The China Mail - Verfassungsschutz: Brandenburger AfD-Landesverband verstößt gegen Menschenwürde

USD -
AED 3.672502
AFN 63.498985
ALL 81.455528
AMD 377.05264
ANG 1.789731
AOA 917.000156
ARS 1399.251011
AUD 1.415338
AWG 1.8
AZN 1.672936
BAM 1.651231
BBD 2.01697
BDT 122.48723
BGN 1.647646
BHD 0.377022
BIF 2960.574082
BMD 1
BND 1.263824
BOB 6.944996
BRL 5.243801
BSD 1.001393
BTN 90.75858
BWP 13.163071
BYN 2.854683
BYR 19600
BZD 2.014099
CAD 1.36395
CDF 2254.99987
CHF 0.769265
CLF 0.021852
CLP 862.820319
CNY 6.90865
CNH 6.88758
COP 3659.91
CRC 482.906217
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.093841
CZK 20.483103
DJF 178.327494
DKK 6.307445
DOP 62.338803
DZD 129.747966
EGP 46.789803
ERN 15
ETB 155.772882
EUR 0.84435
FJD 2.21345
FKP 0.732816
GBP 0.734745
GEL 2.674976
GGP 0.732816
GHS 11.011018
GIP 0.732816
GMD 73.499549
GNF 8789.3626
GTQ 7.681202
GYD 209.514965
HKD 7.81524
HNL 26.464443
HRK 6.362994
HTG 131.076404
HUF 318.783031
IDR 16850
ILS 3.098704
IMP 0.732816
INR 90.752501
IQD 1311.916923
IRR 42125.000158
ISK 122.429949
JEP 0.732816
JMD 156.623048
JOD 0.709013
JPY 152.91099
KES 128.949726
KGS 87.450038
KHR 4024.482904
KMF 415.0001
KPW 900.007411
KRW 1445.930365
KWD 0.30634
KYD 0.834565
KZT 492.051163
LAK 21451.061495
LBP 89662.431942
LKR 309.694847
LRD 186.263667
LSL 15.988013
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.314323
MAD 9.155557
MDL 16.986452
MGA 4369.960741
MKD 52.057559
MMK 2099.655078
MNT 3565.56941
MOP 8.063405
MRU 39.965555
MUR 45.930644
MVR 15.404994
MWK 1736.421543
MXN 17.186503
MYR 3.889986
MZN 63.910212
NAD 15.990713
NGN 1354.859672
NIO 36.850992
NOK 9.51675
NPR 145.207873
NZD 1.656985
OMR 0.384497
PAB 1.001477
PEN 3.35869
PGK 4.301393
PHP 57.914975
PKR 279.973321
PLN 3.55945
PYG 6545.654101
QAR 3.64988
RON 4.302404
RSD 99.146978
RUB 76.750032
RWF 1462.551868
SAR 3.750206
SBD 8.045182
SCR 14.093416
SDG 601.509666
SEK 8.95328
SGD 1.262585
SHP 0.750259
SLE 24.449696
SLL 20969.49935
SOS 571.295905
SRD 37.791938
STD 20697.981008
STN 20.683833
SVC 8.762717
SYP 11059.574895
SZL 15.98379
THB 31.268505
TJS 9.448436
TMT 3.5
TND 2.88826
TOP 2.40776
TRY 43.725102
TTD 6.790493
TWD 31.4375
TZS 2606.830284
UAH 43.280441
UGX 3545.105323
UYU 38.80282
UZS 12238.591751
VES 392.73007
VND 25970
VUV 119.078186
WST 2.712216
XAF 553.781537
XAG 0.013427
XAU 0.000204
XCD 2.70255
XCG 1.804804
XDR 0.688758
XOF 553.807252
XPF 100.688083
YER 238.349969
ZAR 16.038015
ZMK 9001.196561
ZMW 18.403478
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    -119.1000

    4927.2

    -2.42%

  • EUR/USD

    -0.0004

    1.1846

    -0.03%

  • Euro STOXX 50

    -6.3500

    5978.88

    -0.11%

  • DAX

    -113.9700

    24800.91

    -0.46%

  • TecDAX

    -1.3300

    3654

    -0.04%

  • MDAX

    65.5200

    31364.56

    +0.21%

  • SDAX

    -42.4500

    17797.63

    -0.24%

Verfassungsschutz: Brandenburger AfD-Landesverband verstößt gegen Menschenwürde
Verfassungsschutz: Brandenburger AfD-Landesverband verstößt gegen Menschenwürde / Foto: © AFP/Archiv

