen, "die Streitigkeiten des Wahlkampfes zu überwinden". In einer Rede vor feiernden Anhängern in Ankara forderte Erdogan Einheit und Solidarität, während sein unterlegener Konkurrent Kemal Kilicdaroglu sich weiter kämpferisch gab. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) lud Erdogan unterdessen nach Berlin ein - und äußerte den Wunsch nach "frischem Elan" in den türkisch-deutschen Beziehungen.

Textgröße:

Der islamisch-konservative Erdogan erhielt laut dem von der türkischen Wahlbehörde nach Auszählung sämtlicher Stimmen am Montag veröffentlichten Ergebnis gut 52 Prozent der Stimmen, sein sozialdemokratischer Herausforderer Kilicdaroglu knapp 48 Prozent.

Es sei an der Zeit, "die Streitigkeiten des Wahlkampfes zu überwinden" und sich in Einheit und Solidarität "um die Träume unserer Nation" zu vereinen, sagte Erdogan in seiner Siegesansprache vor dem Präsidentenpalast. Sein unterlegener Herausforderer Kilicdaroglu äußerte sich dagegen "traurig" über die Folgen von Erdogans Sieg für die Zukunft der Türkei und kündigte an, weiter für einen Politikwechsel zu kämpfen.

Internationale Wahlbeobachter äußerten unterdessen Kritik an den Umständen der Stichwahl. Diese habe in einem Umfeld stattgefunden, das "in vielerlei Hinsicht nicht die Bedingungen für demokratische Wahlen" biete, erklärte Frank Schwabe (SPD), Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats und Teil der gemeinsamen Wahlbeobachtungsmission mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

In einer OSZE-Mitteilung war von einer "Bevorteilung" Erdogans die Rede, die Parlamentarische Versammlung des Europarats prangerte zudem "Voreingenommenheit der Medien" und "anhaltende Einschränkung der Meinungsfreiheit" an.

Erdogan wurde für weitere fünf Jahre gewählt. Seinen Amtseid wird der 69-Jährige voraussichtlich am Freitag ablegen, einen Tag nach der Konstituierung des ebenfalls neugewählten türkischen Parlaments.

Der Staatschef stand zuletzt wegen der verheerenden Wirtschaftskrise in der Kritik. Zudem wurde ihm sein zögerliches Krisenmanagement nach dem Erdbeben im Februar mit 50.000 Toten vorgeworfen. Erdogan gelang es offensichtlich trotzdem, seine Anhänger zu mobilisieren.

Es war der knappste Sieg für den seit 20 Jahren die Türkei anführenden Erdogan, was nach Ansicht von Experten Zeichen der tiefen Spaltung des Landes ist. Erdogans hartes Vorgehen gegen Andersdenkende und die Inhaftierung zahlreicher Oppositioneller werden in der westlichen Welt mit Sorge gesehen.

Bundeskanzler Scholz lud Erdogan am Tag nach dem Wahlsieg nach Berlin ein. Die beiden Politiker hätten bei einem Telefonat am Montag zudem vereinbart, "die Zusammenarbeit zwischen beiden Regierungen mit frischem Elan anzugehen und sich früh zu gemeinsamen Schwerpunkten abzustimmen", erklärte Regierungssprecher Steffen Hebestreit in Berlin.

Gemeinsam wollten Scholz und Erdogan "unter anderem an einer guten Entwicklung im östlichen Mittelmeer, bei den aktuell in der Nato anstehenden Entscheidungen sowie im Verhältnis der Türkei zur Europäischen Union arbeiten".

Für Montag war einem Sprecher Erdogans zufolge auch ein Gespräch mit US-Präsident Joe Biden geplant. Biden, dessen Regierung zuletzt wiederholt auf Konfrontationskurs mit der Türkei gewesen war, hatte Erdogan zuvor gratuliert und seinen Wunsch nach einer weiteren Zusammenarbeit bei "globalen Herausforderungen" ausgedrückt.

Einer der ersten Glückwünsche zum Wahlsieg kam aus Moskau, wohin Erdogan trotz des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine weiterhin gute Beziehungen unterhält. Russlands Präsident Wladimir Putin sagte dem Kreml zufolge am Montag in einem Telefongespräch mit Erdogan, dessen Wahlsieg eröffne "zusätzliche Perspektiven" für die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern. Moskau verfolge mit der Türkei "ehrgeizige gemeinsame Ziele", hatte zuvor Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärt.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte, er freue sich auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit und die Vorbereitung des Nato-Gipfels im Juli in Vilnius. Dabei soll es unter anderem um die türkische Blockade des schwedischen Nato-Beitritts gehen.

P.Ho--ThChM