The China Mail - Zahnarzt-Kosten: Vorstoß von CDU-Wirtschaftsrat stößt auch in Union auf Ablehnung

USD -
AED 3.672497
AFN 64.499217
ALL 80.84991
AMD 363.721147
ANG 1.790365
AOA 916.999955
ARS 1525.000902
AUD 1.429358
AWG 1.80125
AZN 1.696655
BAM 1.720769
BBD 2.015344
BDT 123.2024
BGN 1.683441
BHD 0.377179
BIF 2998.218331
BMD 1
BND 1.279018
BOB 12.252493
BRL 5.224304
BSD 1.000633
BTN 95.990639
BWP 13.681395
BYN 3.028898
BYR 19600
BZD 2.012441
CAD 1.41831
CDF 2324.999822
CHF 0.832585
CLF 0.024509
CLP 967.749811
CNY 6.71045
CNH 6.707495
COP 3370.42
CRC 454.433476
CUC 1
CUP 24.015028
CVE 97.014302
CZK 21.47195
DJF 178.183674
DKK 6.577404
DOP 59.573457
DZD 133.836454
EGP 52.065199
ERN 15
ETB 163.062433
EUR 0.87995
FJD 2.24175
FKP 0.754339
GBP 0.755095
GEL 2.594988
GGP 0.754339
GHS 11.641892
GIP 0.754339
GMD 74.000115
GNF 8799.890903
GTQ 7.642158
GYD 209.372814
HKD 7.844755
HNL 26.901734
HRK 6.633199
HTG 130.949658
HUF 323.893971
IDR 18020
ILS 3.07101
IMP 0.754339
INR 96.0366
IQD 1310.5
IRR 1374849.999746
ISK 120.57024
JEP 0.754339
JMD 158.398768
JOD 0.709026
JPY 157.291499
KES 129.796993
KGS 87.448495
KHR 4061.324594
KMF 433.00018
KPW 900.000318
KRW 1356.544973
KWD 0.308802
KYD 0.833905
KZT 440.039416
LAK 22451.466454
LBP 89605.352877
LKR 331.202682
LRD 172.102517
LSL 16.443205
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.400781
MAD 9.635971
MDL 17.690714
MGA 4389.484242
MKD 54.175447
MMK 2099.371601
MNT 3597.221926
MOP 8.085273
MRU 40.085344
MUR 47.609923
MVR 15.460034
MWK 1735.117634
MXN 17.98667
MYR 4.081099
MZN 63.909134
NAD 16.443277
NGN 1321.970098
NIO 36.650012
NOK 9.54732
NPR 153.586197
NZD 1.765495
OMR 0.384498
PAB 1.000629
PEN 3.399978
PGK 4.44425
PHP 62.503986
PKR 277.050204
PLN 3.848375
PYG 5877.280966
QAR 3.645011
RON 4.645502
RSD 103.454032
RUB 84.50042
RWF 1477.356208
SAR 3.755913
SBD 8.026199
SCR 13.896675
SDG 601.502082
SEK 9.97376
SGD 1.278625
SHP 0.754404
SLE 24.60218
SLL 20969.491881
SOS 571.501674
SRD 37.685994
STD 20697.981008
STN 21.7
SVC 8.755174
SYP 13002.000254
SZL 16.43879
THB 33.604995
TJS 9.230681
TMT 3.5
TND 2.963175
TOP 2.40776
TRY 48.999465
TTD 6.791427
TWD 31.842696
TZS 2635.003027
UAH 44.902339
UGX 3916.996969
UYU 40.11121
UZS 11822.496346
VES 856.71525
VND 25967
VUV 118.916544
WST 2.76931
XAF 577.209255
XAG 0.016414
XAU 0.000241289451
XCD 2.70255
XCG 1.803385
XDR 0.707052
XOF 577.209255
XPF 104.924667
YER 236.625039
ZAR 16.42725
ZMK 9001.206495
ZMW 19.48741
ZWL 321.999592
SSP 5712.591905
MXV 2.036498
  • DAX

    -34.1800

    25374.42

    -0.13%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • Goldpreis

    3.7000

    4172.1

    +0.09%

  • MDAX

    -135.7100

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1366

    -0.06%

Zahnarzt-Kosten: Vorstoß von CDU-Wirtschaftsrat stößt auch in Union auf Ablehnung
Zahnarzt-Kosten: Vorstoß von CDU-Wirtschaftsrat stößt auch in Union auf Ablehnung / Foto: © AFP

Zahnarzt-Kosten: Vorstoß von CDU-Wirtschaftsrat stößt auch in Union auf Ablehnung

Mit seinem Vorschlag, Zahnarzt-Behandlungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zu streichen, stößt der Wirtschaftsrat der CDU auch innerhalb der Partei auf breite Kritik. Vor den anstehenden Landtagswahlen warnten führende CDU-Politiker davor, die Bürgerinnen und Bürger mit derartigen Forderungen zu vergraulen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) erteilte dem Vorstoß des CDU-nahen Unternehmerverbandes eine kategorische Absage.