Verfassungsschutz: Brandenburger AfD-Landesverband verstößt gegen Menschenwürde

Der Brandenburger Landesverband der AfD verstößt aus Sicht des Verfassungsschutzes gegen die Menschenwürde und die Verfassung des Bundeslandes. Das geht aus dem Vermerk des Landesverfassungsschutzes zur Einstufung der Partei als gesichert rechtsextremistisch hervor, den Innenminister René Wilke (parteilos) und der Leiter des Verfassungsschutzes, Wilfried Peters, am Donnerstag in Potsdam vorstellten. Er wurde zeitgleich im Internet veröffentlicht.

Textgröße:

Die Mittel des Rechtsstaates müssten genutzt werden, die AfD von ihrem verfassungsfeindlichen Pfad abzubringen und sie die Konsequenzen spüren zu lassen, erklärte Wilke. "Auf diesem Weg ist die Einstufung des AfD-Landesverbandes Brandenburg als gesichert rechtsextremistische Bestrebung und die Veröffentlichung der Belege des Verfassungsschutzes, die dies bestätigen, ein wichtiger Schritt."

Die Einstufung als gesichert rechtsextremistische Bestrebung führt unter anderem dazu, dass nachrichtendienstliche Mittel effektiver und leichter eingesetzt werden können. Die Einstufung sei auch die Grundlage für mögliche weitere Schritte, etwa ein Verbotsverfahren, sagte Wilke. Zugleich betonte er, dies liege noch in weiter Ferne. "Aber wenn sie sich weiter radikalisieren, dann laufen sie auf Verbotsverfahren hinaus." Die AfD sei zu Recht "hochnervös", weil sie erkannt habe, dass ihr Weg in die Unrechtmäßigkeit führe.

Der Einstufungsvermerk belegt nach Angaben des neuen Verfassungsschutzchefs Peters, dass der AfD-Landesverband Brandenburg bestrebt sei, die elementare Verfassungstreue durch Verstöße gegen die Menschenwürde zu beseitigen. Indem sie größeren Personengruppen die Menschenrechte abspräche, widerspreche sie dem Grundgesetz und der Brandenburger Verfassung.

Als Beispiel nannte Peters ein Zitat von AfD-Fraktionschef Hans-Christoph Berndt, wonach Deutschland ein Land der Deutschen bleiben solle und auch ein Teil der Deutschen der Remigration unterzogen werden müsse. Demnach müssten auch deutsche Staatsbürger, die aus Sicht der AfD nicht zum deutschen Volk gehörten, etwa weil sie dem muslimischem Glauben angehören, zwangsweise das Land verlassen.

Dies ist laut Verfassungsschutz gemäß der Rechtsprechung ein Verstoß gegen die Menschenwürde, weil Menschen das Recht als Staatsbürger aberkannt werde und sie zu Personen minderen Rechts gemacht werden sollten.

Nicht alle AfD-Mitglieder in Brandenburg seien nun als Rechtsextremisten zu werten, betonte Wilke. Es gebe aber mittlerweile eine Anhängerschaft, die die AfD wie eine Art Fußballclub unterstütze, unabhängig von deren Leistungen. Diese Anhänger bewegten sich in einer Art kulturellem Gemeinschaftsraum, sagte Wilke. Dies sei bislang eher bei radikalisierten Fußballclubs oder "sektenartigen Konglomeraten" zu beobachten gewesen.

Um die Veröffentlichung des Vermerks hatte es zuvor Streit gegeben. Nachdem die Einstufung des AfD-Landesverbandes Anfang Mai bekannt wurde, reichte die Partei dagegen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Potsdam ein. Daraufhin setzte der Verfassungsschutz die Einstufung vorläufig aus und gab eine sogenannte Stillhalteerklärung ab. Seitdem wurde seitens des Verfassungsschutzes nicht über die Hochstufung berichtet und der Landesverband wie zuvor als Verdachtsfall behandelt.

Die Forderung der AfD, den Vermerk zu veröffentlichen, damit sich die Bürger ein Bild von der "dilettantischen Arbeit" des Verfassungsschutzes machen könnten, hatte Wilke mit Verweis auf den anhängigen Eilantrag beim Verwaltungsgericht abgelehnt. Nachdem dieser von der AfD zurückgenommen wurde, konnte der Vermerk veröffentlicht und die Partei nun wieder als gesichert rechtsextremistisch bezeichnet werden.

B.Carter--ThChM