Textgröße:

Der Wirtschaftsrat der CDU hatte am Wochenende vorgeschlagen, mit einer Reihe von Kürzungen im Sozialbereich den Anstieg der Sozialabgaben zu drosseln. So sollen nach den Vorstellungen des Verbandes Zahnarztbesuche von gesetzlich Versicherten privat gezahlt werden. Die Mütterrente und die Rente mit 63 sollten gestrichen, Arbeitslosengeld soll nur noch ein Jahr gezahlt werden. Im Gegenzug soll die Steuerlast für Arbeitnehmer gesenkt werden.

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann warnte im "Stern" vor einem Vertrauensverlust in der Bevölkerung. "Die Mehrheit der Menschen in unserem Land sieht, dass Reformen nötig sind, und lange gab es nicht so eine hohe Bereitschaft, diese mitzugehen", sagte er. Das werde aber nur zum Erfolg führen, "wenn es ein Gesamtkonzept gibt, das alle Menschen im Blick hat, inklusive uns Politikern, und nicht bestimmte Gruppen herauspickt."

Für die CDU kommt die Debatte zur Unzeit, da in den kommenden Monaten mehrere Landtags- und Kommunalwahlen anstehen. Die CDU-Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erteilten dem Vorstoß des Wirtschaftsrates dann auch eine klare Absage. Gesundheit dürfe "niemals zu einer Frage des Geldbeutels werden", sagte Baden-Württembergs CDU-Landeschef und Spitzenkandidat bei der Landtagswahl, Manuel Hagel, der "Welt". Debatten über die Reform des Sozialstaates dürften "keine soziale Schieflage erzeugen".

Der rheinland-pfälzische CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder wies die Forderung nach Streichung von Zahnarztleistungen als "absurd" zurück. "Wir kriegen Deutschland nur nach vorne, wenn alle 80 Millionen mitmachen", sagte Schnieder den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Mit der aktuellen Debatte verlieren wir viele Bürgerinnen und Bürger, die sich zurecht Sorgen darüber machen, ob sie ihren Zahnarztbesuch nun privat zahlen müssen oder nicht." In Baden-Württemberg wird am 8. März ein neuer Landtag gewählt, in Rheinland-Pfalz zwei Wochen darauf.

Bundesgesundheitsministerin Warken schließt aus, dass Zahnarztleistungen nicht mehr durch die gesetzliche Krankenversicherung erstattet werden. Diese Forderung werde "nicht umgesetzt", erklärte Warken in Berlin. Dies würde "eine Abkehr des Kerngedankens unseres Solidarsystems" bedeuten. Zudem widerspreche dies "dem Ziel, Prävention zu stärken".

Scharfe Kritik kommt auch von Arbeitnehmervertretern in der Union. Der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion, Stefan Nacke, warf dem CDU-Wirtschaftsrat vor, "den Sozialstaat als Steinbruch zu präsentieren, ohne dabei ein wirtschaftspolitisches Konzept erkennen zu lassen". Zuvor hatte bereits der CDU-Arbeitnehmerflügel (CDA) seine Partei gewarnt, dass sie mit wiederholten Forderungen nach Einschnitten bei der sozialen Sicherung Wähler abschrecken könnte.

Auch Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) stellte sich gegen derlei Forderungen. Diese entsprächen "nicht meiner Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit“, sagte Rhein der "Bild"-Zeitung.

Auch aus der Opposition kommt weiter scharfe Kritik. Linken-Fraktionschef Sören Pellmann wies die Sparvorschläge des Wirtschaftsrats scharf zurück. Die Forderungen seien "ein Großangriff auf unsere Daseinsvorsorge und damit auf fast alle Menschen im Land", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch erklärte: "Jetzt will die CDU, dass man wieder an den Zähnen erkennt, ob Menschen arm oder reich sind."

Ärzte-Verbände kritisieren den Vorstoß als "medizinisch falsch, unsozial und ökonomisch kurzsichtig". Eine Ausgliederung der Zahngesundheit aus der gesetzlichen Krankversicherung wäre nach Auffassung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und der Bundeszahnärztekammer mit erheblichen Folgekosten für das Gesundheitssystem verbunden und damit für die gesamte Bevölkerung.

H.Au--ThChM